Sommerschnee | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Inspiriert bei dem Scheiß-Wetter. 🙂

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Dieser Sommertag, war nicht wie jeder andere, denn…” beginnt.

Dieser Sommertag war nicht wie jeder andere, denn es begann überall in Deutschland zu schneien. Erst fielen vereinzelte Flöckchen vom Himmel, dann immer dicker werdende Flocken, die am Boden liegen blieben. Nach wenigen Stunden bedeckte ganz Deutschland eine pulvrige weiße Schicht.

Die Menschen waren verwirrt. Schnee. Im Sommer. Bei 31 Grad und Sonnenschein. Es befanden sich nur vereinzelte Wolken am Himmel, die eigentlich normal aussahen. Kleine Schäfchenwolken, keine, die Schnee in sich tragen würden. Woher also kam der Schnee? Und wie konnte er bei der Hitze liegen bleiben?

Experten rotierten in ihren Laboren. Chemiker sahen sich die Struktur des Schnees an, fanden jedoch nichts Ungewöhnliches. Meteorologen untersuchten die Wolken vor und nach dem Auftreten des Wetterphänomens, fanden aber keine Anomalien. Physiker suchten nach physikalischen Gesetzen, die sich darauf anwenden ließen, doch alle Gleichungen endeten im Nichts. Weiterlesen „Sommerschnee | Writing Friday“

Operation Froschkönig | Extraetüden

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Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Diesen Monat gibt es eine Extraetüde, d.h. man muss 5 Worte in 500 Wörter unterbringen. Aus folgenden 6 Wörtern kann gewählt werden: „Froschkönig“, „trüb“, „helfen“, „Abweichung“, „unabwendbar“ und „verengen“.

Ich bin mir nicht einmal sicher, wie diese Geschichte zustande gekommen ist. Ich hatte keinen Hunger in der Mittagspause und keine Lust zu lesen…

 

Operation Froschkönig

„Der Froschkönig ist am Brunnen.“

PJ konnte von seinem Posten den Ballsaal und die angrenzenden Räume überwachen. Gleichzeitig war er versteckt genug, um nicht entdeckt zu werden. Er beobachtete seine Kollegen. Eine kleine Abweichung und ihr Plan wäre nicht mehr umsetzbar.

„Der Prinz rollt die Kugel.“

„Die Märchenprinzessin fängt die Kugel.“

Zu dem Mann im Sakko, den PJ seit zwei Stunden beobachtete, gesellte sich eine aufreizend gekleidete Frau – die Märchenprinzessin, MJ genannt. Offensichtlich verwickelte MJ den Mann im Sakko in ein Gespräch, als ein Kellner den Raum betrat – der Prinz, JD genannt. Er stolperte und leerte ein Glas Sekt über den Mann im Sakko.

MJ tat zunächst erschrocken, dann begann sie dem Mann zu helfen sein Sakko auszuziehen. JD eilte derweil davon, um Tücher zu holen, wie er behauptete und schließlich verschwand MJ, um selbst Tücher zu holen, da Kellnern nicht zu trauen war. Weiterlesen „Operation Froschkönig | Extraetüden“

Julia und Romeo | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Ich dachte, ich probiers diesen Freitag mal mit Shakespeare.

Thema: “Julia wollte das alles nicht, doch nun steckte sie zu tief mit drin.” Wie geht die Geschichte weiter?

Julia wollte das nicht, doch nun steckte sie zu tief mit drin. Eigentlich, wenn man es genau nahm, steckten sie und Romeo fest.  Es war nicht das erste Mal in den letzten Jahren und es war auch nur ein Symptom ihr sich langsam den Abgrund hinunterrollenden Beziehung.

Wenn sie ehrlich zu sich war, sah sie keine Zukunft mehr für sie beide. Julia seufzte.

„Was denn nun schon wieder?“ Romeo legte seinen Kopf schief. „Ist jetzt nicht nur meine Schuld.“

„Wie bitte?“ Julias Augen verengten sich und schnaubte verächtlich. „Wer hat sich denn hier so gehen lassen?“

„Das mit hat mit  ‚sich gehen lassen gar‘ nichts zu tun.“

„Und wie nennst du deinen Speckwanst dann?“ Weiterlesen „Julia und Romeo | Writing Friday“

Die Masken | Telling Pictures meets Horror

Horrorstories

Dies ist ein Text zu der Aktion „Telling Pictures“ von Caymon. Ziel ist es bis zum 31.06. eine Geschichte zu einem der vorgegebenen Bilder zu schreiben. Ich habe mich entschieden eine Horrorgeschichte aus der Aufgabe zu machen und zu folgendem Bild geschrieben *klick*. Viel Spaß beim Gruseln. 😉

Die Masken

Martina zog den nächsten Papierfetzen durch den Kleister, dann nahm sie den getränkten Schnipsel und klebte ihn auf die Form. Langsam und gekonnt glättete sie die Oberfläche. Noch ein bis zwei Papierfetzen auf die Wange, dann hatte die Maske ihre richtige Form. Zum Abschluss pinselte sie vorsichtig etwas Kleister über alle Enden, dann war auch diese Maske fertig.

Die sechzigste. Was hatte sie sich nur bei diesem Kunstprojekt gedacht? Hätte sie nicht wie ihre Atelierkollegin einfach etwas aus Kunststoff formen können? Nein, es mussten wieder diese Masken sein, die sich durch ihren künstlerischen Werdegang zog, wie sie die Papierschnipsel durch den Kleister.

Martina erschrak als sie ein leises Lachen hinter sich hörte und drehte sich schnell um, doch dort war nichts. Sie atmeten tief durch. Anscheinend war sie überarbeitet und dreht langsam durch.  Kein Wunder, es war 2 Uhr nachts und sie arbeitete bereits seit dreizehn Stunden. Die Masken, die sie eben gefertigt hatte, würden die letzten sein. Sie musste sie noch bemalen, dann hatte sie genug, um ihre Installationen anzufertigen. Aber nun musste sie sie erst einmal trocknen lassen. Weiterlesen „Die Masken | Telling Pictures meets Horror“

Verhinderter Superheld | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Du kannst plötzlich fliegen. Würdest du jemandem davon erzählen? Was tust du mit dieser neuen Fähigkeit?

Ich weiß jetzt auf jeden Fall wie sich Superhelden fühlen. Nicht, dass ich Menschen rette, aber ich habe Superkräfte und ich bin maskiert. Das mit dem Menschenretten ist übrigens ziemlich bescheuert, das mit dem Maskieren auch. Aber vielleicht sollte ich meine Geschichte einfach von vorne beginnen.

Vor gut einem Monat bin ich an einer Chemiefabrik vorbeigefahren. Gerade als ich maximal nahe an dem Gebäude vorbeifuhr, ist es explodiert. Mein Wagen überschlug sich mehrfach, aber durch ein Wunder überlebte ich als Einziger im näheren Umfeld. Ja, ich weiß Klischee. Ich wünschte auch es wäre anders passiert.

Nachdem ich wieder einigermaßen gesundet war, stellte ich fest, dass ich eine neue Fähigkeit erlangt hatte: Ich konnte fliegen. Weiterlesen „Verhinderter Superheld | Writing Friday“

Das falsche Königreich | abc.etüden 25+26

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 25+26 beinhaltet die Worte „Froschkönig“, „trüb“ und „helfen“, gesponsort von viola-et-cetera.

Eigentlich wollte ich kein Märchen schreiben, aber dann überkam es mich doch. 😉

Das falsche Königreich

Der Froschkönig war überrascht, als er einen dicken Schmatzer auf sein Froschmaul bekam. Er schüttelte sich und im nächsten Moment landete er hart auf dem Boden. Als er an sich hinunter sah, erschrak er. Was war denn das? Lange weiße dürre Beine? Wo waren seine schönen Froschschenkel hin?

„Ein Prinz!“ schrie die Prinzessin.

„Quak!“ schrie der Froschkönig und schlug sich die Hände vor den Mund, als er eine fremde Stimme aus seinem Maul sprechen hörte.

Ungelenk stand er auf und wollte in seinen Brunnen zurück, doch er war zu groß. Frustriert schaute er nach unten und erspähte sein Spiegelbild im trüben Wasser. Wie Schuppen fiel es ihm von den Augen oder besser gesagt wie Froschhaut. Er war einmal ein Prinz gewesen, ein arroganter Egoist, den eine Zauberin in einen Frosch verwandelt hatte. Weiterlesen „Das falsche Königreich | abc.etüden 25+26“

Hallo Zukunfts-Ich | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Schreibe einen Brief an dein 80-jähriges Ich.

Hallo Zukunfts-Ich,

dies ist eine kleine Erinnerung aus der Vergangenheit. Ich hoffe, du hast bereits ein paar Bücher veröffentlicht und ein einige Fellnasen angesammelt. Wenn nicht starte JETZT !!

Denk an das Ziel: Ich will eine krimischreibende Katzenlady werden. Dazu gehören mindestens 3 veröffentlichte Krimis und 6 Katzen…besser mehr! Von Beidem!

Falls du Ideen für Krimis brauchst:

  • Der Gärtner war es – nach 2050 glaubt sicher niemand mehr, dass er es war
  • Jemand wird mit Pinselreiniger ermordet – manchmal muss man zu seinen Anfängen zurückkehren
  • Wrestling-Krimi – gibt es noch nicht und da kennen wir uns aus

Falls du beim Krimischreiben immer noch so schlecht bist, hier ein paar Horrorideen (eine horrorschreibende Oma hat auch irgendwie was): Weiterlesen „Hallo Zukunfts-Ich | Writing Friday“

Das Biest | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Ich reize mal wieder die Grenze zwischen zu viel Fantasie- und einen Knall-haben aus.
Ps.: Ein Bild des beschriebenen Monsters findet ihr am Ende des Textes  – direkt im Akt des Verbrechens erwischt.

Thema: Deine Vorratsdosen starten einen Aufstand. Berichte davon

„Quirrlscheibe und erste Ladung Deckel bereit?“

„Bereit!“

„Reismaker-Löffel und Riffeldeckel liegen auf Kante?“

„Ja, Hauptsalatwebel.“

„Dito. Äh, ich meine…Bereit Hauptsalatwebel.“

„Ladestation Tupperdose groß bereit?“

„Geladen und bereit.“

„Gut. Wenn das Monster mit den beiden Großen reinkommt, nehmen wir es unter Beschuss.“

Sie warteten. Eine Stunde verging, dann noch eine. Weiterlesen „Das Biest | Writing Friday“

Animalisch | abc.etüden 23+24

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 23+24 beinhaltet die Worte „Abweichung“, „unabwendbar“ und „verengen“, gesponsort von Werner Kastens.

Ich bin kein MMA-Fan, aber manchmal sehe ich es ganz gerne. Einige Kämpfe schockieren mich. Das hier ist die Verarbeitung von einem, den ich besonders heftig fand.

Animalisch

Der Gong ertönte, dann herrschte gebannte Stille. Die Augen seines Gegners verengten sich und er ging in Bereitschaft. Er selbst ließ sich noch Zeit. Damit zeigte er seinem Gegner, dass er ihn nicht ernst nahm. Bewusst langsam hob er die Arme, spannte seine Muskeln an. Sein Sieg war unabwendbar.

Sie tänzelten umeinander, ohne dass einer in den ersten zehn Sekunden angriff. Eine Ewigkeit im Oktagon. Er hatte Zeit. Sein Gegner funkelte kurz mit den Augen, gleich würde er links zuschlagen, wie er es immer tat. Weiterlesen „Animalisch | abc.etüden 23+24“

Geistergedicht | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Eigentlich war das mein Lieblingsthema diesen Monat, aber irgendwie hatte ich Probleme die perfekte Idee zu haben. Die Geschichte ist einfach aus dem Bedürfnis entstanden etwas Positives zu schreiben.

Thema: Du findest auf dem Dachboden eine alte Schreibmaschine, darin stecken noch beschriebene Blätter des Besitzers. Welche Geschichte verbirgt sich darauf? Berichte davon.

„Sag mal Oma, kann ich mir die Sachen anschauen, die du gesammelt hast?“

„Aber klar, Schatz. Du kannst nur nichts davon behalten. Die Sachen sind alle für Menschen, denen es viel viel schlechter geht als uns.“

Lisa nickt, dann lief sie die Stufen in den ersten Stock. Von dort kraxelte sie über eine Leiter auf den Dachboden. Sie liebte es hier oben. Der Dachboden war riesig und durch die ganzen alten Teppiche, die hier herumlagen super gemütlich. Manchmal lag sie hier stundenlang und las.

Jetzt war der Dachboden allerdings vollgestopft mit allerlei Kram, den ihr Großvater am Wochenende zu der Spendenstation fahren sollte. Einige Sachen waren echt cool, wie ein Schaukelpferd und eine grüne Lampe, die wie ein Raumschiff aussah. Bei anderen Dingen war Lisa eher verwundert, warum das jemand brauchte. Zum Beispiel die Schreibmaschine. Heute hatte doch jeder einen Computer. Weiterlesen „Geistergedicht | Writing Friday“