mit dir | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund

Nicht für jemanden sondern für jeden Einzelnen geschrieben.

mit dir

damit wir alle zusammen sitzen bei
wasser, brot und ewigkeit. uns fehlt
regen, der in freiheitsrinnen rieselt.
wie das wetter hinter hotelzimmern,
exklusiven verkostungscentern und
dem goldspa eines ideellen traums.
ich reiche dir meine hand. wenn wir
gehen, sind unsere träune eins. ich
schenke dir worte. wenn wir liegen,
sind unsere gedanken auf weißen
meeren. ich schwimme im stillstand.
mit dir.

wohin | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Mal wieder ein kleines Experiment mit Form.

leere, die
deine punches fliegen wie
gänse über den horizont.
düsterwolken machen sich
breit. sie ist weit. deine ferne.

weiße, das
der schall deiner räume wirkt
endlos tief. die ecken haben
staub angesetzt. wollmäuse
spielen verstecken. nur wohin.

decke, die
flauschige wärme stranguliert
mit künstlichen fasern. heute
rolle ich mich in dir ein. deine
fäden sind weiß und leer. hier.

ein paar fetzen realität | Der Dienstag dichtet

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Ich wollte eine Ode an die Fantasie schreiben, aber irgendwie ist etwas Düsteres am Ende dabei rumgekommen…passiert.

ein paar fetzen realität

ein paar fetzen realität brachtest du
mir in mein traumgefängnis. von wo
tropft es. die milchigen fenster haben
durchsichtige wahrheit angesetzt. seh
ich in die ferne, führt phlegethon kalte
flammen. ich rolle mich in den teppich
ein. warum ist hier wärmer, als dort
drüben. ich packe kisten voll mit sand.
fischen. und den goldglänzenden ring
von meiner oma. so einfach. vielleicht
sind mir die ebenen ein trost. vielleicht
meer. berge. nichts. fremde leben. der
spiegel glänzt wie eine mattscheibe. ein
paar fetzen realität brachtest du mir in
mein traumgefängnis. sie sind beinahe
verbraucht

unser wetter ist durcheinander | Der Dienstag dichtet

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Nach den Ereignissen der letzten Tage, bin ich irgendwas zwischen wütend auf und an der Menschheit zweifelnd…

unser wetter ist durcheinander

unser wetter ist durcheinander
geraten. ein wind bläst seidig
durch meine strohenen haare
und ich brülle. entgegen ihren
hagel. why. so fkn scared. ich
rede altgriechisch. der regen
kommt aus toten ländern. die
letzten sauren tropfen einer
prähistorischen gewitterfront.
ich will ein zeichen setzen und
verteile bohnen an die letzten
windspiele. lasst uns uralte
stürme neu begraben.

Tortentraum | Der Dienstag dichtet

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Tortentraum

ihr messer dreht sich in seinem
kopf. herum. das rechte ohr wird
angeschnitten. sahne tropft aus
seiner nase. der innenguss bröselt
auf den boden. unschuldscreme
und gutmütigstreusel. der boden
ist glatt. die schädelplatte eine
rutschpartie. sie dreht weiter. bis
zum butterherz. da. die schichten
verschwimmen. es splittert. löst
sich die marzipanschnittstelle auf.
er wird überleben. wenn er flieht.
wenn sie das messer einstecken
kann. morgen. ja. morgen.

Kopfstürme | Der Dienstag dichtet

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Selbstverfreilich ein Sturmgedicht, wobei nur halb, der andere Teil behandelt eine kleine Schreibblockade, die ich habe.
Mal gespannt wieviele aus unserer illustren Runde auch das Sturmthema aufgreifen. 😉

Kopfstürme
tragen Gedankenwolken
blitzschnell und donnerklar
Regenworte verfangen sich im
Papierleerraum

wie es war | Der Dienstag dichtet

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wie es war

an einem montagfrühmorgen im
langen februargrau verfärbt sich
das froschgrün gelbkaroblau und
hüpft davon. quakend. bleibt mein
malkasten farbenfroh. nur anders.
verkehrtherum. ich drehe mich im
kreis. links. senkrecht. quer. kreuz
waagerecht. rechts. ich strauchle.

das flamingopink wirkt als würde
das schwarz bluten. zinnoberrot.
meine zeit dreht sich, meine welt
steht kopf. läuft. an mir vorbei. das
orange aufmerksam ins blaue. es
spannt die segel. holt den anker
ein. mit einem taschentuch stehe
ich neben einem unentschlossenen
gelb und winke. geh doch. geh. ich
betrachte das ruhige farbenmeer.
warum kann nicht alles bleiben
wie es war?

大嵐 | Der Dienstag dichtet

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Ich lerne gerade Japanisch und wollte es mal mit einem „echten“ Haiku probieren. Der Haiku ist im originalen Rhythmus (5/7/5) und in Hiragana geschriebe, darunter die Laute und darunter die Bedeutung. Der Titel ist Kanji für das, was in Hiragana in der ersten Zeile steht (Taifun, heftiger Sturm) . Keine Ahnung, ob das erlaubt ist, aber es sieht cool aus. 😅

大嵐 / Taifun

おおあらしあめがこみ なみのおと
[ō arashi・ame ga komi iru・nami no oto]

wirbelsturm
es regnet herein
der klang von wellen

alltagsleeren| Der Dienstag dichtet

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Das Gedicht beschreibt mehrere Gefühle. Irgendwie geht es um neue Wochen und Montage und vor allem den ersten Montag nach einem Urlaub.

alltagsleeren

orangen. sagt das raumschiff und fliegt
davon. in ein weltall voller ungenutzer
möglichkeiten. die sterne blicken durch
ihre milchigen augen. ein quasar blinzelt
in das sonnenviolett eines weißen riese.
sein mund ist riesig, alles verschlingend,
alles vernichtend. ein happen und alles
ist das millionste eines milliarstels. wie
unheimlich. faszinierend unvorstellbar.
die nacht ist farblos. ey los. sage ich und
schnappe mir meinen satelliten. graue
schärfe polstert meinen steinigen flug in
die ungewissheit der neuen alltagsleeren.

im schneefall | Der Dienstag dichtet

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und neu dabei die Wortverzauberte

Ein Hallo vom fast-Ende der Welt. Nordlichter gab es noch keine, aber jede Menge Schnee. Daher hier, wie versprochen, ein Schnee-/Norwegen-/Urlaubsgedicht.

im schneefall

flocken singen über mir. die landschaft
tanzt. tanzt. tanzt. im abendrot und im
morgengrau spinnt eine zwischenwelt
ihre bühnenstücke. ich schwebe in den
kristallen. riesele über wellenberge und
schneeverwindungen. hier. da. draußen
ist mein herz lebendig. frei. die spuren
im weiß liegen über einer brennenden
erde. vergessen. verschwindend. klein
sind sie. und. wann kommt? nicht jetzt.