mutant | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Pünktlich zum Ende des Wochenbetts ist bei mir Gürtelrose ausgebrochen. Mein kompletter linken Arm ist von Blasen bedeckt und die Nerven sind gestört. Yay. Immerhin hab ich kein Fieber mehr und Gottseidank hat mein Baby Nestschutz. Ich versuche heute eure Beiträge zu lesen, muss aber mal schauen, wie es mir geht.

mutant
schmerzgekribbel
fehlfeuernde nervenbahnen
in meinem arm
rotbepustelt friste ich mein
mutantendasein

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lyrimo 21-28

Es ist wieder lyrimo = Lyric Month!! Alles Wissenswerte dazu findet ihr auf diesem Blog: https://lyrimo.wordpress.com/

Tag 21Haiku zum Lied von Deuter
übers weite land
mit bergwind und blütensturm
es weht mich hinaus

Tag 22 – Lied „POW“ von Bollmann
als sie über die haut fließt.
in poren eindringt. bahnen
schwimmt. durch meinen
ganzen körper. auf den
muskeln sitzt sie und zieht
an unsichtbaren fäden. der
fuß wippt. das herz tanzt.

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towelday | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Happy Towelday!

weich. ich kuschele mich nackt und
verletzlich in deine zipfel. reibe meine
haut trocken. du umschlingst mich.
gibst mir wärme. liegst du auf der
kommode, schützt du sie vor in der
luft zirkulierendem harn. liegst du
auf meiner schulter schützt du meine
kleidung. schmiegst dich an und
fängst ergebnisse der antiperistaltik.
an der tür hängst du, liegst auf dem
tisch, an meinem fußende. sagst. du
bist für mich da. deine frottierende
gesamtheit. und ich sage heute danke.

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Lyrimo 15-20

Es ist wieder lyrimo = Lyric Month!! Alles Wissenswerte dazu findet ihr auf diesem Blog: https://lyrimo.wordpress.com/

Tag 15 – Sommersprossen, Panton
rufe erklingen auf weiter flur
der frühling, der macht frei
es geht ab in die natur
holt die sonnenhüte herbei

der frühling, der macht frei
und so malen wir zum schluss
sommersprossen in den mai
gegen trübsal und verdruss

Tag 16 – Medientransfer: Miles Davis
ich gleite auf bassseiten in
soundbahnen. töne leiten
meine notenschlüssel. öffnen
meine ohren. schwarz weiß
kupfer gold. der beat vibriert
im magen, darm. lässt meine
lunge beben. tanzen. so what.

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nur der sandmann lächelt | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Das Gedicht braucht keine Erklärungen, oder?

nur der sandmann lächelt

nur der sandmann lächelt. meine
augen sind nach innen geklappt.
beobachten meine hinrströme,
gedankenwellen. ich surfe an der
großhirnrinde und ergieße mich
in meinen ermüdeten körper. nur
der sandmann lächelt. wie er dort
steht und den sand auf meine füße
fallen lässt. es rieselt und raschelt.
wenn ich meine bettdecke anhebe,
falle ich. nur der sandmann lächelt
und freut sich über freie tage. gähn.

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Lyrimo 8-14

Es ist wieder lyrimo = Lyric Month!! Alles Wissenswerte dazu findet ihr auf diesem Blog: https://lyrimo.wordpress.com/

Tag 8 – Geschlossene Gesellschaft
staatische türen schwingen.
erschwinglich. und der boden
knarzt. einen blick riskieren.
dahinter. weißt du, sagt der
pförtner. sie speisen auch nur.
bei wein, brot und ewigkeit.

Tag 9 – Der Mai ist gekommen
kirschblütenwolken ziehen über
den meerblauhimmel. durchatmen.
ich bade in sonnenfarbenen
maiglöckchenträumen.

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hände | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Es ist manchmal nicht so leicht Hilfe anzunehmen.

hände

an der ausgestreckten hand
vorbeigehen. ich übersehe
kleine finger. stolpere über
seinen daumennagel und
ihre zeigefinger. knöchel
umkreise ich, um mich hinter
venen zu verstecken. ab und
an sehe ich den horizont. und
schüttle hände aus wolken.

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schleicht sich | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

schleicht sich

schleicht sich auf leisen pfoten in
meinen alltag. schnurrt sich durch
den wochentag. haare auf meinem
terminplaner. ich verwandle das
neue in alte milch. manchmal harre
ich aus und beobachte das ewig
gestrige. anders. stelle ich fest.
und streichle über sich in kleinen
futternäpfen formende routinen.

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weil mein herz ein strand ist | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Organisatorisches: Wir haben 2 neue Dienstagsdichterinnen. Am Ende der Liste findet ihr ihre Links.

Eines der schlimmsten Gefühle meines Lebens habe ich letzte Woche erfahren müssen: die Angst ums Kind. Mittlerweile ist alles gut und wird stetig besser, aber dieses Gefühl bleibt dumpf zurück.

weil mein herz ein strand ist

weil mein herz ein strand ist. winzige
und riesige wellen rollen, schlagen.
schaumig, sandig. über mich. körnchen
um körnchen verschwinden der sand.
halt. muscheln kommen und gehen. ich
habe keine hände, mit denen ich halten
könnte. keine stimme, mit der ich rufen
könnte. stunde um stunde. minutenlang.
sekunden. schnell. werde ich kleiner. mein
mund voller palmen, ersticke ich an der zeit.

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