in netzen | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

in netzen

in netzen. ich bin gefangen von
worten. wie kleine spinnen jagen
ihre stimmen fäden entlang. das
muster wurde schon vor hundert
jahren entworfen. buchstaben wie
kleine fliegen. der staub legt sich
und die vorstellungen sind verrostet.
lass uns pusten. lass die streben
einreißen. wenn nur die netze halten.

Lest auch bei:
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Berlin Autor
Nachtwandlerin
Lindas x Stories
La parole a été donnée à l’homme
Gedankenweberei
Emma Escamila
Wortverdreher
Lebensbetrunken
Vienna BliaBlaBlub
Heidimarias kleine Welt
Traumspruch
Red Skies over Paradise
Your mind is your only limit
Dein Poet
Geschichte/n mit Gott

9 Kommentare zu „in netzen | Der Dienstag dichtet

  1. Ich denke, dass viele der Netze und Muster, denen wir folgen oder erliegen noch älter als hundert Jahre alt sind und mit ganz dickem Staub belegt sind: die neuronalen Muster und Prägungen in unserem Gehirn; die Fangnetze der Religion und der Mächtigen; die Schlingen der Politiker und des Wohlstandes. Irgendwie sind wir immer am Zappeln und uns Verheddern, lassen uns einfangen und gefangen nehmen.
    Aber um den Staub los zu werden und die Fäden frei zu rütteln müssen wir uns dann auf andere Netze verlassen, wo wir sicher sind, dass sie uns halten. Man sagt immer Freunde und Familie. Aber wenn ich mir dann – wie gestern Abend – Lenzens „Deutschstunde“ im Fernsehen angesehen habe, dann ist auch auf diesen inneren und intimeren Kreis nicht immer Verlass.
    Und so verbleibe ich etwas ratlos, was und wem ich wirklich trauen kann.
    Und so verstehe ich indirekt auch Deinen letzten Satz: WENN nur die Netze halten!!

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, ich dachte an das große Ganze, das uns ausmacht. Nicht nur das Soziale, sondern auch unser Selbstverständnis. Wir sind nicht nur Teil des Netzes Gesellschaft, sondern auch übers Internet vernetzt. Die Netze werden irgendwie immer größer aber nicht hn moderner, zumindest in einigen Bereichen. Ich habe einige Dokus über (Sub-)Gesellschaftsstrukturen gesehen.

      Gefällt 1 Person

  2. Ja, ich dachte an das große Ganze, das uns ausmacht. Nicht nur das Soziale, sondern auch unser Selbstverständnis. Wir sind nicht nur Teil des Netzes Gesellschaft, sondern auch übers Internet vernetzt. Die Netze werden irgendwie immer größer aber nicht hn moderner, zumindest in einigen Bereichen. Ich habe einige Dokus über (Sub-)Gesellschaftsstrukturen gesehen.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s