dann kann ich es nicht festhalten | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder
Nachtwandlerin
Lindas x Stories
La parole a été donnée à l’homme
Gedankenweberei

Kennt ihr das, wenn ihr ein wichtiges Geheimnis hütet?

dann kann ich es nicht festhalten

dann kann ich es nicht festhalten. in mir
tobt ein sturm aus worten. sie tänzeln
über meinen magen, drehen pirouetten
in meinen darmwindungen. ein walzer
im zwergfell. ein chanson im eierstock,
rechts. der links dient als ruhestätte. ein
durchatmen, bevor es weitergeht. ein
und aus und ein und aus. sätze formen
sich in gefangenschaft, planen eine
rebellion. ausbruch. schreien sie. nein!
sage ich. vielleicht doch. ich ziehe die
luft ein, will die worte im Kern ersticken.
ich strauchle beim warum. falle. lasse
los. dann kann ich das wort eben nicht
festhalten. aber ich kann es bedichten.

Frauphabet | Etüdensommerpausenintermezzo II.2

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Noch einmal mit dem Etüdensommerpausenintermezzo, diesmal Part II. Ziel ist es, aus einem Oberthema ein eigenes kreatives Textalphabet zu erschaffen.

Da mir das Autophabet soviel Spaß gemacht hat, habe ich ein weiteres Thema gesucht, in dem ich mich auskennen sollte: Frauen.
Dabei habe ich sobald ich etwas zu einem Buchstaben gefunden habe, den Text nur noch stilistisch angepasst – sprich das sind mehr ungefilterte Gedanken, als ein genau überlegter Text. Ich wollte ungefiltert schreiben, wodurch der Text viel über mich preisgibt und natürlich auch Unfug enthalten kann.
Tatsächlich habe ich jetzt eine Woche an dem Text gesessen. An der Stelle vielen Dank an die J-Wortspender. Mir viel partout nichts ein zu dem Buchstaben. Ich habe aus der vorgeschlagenen Liste, dann den ersten Begriff genommen, zu dem mir etwas direkt einfiel.

Frauphabet

Abtreibung, die – bestes Thema auf jeder Gartenparty. Jeder hat was dazu sagen, zuhören tut keiner, schon gar nicht Betroffenen.

Brüste, die – vorne wohl das hervorstechendste menschliche Körperteil – bei den meisten Frauen und einigen Männern. Männer müssen ihre Brüste allerdings nicht verstecken, das bleibt Frauen vorbehalten.

Care-Arbeit – nimmt jeder mindestens zweimal im Leben in Anspruch. Machen will es aber kaum einer, bezahlen auch nicht. Daher gibt es eine ganze Reihe Menschen, die sich von einem guten Gefühl und Klatschen ernähren. Weiterlesen „Frauphabet | Etüdensommerpausenintermezzo II.2“ →

Die Maske | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Ich wollte nachdem ich einen sehr guten Artikel gelesen habe, eigentlich eine Momentaufnahme aus einem Altersheim schreiben und die Arbeitsverhältnisse von Pflegern kritisieren…und dann ist da irgendwie was ganz anderes draus geworden.

Thema: Schreibe eine Geschichte und flechte folgende Worte ein: Maske, Habseligkeiten, müde, absichtlich, Widerling

Ich habe die Geschichte „Die Maske“ überarbeitet. Ihr könnt sie nun in meinem Buch „andernorts“ lesen:

ANDERNORTS

und die uhr zeigt zehn nach zehn | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
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Gedankenweberei

Ich bin nicht sonderlich gut im Warten, vor allem wenn es um etwas mir wichtiges geht. Das Gedicht ist vielleicht etwas überdramatisch, aber ich hasse es wirklich zu warten. 😉

und die uhr zeigt zehn nach zehn

und die uhr zeigt zehn nach zehn. ich
bin unwissend. im ungewissen. meine
zehen wühlen im minutensand, meine
ballen pressen stundengras platt. und
meine gedanken streifen über große
zeitenmeere. die möwe über mir lacht.
worauf ich warte? ich frage sie. ich will,
dass mir flügel wachsen, federn meinen
körper schmücken. will mich erheben
können über zeiträume und raumzeiten.
die wellen plätschern. und ich warte auf
das boot. zwei münzen habe ich dabei,
ein leben und keine geduld. es soll früher
sein, oder später, aber nicht jetzt. die
uhr zeigt fünfzehn nach zehn. es tickt.

 

Hier | Writing Friday

writing-friday-2020

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Sommerferien in der Heimat – erzähle von deinem Lieblingssommerplatz in der Heimat.

Hier
Ich sehe über Häuser hinweg auf die Stadt. Eine Straße schlängelt sich neben der nächsten. Haus an Haus und in der Ferne Wald. Eines Tages werde ich dort wohnen, aber derzeit bin ich hier. Das Katzennetz wirft durch das Sonnenlicht ein Netzmuster auf meine Oberschenkel, als wolle es sie kartieren. Ich setze mich gerade hin. Der Stuhl knarzt. Eine seiner Schrauben ist lose und hat sich in das braune Holz gefressen. Lange wird er nicht mehr halten, aber noch tut er seinen Dienst. Ohne eine Auflage sitze ich auf ihm. Ich spüre die Streben, den kleinen Hügel in der Lackierung links außen, das Ende der Sitzfläche.

Weiterlesen „Hier | Writing Friday“ →

Autophabet | Etüdensommerpausenintermezzo II

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Noch einmal mit dem Etüdensommerpausenintermezzo, diesmal Part II. Ziel ist es, aus einem Oberthema ein eigenes kreatives Textalphabet zu kreieren.

Ich habe ein Auto-Alphabet genommen, weil wir ein neues Auto haben und irgendwie fand ich es spannend etwas Technisches als Ausgangspunkt für skurrile Gedankengänge zu nutzen.

Autophabet

Auto, das – bringt einen an fast jedes Ziel, besser als manche Pläne und Karten.

Bremse, die – muss man treten, um zu stoppen. Vor roten Ampeln gelingt das, im Leben nicht jedem.

Cabrio, das – wird als Schwanzverlängerung gepriesen, dabei kann man so wundervoll die offenen Haare im Wind fliegen lassen.

Dach, das – schützt vor Wetter und Blicken. Auch im Cabrio, aber dann fliegen die Haare nicht mehr.

Einparkhilfe, die – bewahrt einen vor manchen Unfällen. Für das unfallfreie Hinsetzen auf Bürostühle hat das jedoch noch niemand erfunden. Weiterlesen „Autophabet | Etüdensommerpausenintermezzo II“ →

der plan | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder
Nachtwandlerin
Lindas x Stories
La parole a été donnée à l’homme
Gedankenweberei

Ich bin wieder da! Leider weniger erholt als gehofft. Bis Dienstag liefs noch gut und dann mussten wir wieder bei den Umzugsvorbereitungen helfen etc.. Spätestens nach der Rückfahrt war ich vollkommen ausgelaugt und merke, dass ich nicht immer alles, was ich mir an Stress anhäufe mit einem Urlaub „ausbaden“ kann. Ein Plan muss her, irgendwann demnächst.

der plan

unruhe, die
ideen schwirren wie bienenschwärme,
zyklone in meinen gehirnwindungen.
früher konnte ich nicht, heute zu viel.

stress, der
der zeitwind lässt meine alltagshaare
fliegen. die erholungsperücke liegt im
schrank der vergangenheit. ganz hinten.

plan, der
auf meinem tisch, neben meinen kopf
liegen weiße zettel mit weißer farbe
beschriftet. ich nenne sie kopfkissen.

Urlaubselfchen | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Mit von der Partie sind bisher

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
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Nachtwandlerin
Lindas x Stories
La parole a été donnée à l’homme
Gedankenweberei

Sehr entspannte Grüße aus dem Norden. 😊

Gähnmarathon
wir vermessen
unsere langen Trägheitsbeine
unter den Müdigkeitssocken liegen
Urlaubsgrüße

„Urlaub“ im Norden II – 24.07 bis 02.08

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Diesmal gibt es echten Urlaub im Norden. Wir besuchen erst ein paar Tage einen Freund in Kiel und hängen dann noch einen Familienbesuch dran. Nichts besonderes, aber einmal Verschnaufen und Abwechslung habe ich dringend nötig.
Wie immer werde ich den Gedichtedienstag lesen und schreiben, aber abgesehen davon wird hier Funkstille herrschen.
Passt auf euch auf!

Gespräche mit Rüdiger – Vom Erkennen | Etüdensommerpausenintermezzo

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Diesmal mit dem Etüdensommerpausenintermezzo. Ziel ist es mindestens 7 aus 12 Wörtern (siehe Bild) in einem Text unterzubringen und einen echten Ort einzubauen.

Nach einer Pause ist er wieder da: Rüdiger! Die, die Rüdiger schon kennen, merken vielleicht einen kleinen Wechsel der Erzählweise. Ich habe bisher philosophische Thesen ohne Benennung dieser erklärt. Das will ich jetzt ändern. Mein Ziel ist es, meine Liebe zur Philosophie zu vermitteln…und natürlich meine Liebe für Katzen, aber das ist selbstverständlich.;)

Etüdensommerpausenintermezzo: Gespräche mit Rüdiger – Vom Erkennen

„Da bist du ja wieder.“

„Ja, irgendwie schön zurück zu sein und dich kleine Fellnase wiederzusehen.“ Ich gehe zum Fensterbrett in der Fehlannahme, dass Rüdiger, weil er mich vermisst hat, einen Schmatzer auf den Kopf will. Doch er duckt sich und geht zum Fressnapf. Ich gebe laktosefreie Schlagsahne zur Feier des Tages aus.

„Liebe geht durch den Magen,“ grummelt er schmatzend und ist vollends auf sein Essen fokussiert, bis nur noch eine Sahnewölkchen übrig bleibt. Ich unterdrücke einen Kommentar zu seinem kleinen Sahnebärtchen.

„Es war auf jeden Fall schön. Auch wenn ich dich vermisst habe.“

Rüdiger rollt sich auf meinem Schoß zusammen. „Jetzt darfst du. Aber keine Küsschen.“ Weiterlesen „Gespräche mit Rüdiger – Vom Erkennen | Etüdensommerpausenintermezzo“ →