in bewegung | Impulswerkstatt

Dies ist ein Text zu der Impulswerkstatt von Myriade. Ziel ist es etwas Kreatives zu einem oder beiden vorgeschlagenen Bildern zu erstellen. Hier könnt ihr alles darüber lesen: *KLICK*
Die aktuellen Bilder findet ihr hier: *KLICK*

Für mich haben alle vier Bilder etwas mit Bewegung zu tun und da ich gerade ein Buch über aktives Faulsein lese, habe ich versucht den vier Bildern unterschiedliche mentale Einstellungen/Zustände zuzuordnen.

in bewegung

manchmal. ich fließe. bewege mich
der sonne entgegen. bewusst. mein
verstand ist glasklar. mein körper
kristallscharf. wenn ich die luft teile,
bleiben kleine partikel an meinem
sein hängen. ich verweile. in der
ruhe. und schaffe mir durch klarheit
neues bewusstsein. manchmal.

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nur der sandmann lächelt | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Das Gedicht braucht keine Erklärungen, oder?

nur der sandmann lächelt

nur der sandmann lächelt. meine
augen sind nach innen geklappt.
beobachten meine hinrströme,
gedankenwellen. ich surfe an der
großhirnrinde und ergieße mich
in meinen ermüdeten körper. nur
der sandmann lächelt. wie er dort
steht und den sand auf meine füße
fallen lässt. es rieselt und raschelt.
wenn ich meine bettdecke anhebe,
falle ich. nur der sandmann lächelt
und freut sich über freie tage. gähn.

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Lyrimo 8-14

Es ist wieder lyrimo = Lyric Month!! Alles Wissenswerte dazu findet ihr auf diesem Blog: https://lyrimo.wordpress.com/

Tag 8 – Geschlossene Gesellschaft
staatische türen schwingen.
erschwinglich. und der boden
knarzt. einen blick riskieren.
dahinter. weißt du, sagt der
pförtner. sie speisen auch nur.
bei wein, brot und ewigkeit.

Tag 9 – Der Mai ist gekommen
kirschblütenwolken ziehen über
den meerblauhimmel. durchatmen.
ich bade in sonnenfarbenen
maiglöckchenträumen.

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hände | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Es ist manchmal nicht so leicht Hilfe anzunehmen.

hände

an der ausgestreckten hand
vorbeigehen. ich übersehe
kleine finger. stolpere über
seinen daumennagel und
ihre zeigefinger. knöchel
umkreise ich, um mich hinter
venen zu verstecken. ab und
an sehe ich den horizont. und
schüttle hände aus wolken.

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schleicht sich | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

schleicht sich

schleicht sich auf leisen pfoten in
meinen alltag. schnurrt sich durch
den wochentag. haare auf meinem
terminplaner. ich verwandle das
neue in alte milch. manchmal harre
ich aus und beobachte das ewig
gestrige. anders. stelle ich fest.
und streichle über sich in kleinen
futternäpfen formende routinen.

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wie | Impulswerkstatt

Dies ist ein Text zu der Impulswerkstatt von Myriade. Ziel ist es etwas Kreatives zu einem oder beiden vorgeschlagenen Bildern zu erstellen. Hier könnt ihr alles darüber lesen: *KLICK*
Die aktuellen Bilder findet ihr hier: *KLICK*

Ich habe die vier vorgeschlagenen Bilder in einem Gedicht verknüpft. Irgendwie habe ich gleich dase Thema Natur bzw unsere Bezihung zu ihr darin gesehen.

wie

wie allein. ihr gesicht betrachtet uns
jeden tag. wir starren zurück. fahren
linien in ihre oberfläche. moleküle.
atome. wir kreisen in ihr. und sind
doch außenseiter.

wie gemeinsam. sitzt er zwischen ihr.
ihnen. flügelschlagen beflügelt ihn.
ohne abheben sitzt er auf leblosen
beton. ohne nachdenken, denkt er
in ihr. und ist doch kein teil.

wie getrennt. wir schwimmen nur im
fluss des lebens. bedeutungslos. wir
treiben hinab in unsere teile. zu ihr.
mikro. verschmilzen wir. und vergiften
ihre ursprungsmomente.

wie entfremdet. sie lebt in unserer
welt. läuft ungelenk. stolpert durch
unser erdachtes paradies. Fällt. sieht
sich um sich selbst um. und ist fremd
im eigenen land.

weil mein herz ein strand ist | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Organisatorisches: Wir haben 2 neue Dienstagsdichterinnen. Am Ende der Liste findet ihr ihre Links.

Eines der schlimmsten Gefühle meines Lebens habe ich letzte Woche erfahren müssen: die Angst ums Kind. Mittlerweile ist alles gut und wird stetig besser, aber dieses Gefühl bleibt dumpf zurück.

weil mein herz ein strand ist

weil mein herz ein strand ist. winzige
und riesige wellen rollen, schlagen.
schaumig, sandig. über mich. körnchen
um körnchen verschwinden der sand.
halt. muscheln kommen und gehen. ich
habe keine hände, mit denen ich halten
könnte. keine stimme, mit der ich rufen
könnte. stunde um stunde. minutenlang.
sekunden. schnell. werde ich kleiner. mein
mund voller palmen, ersticke ich an der zeit.

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warten | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

warten

warten. auf den frühling, sommer,
besseres wetter, dass die eisbahn
wieder öffnet, auf godot. heute
tanzen wir mit den füßen auf der
unsichtbaren ziellinie und warten
auf den startschuss. jetzt ist heute
ist vergangenheit. ich warte in den
tag hinein. und atme zukunft aus.

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reise | Writing Friday

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Wenn du jetzt sofort auswandern könntest, wohin würde es dich ziehen? Wie würde dein Leben dort aussehen? Wärst du glücklicher?

Texte fallen mir gerade schwer, dafür Gedichte umso leichter. Hier also ein Gedicht, das die Frage etwas anders interpretiert.

reise

farben, nuancen, wissen, ideen, träume,
vorstellungen. ich packe meinen koffer.
bis der reißverschluss zerspringt. heute
geht er nur schwer auf und zu. in seinen
scharfen zähnen verkeilen sich fakten,
haken sich realitäten. ratsch. macht die
realität und ich tauche ein. manchmal
ist es nur ein schritt, eine einladung.
ein wunsch entfernt. manchmal ein
flug über niemandsmeeren tiefen. eine
große reise ohne weg. ich mache mich
auf ins mich. ich. meiner fantasie. sehe
auf der kehrseite nach. würde ich meinen
pass umschreiben, meine adresse ändern.
wären meine fantasien nur luftsprünge
und meinen gedanken ungedacht.