Eigentlich heiße ich Katharina, aber jeder nennt mich Katha. Ich spreche mit Katzen, schaue halbnackten Menschen beim Ringen zu und verkleide mich zu Halloween. Außerdem schreibe ich gerne Krams und doodle so vor mich hin. Hier findet ihr, was ich so kritzele.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
VORSICHT WOKE!
Ich finde das Wort „woke“ irgendwie befremdlich bzw. seine Verwendung im deutschsprachigen Raum. Auch, dass es zu Worten wie „Wokeism“ umgewandelt wird. Der Ursprung ist wohl aus dem African American English und populär geworden ist er im Zuge der Rassismusdebatte nach der Erschießung des 18-jährigen Afroamerikaners Michael Brown 2014 in den USA. „Stay woke“ wurde/wird benutzt, um vor Polizeiübergriffen zu warnen. Am Ende sollte es einfach ein Aufruf sein, sensibler gegenüber Rassismus und Benachteiligung zu sein.
Irgendwann haben dann Konservative/Rechte etc. dieses „woke“ genommen und mit einer negativen Konnotation versehen. „Go woke, go broke“ wurde geboren und der Mythos, dass, wenn man sensibel agiert und Menschen integriert, dass dadurch unsere Wirtschaft oder gleich unsere ganze Gesellschaft untergeht.
Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
hoffnungserinnerung
dann ist da plötzlich ein kleiner schimmer. lila ist er, ein bisschen grün, pink und gelb. eine feine linie am horizont. sie besteht aus leisen stimmen, lauten rufen, auf dem gefühl von gemeinsamkeit, von wir-schaffen-das. du bist nicht alleine, sagen sie und zeichnen zarte streifen in den himmel. heute nehme ich ein blatt papier und male sie nach. für tage, an denen wolken am himmel sind und alles trist und grau wirkt. eine hoffnungserinnerung.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Ist Hass einfacher als Angst?
Beim Gedichtedienstag habe ich geschrieben, dass ich mich in Anbetracht des ganzen Hasses wortlos fühle, hier noch ein paar Gedanken dazu:
Ich erinnere mich noch genau daran, wie wir in der Schule das dritte Reich durchgenommen haben und ich mir dachte „Warum haben die das nicht einfach gestoppt? Das kann doch niemand gewollt haben“, aber ich dachte nie, dass das nochmal passieren kann, nur, das tut es gerade und keiner will es wahrhaben.
Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für Januar beinhaltet die Worte „Umhang, verhuscht, anbeten“.
Die Angebetete am Fenster
Joris zog sich den Umhang fester um die Schultern und sah sich verhuscht um. Es war kühl geworden, aber das hielt ihn nicht ab, sie heute zu sehen. Normalerweise tauchte sie immer um diese Uhrzeit am Fenster auf. Es war ihr Ritual nach dem Abendessen. Nur heute ließ sie auf sich warten, doch noch gab er die Hoffnung nicht auf, sie heute noch zu sehen.
Er wusste, dass es falsch war, sie so anzubeten, aber konnte nichts gegen sein Verlangen tun. Ihre Schönheit hatte ihn in seinen Bann geschlagen und bisher hatte er nichts Verbotenes getan. Letzte Woche, nachdem auf der Arbeit alles schiefgelaufen war, hatte er kurz überlegt, sie zu entführen, damit sie ihn trösten konnte, aber er hatte keinen Platz in seiner kleinen Wohnung, sie zu verstecken. Außerdem würden seine Nachbarn bei den dünnen Wänden schnell etwas merken.
Als sie endlich vor dem Fenster auftauchte, schlug sein Herz schneller. Ihre strahlendblauen Augen, wie sie in ihrem braunen Gesicht funkelten, raubten ihm den Atem. Er zückte sein Handy und schoss ein paar Fotos. Als sie sich zu putzen begann, machte er ein Video. Ihr Fell sah so seidig aus, da war es kein Wunder, dass es besonderer Fellpflege benötigte. Sie hatte die klassische Fellzeichnung einer Balinesenkatze, aber relativ langes Fell. Es sah so weich aus, dass er am liebsten seine Nase in ihm vergraben würde. Plötzlich tauchte der Typ, der bei ihr wohnte, hinter ihr auf und streichelte sie sanft an ihrem zarten Köpfchen. Sie reckte es seiner Hand entgegen. Loris wurde wütend, nahm ein kleines Steinchen und warf es Richtung Haus. Leider traf es die Fensterscheibe. Der Typ sah raus und Joris ergriff schnell die Flucht. „Bis Morgen meine Schönheit“ rief er leise.
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wie beschreibt man hass
wenn ich versuche, den hass, der derzeit allgegenwärtig zu sein scheint, in worte zu fassen, scheitere ich kläglich. ich schreibe von unüberwindbaren bergen, kahlen wüsten, von tiefem schlamm, aber kein bild scheint ihn zu fassen. vielleicht, weil ich den hass nicht verstehe. warum hasst man menschen, die eine andere hautfarbe, augenfarbe, religion haben? warum hasst man menschen, die lieben, wen sie wollen, die leben, wie sie fühlen? warum hasst man worte, die dazu da sind, um zu verbinden? wenn ich versuche, den hass in worte zu fassen, scheitere ich kläglich, weil ich den hass unerträglich finde. und ich hoffe, dass der hass nur so laut ist, weil denen ohne hass auch die worte fehlen.
Ich hadere schon lange, ob ich mir mal einen Patreon-Account zulege, weil alles, was ich außerhalb meiner Arbeit mache, also Schreiben, Malen und auch die „guten News des Tages“ meine Hobbies sind. Ich will damit per se kein Geld verdienen und man will ja auch nicht gierig wirken…aber eigentlich ist das eine komische Mentalität, dass wir alles, was Kunst ist oder im Internet stattfindet gratis wollen. Ich unterstütze schon länger Kunstschaffende auf Patreon und zwar ganz unterschiedliche, von Amanda Palmer bis hin zu Nerdforge. Fühlt sich gut an, Leute zu unterstützen, die Kunst schaffen, die ich mag.
Warum bin ich auf Patreon?
Ich liebe die Community und den direkten Kontakt. Patreon ist irgendwie so eine Bubble, die viel netter als Social Media ist, weil die Grundprämisse ist, sich gegenseitig zu unterstützen, zu schaffen, die Welt zu verändern. Und ich will einfach Teil davon sein. Um das Geld geht es mir dabei weniger, deswegen will ich damit auch transparent sein. Alles Geld, was ich darübererhalte, investiere ich in meine Kunst. Seien es Leinwände, die Bezahlung von Lektoren für meine Geschichten, Zeitungs-Abos für meine guten News des Tages und was auch immer so ansteht.
Und was biete ich dafür?
Genauer könnt ihr das auf der Tier-Liste lesen, aber auch hier, will ich es kurz erklären. Für den kleinsten Betrag will ich einmal in der Woche alle guten News zusammenfassen, die ich nicht geschafft habe auf Social Media zu posten. Bisher habe ich die einfach gelöscht, meist „unrecherchiert“. D.h. ich recherchiere diese Karteileichen und wenn sie gut sind, kommen sie in den Wochenbeitrag. Wenn die Recherche einer News nicht 100% wasserfest ist, poste ich die trotzdem, schreibe das aber dazu. Manchmal bin ich da zu pingelig und ich will auf Social Media keinen Unsinn verbreiten. Hier bei Patreon kann ich das eher korrigieren bzw. in Kontext setzen. Bei Social Media verliert man gefühlt die Kontrolle über seine eigenen Posts.
Dann will ich noch bei der nächsten Stufe, Leuten anbieten meine Kunst direkt zu unterstützen. Dafür poste ich einmal im Monat eine unveröffentlichte Kurzgeschichte und unregelmäßig aber mindestens einmal im Monat ein Update zu meinen Schreibprojekten, Blick in mein Atelier, meine Sketchbücher, meine Chaosdateien.
Und dann für vollkommen verrückte Menschen eine weitere Stufe, die dann zusätzlich noch in unregelmäßigen Abständen, aber mindestens einmal im Quartal eine Postkarte, einen Sketch oder anderes persönliches Gekritzel von mir zugeschickt bekommen. Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass das jemand möchte, daher halte ich mich hier vage. Falls es doch so Verrückte gibt, führe ich das genauer aus und mache einen besseren Plan.
Patreon ändert aber nichts an meinen „gutenNewsdesTages“ oder an diesem Blog. Ich poste dadurch nicht weniger oder anderes. Alles wie gewohnt, nur eben hier auch noch ein bisschen mehr.
Dies ist ein Text zu der Impulswerkstatt von Myriade. Ziel ist es etwas Kreatives zu vorgeschlagenen Bildern oder zu einer Schreibaufgabe zu erstellen. Hier könnt ihr alles darüber lesen: *KLICK* Die aktuellen Bilder und Mosaikstücken zur aktuellen Impulswerkstatt findet ihr hier: *KLICK*
Ich habe mich mal an einem „echten“ japanischen Haiku probiert. Ich bin allerdings nicht sehr gut im Kanji (ok, die Hiraganas sind auch nur so halb gut) schreiben, da fehlt mir einfach die Übung. Nuja, aber erst der Haiku in japanischer Schrift, dann in unserer Schrift und dann die Übersetzung.
Asa narai – Hyosho ga hassei suru – Madobe iru
morgendlicher winterwind eiskristalle wachsen ich stehe am fenster
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minus 6 grad
unter meinen sohlen bricht eine dünne kristallene schicht. leise knirscht die kalte welt. ich schüttele eis ab. wie kleine glitzernde sterne flirrt es durch die luft bis es auf meinen atem trifft, der als sichtbarer nebel in der kälte erstirbt. eisig, klar, scharf oder einfach nur arschkalt.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Trinkt weniger Alkohol! Esst mehr Sauerkraut!
Immer weniger Leute kaufen Sauerkraut und die jetzigen Kunden findet man eher nicht unter den jungen Erwachsenen. 61% des Umsatzes von Sauerkraut-Konserven stammen von den „Wiederaufbauern“ (knapp 30%) und den „Babyboomern“ (knapp 32%). Wenn das so weitergeht, sind die Deutschen nicht mehr die Krauts sondern die Alcs, weil Bier mehr für Deutschland steht als alles andere, was unsere Essens/Getränke-Tradition so vorzuweisen hat.
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warm ums herz
manchmal ist es in der kälte wärmer als im sommer. wir sitzen am fenster. auf dem marmor eine kuschelige decke, hinter uns dampftender heißer tee und die heizung schnurrt wie ein kätzchen. wir beobachten wie der schnee fällt und die welt mit weißen linien nachmalt. kälteblitze prallen von der scheibe ab. kurz spüre ich ein wenig gänsehaut in meinen gedanken, während sich meine warme haut an deine presst und unser atem die welt vernebelt. du lachst und selbst draußen wir der kälte ein wenig warm ums herz.