mutterherz | Der Dienstag dichtet

Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Mein Sohn hatte einen kleinen Unfall. Nichts Wildes, aber ich konnte nicht bei ihm sein. Zur Ablenkung habe ich diese Zeilen geschrieben.

mutterherz

ein, zwei, drei schläge. umkreist
die aorta den herzmuskel. sanft
tickt es in den hohlvenen. immer
langsamer werdend bis das laufen
der zeit unsichtbar wird. ein leichtes
zittern geht durch die kranzgefäße
die lungenschlagader hält den atem
an, während bluttropfen den ganzen
apparat ad absurdum führen. herzen
folgen logik, mutterherzen nicht.

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Katha liest #13 Mein Freund Tod

Ich wollte schon ewig mein Buch ANDERNORTS vertonen, hatte aber nie den Elan dazu. Vor ein paar Wochen hatte ich dann die Idee einfach einen Podcast daraus zu machen. Allerdings nicht nur mit Geschichten aus dem Buch und vor allem nicht nur meine eigenen. Ich liebe einfach Kurzgeschichten, daher macht es mir besondere Freude ihnen einen ganzen Podcast zu widmen.

Den meisten Menschen fällt es schwer über den Tod zu sprechen, vor allem mit Kindern. Wie erklärt man die Angst vor der Endlichkeit und Trauer? Manchmal sind Geschichten die besten Erklärungen…

1.     „Ente, Tod und Tulpe“ von Wolf Erlbruch (Kunstmann Verlag)

2.     „Eine Gute-Nacht-Geschichte“ aus Andernorts

LINKS

Hier könnt ihr das Buch „Ente, Tod und Tulpe“ kaufen: KLICK!

Hier findet ihr alle Infos zu Andernorts: KLICK!

Warum ist Jammern so verpönt | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Donnerstag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Warum ist Jammern so verpönt?

Irgendwie ist es angesehen „hart im Nehmen zu sein“. Man „steht etwas durch“ oder „wächst unter schwierigen Bedingungen“. Ok, kann man machen, und ich bin auch eher jemand, der Schwierigkeiten und Missgeschicke mit Humor nimmt, aber ich frage mich, ob man sich nicht auch mal wirklich Zeit zum Jammern nehmen muss, darüber wie unfair die Welt ist, wie beschissen der Tag läuft oder wie Karma einen anscheinend hasst. Immer nur stark zu sein ist anstrengend und wenn man zu viel runterschluckt, kommt es mit Schwung wieder hoch. Hier also mein Versuch es mal anders zu machen, nicht tough zu sein und einfach mal ausgiebig zu Jammern:

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Kritzelliste I | Bildhaftes

Da mir der Inktober über den Kopf gewachsen ist, habe ich beschlossen mir eine eigene Challenge zu batseln, bei der ich trotzdem jede Woche zeichne, aber nicht so strikt und vor allem mir freier Themenwahl. Klappt gut, ich habe nur hier vergessen, mal ein Update zu posten. Hier ist es.
Wie immer mag ich einige Zeichnungen und einige weniger. Mein Favorit ist die Bananenkerze. nciht die beste Umsetzung, aber für mich die beste Idee aus der Auswahl.
Und hier die Liste dazu:

Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

braune flut

schlammige wellen überspülen
einen bunten Strand. muscheln
schneiden in weiße, lila, gelbe,
schwarze, orangene haut. faul liegt
sie da, weil es ist ja noch zeit. steine
schlagen löcher in weiß bis beiges
lächeln. ein paar faulige zähne
erwischt es auch. die gesunden
lassen wir reparieren. es dauert.
wenn die braune flut kommt. nein.
sie ist schon da.

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Wie man die Welt zu einem besseren Ort macht | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Donnerstag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Heute mal eine sehr kurze Gedankenkritzelei und einen Tag zu spät. Gestern war nur eine reine Katastrophe, weil Kind Magen-Darm hat. Whoop! (Ich zähle die Stunden bis ich über der Schüssel hänge… 😉 )

Wie man die Welt zu einem besseren Ort macht

(Ich arbeite immer mal wieder an dieser Liste, vielleicht habt ihr mir Lust zu helfen.)

  • Anderen Komplimente machen, auch zu Kleinigkeiten, die die Person erfreuen könnten und wenn es nur ein cooles Shirt ist
  • besonders freundlich zu Servicekräften, Sprechstundenhilfen etc. sein, zB ein erholsames Wochenende wünschen oder einfach nur offen und ehrlich gemeint anlächeln
  • im Straßenverkehr (ob als Autofahrer, Fußgänger oder Fahrradfahrer) andere vorlassen und freundlich kommunizieren
  • den Kolleg*innen ohne Anlass was zum Naschen (kann auch gesund sein) mitbringen
  • wenn man jemanden besucht, ein kleines Geschenk mitbringen (Selbstgemachtes z.B.)
  • sich die Gesichter in der Nachbarschaft merken und grüßen
  • wenn man einen Balkon oder Garten hat, Vögeln und Insekten Futter, Wasser oder Zuhause bieten
  • Blumensamen für Bienen kaufen und auf allen (potentiellen) Grünflächen verteilen, die man findet
  • auf Social Media auf positive Kommentare reagieren und mehr Komlimente machen

knirsch | Der Dienstag dichtet

Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Habe mir den Knöchel verstaucht, weil ich mein Kind zum Lachen bringe wollte…

knirsch

ein trauriges kind, eine besorgte mutter,
ein beet und ein großer sprung.
ein kicherndes kind, eine mutige mutter,
ein beet und ein größerer sprung
ein lachendes kind, eine unvernünftige mutter,
ein beet und ein zu großer sprung
knirsch

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Die Weinprobe | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 19-22 beinhaltet die Worte „Geist, herb, unterstellen“, gesponsert von Christiane.

Die Weinprobe

Der Wein schmeckte herb und Jürgen schluckte ihn nur widerwillig herunter. Er bemühte sich keine Grimasse zu ziehen, aber dem Gesichtsausdruck des Sommeliers zu urteilen, gelang ihm dies nur bedingt. Während er sich bei dieser Weinprobe vollkommen fehl am Platz fühlte, amüsierte sich Karin vorzüglich. Das war die Hauptsache, schließlich hatte er ihr diesen Ausflug geschenkt. Er hatte dabei nur nicht bedacht, dass er auch Wein trinken musste. Er überlegte einen Moment nach dem Glas Wasser zu greifen, dass neben ihm stand, aber der Sommelier hatte gesagt, man müsse den Wein wirken lassen. Das Wasser war nur dazu da, den Gaumen wieder frei zu machen, für den nächsten Wein. Bis dahin war Jürgens Gaumen gefangen, wollte er den Sommelier nicht beleidigen.

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Warum ich Schreiben/Lesen liebe | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Donnerstag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Dafür, dass ich jeden Donnerstag eine kleine Gedankenkritzelei machen wollte, setze ich in letzter Zeit oft aus. Ich bin allgemein weniger auf meinem oder anderen Blogs unterwegs. Ich male derzeit aber viel und gefühlt packe ich meine gesamte kreative Energie da rein. Hier also ein kleiner Reminder für mich selbst, warum ich Schreiben und Lesen liebe:

  • Ablenkung vom Alltag, vor allem von doofen Tagen
  • ein ganzer Blumenstrauß an Gefühlen
  • Wörter haben Bestand
  • ich kann mir selbst etwas vorstellen
  • Inspiration fürs Leben
  • ich erfahre Dinge, die ich in meinem Leben nie erlebt hätte, durch die Augen von jemand anderem (ob selbst geschrieben oder wem anders)
  • das Gefühl, wenn sich jemand in meinem Geschriebenen wiederfindet
  • das Gefühl, mich in dem Geschriebenen von jemand anderem wiederzufinden
  • Stille, Worte brauchen keine musikalische Untermalung

nach dem regen | Der Dienstag dichtet

Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

nach dem regen

wolken ziehen durch meine
haare. etwas sonnenschein
blinzelt hinter dem rechten
ohr hervor. die stirn, noch nass
vom letzten regen, trocknet
langsam. ich streiche mir kleine
tropfen aus den augenbrauen
und hänge das regencape auf
meine nasenspitze.

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