Syrakus | abc.etüden

2020_1920_2_300

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 19+20 beinhaltet die Worte „Katamaran“, „großspurig“ und „totschweigen“, gesponsert von Olpo Olponator.

Ich wollte mich auch mal an einem geschichtlichen Ereignis probieren. Hier der Wikipedia-Link: *klick*

Syrakus

„Das sollten wir besser totschweigen“.

Der junge Legionär sah seinen älteren Kollegen mit Panik in den Augen an. „A-aber wie s-sollte ich den wiss-ssen, dass da-has der Typ ist?“

Der ältere Legionär ging tiefer in den Raum hinein. „Vielleicht, weil hier überall Schriftrollen mit mathematischen Formeln rumliegen.“

„Ma-hathematisch-he Formeln?“

„Mathematische Formeln! Sag mal, warst du nicht in der Schule?“

„Doch-hoch, aber es war dunkel.“ Der junge Legionär schwitze. „A-halso hier in dem Raum, nicht in der Schule.“ Weiterlesen „Syrakus | abc.etüden“

das vergissdasnicht | Der Dienstag dichtet

Banner_der dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder
Nachtwandlerin

Ich habe Gestern spontan die Pause an der Arbeit genutzt, um ein Gedicht zu schreiben. Liegt da jetzt schön auf meinem Schreibtisch und ich habe Spätschicht bis 21 Uhr. Ergo: Gibt es dann also nächste Woche und jetzt ein Elfchen über Vergesslichkeit.


das vergissdasnicht

vergissdasnicht
synaptische irrwegsblüten
mit semidementer fahrigkeitspistille
ich sähe erinnerungsbotschaften in
entfallenheitshumus

Mein Gedicht in gedruckter Form

Unbenannt-1

Durch das ganze Corona-Chaos gab es etwas Lieferverzögerung, aber seit gestern besitze ich nun endlich den tollen Gedichtband „Unter einem Apfelbaum liegen“, in dem eines meiner Gedichte steht.
Das war eine furchtbar spontane Sache. Ich habe davon kurz vor Deadline gelesen und noch schnell noch etwas geschrieben. Mehrere hätte ich auch einreichen können, aber dafür war keine Zeit. Umso cooler, dass mein Gedicht ausgewählt wurde.

Die anderen Gedichte sind übrigens auch spannend. Ich habe bisher nur quergelesen und habe schon ein paar absolute Favoriten, die ich bestimmt mehrmals lesen werde.

*Werbung*
Hier könnt ihr das Band kaufen: Unter einem Apfelbaum liegen

Der Geruch von Apfelkuchen | Writing Friday

writing-friday-2020

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Irgendwie habe ich das mit den Themen verkackt und letzte Woche zu einer Mai-Aufgabe veröffentlicht. Nun ja, gibt es jetzt halt die April-Aufgabe als Nachschub und dann geht es normal weiter.

Achtung Horror! Gruselfaktor 3,5 von 5.

Thema: Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein: Hoffnung, genüsslich, Wind, verletzt, Hindernisse

Ich habe die Geschichte „Der Geruch von Apfelkuchen“ überarbeitet. Ihr könnt sie nun unter dem Namen „Hinter dem Balkon“ in meinem Buch „andernorts“ lesen:

ANDERNORTS

Neues aus dem Atelier | Bildhaftes

IMG_20200426_180450_962

Ich bin gerade dabei mit Acryl zu experimentieren. Acrylgießen (Acrylic Pouring) macht Spaß, ist aber auf Dauer langweilig. Das obere Bild war mein erster Versuch Acrylgießen zu erweitern. Ich mag es, weil es wie eine Mondlandschaft aussieht.

Hier ein paar weitere Experimente:

3

Links der versaute Versuch etwas Struktur ins Bild zu bekommen und rechts das Endprodukt. Ich war so genervt, dass ich das Bild weiß übermalt habe. Da die Farbe schon zu dick war, habe ich sie mit dem Spachtel aus Versehen runtergekratzt und dann einfach weitergemacht, weil ich den Effekt toll fand. Et voilà. Weiterlesen „Neues aus dem Atelier | Bildhaftes“

mein atem | Der Dienstag dichtet

Banner_der dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder
Nachtwandlerin


mein atem

mein atem fließt tidenartig meine
wirbelsäule hinab. die pars thoracia
knirschen. krachen. es hallt durch
meinen unterbauch. prallt ab von
illium, os pubis. schlucken. entgegen.
säuseln weiche sychondrosen über
hohen zeiten. singen durch die costae
in ein heben. ihr pfeifen entweicht aus
meinem mund. irgendwann steigt der
mond über den horizont. ich weiß nur
nicht. wann.

Entlassung eines Sträflings | Writing Friday

writing-friday-2020

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: David wird aus dem Gefängnis entlassen. Berichte in Rapport Form, was seine Straftat war.

„20.04.2020: Entlassung des Sträflings David

Zeitraum, in dem er eingesperrt war: 5 Stunden

Begangene Straftaten:

  • Gewalttat: Körperliche Schmerzen zugefügt durch Zwicken, weil er nicht beachtet wurde
  • In die Ecke Pullern statt ins Klo. Immer wieder auf dieselbe Stelle. Da ist der Teppich schon ganz gelb und
  • Pullern über den Klorand an die Wand.
  • Wiederholtes Annagen der Schulbücher. Besonders das Biologiebuch scheint ihm zu schmecken, dabei sind die Früchte da drinnen nur gemalt.
  • Verweigerung des guten Möhrenkrauts, das extra für ihn aus dem Mülleimer im Supermarkt gesammelt wurde.
  • Verweigerung bei der Festnahme.

Weiterlesen „Entlassung eines Sträflings | Writing Friday“

Gespräche mit Rüdiger – Ursache/Wirkung | abc.etüden

2020_1718_1_300

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 17+18 beinhaltet die Worte „Teppich“, „gläsern“ und „flattern“, gesponsert von Myriade.

Gespräche mit Rüdiger

Genervt sprühte ich Oxiclean auf den Teppich „Sag mal, musst du denn immer auf den Teppich kotzen?“

„Wohin den sonst?“ Rüdiger rollte sich mit kätzischer Eleganz auf dem Küchenstuhl ein und beobachtete mich.

„Auf die Fliesen zum Beispiel, wo ich es einfacher wegwischen kann oder gleich ins Waschbecken. Ist es so schwierig sein eigenes Nest sauber zu halten? Du musst doch auch hier leben.“

„Ich benutze schon das Katzenklo und wenn ich kotzen muss, habe ich keine Lust noch rumzurennen. Plus, auf dem Teppich spritzt es weniger.“ Weiterlesen „Gespräche mit Rüdiger – Ursache/Wirkung | abc.etüden“

wenn ich mich entscheiden soll | Der Dienstag dichtet

Banner_der dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder
Nachtwandlerin


wenn ich mich entscheiden soll

wenn ich mich entscheiden soll. auf dem
blatt steht tautropfengroß ein einzelnes
wort. du bist ungesagt, unaussprechbar,
unbedingbar, unbedingt. meine natur
steht auf der oberen seite. ich unten bei
den adern. wie soll ich wenden, was ich
nicht drehen kann? kein wind weht, alles
steht still. infinitesimal klein. ich horche
in die gegenwärtige ferne. sag mir, wie
katalogisiert man das leben?

Am See | Schreibarena

IMG_20200420_100257

Dies ist ein Beitrag für die Schreibarena von Lyrikfeder.
Hier findet ihr alles zu der Aktion: *Klick*
Mein Beitragssatz stammt aus Neil Gaiman’s American Gods, das ich gerade zum dritten Mal lese.

Am See

Er fragte sich, ob es in Wisconsin noch die Todesstrafe gab. In EU-Ländern wurde das Töten eines Menschen nicht als humane Bestrafung angesehen, aber die USA waren da anders. Er selbst verstand, warum man Mörder töten sollte. Es war eine einfache Art sich gefährlichen Menschen zu entledigen und es war kostengünstig. Im Gefängnis konnte man immer noch andere töten oder entkommen. Die paar Unschuldigen, die fälschlicherweise hingerichtet wurden, fand er vernachlässigbar. Zum einen war niemand wirklich unschuldig, zum anderen interessierte die Menschen das Überleben anderer sonst auch nicht, sonst würde sich niemand betrunken hinters Steuer setzen oder sein Kind nicht impfen lassen. Weiterlesen „Am See | Schreibarena“