Eigentlich heiße ich Katharina, aber jeder nennt mich Katha. Ich spreche mit Katzen, schaue halbnackten Menschen beim Ringen zu und verkleide mich zu Halloween. Außerdem schreibe ich gerne Krams und doodle so vor mich hin. Hier findet ihr, was ich so kritzele.
Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
das danach
und dann kommt man zurück mit ganz vielen fotos auf dem handy und erinnerungen im kopf. klick. wird der alltag eingeschaltet. der koffer leert sich, die mitbringsel werden zu inventar. das danach lauert schon. es färbt die welt ein wenig grauer, als sie ist. lässt das, was sonst spannend ist, ein wenig langweiliger erscheinen. und dann, nach einer weile, folgt dem danach ein anderes danach. etwas heller. mit erinnerungen, die etwas patina angesetzt haben und einem hauch vorfreude auf das nächste mal.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Die ultimative „alles ist doof ich brauche eine Aufheiterung“-Liste
Da meine „Dinge, die ich im Internet suche/recherchiere, die mir sofort bessere Laune machen“-Liste letzte Woche so gut angekommen ist, dachte ich, ich bastle eine Liste, für die man nicht unbedingt Internet braucht.
Lied raussuchen, zu dem man früher gerne getanzt hat und so laut machen, dass es die Nachbarn hören
Leeres Blatt Papier nehmen und absichtlich hässlich zeichnen
Es gibt Websites, da kann man Lebensmittel eingeben und die suchen Rezepte (nach Resteverwertung suchen), aber statt Reste nimmt man einfach Lieblingssachen. Was kann man aus Mango, Schokostreuseln und Rosenkohl machen?
Wirklich dumme Witze selbst erfinden. Was ist orange und läuft über den Berg? Eine Wanderine.
Blümchen schnüffeln. Langsam beginnen sie zu blühen und ansonsten gibt es Blumen auch in Supermärkten. Einfach an ein paar riechen und überlegen, an was einen der Geruch erinnert. Mache ich btw. mit meinem Kind oft und wir haben immer Spaß dabei.
Quatschreime über den Tag machen. Heute war so niemand froh, also ist alles für den Po. Je schlechter desto besser und witziger.
Spaziergang mit Suche, zB finde alle Schneeglöckchen, alle Katzenbesitzer, alle Gartenzwerge. Das lenkt nicht nur ab, sondern hilft, dass man die Gegend einmal mit anderen Augen wahrnimmt.
Schreibt doch in die Kommentare eure Ergänzungen, damit die Liste noch länger wird!
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montag morgen träge reibt der morgen seine augen. der tag beginnt milchig, mit cerealien. ohne göttin aber mit viel zucker. ein gähner zwischen schüssel abwaschen und der entscheidung für den dreibohnenkaffee. die sonne blinzelt und die kälte treibt rote wolken auf das müde gesicht. ein normaler montag. zumindest für die, die sich privilegiert nennen dürfen.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Ich brauch mal was Unpolitisches, ihr auch?
Ich habe so die Schnauze voll von all dem Unsinn, dem Unlogischen, dem Angstschüren und der zum Himmel schreienden Ungerechtigkeit, also hier eine Liste mit Dingen, die ich im Internet suche/recherchiere, die mir sofort bessere Laune machen:
„Kakapo“ – der angeblich dümmste Vogel der Welt, der nicht fliegen kann. Für den besonderen Kick sucht nach „shagged by a rare parrot“
„Musicless Music Videos“ – Der Name sagt es, bekannte Musikvideos ohne Musik mit Sounds versehen, die treffend und lustig sind.
„You only had one job“ – Besonders geeignet, wenn man etwas falsch gemacht hat. Es zeigt auf jeden Fall, dass alle Fehler machen.
„alligator spa day“ – Auch die Bissigsten unter uns profitieren von Self Care
„random fun facts“ – Wusstet ihr, dass die Angst vor langen Worten Hippopotomonstrosesquippedaliophobia heißt?
„cake fails“ – Nichts muntert so auf wie hässliche Torten
„Klassische Witze“ – Lust auf eine Reise in die Vergangenheit? Viele Witze haben die Zeit nicht überstanden, aber gerade das macht z.B. Fritzchen-Witze dann doch wieder lustig.
„die schönsten Orte der Welt“ – Es gibt tausende Artikel dazu. Man kann auch nach was spezifischem Suchen. Ich suche meist nach was mit Meer.
„most beautiful sounds“ – Kann man theoretisch angehen, oder einfach bei YouTube eingeben und laufen lassen.
Darf nicht fehlen: Katzenvideos, Hundevideos, Hamsterpopos, Angora Kaninchen, Roter Panda… – Gebt mir all die Flauschigkeit, die das Internet zu bieten hat!!!!
Und denkt immer dran. OPTIMISMUS heißt rückwärts SUMSI MIT PO
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ohne soße
tja da haben wir die soße. schwarz ist sie und ein bisschen kot schwimmt drinnen. statt nu-deln eine menge un-: unsinn, ungerechtigkeit, unmöglichkeit. unfassbar. aber auch ein bisschen klares ist dabei. vor allem, dieses ‚das war irgendwie klar‘. tja, da haben wir die soße. fragt sich nur, was wir damit machen. klo runterspülen, geht nicht. ein verstopften klo, kann man bei dem, was man gerade so schlucken muss nicht gebrauchen. vielleicht sollten wir eine weile trockene nudeln, kartoffeln, reis essen. so zur abwechslung. um zu verstehen, dass die meisten gerichte ohne vernünftige soße im hals stecken bleiben.
Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für Februar beinhaltet die Worte „Eiswind, grundlos, wallen“.
Kältepause
Lisa war gestresst vom Wetter. Eigentlich grundlos, denn es war Ende Februar und der Frühling war zum Greifen nah. Doch durch das düstere Wetter fühlte es sich an, als würde der Winter noch ewig gehen. Nachts war es bitterkalt und wenn sie sich morgens auf den Weg zur Arbeit machte, fuhr ein Eiswind unter ihren Wintermantel und verwandelte sie in einen Eiszapfen. Außerdem wurde es einfach nicht hell. Ewig graue Wolken verhingen den Himmel. Wenn sie doch wenigstens Schnee bringen würden. Schnee machte alles besser. Er war hell, glitzerte und brachte mit seiner weißen Samtigkeit Kindheitserinnerung mit sich.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
15 Grad sind perfekt, um unsere Demokratie zu retten!
Dass sich der Nationalsozialismus eine Hintertür offen gelassen hat, haben wir mittlerweile wohl alle gemerkt. Erst hat er Rassismus und Intoleranz hinein geschickt, aber bald wird er selbst folgen und die wenigsten von uns wollen das wirklich, nicht einmal aus Trotz. Diese Wahlen werden historisch. Nicht, weil sie alles umwerfen werden, ich glaube nicht mal, dass sich danach etwas radikal ändert, aber sie kann etwas verschieben, was nur schwer rückgängig zu machen ist. Sie legitimiert den Nationalsozialismus erneut. Was ich eigentlich damit sagen will:
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am see
klirrend liegt die kälte auf dem see. verschleiert eisig seine spiegelung. gebrochen. nur in schwarzen löchern ruhen die wolken. sonnenumrandet.
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Einmal mit Profis
Meine Gedankenkritzeleien sind ganz schön politisch geworden, aber vor dieser Wahl ist es schwer, sich über anderes Gedanken zu machen. Politik ist allgegenwärtig, ob die Misere in der USA mit Trump oder dem, was hier in Deutschland so abgeht. Jeden Tag sehen wir, wie Politiker*innen irgendeinen Bullshit erzählen und sich benehmen, wie unter aller Sau. Ich habe es schon beim Gedichtedienstag gefragt, ist das noch Bundestag oder schon Kindergarten?
Dabei sind mir zwei Szenen besonders im Kopf. Einmal Friedrich Merz, wie er im Bundestag sitzt und kichernd, feixend und mit dem Finger zeigend, einer der Reden der Linken „zuhört“ und dann Alice Weidel, wie sie in der Interviewrunde mit den Augen rollt. Es sind nicht die einzigen beiden Politiker*innen, die sich danebenbenehmen, eigentlich beobachtet man das sowohl im Bundestag als auch im Fernsehen sehr oft.
Sind Politiker*innen zu emotional?
Es ist doch toll, dass unsere gewählten Vertreter*innen so leidenschaftlich dabei sind ihre Standpunkte zu vertreten, oder? Ja, das könnte man einwerfen. Man könnte sagen, dass sie so sehr hinter ihren Themen stehen, dass sie zu diesen unangebrachten Emotionsausbrüchen getrieben werden, aber ganz ehrlich, dann haben sie in der Politik nichts verloren.
Einmal mit Profis
Ich will, dass die Menschen, die dieses Land leiten, ihre eigenen Gefühle hinter die stellen, die sie vertreten. Ich will, dass sie sich die Argumente der Gegenpartei anhören und ernstnehmen, denn vielleicht ist da eine Sichtweise dabei, die man selbst noch nicht auf dem Schirm hatte und wenn nicht, dann zeigt man wenigstens, dass man die Kolleg*innen ernst nimmt. Ich will, dass gemeinsam und geordnet darüber diskutiert wird, was am besten für die Menschen im Land ist. Ich will, dass sich Politiker*innen gegenseitig mit Respekt behandeln, denn sie sind Vorbilder für die politische Debatte, auch im Privaten. Ich will, dass sich die Politiker*innen professionell verhalten, denn das erwarten wir von denen, die unsere Häuser bauen auch. Schließlich soll uns nicht eines Tages das Haus über dem Kopf zusammenbrechen.
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kindergarten oder bundestag
feixen, lachen. hey, schau dir doch den an. die da. wie lächerlich. ein kleinkindkichern und eine menge augenrollen. mancheiner erhebt sich und stampft bockig aus dem raum. andere kritzeln lustige sachen auf ihre blöcke und zeigen sie unter lachen dem sitznachbarn. und der zuschauende fragt sich, ist das schon kindergarten oder noch bundestag?