Der Dienstag dichtet

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Mir ist aufgefallen, dass ich die letzten Monate kaum Gedichte geschrieben habe. Nicht, dass ich keine Ideen hätte, aber ich nehme mir einfach keine Zeit dafür. Deswegen schaffe ich mir einen Ansporn und will ab jetzt jeden Dienstag ein Gedicht veröffentlichen. Ich richte mich nicht nach Themen, sondern dem, was mir gerade auf dem Herzen liegt.

Ich hatte auch die Idee eine Aktion daraus zu machen. Wenn jemand Lust hat mitzumachen, schreibt einfach in die Kommentare. Je nachdem ob und wieviel mitmachen wollen, würde ich mir dann ein Konzept überlegen.

Los geht’s! Dieses Gedichte habe ich vor einer ganzen Weile begonnen, aber nie fertig gestellt. Es ist ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt.

 

Mata-Mata

In klaftertiefem Blau
schwebt sie langsam und
bedacht mit salzig
schäumenden Wogen

Die jahrhundertealten
Platten knirschen und
knarzen über dem
synthetisch vollen Magen

Wenn ihre Füße wieder
Grund berühren
ist sie verhungert

8 Gedanken zu “Der Dienstag dichtet

  1. Gedichte sind so gar nicht mein Ding – Da kann ich mich so gar nicht ausdrücken – aber ich lese gerne mal welche….
    Deins bezieht sich auf die Schildkröte??? hab ich das richtig gegooglet – passt dann auch zu dem Synthetik im Magen und dem Verhungern…richtig interpretiert???
    Ja, das ist nämlich mein Hauptproblem – die Interpretation..

    Einen schönen Feiertag 🙂

    Gefällt 1 Person

    • Ich glaube fest daran, dass es keine falsche Interpretation gibt. Das Tolle an Gedichten ist, dass sie so abstrakt sein können, dass jeder seine eigene Version „herausliest“.
      Dieses Gedicht habe ich geschrieben, nachdem ich wieder eine Doku über Plastik im Meer gesehen habe. Dabei stand für mich die Schildkröte für das Meer an sich bzw ich habe nicht so drüber nachgedacht. Manchmal schreibe ich auch und denke nicht so viel dabei. 😉
      Danke. 🙂

      Gefällt 1 Person

      • Das stimmt – jeder sieht das für sich. Was mein Deutschlehrer nie so verstanden hat, wenn ich was anders als er interpretierte 😉
        Dann hab ich das doch richtig interpretiert…
        Das ist das Schöne am schreiben, oder an der Kunst generell – man weiss nie wo sie einen hinführt.
        🙂

        Gefällt 1 Person

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