
Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichtenden findet ihr am Ende.
Und welche Autor*innen hier kennen das? 😉
kunstleiden
eisig kalt. mein rücken schmerzt.
der magen knurrt, der darm seufzt.
meine hände sind am limit.
aber mein kopf sagt weiter.
finger tanzen über tasten, schaffen
welten, beleben ideen und malen
wortbilder.
immer
weiter.
bis mein kopf leergeschrieben ist
und michelangelo mir unter der
sixtinischen decke hängend zulacht.
Weil wahrscheinlich kaum einer den Michelangelo Hinweis am Ende versteht, hier der Anfang des Gedichtes, das Michelangelo über seine Arbeit an der Decke der Sixtinischen Kapelle schrieb:
„Ich habe schon einen Kropf von dieser Tortur bekommen,
hier zusammengekauert wie eine Katze in der Lombardei
(oder irgendwo sonst, wo das stehende Wasser giftig ist).
Mein Magen ist unter meinem Kinn gequetscht, mein Bart ist
zeigt auf den Himmel, mein Gehirn ist in einem Sarg zerquetscht,
meine Brust verdreht sich wie die einer Harpyie. Mein Pinsel,
die ganze Zeit über mir, tropft Farbe
so dass mein Gesicht einen feinen Boden für Exkremente bildet!…“


























