Eigentlich heiße ich Katharina, aber jeder nennt mich Katha. Ich spreche mit Katzen, schaue halbnackten Menschen beim Ringen zu und verkleide mich zu Halloween. Außerdem schreibe ich gerne Krams und doodle so vor mich hin. Hier findet ihr, was ich so kritzele.
Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
wie sich schreiben derzeit anfühlt
vibrieren in meinen windungen, kreisen in manischen pirouetten. fließen durch poren, nerven, venen. ich lausche dem wahnsinn, fange ihn ein und banne ihn auf weiße seiten. unsichtbar. parallel findet das leben statt. ich bin ein teil. irgendwie. aber nie ganz.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Dinge, die ich lieber machen würde, als krank zu sein
Ich bin mal wieder krank und etwas frustriert, daher hier eine Liste an Dingen, die ich lieber machen würde, als schon wieder krank zu sein:
die Toiletten nach einer Uni-Party reinigen – nie in meinem Leben habe ich dreckigere Toiletten gesehen. Die hätten da auch Eimer hinstellen können statt Kloschüsseln.
einen schwarz-weiß Liebesfilm sehen – nicht nur, mag ich Liebesfilme nicht besonders, mich regt es immer furchtbar auf, wie Frauen dargestellt werden. Mir fällt das wahnsinnig schwer, Filme im Kontext ihrer Zeit zu sehen.
Schlager hören – gibt es eine furchtbarere Musikrichtung? Vor allem diese Sauflieder machen mich kirre.
Schwarzen Kaffee trinken – ich bin Bitterschmecker. Mir wird richtig schlecht von schwarzem Kaffee, daher trinke ich schwach mit der Hälfte Milch
kalt duschen – ich liebe heiß Duschen, am besten so heiß, dass ich hinterher wie eine Himbeere aussehe
Pickelausdrückvideos gucken – gibt ja Menschen, die dabei Befriedigung empfinden, ich finde das schon bei mir selbst ekelig.
jemandem beim Puzzlen zuschauen, ohne helfen zu dürfen – Geduld ist nicht meine Stärke und das würde mich definitiv auf die Palme bringen. Geht nur, wenn das mein Kind ist, weil dann die Mama.exe meine Ungeduld überschreibt.
fehlerhaften Code korrigieren – hat mich im Informatik-Studium überlegen lassen, ob ich es nicht abbreche
in einem Raum voller Babykatzen sitzen, aber sie nicht anfassen zu dürfen – dafür braucht es keine Erklärung, oder?
So, das war alles an Kreativität, die ich heute zu bieten haben. Ich verkrümele mich wieder auf die Couch und jammere ein bisschen vor mich hin.
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tonlos
manchmal suche ich auf anderen planeten nach schönen tönen. ein klingeln, wispern, surren. manchmal suche ich in mir selbst nach schönen tönen und höre nur ein knarzen.
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Auch dieses Jahr habe ich meinem Sohn zum Geburtstag wieder einen Brief geschrieben.
Mein kleiner J,
jetzt bist du schon 4 Jahre alt in den Klamotten eines Fünfjährigen – ernsthaft du wächst zu schnell! Gefühlt war erst gestern dein dritter Geburtstag. Seitdem ist viel passiert. Mittlerweile können wir ganze Gespräche miteinander führen. Du hast so viele Fragen: ab wann ist ein Hochhaus ein Hochhaus, was essen Maulwürfe, wie kann etwas leichter als Luft sein? – und ich liebe es alle deinen Fragen zu beantworten, selbst wenn du sie morgens um 7 Uhr direkt nach dem Aufwachen stellst.
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die konsumhasen da hüpfen sie wieder in scharen. gold, lila, sitzend, stehend, glitzernd, knusprig, weiß, dunkel. anscheiend nicht afd-konform. aber ja, die hasen sind wieder da. süß sind sie. ein bisschen sinnlos, weil so richtig haben sie nichts mit ostern zu tun. aber das, was feste definiert, schreiben schließlich nicht mehr traditionen sondern unternehmen vor.
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Blockiert
Eigentlich wollte ich diesmal einen längeren vielleicht ein wenig kontroverseren Text schreiben, aber ich bin blockiert. Die Hälfte habe ich geschrieben und plötzlich wusste ich nicht mehr, worauf ich genau hinauswollte. Passiert mir gerade oft, vielleicht auch weil ich in letzter Zeit so viel geschrieben habe. Mein Kopf ist einfach ein bisschen leergeschrieben. Deswegen dachte ich, ich sammele mal Orte oder Momente, die mir Inspiration bringen.
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lebensweißnichtheiten
zwischen improvisation und gespielter ahnung. die vita ein flickenteppich. der tag ein sammelsurium aus versuchen. manchmal klappt es. aber frag mich nicht um rat. ich bin nur experte für lebensweißnichtheiten.
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Der etwas andere Reisebericht
Da euch sicher nicht interessiert, was ich alles in Paris gesehen und gegessen habe, dachte ich, ich schreibe eine unterhaltsamere Version eines Reiseberichts. Mal sehen, ob mir das gelingt.
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Ich bin gerade in Paris und lass es da krachen. Eure Dienstagsgedichte lese ich am Donnerstag, wenn ich nicht mehr mit Baguette- und Crêpe-Essen beschäftigt bin. Ich winke euch vom obersten Teil des Eifelturms zu.
steinalt
und dann bin ich plötzlich aufgerundet. habe wieder etwas hinter mir gelassen. einen vibe, eine definition, ein teil meines selbst. über nacht ist die haut schlaffer und die wehwehen lauter geworden. mit lachweinenden augen schmiere ich etwas antifaltencreme in die neue null und schreibe steinalt in meine vita.
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Ich packe meinen Koffer und nehme mit
Ich fahre Morgen nach Paris und da dachte ich, ich teile, was ich so alles einpacken werde.
Ich packe meinen Koffer und nehme mit:
genug quietschebunte Socken, um die Füße auch nach mehreren tausenden Schritten bei Laune zu halten
Hosen, auf denen man die Flecken nicht sieht, wenn ich mit Essen kleckere oder irgendwo hochkraxele
lustige Pullover/Shirts, damit mich direkt jede*r als Touristin erkennt
Lieblingspyjama, damit das fremde Bett ein bisschen zum eigenen wird
zweites Paar Schuhe, weil ich in jeder Stadt, die ich besuche einmal in eine Pfütze springen muss
ein Buch, dass ich bestimmt nicht lesen werde
eine Tüte, in die gefundene Schätze kommen (es werden Steine sein, mein Kind ist ja dabei)
ein kaputter Regenschirm, den ich in einem Restaurant vergessen werde
kleine Musikbox, damit wir abends zusammensitzen und französische Musik hören können, weil wir eben in Frankreich sind
ein extra Staufach für Mitbringsel in meinem Kopf, weil ich all diese Momente und Erinnerungen mit nach Hause nahmen will