man redet doch nur | Der Dienstag dichtet

Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Ich finde Leute, die von sich behaupten, nie zu „lästern“ oft nerviger, als die, die das machen.

man redet doch nur

sie sagt, dass er sagt, dass sie etwas
und er etwas anderes. vielleicht hat
sie ja, dass was er gesagt. oder war
es doch andersrum. der tee ist längst
verrührt und der keks eine labberige
masse auf dem unterteller. klappernd
wird alles hingestellt. gespült. reine
gemacht. die anderen rollen mit den
augen. laberige kekse, da steht man
drüber. aber was sie ihm, er ihr oder
andersrum. ach, man redet doch nur.

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7 Kommentare zu „man redet doch nur | Der Dienstag dichtet

  1. „Kannst Du denn nicht aufpassen!“ ist beim Überlaufen der Teetasse wichtiger, als bei dem Inhalt von Unterhaltungen. Da hört man nicht hin oder hört weg, geht einen ja schließlich nichts an, weil ist ja Privatsache

    Im Großen hören wir dann auch weg.

    Und so tapsen wir immer wieder in die gleichen Fallen.

    Gekonnt gesagt und nicht gesagt!

    Gefällt 1 Person

    1. Also eigentlich wollte ich sagen, dass man bei Privatsachen eher hinhört. Wurde inspiriert von Lästereien an der Arbeit bzw Menschen, die behaupten, nie zu lästern.
      Aber ich mag deine Interpretation sehr.

      Gefällt 1 Person

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