Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
die konsumhasen da hüpfen sie wieder in scharen. gold, lila, sitzend, stehend, glitzernd, knusprig, weiß, dunkel. anscheiend nicht afd-konform. aber ja, die hasen sind wieder da. süß sind sie. ein bisschen sinnlos, weil so richtig haben sie nichts mit ostern zu tun. aber das, was feste definiert, schreiben schließlich nicht mehr traditionen sondern unternehmen vor.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Blockiert
Eigentlich wollte ich diesmal einen längeren vielleicht ein wenig kontroverseren Text schreiben, aber ich bin blockiert. Die Hälfte habe ich geschrieben und plötzlich wusste ich nicht mehr, worauf ich genau hinauswollte. Passiert mir gerade oft, vielleicht auch weil ich in letzter Zeit so viel geschrieben habe. Mein Kopf ist einfach ein bisschen leergeschrieben. Deswegen dachte ich, ich sammele mal Orte oder Momente, die mir Inspiration bringen.
Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
lebensweißnichtheiten
zwischen improvisation und gespielter ahnung. die vita ein flickenteppich. der tag ein sammelsurium aus versuchen. manchmal klappt es. aber frag mich nicht um rat. ich bin nur experte für lebensweißnichtheiten.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Der etwas andere Reisebericht
Da euch sicher nicht interessiert, was ich alles in Paris gesehen und gegessen habe, dachte ich, ich schreibe eine unterhaltsamere Version eines Reiseberichts. Mal sehen, ob mir das gelingt.
Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
Ich bin gerade in Paris und lass es da krachen. Eure Dienstagsgedichte lese ich am Donnerstag, wenn ich nicht mehr mit Baguette- und Crêpe-Essen beschäftigt bin. Ich winke euch vom obersten Teil des Eifelturms zu.
steinalt
und dann bin ich plötzlich aufgerundet. habe wieder etwas hinter mir gelassen. einen vibe, eine definition, ein teil meines selbst. über nacht ist die haut schlaffer und die wehwehen lauter geworden. mit lachweinenden augen schmiere ich etwas antifaltencreme in die neue null und schreibe steinalt in meine vita.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Ich packe meinen Koffer und nehme mit
Ich fahre Morgen nach Paris und da dachte ich, ich teile, was ich so alles einpacken werde.
Ich packe meinen Koffer und nehme mit:
genug quietschebunte Socken, um die Füße auch nach mehreren tausenden Schritten bei Laune zu halten
Hosen, auf denen man die Flecken nicht sieht, wenn ich mit Essen kleckere oder irgendwo hochkraxele
lustige Pullover/Shirts, damit mich direkt jede*r als Touristin erkennt
Lieblingspyjama, damit das fremde Bett ein bisschen zum eigenen wird
zweites Paar Schuhe, weil ich in jeder Stadt, die ich besuche einmal in eine Pfütze springen muss
ein Buch, dass ich bestimmt nicht lesen werde
eine Tüte, in die gefundene Schätze kommen (es werden Steine sein, mein Kind ist ja dabei)
ein kaputter Regenschirm, den ich in einem Restaurant vergessen werde
kleine Musikbox, damit wir abends zusammensitzen und französische Musik hören können, weil wir eben in Frankreich sind
ein extra Staufach für Mitbringsel in meinem Kopf, weil ich all diese Momente und Erinnerungen mit nach Hause nahmen will
Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
gealterte liebe
mit der zeit bekommt sie ein bisschen alltagspatina. die schmetterlinge brauchen eine pause, das verliebte lächelgesicht etwas entspannung und der verträumte blick fokussiert sich auf das normale leben. anderes rückt in den vordergrund, lässt die liebeschwüre der einkaufsliste weichen. aber sie sind noch da. haben sich fest verwoben in das wir. stehen zwischen milch und äpfeln. kneifen kichernd in eine sich anbietende pobacke.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Stay positive
Ich habe keine Ahnung, warum ich immer eher auf die positive als die negative Seite schaue. Ich weiß nicht mal, ob ich das schon immer so mache. Eigentlich ist das ein wenig lustig, weil ich immer wieder depressive Phasen in meinem Leben hatte, aber meine Positivität hat das nie gemindert.
Best Case
Zum einen gehe ich immer davon aus, dass immer der bessere bis beste Fall eintrifft. Mein Kind verletzt sich: Ich gehe davon aus, dass alles in Ordnung ist und auch wenn er jetzt Schmerzen hat, es besser wird und er vollständig heilt. Ich denke nicht darüber nach, was alles sein könnte, weil ich es schlichtweg nicht weiß. Wenn es etwas Schlimmeres ist, kann ich mich immer noch damit auseinandersetzen. Ich hatte nie das Gefühl, dass Menschen, die über den Worst Case nachdenken, besser vorbereitet sind als ich. Ich hatte auch null Angst vor der Geburt, weil ich nie daran dachte, dass etwas schieflaufen kann. Mir war klar, dass es passieren kann, aber ich bin einfach davon ausgegangen, dass alles gut läuft und wenn nicht, dass ich und mein Kind die Situation mit Hilfe meines Mannes und den Ärzt*innen/Hebammen überstehen werden.
Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
frühlingswecker
langsam brechen farbwellen durch das grau der letzten kälte. aus frühjahrsquellen sprudeln vogelzwitschern, bienensummen, kinderlachen, flügelschlagen, libellensurren, wurzelstrecken und das erste unter mänteln hervorlugende sommerkleiderflattern. ein hauch krokusse weht darunter davor. der duft von warmer nasser erde, bärlauch und das versprechen von osterfeuer verfangen sich in der luft. eine entblößte wade wird von der sonne sanft gestreichelt und der wind weht wärme in blasse haut. vom baum fällt das letzte blatt des vergangenen jahres, weicht dem neuen erwachensraum. nun ist es zeit aufzustehen, auch wenn mancheiner selbst die tosende farbpracht verschläft.
Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für März beinhaltet die Worte „Milchschaum, trocken, stibitzen“.
Der fast perfekte Plan
Annalena schlich sich langsam in die Küche und schloss leise die Tür hinter sich, dann schaltete sie die Kaffeemaschine ein. Als dieser furchtbar laute Vorgang abgeschlossen war, lauschte sie an der verschlossenen Tür, doch hörte keine auffälligen Geräusche. Erleichtert holte sie den Milchschaumaufbereiter, in den sie bereits heute Morgen Milch gefüllt hatte, aus dem Kühlschrank und montierte ihn an den Kaffeeautomaten. Schnell kontrollierte sie den Füllstand von Kaffeebohnen und Wasser und dass der Auffangbehälter für den Kaffeesatz leer war, dann wählte sie das Programm „Mein Latte Macchiato“, das die perfekte Mischung aus Kaffee, Milch und Milchschaum beinhaltete.