Wo sind alle Herbstliebhaber? | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Wo sind alle Herbstliebhaber?

Da ich den Herbst liebe, nehme ich den ersten September als Herbstanfang, also den meteorologischen und nicht der kalendarischen. Ich kann einfach nicht noch 21 Tage warten. Und wie jedes Jahr eine kleine Liebeserklärung als den Herbst. Letzten Herbst, habe ich einfach querbeet aufgelistet, was ich am Herbst liebe, diesmal will ich meine Lieblings-Sinneseindrücke auflisten.


Der Herbst schmeckt nach…

  • Kürbissuppe, -brot, -kuchen, -risotto … alles Kürbis
  • Süßigkeiten in Halloween-Form (die Form macht den Geschmack!!)
  • Suppen in allen Formen
  • Äpfeln
  • Früchtetee


Der Herbst riecht nach…

  • Herbstregen
  • Blättern, teils frisch, teils schon etwas modrig
  • Kastanien und Eicheln
  • Pilzen
  • Moos


Der Herbst hört sich an wie…

  • raschelnde Blätter
  • leisere Abende
  • Zugvögel
  • Traktoren bei der Ernte


Der Herbst fühlt sich an wie…

  • eine Abkühlung nach heißen Sommertagen (also theoretisch)
  • weiche Blätter unter den Schuhen oder ganz Hippie: unter nackten Füßen
  • ein Rückzug
  • Kreativität – Bastelnachmittage


Der Herbst springt ins Auge durch…

  • goldenes Licht
  • Farbenpracht
  • Deko aus Kastanien und Blättern
  • Geister und Skelette

Habt ihr auch Lieblings-Sinneseindrücke im Herbst?

Eltern vs Eltern | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Eltern vs Eltern

„Was du gibst dein Kind unter 3 Jahren schon in eine fremde Betreuung?“ „Wie du hast nicht gestillt, obwohl es das Beste für das Kind ist?“ „Was, das Kind darf Fernsehen schauen?“ – Vielleicht habt ihr die Sätze privat noch nicht gehört, aber auf Social Media sind so Sätze erschreckend oft zu lesen und ich befürchte, das liegt nicht nur an meiner Timeline. Warum sehen einige Eltern-Sein als Wettbewerb an, wer es besser macht?

Tablet im Restaurant-Gate

Wir sind kürzlich zu Karls Erdbeerhof gefahren und haben dort Waffeln zum Mittag gegessen. Eine Familie mit zwei Kindern setzte sich zu uns. Während die Mutter das Essen besorgt hat, saß der Vater mit den Kindern am Tisch und die durften auf dem Tablet was sehen. Mein erster Gedanke war leider: Warum redet der nicht einfach mit seinen Kindern? Mein zweiter dann: Argh, lass dich nicht anstecken! Du weißt doch gar nicht, was dahintersteckt. Ich weiß es immer noch nicht, aber die vier waren echt nett und wir mussten gegenseitig über die Kommentare unserer Kinder lachen. Alle schienen eine gute Zeit zu haben. Warum erzähle ich die Story?

„Ich mache das besser“

Ich glaube, weil man sich als Elternteil so viele Gedanken um das richtige Umfeld, Ernährung, Umgang mit Medien etc bei seinen Kindern macht, hat man irgendwann das Gefühl, sehr viel Ahnung von der Thematik zu haben. Man will es richtigmachen. Wenn man dann andere Eltern sieht, die es anders machen, hinterfragt das irgendwie die eigene Weisheit. Es gibt verschiedene Arten damit umzugehen. Kritik wäre eine und wahrscheinlich das, was oft als erstes auftritt, weil man sein eigenes Fachwissen verteidigen will. Eine zweite wäre es, das eigene Fachwissen zu hinterfragen. Eine dritte, zu akzeptieren, dass andere Eltern andere Kinder haben mit anderen Dingen, die für sie funktionieren bzw. nicht funktionieren.

You do you

Ich bevorzuge es, andere ihr Ding machen zu lassen (gelingt nicht immer). Mit Freunden kann man konstruktive Gespräche führen und auch über Zweifel sprechen, aber sich mit Fremden zu vergleichen, führt zu nichts. Am Ende bin ich als Elternteil jemand mit Grenzen und Präferenzen und habe ein Kind, das nochmal ganz eigene Grenzen und Präferenzen hat. Es muss zwischen Eltern und Kindern im Alltag funktionieren und wenn dann halt mal das Tablet im Restaurant rausgeholt wird. Mein Grund das nicht zu tun, ist btw. nicht mal, dass ich etwas gegen Medienkonsum habe, sondern weil mein Sohn kein Maß kennt. Unsere Regel ist maximal eine Folge mit maximal dreißig Minuten am Tag bis maximal 18 Uhr. Nur so haben wir auch mal medienfreie Tage und trotzdem ein zufriedenes Kind, das, so wie es derzeit aussieht, den gesunden Umgang mit Medien lernt. Bei anderen Kindern ist das sicher anders.

Eltern mit Eltern

Wäre doch irgendwie netter, wenn man sich gegenseitig unterstützt und seine Erkenntnisse ohne Wertung formuliert. Eine Sache aber dazu: Ich rede hier immer noch über Social Media und ich glaube dadurch, dass man den Gegenüber nicht kennt, denken viele nicht darüber nach, was solche Generalaussagen bewirken. Ins Gesicht würde man anderen wahrscheinlich nicht sagen, dass ihr Erziehungsstil scheiße ist. Das Beste ist wohl, sich darauf zu besinnen, dass man diese harten Urteile aus Selbstschutz fällt und dass die meisten Eltern ihr Bestes geben.

Sandkastenentschleunigungsgedanken | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Sandkastenentschleunigungsgedanken

Ein Kind zu haben ist irgendwie gleichzeitig Beschleunigung und Entschleunigung. Man hat viel mehr Termine und Pflichten und gleichzeitig vergeht die Zeit im Sandkasten sehr langsam. In einem dieser Momente, wo ich dem Kind einfach nur beim Spielen zugeschaut habe (bzw dabei, dass er sich nicht selbst umbringt), habe ich mich gefragt, ob das wirklich dieses „Entschleunigen“ ist, wovon man so allgemein redet und ob es gutes und schlechtes Entschleunigen gibt und ob Entschleunigen nicht oft auch einfach Langeweile ist.

Wie definieren andere Entschleunigen?

Ich habe mal nach einer Definition gesucht und in der Karrierebibel eine gefunden und da ich den Gegensatz irgendwie lustig finde, zitiere ich die hier mal:

„Entschleunigung ist die gezielte Verlangsamung des Lebens, einer Entwicklung oder einer Tätigkeit. Es ist die direkte Gegenbewegung zum stressigen Alltag, in dem für nichts Zeit bleibt und alles schnell erledigt sein muss.“

Gezielt heißt, dass es bewusst sein soll- Demnach wäre meine Zeit im Sandkasten also kein Entschleunigen. Das wäre dann wohl eher der Yoga-Kurs oder das Meditieren, andererseits, nur weil ich die Zeit nicht selbst wähle, heißt dass ja nicht, dass mir die Entschleunigung nicht bewusst ist. Vielleicht ist es also doch entschleunigend im Sand zu buddeln. Auf jeden Fall hat man im Sandkasten meist keinen Stress und keinen Zeitdruck. Bevor der Sandkuchen in den Ofen kommt, ist das nächstbeste Kind durchgelaufen.

Weiterlesen „Sandkastenentschleunigungsgedanken | Gedankenkritzelei“

Wie man bei Hitze einen kühlen Kopf behält | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

So, jetzt ist die Hitze doch da. Ich habe ja schon in meiner kleinen Verteidigung des regnerischen Sommer geschrieben, dass ich Hitze nicht so mag, aber weglaufen kann man nicht. Hier also, was ich mache, wenn mich die Hitze nervt (nicht 100% ernst gemeint).

Wie man bei Hitze einen kühlen Kopf behält:

  • Shirt oder Haare nass machen
  • Schattenhopsen in Slow Motion
  • Dokumentationen über die Arktis ansehen – wer dazu noch lachen will sucht nach „Cumberbatch penguin“
  • saures Eis essen z.B. Zitrone, Maracuja
  • in jedes Glas Wasser Wassereis bröseln (ja, mache ich wirklich)
  • nicht auf den Wetterbericht oder das Thermometer sehen
  • Weihnachtslieder hören (Kind hört gerade Weihnachtsbäckerei in der Dauerschleife. Kp, ob es hilft, aber nach dem fünften Mal friert zumindest mein Gehirn ein)
  • Tüte mit Eis hinter Ventilator hängen
  • auf den Wetterbericht der nächsten Tage schauen, wenn man schon weiß, dass es wieder kühler wird

Auch Jungs dürfen Rosa mögen | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Auch Jungs dürfen Rosa mögen

Anfang der Woche hat das erste Mal ein anderes Kind zu meinem Sohn gesagt, dass er aussieht wie ein Mädchen, weil er sich die Haare langwachsen lässt. Sowohl mein Sohn als auch das Kind, dass das gesagt hat, sind vier Jahre alt. Bisher war das nie Thema. Ich frage mich, woher das plötzlich kommt und ehrlich gesagt, nervt es mich.

Mein Kind

Bisher war Little J* uninteressiert daran, was Erwachsene als „typisch“ Junge/Mädchen ansehen. Er mag Dinos, Puppen, Lego, Einhörner und seine Lieblingsfarben sind pink, orange und lila. Sein Lieblingsshirt ist ein Dino-Monstertruck, seine Lieblingshose ist eine Leggings mit ganz viel Blumen. Auf den ersten Hausschuhen waren pinke Katzen, auf den neuen ist der Polizeihund von Paw Patrol. Er zieht an und spielt mit dem, was ihm gefällt, ohne gesellschaftliche Vorgaben oder dergleichen und ich finde das auch richtig so.

Ich als Kind

Ich war in den 90ern Kind. Power Rangers und Dinos waren da groß in Mode, ebenso wie Barbie. Mein bester Freund und ich haben mit allem gespielt. Ich trug viele rote, gelbe und blaue Sachen, wenige Sachen hatten einen Aufdruck. Auf Bildern sehen die Sachen, die ich und meine Freunde trugen, auch nicht sehr auf Junge oder Mädchen zugeschnitten aus, auf jeden Fall nicht so sehr, wie ich das mittlerweile wahrnehme. Wann hat das angefangen, dass wir Kinder so stark nach Geschlecht trennen?

Mein Problem damit

Mir muss jetzt keine kommen mit „aber Geschlechter sind eben unterschiedlich“. Kinder interessiert das von sich aus eigentlich nicht und die Interessen und Vorlieben die Kinder haben, richten sich nach dem Angebot. Als es in der Krippe eine Baustelle gab, waren plötzlich alle Kinder Bagger-Fans, alle gleichermaßen. Mein Sohn liebt Katzen, weil wir Katzen haben und er zieht die Kleidung an, die in seinem Schrank und die Motive hat, die ihm gerade gefallen. Als er ein Buch mit der Geschichte der Eiskönigin bekommen hat, trug er ein Shirt mit Aufdruck davon, als er die Paw Patrol Tonie-Figur bekommen hat, trug er am liebsten das Shirt davon. Spiderman geht immer, weil einer seiner engsten Freunde riesiger Fan ist. Ihm ist es ganz egal, für welches Geschlecht das Spielzeug oder die Kleidung gedacht ist, er mag das, was er mag. Dass ihm jetzt mit negativer Konnotation gesagt wird, er sähe aus wie ein Mädchen, hat ihn verwirrt, weil es für ihn keinen Unterschied macht und das ist doch das, was freie Meinungsbildung bedeutet.

Hört auf damit

Kinder sind Kinder. Dass der Junge das zu meinem Sohn gesagt hat, kommt sicher nicht von ihm und es wird sicherlich mehr. Leider. Ich möchte, dass Little J sich weiterhin frei ausleben kann und das tut, was ihm Spaß macht, unabhängig davon, wie das Erwachsene gerne hätten. Zum Glück hat mein Sohn einfach nur gefragt, warum der Junge das gesagt hat. Zum einen fände er es nicht schlimm ein Mädchen zu sein und zum anderen hat zum Beispiel der Nachbarsjunge, den er bewundert, auch lange Haare. Ich habe ihm dann gesagt, dass er genau das zu dem Jungen sagen soll und dass, egal ob Junge oder Mädchen, niemand jemand vorschreiben darf, was er oder sie zu mögen hat.

*Ich nenne den Namen meines Sohnes nicht im Internet. Er soll selbst darüber entscheiden, ob und welche persönlichen Daten von ihm im Internet verfügbar sind.

Warum ich den Sommer 2025 mag | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Warum ich den Sommer 2025 mag

Es beschweren sich sehr viele über diesen Sommer, also dachte ich, ich springe mal in die Bresche für ihn und erkläre, warum ich ihn gut finde. Natürlich nur das Wetter, was das auf den Klimawandel bezogen bedeutet, können andere besser erklären als ich. Außerdem ist nicht alles 100% ernst gemeint, valide Punkte gibt es trotzdem.

Das gute am Regensommer 2025:

  • man braucht keinen Bikinibody
  • Spielplätze und Eisdielen sind nicht dauerhaft überfüllt
  • alte und erkrankte Personen müssen keine Angst vor Hitze haben
  • Tieren geht es besser
  • unserer Wasserspeicher füllen sich
  • weniger Ausgaben für Sonnencreme
  • weniger vollgeschwitzte Wäsche
  • wenn man mal ein paar Tage lieber drinnen ist, hat man kein schlechtes Gewissen
  • Pfützenspringen in kurzer Hose macht mega Spaß
  • die Blumenpracht am Wegesrand und statt brauner eine Menge grüner Wiesen
  • tolle Wolkenformationen
  • keine überhitzte Wohnung/Büro/Fitnessstudio etc.
  • der einzigartige Geruch von Sommerregen

Momente vs Smartphone – Follow up | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Momente vs Smartphone – Follow up

Ich schlachte meinen Urlaub kreativ ganz schön aus, aber hier geht es ja um Themen, die mich bewegen und mein Sommerurlaub war toll und wirkt noch nach. Ich hatte vor dem Urlaub einen Apell (an mich selbst am meisten) geschrieben, Momente zu genießen und nicht nur zu fotografieren.

Ist mir das gelungen?

Ich würde sagen zu 80% und gleichzeitig habe ich einen lustigen Effekt bemerkt: Wenn ich mit Familie zusammen war und ganz vertieft in den Moment, habe ich das Fotografieren ganz vergessen. Wenn ich unterwegs war, habe ich eher mal zum Smartphone gegriffen, um ein Bild zu machen. Beispielsweise habe ich einige Fotos vom Strand gemacht und da teilweise sogar den Moment aus den Augen verloren, beim Lego-Zusammenbau bei den Schwiegereltern mit Kind habe ich das total vergessen, obwohl ich dem, der uns das Lego geschenkt hat, Fotos schicken wollte. Ups. Ich habe auch Fotos im Restaurant vom Essen gemacht (ukrainisch: Yummy) aber sowas wie vom Abendbrottisch (auch da wollte ich ursprünglich ein Foto machen wegen dem kredenzten Fisch) nicht.

Jetzt wäre das Argument, dass es keine besonderen Momente sind vielleicht valide, aber irgendwie auch nicht. Es gab durchaus Besonderes bei der Familie, aber es war irgrendwie eingebettet ein Zuhausegefühl. Ich war eingekuschelt in den Moment, das Smartphone lag irgendwo und ich habe schlichtweg nicht daran gedacht. Vielleicht ist es auch ein Effekt, dass man sich in ungewohnten Situationen hinter dem Smartphone versteckt. Man ist Tourist, schafft erst mal Abstand zwischen sich und dem Neuen. Zumindest habe ich das Gefühl, dass ich das ab und zu mache. Klar, will ich auch Momente festhalten, aber es ist schon auffällig, in welchen Momenten ich eher daran denke und in welchen weniger. Smartphones distanzieren uns von der Welt. Ist jetzt auch nichts Neues, aber sicherlich ist es nie verkehrt, sich das ins Gedächtnis zu rufen.

Erste Male | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Erste Male

Wir feiern bei Kindern erste Male wie den ersten Zahn, das erste Lächeln und den ersten Schritt, aber es gibt so viele erste Mal mit Kindern, warum nicht auch mal die feiern, die nicht so offensichtlich sind? Im Urlaub (sind immernoch unterwegs) ist ganz viel Neues passiert. Hier eine kleine erste Male-Liste:

  • erste Mal mit der Achterbahn gefahren
  • erste Zecke (gleich 3)
  • erste Mal Go-Kart gefahren
  • erster Bremsenbiss
  • erster Besuch einer Burg
  • erster Kontakt mit Brennnesseln
  • erste Steinburg am Strand
  • erstes Mal Kanalreinigung beobachtet
  • erstes Mal durch eine Röhrenrutsche gerutscht (Angst besiegt!)
  • erste Mal mit einer Kinderseilbahn gefahren
  • erstes Matjesbrötchen (vorher nur andere Lachs oder Backfisch) gegessen

Und bei Erwachsenen feiern wir erste Mal erst Recht zu wenig, obwohl sie immer seltener werden. Also meine ersten Male in diesem Urlaub:

  • erste Mal ukrainisch Essen gegegangen (Yummy!!!)
  • erste Mal eine AUtobatterie gewechselt

Ich fahre in den Urlaub und nehme mit… | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Wenn ihr das lest, bin ich schon im Urlaub, auf einem Campingplatz am Meer. Hier also ein Text vom Anfang der Woche und zwar über eine meiner Hasstätigkeiten: Packen.

Ich fahre in den Urlaub und nehme mit…

  • jede Menge Handtücher (es gibt nichts Ekligeres als feuchte Handtücher beim Camping)
  • feuchte Tücher (Eltern verstehen mich)
  • ein paar Prisen Alltagsvergessen
  • Sarkasmus-Karte für den Moment, an dem alles schieflaufen wird
  • zu viel Kleidung
  • zu viel Spielzeug fürs Kind
  • zu wenig von diesem einen bestimmten Essen, was wir diesmal plötzlich alle am liebsten mögen
  • Einschlafplayliste und Tanzplayliste (letztere fürs Kind)
  • 2 Bücher, die ich beide nicht lesen werde
  • Selbstgebastelte Flagge für unser Camp (damit alle wissen, womit sie es zu tun haben)
  • Erinnerungsnotiz daran Innezuhalten und Momente zu genießen

Das liebe Geld | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Das liebe Geld

Die meisten Menschen finden es komisch über Geld zu reden und ich finde es komisch, dass die meisten Menschen nicht über Geld reden und gleichzeitig will ich nicht komisch sein, also rede ich nicht über Geld. Aber warum eigentlich?

Geld ist unfair

Liegt das daran, dass Gehälter unfair sind? Bei einigen Berufen ist ein Gehaltsunterschied logisch, aber bei vielen ist das Gehalt historisch gewachsen und einfach unfair. Zum Beispiel verdienen einige körperliche Berufe zu wenig dafür, dass man sich durch sie den Körper ruiniert, ebenso alles Soziale und Kunst. Von Kunst darf man eigentlich gar nicht erst anfangen, aber das werde ich separat nochmal tun. Ich lese gerade ein sehr inspirierendes Buch zu. Geld hat selten was mit Fleiß zu tun und leider zu oft was mit Macht und Privilegien. Aber anstatt das totzuschweigen, sollte man doch gerade erst recht darüber sprechen, oder?

Geld macht neidisch

Ich glaube, es ist gar nicht so leicht sich einzugestehen, dass man gerne mehr Geld hätte, z.B. wie diese*r eine Freund*in, der/die mehr verdient oder so viel wie einige Reiche oder abstrakter: Leute, die man auf Social Media sieht. Geld haben zu wollen, ist aber nicht verwerflich. In den meisten Fällen geht es weniger darum, dass man sich bestimmte Dinge dann leisten kann und eher um dieses abstrakte Gefühl, sich keine Sorgen machen zu brauchen, wenn man sich bestimmte Dinge leistet. Ich glaube, das ist ein signifikanter Unterschied.

Geld macht glücklich

Bis zu einem bestimmten Punkt zumindest, und zwar dem, an dem man sich keine Gedanken mehr über Geld machen muss.* Ich finde Einkaufen im Supermarkt so viel angenehmer, seit ich nicht mehr alles nachrechnen muss, so wie zu Unizeiten. Dann nehme ich halt das teure Körnerbrot. Gönn ich mir, macht mich ein bisschen glücklicher. Ich weiß nicht, warum das oft verpönt ist, dass man Geld toll findet und glaubt, dass Geld glücklich macht. Klar, Familie, Freunde, Gesundheit, das kann Geld nicht ersetzen, aber muss man das in Konkurrenz zueinander setzen? Die Korrelation zwischen Gesundheitsversorgung und Geld lasse ich absichtlich raus, weil die zu komplex ist und irgendwie auch wieder in die erste Aussage passt, das Geld unfair ist.

Wir sollten reden

Was passiert denn, wenn wir über Geld reden? Wir stellen fest, dass einige mehr Geld verdienen und andere weniger, dass es oft nicht fair ist, dass Preise oft nicht fair sind, dass Geld keine physikalische Größe ist, sondern etwas, das festgesetzt wird, dass wir alle gerne mehr Geld hätten und dass wir manchmal neidisch sind auf die, die mehr Geld haben. Alles in allem sind das aber Gespräche die wir führen sollten, denn nur wenn man drüber spricht, kann man Ungerechtigkeiten bekämpfen und die gesellschaftliche Stimmung verändern. Wir müssen Fragen stellen wie: Warum kostet das unfair produzierte Designershirt so viel? Warum denken wir, dass jemand im Management härter arbeitet und mehr Verantwortung hat, als jemand in der Pflege? Warum glauben wir, dass Geld nicht glücklich macht? Warum kostet es so viel, Kinder zu haben? Warum kostet es soviel, alt zu sein? Warum kosten gesunde Lebensmittel oftmals mehr als „ungesunde“? Das kann ewig fortgeführt werden.

Lass uns mehr miteinander reden, auch über das Thema Geld.

Quelle zu Geld und Glück:
https://www.psychologie.uzh.ch/de/bereiche/dev/lifespan/erleben/berichte/geld-und-glueck.html