Die Windmühle III | Writing Friday

writing-friday-2020

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Dies ist eine Fortsetzung, die ersten beiden Teile findet ihr hier *Teil 1* und hier *Teil 2*

Thema: Schreibe die letze(n) Szene(n) einer Geschichte und beende diese mit “Das war doch Mal ein richtiges Abenteuer!”

Als Rosine weiterlaufen wollte, drehte sich Marcel um. Einen kurzen Blick konnte man wohl riskieren. Er trat in den Mehlbelberg. Ein paar Schritte ging er, dann wurde es düster. Schatten tanzten um ihn herum. Von draußen hörte er Rosine rufen.

„Marcel komm zurück.“

Marcel bekam Angst, als etwas Kaltes an ihm riss. Er sah Zähne und hörte gemeines Gelächter. Jeder Albtraum, den er mal hatte, zog an ihm vorbei. Entsetzt stolperte er rückwärts. Plötzliche legte sich eine Schlinge um ihn und er wurde unsanft aus dem Mehlbel gerissen.

Außerhalb erkannte er, dass ein Tau aus Hefezopf ihn zurückgezogen hatte. Mehrere Bewohner standen um ihn herum.

„Alles ok?“, fragte jemand.

Marcel war eisig kalt. Er nickte zaghaft. „Ja. Entschuldigung.“

Oma Brot trat an den anderen vorbei. „Menschen bleiben Menschen. Zu neugierig für eigenes Wohl. Nun ja, ohne eure Träume hätten wir nichts zu essen. Und ohne eure Abenteuerlust, würde es nicht so gut schmecken. Komm, wärm dich erstmal in meiner Hütte auf und dann bringen wir dich nach Hause.“

Marcel verbrachte noch einige Stunden in dem Dorf, probierte von den gebackenen Köstlichkeiten und versuchte selbst ein Brot zu backen. Dann brachte Rosine ihn wieder zu der Mühle.

„Muss ich wirklich gehen?“

Rosine nickte ernsthaft. „Du würdest sonst ersticken. Unsere Lungen sind an das Mehl gewöhnt, deine nicht.“

Marcel sah traurig zu Boden. „Kann ich denn wiederkommen?“ Auch wenn er Rosine am Anfang nervig gefunden hatte, hatte er sich in den letzten Stunden befreundet. Sie war anders, als die Mädchen die er kannte.

„Das weiß ich nicht. Es gibt viele Wege hierher, aber nur die Mühlen entscheiden, wer uns besuchen darf.“

Marcel wollte gerade noch etwas sagen. Da erfasst ihn wie aus dem nichts das Blatt der Mühle. Er sah, wie ihm Rosine zuwinkte und rief noch. „Ich komme wieder. Versprochen!“ dann war sie schon aus seinem Sichtfeld verschwunden. Langsam brachte ihn das Mühlblatt wieder Richtung Erde. Als er nah genug am Boden war, sprang er ab. Schnell schnappte er sich seinen zweiten Schuh und sprang davon, um nicht nochmal von dem Mühlenblatt erfasst zu werden. War das alles ein Traum gewesen?

Marcel merkte, dass etwas in seiner Hosentasche steckte. Er griff hinein. Ein Stück Brot. Er grinste. “Das war doch Mal ein richtiges Abenteuer!”

6 Kommentare zu „Die Windmühle III | Writing Friday

  1. Liebe Katha,
    oh, habe ich mich auf diese Fortsetzung gefreut! Und naja, die Albträume gehören halt auch dazu… Ich frage mich, wie das Gebäck der Anderen wohl aussieht. Vielleicht wie der missratene Krümelkuchen, für den ich und meine Mutter einmal das falsche Rezept benutzt hatten und er dann so flach und trocken wie ein Keks wurde. ^^ Und ich stimme Oma Brot zu. Diese verflixte Neugier. 😀

    Liebe Grüße
    Alina

    Gefällt 1 Person

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