Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
das nennt sich sommer
heute schmilzt die haut auf dunklen plastiküberzügen. wir greifen nach erfrischend warmer cola, während sich der metallene strohhalm tief in die finger brennt. mit hochrotem kopf schnappen wir nach fritierter luft. eine fliege, medium rare, flattert im sturzflug herab. als es abend wird kehrt ruhe ein. gut knusprig legen wir uns in die sauna. ja, das ist sommer.
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Habe Morgen Mittag einen Termin, bis dahin nehme ich es mir heraus wehleidig zu sein. .
zahnaua-elfchen
indenkopfziehschmerzen mein verspannungskiefer möchte einen hammer meine zähne etwas mitleid kühlkissengrüße
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manchmal wünschte ich
manchmal wünschte ich, wir würden weniger über uboote reden, über heizungen, sprachverwicklungen und menschen, die die zeit zurückdrehen wollen. wir würden uns an den händen nehmen und uns wie ein netz über meere spannen. wir würden uns umarmen und gegenseitig wärmen. wir würden andere sprechen lassen, wie es ihnen passt und niemanden mit sprachspeeren verletzten. wir würden nicht falschen versprechen und angst folgen, sondern einer zukunft, in der wir alle platz finden.
Ich wollte schon ewig mein Buch ANDERNORTS vertonen, hatte aber nie den Elan dazu. Vor ein paar Wochen hatte ich dann die Idee einfach einen Podcast daraus zu machen. Allerdings nicht nur mit Geschichten aus dem Buch und vor allem nicht nur meine eigenen.
Wir nennen einige Menschen eigenartig, seltsam, weird, komisch. Aber sind sie das wirklich? Sind sie nicht eher einzigartig? In der zweiten Folge „Eigenartig? Einzigartig“ drehen sich alle Geschichten um eigenartige und einzigartige Charaktere.
1. Edmund (aus ANDERNORTS)
2. Wie Fräulein Honigohr ein Buch liest von Tanja
3. Späte Rache von Arthur Conan Doyle (Auszug Kapitel 1 und Kapitel 2)
Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einer Schreibaufgabe eine fortlaufende Geschichte veröffentlicht. Das aktuelle Thema und die Aufgaben, sowie eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.
Letzte Aufgabe: Lara muss wegen eines familiären Notfalls zurück nach Deutschland. Entscheide ob Jonas mit ihr reist und wie es für die beiden weitergeht.
Hier einmal die ganze Geschichte. Wenn ihr alle Teile davor schon gelesen habt, scrollt einfach bis zum Trennzeichen. Der 19. und 20. Juni sind die letzten beiden Einträge.
08. Juni, sonnig, Melbourne Australien
Die Stadt ist einfach großartig. Heute sind meine Zimmernachbarin Clarissa und ich surfen gegangen. Für mich war es das erste Mal und es hat eine lange Zeit gedauert bis ich den Dreh raushatte. Dementsprechend fertig war ich dann abends. Während Clarissa noch mit dem englischen Surf-Trupp feiern gegangen ist, habe ich beschlossen, mich auszuruhen. Hat ja keinen Sinn, wenn ich mich gleich in der ersten Woche meine Weltreise komplett verausgabe, außerdem mag ich die Unterkunft, in der wir übernachten. Nebenan ist eine Art Hostel für Leute, die Work-and-Travel machen. Ich bin ganz froh, nicht dort gelandet zu sein. Hier ist es schön ruhig. Außer mir und Clarissa gibt es noch zwei weitere Gäste: einen Fotografen, der sehr introvertiert zu sein scheint und eine Frau, die wegen einer Convention hier ist. Ich habe sie nur kurz bei der Anreise gesehen. Die Besitzer der Unterkunft leben auch hier und sind sehr nett. Ich schätze, dass sie über siebzig sind, auf jeden Fall haben sie erzählt, dass sie ihr Haus schon seit dreißig Jahren als Unterkunft zur Verfügung stellen. Das Haus ist alt und sieht so aus, als hätte es schon eine Menge Geschichten erlebt. Ich glaube, bevor ich schlafen gehe, werde ich es nochmal erkundigen.
Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 23-26 beinhaltet die Worte „Örtlichkeit, sausen, unkonventionell“, gesponsert von mir.
Pecunia non olet
Frau Lokus saß wie immer auf ihrem kleinen Hocker. Er sah ziemlich schäbig aus. Seine Sitzfläche war mit rissigem und ausgeblichenem Leder überzogen und seine Beine waren über die Jahre krumm geworden. Der Chef von Frau Lokus, Herr Priem, hatte ihr mehrfach angeboten, ihn zu ersetzen, aber sie meinte, er sei perfekt eingesessen. Irgendwann hatte er aufgegeben. Natürlich konnte er ihr auch einfach einen neuen Stuhl vorsetzen, schließlich war er ihr Chef, aber ihre Beziehung war eher unkonventionell. Herr Priem hatte Respekt vor Frau Lokus und auch ein wenig Angst. Immer wenn, er etwas vorschlagen wollte, mit dem sie nicht einverstanden war, merkte er, wie es in seinen Ohren zu sausen begann und er entschied sich schnell dazu, Frau Lokus Willen nachzugeben. Eigentlich war es ihm auch egal, denn Frau Lokus war zuverlässig und bekam so viel Trinkgeld wie alle anderen Toilettenservicekräfte zusammen. Da ihm achtzig Prozent davon zustanden, beschwerte er sich nicht, auch wenn das hieß, die Personalpläne und das Interieur der Toilette Frau Lokus Willen anzupassen.
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keinen tag mehr
aber wir sind doch nicht alle so. und eigentlich hat so jemand auch ein bisschen selbst schuld. sowas zieht man nicht einfach so an. wo soll man da denn hinsehen? man ist ja nur mensch. sagen sie. seit jahrhunderten. hören wir zu. seit jahrhunderten und keinen tag mehr.
Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einer Schreibaufgabe eine fortlaufende Geschichte veröffentlicht. Das aktuelle Thema und die Aufgaben, sowie eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.
Was bisher geschah: Lara ist auf Weltreise. In ihrer ersten Station in Melbourne lernt sie Clarissa kennen. Die Pension in der sie unterkommen, ist etwas unheimlich. Die Besitzer sind merkwürdig und Lara fühlt sich beobachtet. Bei einer Kneipenrunde lernt Clarissa jemanden kennen, der ihnen einen kostenlosen Flug nach Thailand und eine Unterkunft anbietet. In Thailand verschwindet Clarissa mit dem Typen und Lara fliegt aus der Pension, weil sie nachts angeblich zu laut war. Sie kommt bei anderen Reisenden unter. In ihrer Tasche findet sie ein Briefmarkenbuch, das anscheinend Clarissa gehört und mit spanischen Sätzen und eigenartigen Zeilen bekritzelt ist…
15. Juni, sonnig, Koh Chang
Ups, ich wollte gestern noch schreiben, aber dann ist soviel passiert. Ich habe Jonas kennengelernt. Er kommt ursprünglich aus Berlin und ist schon seit einem Jahr unterwegs. Er ist wirklich faszinierend. Ich habe ihn gestern früh kennengelernt, als ich aus Dankbarkeit Kaffee für alle kaufen wollte. Er hat mir geholfen die riesige Bestellung zum Gästehaus zu bringen, als er gesehen hat, dass ich struggle. Auf jeden Fall waren wir den Tag dann unzertrennlich. Er hat mir so viele coole Strände und gezeigt und mir sogar eine neue Unterkunft besorgt. Es ist schon nach Mitternacht. Ich erzähle Morgen mehr. Ach ja, dieses eigenartige Gefühl beobachtet zu werden ist plötzlich weg. Wurde durch einen Anflug von Verliebtheit verdrängt.
Hier mal etwas Gebasteltes und nicht Gemaltes (das Schwarze und die Sterne/Mond/Sonne sind aus Folie) von mir. Hat ewig gedauert, alles zusammen zu bekommen und vor allem so zu bauen, dass mein Sohn nicht gleich alles abreißt. XD Bisher hält alles und Little J spielt jeden Tag mit unterschiedlichen Elementen des Boards.
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Mit einem Augenzwinkern.
sommer ist
sommer ist. das, was man sich erhofft, nur zu warm. mit viel zu vielen menschen, olfaktorisch fraglich. zu roter haut, die mit sonnencreme klebt. schwitzigen haaren. urlaubsbildern von anderen. schneller schimmelndem brot. dem zwang zum bikini body. aber hey, immerhin gibt es eis.