Eigentlich heiße ich Katharina, aber jeder nennt mich Katha. Ich spreche mit Katzen, schaue halbnackten Menschen beim Ringen zu und verkleide mich zu Halloween. Außerdem schreibe ich gerne Krams und doodle so vor mich hin. Hier findet ihr, was ich so kritzele.
Da es mir bei Schwangere/Mama Gedanken Spaß gemacht hat, einfach mal etwas zu einem Thema zu schreiben, ohne dass es eine Geschichte oder ein Gedicht ist, das Thema „Kind“ aber nur endlich ist, dachte ich, ich eröffne eine neue Rubrik und schreibe einmal pro Woche meine Gedanken auf. Wie persönlich das Ganze wird, keine Ahnung, mal sehen wie mutig ich bin.
Warum ich kein Mädchen wollte
Ich höre von werdenden Eltern meistens, dass ihnen das Geschlecht egal ist, dass sie einen Jungen und ein Mädchen gleichsam lieben werden. Das wäre bei mir auch so gewesen, aber ich hatte von Anfang an den Wunsch einen Jungen zu bekommen. Ich wollte und will ein Mädchen nicht auf die Welt „da draußen“ vorbereiten, sie für den ganzen Bullshit wappnen, der ihr als Frau bevorsteht.
Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einer Schreibaufgabe eine fortlaufende Geschichte veröffentlicht. Das aktuelle Thema und die Aufgaben, sowie eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.
AUFGABE März: Das Café Hommage an der Rue de Cologne war an diesem Morgen überaus gut besucht. Martin Dubois, lächelte zufrieden hinter seiner Theke. Er führte das Café bereits seit 1960 und in diesen vier Wänden steckte sein ganzes Leben. Die Tapete war mittlerweile mehr gelb als weiß aber seine Gäste störten sich kaum daran. Der Charme des Café Hommage war einmalig. Neben Martin arbeiteten der Koch Lui und die Servicedame Marie im Café. Martin kannte all seine Stammgäste und liebte es sich mit ihnen zu unterhalten, doch an diesem Morgen bemerkte er einen neuen Gast. Die Dame trug einen großen Hut und war elegant gekleidet. Sie war sehr jung und schaute sich etwas verloren im Café um. Martin steuerte direkt auf sie zu und begrüßte sie freundlich. Die Dame hieß Caroline war Studentin und damit begann eine ganz besondere Beziehung…
Option 1: Caroline war sehr abweisend und mysteriös, doch Martin war fasziniert von ihr und da sie nun fast jeden Tag in seinem Café saß versuchte er sie immer wieder in Gespräche zu verwickeln.
Caroline
Martin Dubois zauberte ein Häschen in den Milchschaum, dann versah er den Rand der Tasse mit etwas Schokopulver und legte einen Karamellkeks auf die Untertasse. Er legte alles auf ein Tablet und machte sich auf den Weg zu der neusten Besucherin seines Cafés. Sie hatte an den dem letzten freien Tisch Platz genommen, nachdem er sie nach ihrem Namen und ihrem Bestellwunsch gefragt hatte. Marie, die derweil einen anderen Tisch bediente, zwinkerte Martin zu. Sie kannte seine Neugierde und war selbst begierig zu wissen, was es mit der jungen Dame in dem eigenartigen Aufzug auf sich hatte. Neben einem großen Hut, trug sie ein elegantes Kleid und Halbschuhe, die Martin an 30er Jahre Filme erinnerte. Insgesamt machte die Dame, die sich ihm als Caroline vorgestellt hatte, einen Eindruck, als sei sie aus einer anderen Zeit entsprungen.
Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
Inspiriert von Twitter.
menschlich
manchmal verstehen wir einander einfach nur nicht. dein kopf liegt nicht auf meinem kissen. meine füße nicht in deinem bett. und doch findest du meine federn zu hart. ich deine bettwäsche zu unbequem. du brüllst durch die schlafzimmer. ich beiße ins kopfkissen und spucke wolle. eigentlich faszinierend wie ähnlich man sich fühlt und wie fremd man sich ist. wenn wir einen raum teilen würden. aber dann wären wir nicht mehr menschlich.
Ich habe keine Kosten und Mühen gescheut und jetzt gibt es einen Shop, über den man bei mir direkt meine Bücher und Postkarten/Sticker bestellen kann. Hat zwar weder was gekostet, noch länger als 30 Minuten gedauert, aber man darf ja mal flexen. Tatsächlich hatte ich vorher einfach nicht die Idee gehabt, einen Shop über das Kontaktformular zu machen und habe mir endlose Optionen angesehen. Hier also die sehr abgespeckte aber dafür wundervoll simple Version meines Shops:
Außerdem hat sich was getan und tredition hat mich in der VLB eingetragen, d.h. mein Buch ist nun auch für Buchhändler verfügbar und ich bin jetzt Teil des Autorenwelt-Programms. Meine Bücher sind nun also auch hier verfügbar:
Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
Das ist bisher nicht mein Jahr. Über Silvester grippaler Infekt, Ende Januar beginnende Lungenentzündung und jetzt hat das Kind und Corona aus der Krippe mitgebracht. Ich lese eure Gedichte nach, wenn ich etwas fitter bin.
das große c in meiner nase kitzelnd, in meinem hals kratzend, schabend. kleine beinchen tanzen durch mein system. hatschi und hust. wandern sie über ein kleines stiftchen mit blassschmieriger tinte auf ein manuskript, dass ruhe und bett mit einen großen c schreibt.
Da es mir bei Schwangere/Mama Gedanken Spaß gemacht hat, einfach mal etwas zu einem Thema zu schreiben, ohne dass es eine Geschichte oder ein Gedicht ist, das Thema „Kind“ aber nur endlich ist, dachte ich, ich eröffne eine neue Rubrik und schreibe einmal pro Woche meine Gedanken auf. Wie persönlich das Ganze wird, keine Ahnung, mal sehen wie mutig ich bin.
Wie ich meine gute News des Tages recherchiere
Ich finde es immer interessant und irritierend zugleich, wenn andere unter meine #guteNewsdesTages-Tweets schreiben, dass das gar keine gute News sei, weil XY. Manchmal ist das spannend, weil es um Aspekte geht, bei deinen ich mich z.B. nicht auskenne, aber ganz oft, geht es nur darum, dass es auch negative Aspekte gibt, dass nicht jede gute News nur gut ist oder noch nicht gut genug. Hier also mal, wie ich meine News auswähle und wie ich überhaupt an die Suche herangehe. Vielleicht hilft sie dem ein oder anderen, selbst mehr Positives in dem Nachrichtengewirr zu finden.
Warum mache ich das eigentlich?
Ich war im April 2020, wie vermutlich jeder, von der Pandemie deprimiert. Es gab gefühlt kein positives Thema in den Nachrichten, also habe ich, um meine Stimmung aufzubessern, aktiv nach Gutem gesucht. Dann habe ich eine Website (gibt es nicht mehr) gefunden, die eine Weile jeden Tag so eine gute Nachricht geteilt hat, habe das aufgegriffen und bei Twitter gepostet. Eigentlich was das eher als Ansporn gedacht, damit ich auch wirklich jeden Tag, nach was Gutem suche.
Wie suche ich gute News?
Ich lese täglich bei Zeit und Tagesschau, um mir einen Überblick zu verschaffen, aber da finde ich selten etwas, das mich persönlich genug erfreut, dass ich es teilen will. Das sind dann Zufallsfunde und eine erfreulich schnelle Suche. Danach gehe ich auf gezielte Suche, je nachdem worauf ich Lust habe. Manchmal gebe ich bei Twitter einfach den Hashtag #goodnews ein, manchmal bei Instagram. Manchmal googele ich auch einfach in dem Newsreiter, z.B. nach „guten Nachrichten“ oder „positive Entwicklungen“ und manchmal auch nach was Konkretes, wenn ich mich gerade für ein Themenfeld interessiere. Wenn ich auf freie Suche keine Lust habe, klappere ich meine Lieblingswebseiten ab. Am häufigsten besuche ich (bestimmt vergesse ich was):
Welt hatte mal eine Kategorie, man findet über Schlagwörter auch da häufig was
Für Wissenschaftliches: TrendsderZukunft.de, Golem.de, Spektrum.de, Utopia.de
Tierschutz/Umweltorganisationen: WWF, Greenpeace, NABU etc.
Und dann gibt es natürlich noch des öfteren Tipps von Followern und ich muss gar nicht suchen, dann geht es gleich in die Recherche.
Wie wähle ich aus?
Das was mich erfreut oder mich hoffen lässt, nehme ich. Mich erfreuen auch kleine Schritte. Klar, passiert in vielen Dingen „noch nicht genug“, aber wenn mal Bewegung drinnen ist, hoffe ich, dass die sich auch beschleunigen oder ausweiten kann. Ich glaube fest daran, dass jeder Schritt in die richtige Richtung andere mitziehen kann und das richtige Taten aus falschen Gründen, trotzdem gut sind, weil das Ergebnis stimmt. Wenn ich also etwas lese, bei dem ich mich freue, wird das meine gute News.
Wie recherchiere ich?
Mut zur Lücke. Ich habe ein Kleinkind, Job, viele andere Hobbies, d.h. wenig Zeit und ich bin keine Redakteurin für eine Zeitung, also nehme ich es mir heraus Fehler zu machen. Wenn ich eine gute News gefunden habe, gebe ich deren Schlagworte in Google ein und schaue, was ich so finde. Wenn mehrere Quellen, die nicht allzu sketchy wirken, die Nachricht teilen, ohne sie einfach zu kopieren, beschließe ich, dass das wohl stimmt. Einzige Ausnahme: Wenn der Guardian der Ursprung ist. Warum auch immer kopieren viele Zeitungen von dem Blatt, obwohl die sich sehr häufig Sachen einfach ausdenken. D.h. hat der Guardian drüber berichtet und ich kann nicht ausschließen, dass sie der Ursprung sind, lass ich die Finger davon.
Wie lange mache ich das noch?
Bis es mich mehr belastet, als mir Freude zu bereiten. Es ist zwar echt toll, dass mir so viele Leute folgen und es ist echt ein mega Gefühl, dass meine Tweets Leute aufmuntern und vielleicht sogar inspirieren, selbst Gutes zu suchen, aber es gibt auch negative Seiten. Das eine sind Trolls aber auch wirklich fiese Menschen, die mir das, was auch mir ein tolles Gefühl geben soll, vermiesen. Und das andere ist der Zeitaufwand. Ich reagiere gerne auf alle Kommentare und diskutiere, aber alleine die guten News an sich sind relativ zeitintensiv. Twitterkommunikation obendrauf, lässt mich manchmal andere Dinge am Tag nicht mehr machen. Wenn ich merke, dass ich dadurch weniger Zeit für meine Familie hätte, würde ich sofort aufhören. Fände ich aber schade. Irgendwie sind die guten News über die Jahre ein Teil von mir geworden.
Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 6-9 beinhaltet die Worte „Schnitt, rot, beherrschen“, gesponsert von Myriade.
Die Schneiderin
Vor der Schneiderin sitzt eine junge Frau, die von Verzweiflung beherrscht wird. Tränen, die kein Taschentuch stoppen kann, rennen ihr in Strömen die Wange runter. Die Schneiderin stellt eine heiße Tasse Zitronentee auf das kleine Tischchen, dass zwischen ihren beiden Sesseln steht. Eigentlich ist es für sowas wie Nüsse beim abendlichen Lesen gedacht, aber tagsüber, ist es da, um ihren Besuchern etwas zu tun zu geben. Manchmal tut es gut, etwas in der Hand zu haben, dass man hinstellen und dann wiederaufnehmen kann. Ab und an serviert die Schneiderin auch Plätzchen, aber bei dem Anliegen der jungen Frau hilft kein Zucker.
Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
valentinstagsgedicht
heute pressen sie alle probleme in schokolade, schmuckstücke. düngen ihre blumen damit. schreiben sie zwischen die zeilen von schnulzigen songs. wenn sie morgen aufwachen sind die probleme noch da. jetzt dann eben rosa mit einem hauch glitzer.
Da es mir bei Schwangere/Mama Gedanken Spaß gemacht hat, einfach mal etwas zu einem Thema zu schreiben, ohne dass es eine Geschichte oder ein Gedicht ist, das Thema „Kind“ aber nur endlich ist, dachte ich, ich eröffne eine neue Rubrik und schreibe einmal pro Woche meine Gedanken auf. Wie persönlich das Ganze wird, keine Ahnung, mal sehen wie mutig ich bin.
Warum werden so viele beim Thema Kinderwunsch übergriffig?
Bevor ich ein Kind hatte, gab es tatsächlich wenig Leute, die mich auf das Thema Kinderkriegen angesprochen haben. Anscheinend habe ich immer wie jemand gewirkt, der keine Kinder will. Ich frage lieber nicht nach wieso. Seit ich ein Kind habe, kommt allerdings von allen möglichen Seiten die Frage nach einem zweiten Kind. Es ist, als hätte ich diese eine Tür geöffnet, die Leute dazu einlädt, mich, selbst wenn sie mich nicht kennen, danach zu fragen.
Eigentlich ist die Frage nach dem Kinderwunsch eine sehr intime Frage, vor allem, weil man im Zweifelsfall den Hintergrund gar nicht kennt. Was ist, wenn die Person ungewollt kinderlos ist? Was, wenn die erste Geburt so traumatisch war, dass ein zweites Kind nicht gewollt ist? Oder was, wenn Eltern schlichtweg feststellen, dass sie nicht die geborenen Eltern sind?
Mit dem Kinderwunsch sind tiefste Ängste, Sehnsüchte und elementare Lebensentscheidungen verknüpft. Warum genau ist das so akzeptiert, danach zu fragen? Es fragt doch auch keiner, wie das Sexleben läuft.
Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
auf einer skala wir haben alles gegeben, mental, vielleicht auch geld, zeit, worte, reichweite. die ersten hilfsgüter sind schon lange verbraucht und abgetragen. der strom fließt weiter. an einen ort. wir geben mehr. wenn ein zweiter dazu kommt. geben mehr vielleicht noch bei drei und vier. doch was wenn die ganze weltkarte plötzliche voller orte ist. auf einer skala von mir egal bis kümmert mich nicht, wo liegt die nächste katastrophe.