Animalisch | abc.etüden 23+24

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 23+24 beinhaltet die Worte „Abweichung“, „unabwendbar“ und „verengen“, gesponsort von Werner Kastens.

Ich bin kein MMA-Fan, aber manchmal sehe ich es ganz gerne. Einige Kämpfe schockieren mich. Das hier ist die Verarbeitung von einem, den ich besonders heftig fand.

Animalisch

Der Gong ertönte, dann herrschte gebannte Stille. Die Augen seines Gegners verengten sich und er ging in Bereitschaft. Er selbst ließ sich noch Zeit. Damit zeigte er seinem Gegner, dass er ihn nicht ernst nahm. Bewusst langsam hob er die Arme, spannte seine Muskeln an. Sein Sieg war unabwendbar.

Sie tänzelten umeinander, ohne dass einer in den ersten zehn Sekunden angriff. Eine Ewigkeit im Oktagon. Er hatte Zeit. Sein Gegner funkelte kurz mit den Augen, gleich würde er links zuschlagen, wie er es immer tat. Weiterlesen „Animalisch | abc.etüden 23+24“

Their sea | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.

Mit von der Partie sind
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkram
Schaut doch bei auch bei ihnen vorbei!

Derzeit beschäftige ich mich mit einer gewissen Gruppe Menschen auf Social Media und habe meine Abneigung in Kreativität umgewandelt. Außerdem hatte ich Lust mit Sprache und Darstellung zu experimentieren, daher auf Englisch und inszeniert.

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Geistergedicht | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Eigentlich war das mein Lieblingsthema diesen Monat, aber irgendwie hatte ich Probleme die perfekte Idee zu haben. Die Geschichte ist einfach aus dem Bedürfnis entstanden etwas Positives zu schreiben.

Thema: Du findest auf dem Dachboden eine alte Schreibmaschine, darin stecken noch beschriebene Blätter des Besitzers. Welche Geschichte verbirgt sich darauf? Berichte davon.

„Sag mal Oma, kann ich mir die Sachen anschauen, die du gesammelt hast?“

„Aber klar, Schatz. Du kannst nur nichts davon behalten. Die Sachen sind alle für Menschen, denen es viel viel schlechter geht als uns.“

Lisa nickt, dann lief sie die Stufen in den ersten Stock. Von dort kraxelte sie über eine Leiter auf den Dachboden. Sie liebte es hier oben. Der Dachboden war riesig und durch die ganzen alten Teppiche, die hier herumlagen super gemütlich. Manchmal lag sie hier stundenlang und las.

Jetzt war der Dachboden allerdings vollgestopft mit allerlei Kram, den ihr Großvater am Wochenende zu der Spendenstation fahren sollte. Einige Sachen waren echt cool, wie ein Schaukelpferd und eine grüne Lampe, die wie ein Raumschiff aussah. Bei anderen Dingen war Lisa eher verwundert, warum das jemand brauchte. Zum Beispiel die Schreibmaschine. Heute hatte doch jeder einen Computer. Weiterlesen „Geistergedicht | Writing Friday“

Sein einfachster Fall | abc.etüden 20+21

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Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 21+22 beinhaltet die Worte „Malkasten“, „gleitend“ und „torpedieren“, gesponsort von Team dergl.

Ich wollte mal einen Krimi schreiben, da ich das aber noch nie gemacht habe und die 300 Wörtergrenze für das Vorhaben zu mutig war, kam irgendwie ein vollkommen skurriler Text raus. Ich mag ihn irgendwie trotzdem, auch wenn er recht abgehakt und antiklimaktisch ist.

Sein einfachster Fall

„Mit einem Pinsel? Wollen sie mich verarschen?“

„Nein, Herr Kommissar. Der Malkasten lag noch daneben.“ Der Praktikant schwitzte.

„War nicht die Todesursache, sieht aber spektakulär aus, wie der so in seinem Schädel steckt.“

Hinter Kommissar Wagner trat die Gerichtsmedizinerin. „Da hat wohl einer den Batman-Film zu oft gesehen. Gestorben ist er vermutlich durch das gewaltvolle Einflößen von Pinselreiniger. Das Loch für den Pinsel hat der Mörder wohl mit etwas Spitzem vorgebohrt und dann den Pinsel reingesteckt. Ich hoffe, nachdem unser Opfer tot war. Näheres dann nach meiner Untersuchung.“ Weiterlesen „Sein einfachster Fall | abc.etüden 20+21“

Was man montags über Politik sagt | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.

Mit von der Partie sind
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkram
Schaut doch bei auch bei ihnen vorbei!

Gerade dreht sich alles um Politik, deshalb gibt es diese Woche ein paar Gedanken dazu. Habe mal ein altes Gedicht von etwa 2007 ausgegraben und umgeschrieben.

Was man montags über Politik sagt

Erstens:
Wenn Reden Silber ist
und Schweigen Gold, dann
ist Lügen Diamant und auch wenn
Lügen auf kurzen Beinen gehen,
haben sie dennoch lange Laufzeiten.

Zweitens:
Während die Ufer leer wirken,
schwimmen die großen Enten mittig.
Einige schleichen derweil geschickt
durch die herbstfarbenen Büsche,
andere sind gleich auf Tauchgang.

Drittens:
Die Schwarzen und Roten sind
einander nicht grün und
die Braunen streichen sich blau.
Kein Wunder, dass es nach Obst duftet,
überall hat man heute weiche Birnen.

Die letzte Ruhe | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Da so viele bei diesem Thema Horrorgeschichten geschrieben haben, habe mich herausgefordert gefühlt etwas anderes draus zu machen. Ist ein bisschen traurig geworden.

Thema: Anna betritt eine alte Villa am Ende der Stadt, sie wird sie jedoch nie wieder verlassen. Erzähle was passiert ist.

Anna lief langsam den Weg entlang. Der Park, der die Villa umgab war wunderschön. Die Besitzer der Villa hatten zwar den Rasen, direkt vor dem Haus gemäht, aber der hintere Teil, der die Bäume umgab, wuchs frei. Ach, und die Bäume. Birken, Eichen, eine Kastanie, etliche Haselnusssträucher. Als ein Wind von Osten kam, roch Anna den Flieder. Wundervoller lila Flieder.

Sie hatte jahrelang in der Stadt gelebt, zwischen den Autosabgasen, den Essensgerüchen, dem Lärm und Schmutz. Harter Asphalt zum Laufen, kaum Grünflächen. Selbst im Park roch es nach Auto und der Straßenlärm war auch dort zu hören. Es war natürlich nicht alles schlecht. Ihre Wohnung war wunderschön. Im dritten Stock eines Hochhauses, mit Balkon, sodass Anna direkt auf der Höhe der Baumkronen, die Vögel beobachten konnte.

Die letzte Zeit waren ihr nur die Stufen so schwer gefallen. Daher war sie froh, als ihre beste Freundin Hilde beschloss mit ihr aufs Land in diese wundervolle Villa zu ziehen. Anna war zwar zu alt, um das volle Potential der Umgebung auszuschöpfen, aber der Anblick erfreute ihre müden Augen. Weiterlesen „Die letzte Ruhe | Writing Friday“

Seelentröster | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Mit von der Partie sind
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkram
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Mein Gedicht die Woche ist sehr intuitiv entstanden und ich habe kaum was überarbeitet, weil ich die Spontanität nicht zerstören wollte.

Seelentröster

Ich renne mit dem
Herz durch die
Wand während ich meinen
Kopf bei dir ausschütte

Wir liegen zusammen
auf einem Tisch und neben
uns der krumme Kerzenhalter, das
Tischservice mit den Kanten und
Ecken, ein paar Krümel hängen auf
halb acht, die verwobene Tischdecke, ein
Löffel, psychologisch verbogen, die
Karaffe mit dem langen Hals, zwei
Set Gläser, alle unterschiedlich, passend
zu dem keramischen Pappteller deiner
Oma, die heute meine ist,
ein verbrannter Topflappen
und die Reste einer
mittsommernachtlichen
Speise

Wenn das Fieber vorbei
ist, wurden nur fremde Gedanken
gesprochen und nicht die
feigen

Erinnerungsgarten | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Die Geschichte ist angelehnt an mein Leben. Den Fingerhut habe ich erfunden, der Rest ist etwas vereinfachter dargestellt. Aber der Garten ist so wie beschrieben, zumindest in meiner Erinnerung.

Thema: Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein: Marmelade, Fingerhut, Rosenranken, Himmelblau und Oma.

Sabrina liebte die Sommerferien. Zwei Wochen verreiste sie mit ihren Eltern, zwei Wochen unternahm sie etwas mit ihren Freunden und die letzten beiden Wochen waren für ihre Oma reserviert.

Diese wohnte fünf Stunden entfernt von dem Ort, in den Sabrina mit ihren Eltern gezogen war. Sabrina sah ihre Oma nur in den Ferien, an Feiertagen und am Geburtstag. Deshalb war der Sommer ganz speziell für sie. Zwei Wochen lang hatte sie ihre Oma ganz für sich alleine. Sie würden backen, kochen, im Garten arbeiten, ins Schwimmbad gehen, ihren Onkel besuchen und das alte Haus und die Umgebung erforschen.

Besonders den Garten liebte Sabrina. Er war wie ein großer Dschungel voller Abenteuer und Gefahren. Wenn ihre Oma nach dem Mittagessen für ein bis zwei Stunden schlafen ging, machte sich Sabrina auf Erkundungstour. Weiterlesen „Erinnerungsgarten | Writing Friday“

Vergangenheitsaugen | abc.etüden 19+20

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Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 19+20 beinhaltet die Worte „Katzenauge“, „kurios“ und „balancieren“, gesponsort von mir.

Ich habe kürzlich für einen Artikel zum Thema Karrierewechsel recherchiert. Viele Wechsel haben sich einfach so ergeben, andere mussten erst ihre Perspektive wechseln. Ich glaube es würde vielen Menschen gut tun, ihr heutiges Leben aus Vergangenheitsaugen zu betrachten. Das hat mich zu diesem kleinen Text inspiriert.

Vergangenheitsaugen

Der Arzt sagte Karl, er hätte Burn-Out, aber Karl glaubte nicht daran. Die Symptome fand er kurios nicht beunruhigend. Er war erst 29 Jahre alt und sein Leben lief gut. Ihm war einfach etwas schwindelig und die Luft fühlte sich manchmal schwerer. Also arbeitet er bis er gar keine Luft mehr bekam.

Als er zum zweiten Mal von der Arbeit mit dem Krankenwagen abgeholt wurde, bat ihn sein Chef sich um seine Gesundheit zu kümmern. Karl nahm sich den Urlaub, den er seit zwei Jahren gesammelt hatte und beschloss seine Eltern endlich zu besuchen. Weiterlesen „Vergangenheitsaugen | abc.etüden 19+20“

Handicap | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum mehr Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Mit von der Partie ist Stachelbeermond. Schaut doch bei ihr vorbei.
Wer sich uns anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.

EDIT: Judith ist nun auch dabei. Ihr schönes Gedicht findet ihr hier.

Mein Gedicht diese Woche ist wieder ein Satz, diesmal eine Spur abstrakter. Eigentlich kann es für viele Themen stehen. Erst dachte ich über Politik nach,d ann Gesellschaft im allgemeinen. Es ist also mehr ein Gefühl als eine klare Aussage.

Handicap

Während Unbekannte auf
den Straßen über Abgötter
und Parallelwelten reden

spielt ein Pantomime
Flöte und ein Unsehender
tanzt dazu kreuzüber
im Zweisatz