wie es war | Der Dienstag dichtet

Banner_der dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte

und Ein Blog von einem Freund

wie es war

an einem montagfrühmorgen im
langen februargrau verfärbt sich
das froschgrün gelbkaroblau und
hüpft davon. quakend. bleibt mein
malkasten farbenfroh. nur anders.
verkehrtherum. ich drehe mich im
kreis. links. senkrecht. quer. kreuz
waagerecht. rechts. ich strauchle.

das flamingopink wirkt als würde
das schwarz bluten. zinnoberrot.
meine zeit dreht sich, meine welt
steht kopf. läuft. an mir vorbei. das
orange aufmerksam ins blaue. es
spannt die segel. holt den anker
ein. mit einem taschentuch stehe
ich neben einem unentschlossenen
gelb und winke. geh doch. geh. ich
betrachte das ruhige farbenmeer.
warum kann nicht alles bleiben
wie es war?

Plotting Holes – Gastbeitrag bei Anna Lisa Franzke

IMG_20191018_175724_563

Heute erschien mein Gastbeitrag „Plotting Holes- Überaschungen beim Schreiben“ im Blog von Anna Lisa Franzke. Damit ihr wisst, worum es geht, die Einleitung:

„Nun sitzt man da, hat Stunden in die Planung seines Buches investiert und plötzlich taucht es auf: das Plotting Hole – etwas, das man nicht planen konnte und alles auf den Kopf stellt. Man bekommt das Gefühl, alles über den Haufen werfen und neu anzufangen zu müssen. Discovery Writern (Autoren, die wenig plotten) passiert das verhältnismäßig oft, aber auch Plotting-Meister sind vor Überraschungen nicht gefeit. Hier fünf Plotting Holes und wie man mit Schwung drüber springt.“

Hier könnt ihr den ganzen Beitrag lesen: KLICK

Pluto | Writing Friday

writing-friday-2020

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Ich bin irgendwie unzufrieden mit der Geschichte, da ich aber nicht weiß warum, poste ich sie dennoch. Warum auch immer fand ich das Thema schwer.

Thema: Schreibe eine Geschichte die mit dem Satz “Dieses Jahr wird fabelhaft, weil…” beginnt.

„Dieses Jahr wird fabelhaft, weil ich jetzt einen Glücksbringer habe. Nur, dass du es weißt!“

Max sah Pluto entgeistert an, doch den störte das nicht weiter. Seitdem ihm in der Silvesternacht das kleine Mädchen zum Trost eine Schleife um den Hals gebunden hatte, verfolgte ihn das Glück. Er hatte einen warmen Schlafplatz bei einem der neuen Menschen im Park gefunden. Ab und an gab der ihm sogar was zu essen und ab und an besorgte ihm Pluto etwas. Außerdem war er so zu seinem tollen neuen Namen gekommen. Früher hatten ihn die meisten Köter oder Drecksvieh genannt, jetzt hieß er Pluto. Nichts konnte ihn nun aufhalten. Gerade erst hatte ihm ein fremder Mensch etwas von seinem Sandwich abgegeben. Salami UND Schinken. Wahnsinn. Das war ein Zeichen. Definitiv. Weiterlesen „Pluto | Writing Friday“

大嵐 | Der Dienstag dichtet

Banner_der dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte

Ich lerne gerade Japanisch und wollte es mal mit einem „echten“ Haiku probieren. Der Haiku ist im originalen Rhythmus (5/7/5) und in Hiragana geschriebe, darunter die Laute und darunter die Bedeutung. Der Titel ist Kanji für das, was in Hiragana in der ersten Zeile steht (Taifun, heftiger Sturm) . Keine Ahnung, ob das erlaubt ist, aber es sieht cool aus. 😅

大嵐 / Taifun

おおあらしあめがこみ なみのおと
[ō arashi・ame ga komi iru・nami no oto]

wirbelsturm
es regnet herein
der klang von wellen

Tannenbaum.jpg | Writing Friday

writing-friday-2020

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Es gab schon einige gute Geschichten zu dem Thema also habe ich etwas anderes probiert. Und ich habe die technische Richtigkeit der künstlerischen Freiheit geopfert. Außerdem ist der Nutzer ein DAU.

Thema: Dein Tannenbaum möchte nicht entsorgt werden, berichte von seiner Flucht.

Tag 1 – Weihnachten ist vorbei, das heißt ich Tannenbaum habe als Hintergrundbild ausgesorgt und werde erst wieder nächstes Jahr eingesetzt. Wenn überhaupt. Vielleicht will der Nutzer nächstes Jahr ein anderes Bild von einem Tannenbaum nehmen. Ich habe keine Lust einfach so ungesehen in einem Unterordner oder noch schlimmer im Papierkorb zu versauern. Ich brauche einen Plan.

Tag 2 – Habe mich mit meinem Kumpel Hintergrund verschworen. Er hat dem Nutzer die Rechte entzog, das Hintergrundbild zu ändern.

Tag 3 – Der Nutzer ist auf die Idee gekommen, mich manuell zu löschen. Ich war aber schlau genug mich in einen Unterordner zu kopieren und den Pfad anzupassen. Habe mich vorsichtshalber fünfzig Mal kopiert.

Tag 4 – Firefox hat mich gewarnt. Der Nutzer will mich suchen und dann löschen. Habe mich jetzt in qrt6zf.jpg umbenannt. Weiterlesen „Tannenbaum.jpg | Writing Friday“

alltagsleeren| Der Dienstag dichtet

Banner_der dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte

Das Gedicht beschreibt mehrere Gefühle. Irgendwie geht es um neue Wochen und Montage und vor allem den ersten Montag nach einem Urlaub.

alltagsleeren

orangen. sagt das raumschiff und fliegt
davon. in ein weltall voller ungenutzer
möglichkeiten. die sterne blicken durch
ihre milchigen augen. ein quasar blinzelt
in das sonnenviolett eines weißen riese.
sein mund ist riesig, alles verschlingend,
alles vernichtend. ein happen und alles
ist das millionste eines milliarstels. wie
unheimlich. faszinierend unvorstellbar.
die nacht ist farblos. ey los. sage ich und
schnappe mir meinen satelliten. graue
schärfe polstert meinen steinigen flug in
die ungewissheit der neuen alltagsleeren.

Zurück vom Winter | Bildhaftes

Ich bin wieder in Deutschland und vermisse den „richtigen“ Winter schon jetzt. Tromsö ist eine kleine aber interessante Stadt und die nordnorwegische Landschaft ist einfach wahnsinnig schön. Ich könnte stundenlang schwärmen, stattdessen gibt es hier einige Momente/Erinnerungen. Ganz am Ende auch ein Foto der weltschwächsten Polarlichter. Weiterlesen „Zurück vom Winter | Bildhaftes“

im schneefall | Der Dienstag dichtet

Banner_der dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
und neu dabei die Wortverzauberte

Ein Hallo vom fast-Ende der Welt. Nordlichter gab es noch keine, aber jede Menge Schnee. Daher hier, wie versprochen, ein Schnee-/Norwegen-/Urlaubsgedicht.

im schneefall

flocken singen über mir. die landschaft
tanzt. tanzt. tanzt. im abendrot und im
morgengrau spinnt eine zwischenwelt
ihre bühnenstücke. ich schwebe in den
kristallen. riesele über wellenberge und
schneeverwindungen. hier. da. draußen
ist mein herz lebendig. frei. die spuren
im weiß liegen über einer brennenden
erde. vergessen. verschwindend. klein
sind sie. und. wann kommt? nicht jetzt.

Tromsø | 11.01. bis 18.01.

IMG_20200109_152509

Mich verschlägt es mal wieder in die Ferne – an den äußersten Zipfel Norwegens.
Ich muss wohl ganz in den Norden fahren, um endlich mal Schnee zu sehen. Daher gibt es eine Blogpause – abgesehen vom dichtenden Dienstag, da gibt es ein schneeinspiriertes Gedicht (hoffentlich) und ich lese auch die Beiträge.

Ich sende schonmal weiße Grüße. Bis in einer Woche.