Eigentlich heiße ich Katharina, aber jeder nennt mich Katha. Ich spreche mit Katzen, schaue halbnackten Menschen beim Ringen zu und verkleide mich zu Halloween. Außerdem schreibe ich gerne Krams und doodle so vor mich hin. Hier findet ihr, was ich so kritzele.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Alltägliche Momente
Habt ihr das auch manchmal, dass ihr einen Moment im Alltag innehaltet und die Eindrücke genießt? Ich glaube so Momente gehen zu oft unter, also habe ich diese Woche Eindrücke gesammelt, die ich besonders genossen habe:
Das klackende Geräusch beim Umfüllen der Kaffeebohnen von der Tüte in den Behälter. Es klang wie Regen auf ein Dachfenster und erst der Geruch der Bohnen.
Ein plötzlich ruhiger Moment in einem hektischen Dienstagmorgen, an dem ich erst nur die Tauben und dann die Amseln gehört habe.
Die Wärme der Sonne auf meiner Haut nachdem ich morgens mit dem Fahrrad aus dem Schatten der Häuser über die Ampel gefahren bin.
Der kleine Windhauch beim Zuklappen meiner Abendlektüre.
Das an der Luft getrocknete etwas raue Handtuch an meiner Haut, nachdem ich Baden war.
Der perfekte Kaffee am Morgen aus der Lieblingstasse und der Schaum, der an der Oberlippe hängen blieb.
Der Atem meines Sohnes an meinem Hals als er sich morgens an mich gekuschelt hat.
Der Durchzug von kalter Luft nach dem heißen Tag und die Gänsehaut, die sich nach und nach von Kopf bis Fuß ausgebreitet hat.
Das Wegstreichen der Radiergummikrümel von meiner letzten Zeichnung, mit der ich sehr zufrieden bin.
Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
Mal eine Ode ans Kochen.
es kocht
brutzelt, blubbert, köchelt, dampft. in kochtopf, pfanne, auflaufform, wok. mikrowelle, backofen, herd. es duftet. soße fließt in strömen, umrandet, kartiert, umschmeichelt. wenn es die lippen berührt, setzt die befriedigung ein. aber das schönste am kochen ist die ruhe nach dem ausschalten der dunstabzugshaube.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Ich werde nie…
Habt ihr das auch, dass ihr vor Jahren gesagt habt, dass ihr bestimmte Dinge niemals tun werdet und dann habt ihr sie irgendwann doch getan? Hier mal meine „Best of Ich-werde-nie’s“:
Ich werde nie…
eine Smartwatch kaufen …, da werden Daten von mir gespeichert und weitergegeben. Irgendwelche Firmen wissen dann, wieviel ich mich (und am schlimmsten noch wo) bewege. Außerdem will ich nicht immer erreichbar sein und alle Nachrichten vom Handy auf die Uhr geladen bekommen.
Und jetzt habe ich eine am Handgelenk. Das mit dem Schrittzählen ist mir allerdings von Anfang an egal gewesen, nur leider kann ich bei meiner neuen Uhr das Tracking nicht einfach ausstellen. Macht mir immer noch ein mulmiges Gefühl, andererseits habe ich mein Handy auch immer bei mir und so ein richtiger großer Unterschied ist es auch nicht. Ich verwende meine Smartwatch eigentlich auch nur für drei Sachen: Uhrzeit ablesen, Handy suchen (mind. vier Mal am Tag) und Erreichbarkeit für Anrufe (Nachrichten etc leite ich nicht auf die Uhr). Was soll ich sagen, sie ist praktisch und schick.
Heiraten …, weil das so archaisch ist, heutzutage muss das ja nicht mehr sein und überhaupt sind monogame Beziehungen absolut nichts für mich.
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was hätte sein können
was hätte sein können. und ein wind weht durch die palmen. blätter wie wimpel und stämme wie fahnenmasten. alles bricht einmal. was hätte sein können. und menschen schmelzen wie eis. was könnte sein. denke ich alleine mit so vielen anderen.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Warum Selfpublishing nichts mehr für mich ist
Ich habe jetzt zwei Bücher eigenständig veröffentlicht, mein Kurzgeschichtenbuch „Andernorts“ und das Gedichtband „Autobiopsie“ und auch wenn ich nicht bereue, es getan zu haben, ein weiteres Buch in Eigenregie wird von mir nicht erscheinen.
Die Nachteile des Selfpublishing, die für mich keine sind
Ein oft genannter Nachteil ist, dass SP-Bücher weniger „ernstgenommen“ und als unprofessioneller wahrgenommen werden. Das ist mir ehrlich gesagt, gar nicht so wichtig, auch im Nachhinein nicht. Ich habe keine negativen Kommentare in die Richtung bekommen und empfinde es selbst auch nicht so. Es gibt so professionelle großartige SP-Bücher, da ist es eher eine Hürde sich mit denen zu messen. Kosten haben mich auch nicht abgeschreckt. Ich wollte mit den Büchern kein Geld verdienen und dachte, dass ich irgendwie schon bei 0 rauskomme. Da bin ich noch nicht ganz, aber kurz davor. Plus, die Ausgaben waren ja zum großen Teil für Dienstleistungen, d.h. ich habe damit andere unterstützen können.
Die Nachteile, die für mich welche waren
Eigentlich ist es nur ein Nachteil, aber der hatte es in sich: Werbung und Vertrieb. Ich bin grottig darinnen. Sobald die Bücher erschienen sind, hatte ich schon keine Lust mehr, mich um irgendwas zu kümmern. Ich finde alles Drumherum lästig. Ich will Leuten nicht auf die Nerven mit ständiger Werbung gehen, die Verlosungen waren auch einfach Arbeit (auch wenn es mich da gefreut hat, anderen eine Freude zu bereiten) und kreative Wege finden, um mein Buch zu verkaufen…ich habe keine Lust. Es liegt mir nicht, es macht mir keinen Spaß, so gar nicht.
Warum ich es trotzdem nicht bereue
Das ist nur ein Punkt: Kreative Freiheit. Ich habe meine Bücher selbst illustriert und nur beim endgültigen Cover Hilfe gehabt (von Catherine Strefford, die auch den Buchsatz gemacht hat – hier mal eine Empfehlung!). Die Bücher sind für mich wie ein professionell gestaltetes Sketchbuch und mehr für mich als für Lesende gemacht. Ich wollte die Bücher machen, weil ich Bock darauf hatte, nicht, weil ich was veröffentlichen oder Geld damit verdienen wollte.
Warum ich das nicht mehr mache
Ich habe jetzt die beiden Bücher rausgebracht, die ich rausbringen wollte und das Glücksgefühl ein weiteres Buch zu veröffentlichen, wird meine Unlust nicht überwiegen dafür Werbung machen zu müssen und mich um den Vertrieb zu kümmern. Wenn ich Kurzgeschichten oder Gedicht gut finde, dann reiche ich sie jetzt eher bei Zeitschriften etc. ein (daher auch die Flut an Veröffentlichung gerade). Romane sind was Anderes. Ich schreibe auch Längeres, aber bisher habe ich dafür keinen Verlag begeistern können. Ich bin aber auch da nicht super hinterher. Wenn ich einen coolen Kleinverlag finde, reiche ich da was ein, wenn die nicht wollen, joa, dann ist das so, ich schreibe immer schon am nächsten Buch, wenn ich eines beendet habe.
Mir ist Schreiben einfache wichtiger als Veröffentlichen!
Klar, hatte ich auch immer mal den Traum, den ganzen Tag schreiben und davon leben zu können, aber die Realität ist anders: Ich werde sehr wahrscheinlich nie eine Bestsellerautorin, dafür ist der Buchmarkt zu unberechenbar und es gibt einfach zu viele Schreibende, aber das ist ok. Ich mag meinen „Brotjob“ und ich liebe es zu schreiben. (Hey, und ein paar Leute lesen ja, was ich so schreibe. Küsschen an alle, die meine Texte hier lesen.)
Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für Juni beinhaltet die Worte „Begeisterung, lauwarm, greifen“.
Inspiriert von einem Traum. Allerdings fand meiner in einer Buchhandlung statt, wo ich aus einem Buch vorgelesen habe.
Am Adjektivsee
Vorsichtig hielt Emilia ihre Zehen ins Wasser. Zumindest die ersten Zentimeter waren lauwarm, dann wurde es kälter. Schnell zog sie den Fuß zurück. Die Idee im See schwimmen zu gehen, hatte Zuhause verlockend geklungen, aber jetzt, wo sie vor dem See stand, beschloss sie es sich auf einer Decke gemütlich zu machen und endlich das Buch zu beenden, dass sie schon vor fünfzig Seiten weglegen wollte, weil sie es schlecht geschrieben fand. Zu jeder Person gab es ein Adjektiv, ebenso zu den meisten Verben. Sie fühlte sich beim Lesen, als würde sie in einem Adjektivsee schwimmen. Immerhin ging so wenigstens ihr Verstand baden, wenn ihr Körper schon im Trocknen bleiben würde. Eigentlich las sie nur aus Trotz weiter. Sie hatte noch nie ein Buch abgebrochen und vielleicht rettete das Ende der Geschichte das Buch.
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sommergewitter
über mich strömt und durch mich fährt. der wind weht in böen. es riecht nach nasser erde. eilige schritte, sonnenschirmklappern. schnell, schnell. licht in der luft und grollen. gänsehaut. eins, zwei, drei. bald ist sie da. meine liebe für sommergewitter.
Statt dem klassischen Inktober nehme ich wieder am Inktober 52 teil. Ich zeichne also jede Woche ein Bild zu einem vorgegebenen Thema (siehe Bild unten). Alle Bilder habe ich auf DIN A7 gezeichnet und abfotografiert (und Hintergrund entfernt).
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Ich nehme immer den meteorologischen Sommeranfang als Ausgangspunkt, hauptsächlich, weil für mich Winter eben auch im Dezember beginnt. Also, guter Grund, mal mein ambivalentes Verhältnis in eine unvollständige Pro und Contra-Liste zu packen. (Ich hatte lange keine schwierige Entscheidung mehr zu treffen und vermisse Pro und Contra-Listen einfach.)
Was ich am Sommer mag
überall an Blumen schnüffeln zu können
viel mehr Obst, Beeren und Gemüse zur Auswahl (regional)
mit nackten Füßen durch Gras laufen
mehr Gewitter
Eis ist eine adäquate Hauptspeise
in der Erde wühlen und Dinge pflanzen
Kind nackt rumrennen lassen können
nicht immer mit Wärmflasche schlafen zu müssen
ohne Handschuhe Fahrradfahren zu können (Grüße an alle mit Raynaud-Syndrom)
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Wir alle kennen so Menschen und leider sind wir manchmal selbst so Menschen, zumindest ich.
mir war mal so
mir war mal so, dachte er und fuhr verkehrt herum in die einbahnstraße. durch das hupen und klingeln wuchsen blumen und ein kinderlachen schepperte wie ein kaputter motor. war mal so. mir.