der plan | Der Dienstag dichtet


Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

der plan
in druckbuchstaben geschrieben. bis
sich die häkchen kreuzen. bis sich die
kreuze windschief verhalten. punktlos.
in hirnmasse gepresst schlingert ein
plan durch die dendriten. bis. und dann
ist nacht. pläne ziehen wie wolken an
meinem fenster vorbei. listen tanzen wie
fahnen im wind. an einem luftballon
hängt das letzte kleine to-do. ich lasse
es ziehen.

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Warum ich den Sommer 2025 mag | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Warum ich den Sommer 2025 mag

Es beschweren sich sehr viele über diesen Sommer, also dachte ich, ich springe mal in die Bresche für ihn und erkläre, warum ich ihn gut finde. Natürlich nur das Wetter, was das auf den Klimawandel bezogen bedeutet, können andere besser erklären als ich. Außerdem ist nicht alles 100% ernst gemeint, valide Punkte gibt es trotzdem.

Das gute am Regensommer 2025:

  • man braucht keinen Bikinibody
  • Spielplätze und Eisdielen sind nicht dauerhaft überfüllt
  • alte und erkrankte Personen müssen keine Angst vor Hitze haben
  • Tieren geht es besser
  • unserer Wasserspeicher füllen sich
  • weniger Ausgaben für Sonnencreme
  • weniger vollgeschwitzte Wäsche
  • wenn man mal ein paar Tage lieber drinnen ist, hat man kein schlechtes Gewissen
  • Pfützenspringen in kurzer Hose macht mega Spaß
  • die Blumenpracht am Wegesrand und statt brauner eine Menge grüner Wiesen
  • tolle Wolkenformationen
  • keine überhitzte Wohnung/Büro/Fitnessstudio etc.
  • der einzigartige Geruch von Sommerregen

Der Bully Fahrer | Etüdensommerpausenintermezzo

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Diesmal mit dem Etüdensommerpausenintermezzo. Ziel ist es mindestens 7 aus 12 Wörtern (siehe Bild) in einem Text unterzubringen und es muss diesmal mit Liebe zu tun haben.

Der Bully-Fahrer

Es ist Juli 2016. Ich habe gerade meine Abschlussprüfung in meiner Weiterbildung bestanden und brauche eine Pause. Viele meiner Freunde fahren aufs Rock Harz-Festival und ich habe mir das Ticket kurzfristig gegönnt, obwohl ich wirklich pleite bin. Ich brauche die Belohnung nach neun Monaten durcharbeiten. Gefühlt habe ich das Wissen, das man sich in mehreren Jahren erarbeitet, in einigen Monaten durch Imbibition in mir aufgenommen.

Alles ist gepackt und vor der Tür. Wir sind zu viert: meine beiden Mitbewohner, eine Freundin und ich. Da passt nicht alles in ein Auto, also will ein Kumpel meiner Mitbewohner vorbeikommen und uns etwas Gepäck abnehmen, schließlich hat er einen Bully.

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musenlos | Der Dienstag dichtet


Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

musenlos

wenn die muse erst zu später
stunde küsst. gehaucht ist er.
der kuss. beinahe am ohr vorbei.
kitzelt die gehirnwindungen. ein
paar worte fallen lustlos aufs
papier. schulterzucken. auch
das ist manchmal kunst.

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Und plötzlich ziehen am Horizont Wolken auf | Impulswerkstatt

Zettel und Federhalter. Über dem Federhalter steht Impulswerkstatt

Dies ist ein Text zu der Impulswerkstatt von Myriade. Ziel ist es etwas Kreatives zu vorgeschlagenen Bildern oder zu einer Schreibaufgabe zu erstellen. Hier könnt ihr alles darüber lesen: *KLICK*
Die aktuellen Bilder und Mosaikstücken zur aktuellen Impulswerkstatt findet ihr hier: *KLICK*

Mich hat diesmal das Zitat inspiriert und das Mosaikstück „Wolken“ hat das passende Bild geliefert und dann hatte ich einfach Freude am Experimentieren.

Das Zitat: (Ingeborg Bachmann – „die gestundete Zeit“)

„Es kommen härtere Tage.
Die auf Widerruf gestundete Zeit
wird sichtbar am Horizont“

Und plötzlich ziehen am Horizont Wolken auf

Und plötzlich ziehen am Horizont Wolken auf.

Kleine Schäfchenwolken, verwehte Wolken, solche, die man kaum sieht, weil sie beinahe
durchsichtig sind.

Hübsch sehen sie aus, gar nicht bedrohlich, auch
wenn sie das Blau durchbrechen, das die letzten Tage bestimmt hat.

Langsam kommen sie näher, ziehen größere Wolken mit sich.

Wolken, die zwei Ebenen besitzen, die kleine Türmchen bauen, sich
weiter über den Himmelverwehen lassen, als würden sie von den
vorhereilenden Wolken gezogen werden.

Ein wenig Unbehagen macht sich breit. Werden sie das wundervolle Blau verdecken?

Noch unauffällig linsen die tiefen Wolken über den Horizont,
vereinen sich mit den anderen aus den Ebenen darüber, planen, schmieden.

                                                                                              Das Blau hat nun viele Löcher und Risse.

Wolke auf Wolke.

Wie ein Stapelturm.

                                               Es riecht nach Regen.

                Nimbostratus.

Das Blau lugt durch die letzten Löcher, wie der neugierige Nachbar durch die Hecke.

                Dann verschwindet es.

                                                                                              Weiß.

Grau.

                Dann Regen.

                                                                                                                              Bis zum nächsten Sonnenschein.

Momente vs Smartphone – Follow up | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Momente vs Smartphone – Follow up

Ich schlachte meinen Urlaub kreativ ganz schön aus, aber hier geht es ja um Themen, die mich bewegen und mein Sommerurlaub war toll und wirkt noch nach. Ich hatte vor dem Urlaub einen Apell (an mich selbst am meisten) geschrieben, Momente zu genießen und nicht nur zu fotografieren.

Ist mir das gelungen?

Ich würde sagen zu 80% und gleichzeitig habe ich einen lustigen Effekt bemerkt: Wenn ich mit Familie zusammen war und ganz vertieft in den Moment, habe ich das Fotografieren ganz vergessen. Wenn ich unterwegs war, habe ich eher mal zum Smartphone gegriffen, um ein Bild zu machen. Beispielsweise habe ich einige Fotos vom Strand gemacht und da teilweise sogar den Moment aus den Augen verloren, beim Lego-Zusammenbau bei den Schwiegereltern mit Kind habe ich das total vergessen, obwohl ich dem, der uns das Lego geschenkt hat, Fotos schicken wollte. Ups. Ich habe auch Fotos im Restaurant vom Essen gemacht (ukrainisch: Yummy) aber sowas wie vom Abendbrottisch (auch da wollte ich ursprünglich ein Foto machen wegen dem kredenzten Fisch) nicht.

Jetzt wäre das Argument, dass es keine besonderen Momente sind vielleicht valide, aber irgendwie auch nicht. Es gab durchaus Besonderes bei der Familie, aber es war irgrendwie eingebettet ein Zuhausegefühl. Ich war eingekuschelt in den Moment, das Smartphone lag irgendwo und ich habe schlichtweg nicht daran gedacht. Vielleicht ist es auch ein Effekt, dass man sich in ungewohnten Situationen hinter dem Smartphone versteckt. Man ist Tourist, schafft erst mal Abstand zwischen sich und dem Neuen. Zumindest habe ich das Gefühl, dass ich das ab und zu mache. Klar, will ich auch Momente festhalten, aber es ist schon auffällig, in welchen Momenten ich eher daran denke und in welchen weniger. Smartphones distanzieren uns von der Welt. Ist jetzt auch nichts Neues, aber sicherlich ist es nie verkehrt, sich das ins Gedächtnis zu rufen.

nach dem urlaub | Der Dienstag dichtet


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nach dem urlaub

langsam kriecht der kalte atem
des alltags über meinen rücken.
trist wirkt er, ein wenig grauer,
ein wenig fad. die zeit läuft zäh.
und trotzdem schleicht sich der
gedanke ein: zuhause ist es doch
am schönsten.

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Erste Male | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Erste Male

Wir feiern bei Kindern erste Male wie den ersten Zahn, das erste Lächeln und den ersten Schritt, aber es gibt so viele erste Mal mit Kindern, warum nicht auch mal die feiern, die nicht so offensichtlich sind? Im Urlaub (sind immernoch unterwegs) ist ganz viel Neues passiert. Hier eine kleine erste Male-Liste:

  • erste Mal mit der Achterbahn gefahren
  • erste Zecke (gleich 3)
  • erste Mal Go-Kart gefahren
  • erster Bremsenbiss
  • erster Besuch einer Burg
  • erster Kontakt mit Brennnesseln
  • erste Steinburg am Strand
  • erstes Mal Kanalreinigung beobachtet
  • erstes Mal durch eine Röhrenrutsche gerutscht (Angst besiegt!)
  • erste Mal mit einer Kinderseilbahn gefahren
  • erstes Matjesbrötchen (vorher nur andere Lachs oder Backfisch) gegessen

Und bei Erwachsenen feiern wir erste Mal erst Recht zu wenig, obwohl sie immer seltener werden. Also meine ersten Male in diesem Urlaub:

  • erste Mal ukrainisch Essen gegegangen (Yummy!!!)
  • erste Mal eine AUtobatterie gewechselt

steinburg | Der Dienstag dichtet


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steinburg

raue, glatte, große, kleine, mit
moos, ohne, algen. wir bauen
eine burg aus stein und meer.
während etwas ewigkeit sanft
über unsere füße plätschert,
sammele ich dein lachen ein.

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Ich fahre in den Urlaub und nehme mit… | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Wenn ihr das lest, bin ich schon im Urlaub, auf einem Campingplatz am Meer. Hier also ein Text vom Anfang der Woche und zwar über eine meiner Hasstätigkeiten: Packen.

Ich fahre in den Urlaub und nehme mit…

  • jede Menge Handtücher (es gibt nichts Ekligeres als feuchte Handtücher beim Camping)
  • feuchte Tücher (Eltern verstehen mich)
  • ein paar Prisen Alltagsvergessen
  • Sarkasmus-Karte für den Moment, an dem alles schieflaufen wird
  • zu viel Kleidung
  • zu viel Spielzeug fürs Kind
  • zu wenig von diesem einen bestimmten Essen, was wir diesmal plötzlich alle am liebsten mögen
  • Einschlafplayliste und Tanzplayliste (letztere fürs Kind)
  • 2 Bücher, die ich beide nicht lesen werde
  • Selbstgebastelte Flagge für unser Camp (damit alle wissen, womit sie es zu tun haben)
  • Erinnerungsnotiz daran Innezuhalten und Momente zu genießen