
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Sandkastenentschleunigungsgedanken
Ein Kind zu haben ist irgendwie gleichzeitig Beschleunigung und Entschleunigung. Man hat viel mehr Termine und Pflichten und gleichzeitig vergeht die Zeit im Sandkasten sehr langsam. In einem dieser Momente, wo ich dem Kind einfach nur beim Spielen zugeschaut habe (bzw dabei, dass er sich nicht selbst umbringt), habe ich mich gefragt, ob das wirklich dieses „Entschleunigen“ ist, wovon man so allgemein redet und ob es gutes und schlechtes Entschleunigen gibt und ob Entschleunigen nicht oft auch einfach Langeweile ist.
Wie definieren andere Entschleunigen?
Ich habe mal nach einer Definition gesucht und in der Karrierebibel eine gefunden und da ich den Gegensatz irgendwie lustig finde, zitiere ich die hier mal:
„Entschleunigung ist die gezielte Verlangsamung des Lebens, einer Entwicklung oder einer Tätigkeit. Es ist die direkte Gegenbewegung zum stressigen Alltag, in dem für nichts Zeit bleibt und alles schnell erledigt sein muss.“
Gezielt heißt, dass es bewusst sein soll- Demnach wäre meine Zeit im Sandkasten also kein Entschleunigen. Das wäre dann wohl eher der Yoga-Kurs oder das Meditieren, andererseits, nur weil ich die Zeit nicht selbst wähle, heißt dass ja nicht, dass mir die Entschleunigung nicht bewusst ist. Vielleicht ist es also doch entschleunigend im Sand zu buddeln. Auf jeden Fall hat man im Sandkasten meist keinen Stress und keinen Zeitdruck. Bevor der Sandkuchen in den Ofen kommt, ist das nächstbeste Kind durchgelaufen.
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