und wir leben im sturm | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende

Ich versuche immernoch dieses abstrakte Gefühl Trauer zu erfassen.

und wir leben im sturm

und wir leben im sturm. dein
haar ganz zerzaust. meines in
strähnen. läuft wie wasser die
wangen hinab. hängen über
den schultern. herunter. hände
ziehen kreise in pfütze. das
leben tropft in regenschirmen.

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12 Kommentare zu „und wir leben im sturm | Der Dienstag dichtet

  1. Das Leben tropft in Regenschirmen… weil sie verkehrt herum gehalten werden? Anstelle uns zu schützen wird es wie eine immer größer werdende Pfütze aufgefangen?
    Man hat uns sozusagen „im Regen stehen gelassen“?
    Ja, wenn wir nicht mehr miteinander reden, wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht und uns nur noch wenig verbindet, dann drehen wir uns nur noch- bildlich – im Kreise.

    Liebe Katha, Du schaffst es wieder einmal, uns sehr nachdenklich zu machen!

    Gefällt 1 Person

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