Eigentlich heiße ich Katharina, aber jeder nennt mich Katha. Ich spreche mit Katzen, schaue halbnackten Menschen beim Ringen zu und verkleide mich zu Halloween. Außerdem schreibe ich gerne Krams und doodle so vor mich hin. Hier findet ihr, was ich so kritzele.
Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
auf bergen
weht um meine nase. mit weitem blick ins und übers tal. hier ein bröckchen, da ein steinchen. ich klettere über große und kleine zerwürfnisse. ein berg ist ein berg und im tal plätschert ein fluss. die ferne atmet, während du und ich kleine samen auf vierhundert metern höhe finden. einen steinwurf freiheit.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Auch Jungs dürfen Rosa mögen
Anfang der Woche hat das erste Mal ein anderes Kind zu meinem Sohn gesagt, dass er aussieht wie ein Mädchen, weil er sich die Haare langwachsen lässt. Sowohl mein Sohn als auch das Kind, dass das gesagt hat, sind vier Jahre alt. Bisher war das nie Thema. Ich frage mich, woher das plötzlich kommt und ehrlich gesagt, nervt es mich.
Mein Kind
Bisher war Little J* uninteressiert daran, was Erwachsene als „typisch“ Junge/Mädchen ansehen. Er mag Dinos, Puppen, Lego, Einhörner und seine Lieblingsfarben sind pink, orange und lila. Sein Lieblingsshirt ist ein Dino-Monstertruck, seine Lieblingshose ist eine Leggings mit ganz viel Blumen. Auf den ersten Hausschuhen waren pinke Katzen, auf den neuen ist der Polizeihund von Paw Patrol. Er zieht an und spielt mit dem, was ihm gefällt, ohne gesellschaftliche Vorgaben oder dergleichen und ich finde das auch richtig so.
Ich als Kind
Ich war in den 90ern Kind. Power Rangers und Dinos waren da groß in Mode, ebenso wie Barbie. Mein bester Freund und ich haben mit allem gespielt. Ich trug viele rote, gelbe und blaue Sachen, wenige Sachen hatten einen Aufdruck. Auf Bildern sehen die Sachen, die ich und meine Freunde trugen, auch nicht sehr auf Junge oder Mädchen zugeschnitten aus, auf jeden Fall nicht so sehr, wie ich das mittlerweile wahrnehme. Wann hat das angefangen, dass wir Kinder so stark nach Geschlecht trennen?
Mein Problem damit
Mir muss jetzt keine kommen mit „aber Geschlechter sind eben unterschiedlich“. Kinder interessiert das von sich aus eigentlich nicht und die Interessen und Vorlieben die Kinder haben, richten sich nach dem Angebot. Als es in der Krippe eine Baustelle gab, waren plötzlich alle Kinder Bagger-Fans, alle gleichermaßen. Mein Sohn liebt Katzen, weil wir Katzen haben und er zieht die Kleidung an, die in seinem Schrank und die Motive hat, die ihm gerade gefallen. Als er ein Buch mit der Geschichte der Eiskönigin bekommen hat, trug er ein Shirt mit Aufdruck davon, als er die Paw Patrol Tonie-Figur bekommen hat, trug er am liebsten das Shirt davon. Spiderman geht immer, weil einer seiner engsten Freunde riesiger Fan ist. Ihm ist es ganz egal, für welches Geschlecht das Spielzeug oder die Kleidung gedacht ist, er mag das, was er mag. Dass ihm jetzt mit negativer Konnotation gesagt wird, er sähe aus wie ein Mädchen, hat ihn verwirrt, weil es für ihn keinen Unterschied macht und das ist doch das, was freie Meinungsbildung bedeutet.
Hört auf damit
Kinder sind Kinder. Dass der Junge das zu meinem Sohn gesagt hat, kommt sicher nicht von ihm und es wird sicherlich mehr. Leider. Ich möchte, dass Little J sich weiterhin frei ausleben kann und das tut, was ihm Spaß macht, unabhängig davon, wie das Erwachsene gerne hätten. Zum Glück hat mein Sohn einfach nur gefragt, warum der Junge das gesagt hat. Zum einen fände er es nicht schlimm ein Mädchen zu sein und zum anderen hat zum Beispiel der Nachbarsjunge, den er bewundert, auch lange Haare. Ich habe ihm dann gesagt, dass er genau das zu dem Jungen sagen soll und dass, egal ob Junge oder Mädchen, niemand jemand vorschreiben darf, was er oder sie zu mögen hat.
*Ich nenne den Namen meines Sohnes nicht im Internet. Er soll selbst darüber entscheiden, ob und welche persönlichen Daten von ihm im Internet verfügbar sind.
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der plan in druckbuchstaben geschrieben. bis sich die häkchen kreuzen. bis sich die kreuze windschief verhalten. punktlos. in hirnmasse gepresst schlingert ein plan durch die dendriten. bis. und dann ist nacht. pläne ziehen wie wolken an meinem fenster vorbei. listen tanzen wie fahnen im wind. an einem luftballon hängt das letzte kleine to-do. ich lasse es ziehen.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Warum ich den Sommer 2025 mag
Es beschweren sich sehr viele über diesen Sommer, also dachte ich, ich springe mal in die Bresche für ihn und erkläre, warum ich ihn gut finde. Natürlich nur das Wetter, was das auf den Klimawandel bezogen bedeutet, können andere besser erklären als ich. Außerdem ist nicht alles 100% ernst gemeint, valide Punkte gibt es trotzdem.
Das gute am Regensommer 2025:
man braucht keinen Bikinibody
Spielplätze und Eisdielen sind nicht dauerhaft überfüllt
alte und erkrankte Personen müssen keine Angst vor Hitze haben
Tieren geht es besser
unserer Wasserspeicher füllen sich
weniger Ausgaben für Sonnencreme
weniger vollgeschwitzte Wäsche
wenn man mal ein paar Tage lieber drinnen ist, hat man kein schlechtes Gewissen
Pfützenspringen in kurzer Hose macht mega Spaß
die Blumenpracht am Wegesrand und statt brauner eine Menge grüner Wiesen
Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Diesmal mit dem Etüdensommerpausenintermezzo. Ziel ist es mindestens 7 aus 12 Wörtern (siehe Bild) in einem Text unterzubringen und es muss diesmal mit Liebe zu tun haben.
Der Bully-Fahrer
Es ist Juli 2016. Ich habe gerade meine Abschlussprüfung in meiner Weiterbildung bestanden und brauche eine Pause. Viele meiner Freunde fahren aufs Rock Harz-Festival und ich habe mir das Ticket kurzfristig gegönnt, obwohl ich wirklich pleite bin. Ich brauche die Belohnung nach neun Monaten durcharbeiten. Gefühlt habe ich das Wissen, das man sich in mehreren Jahren erarbeitet, in einigen Monaten durch Imbibition in mir aufgenommen.
Alles ist gepackt und vor der Tür. Wir sind zu viert: meine beiden Mitbewohner, eine Freundin und ich. Da passt nicht alles in ein Auto, also will ein Kumpel meiner Mitbewohner vorbeikommen und uns etwas Gepäck abnehmen, schließlich hat er einen Bully.
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musenlos
wenn die muse erst zu später stunde küsst. gehaucht ist er. der kuss. beinahe am ohr vorbei. kitzelt die gehirnwindungen. ein paar worte fallen lustlos aufs papier. schulterzucken. auch das ist manchmal kunst.
Dies ist ein Text zu der Impulswerkstatt von Myriade. Ziel ist es etwas Kreatives zu vorgeschlagenen Bildern oder zu einer Schreibaufgabe zu erstellen. Hier könnt ihr alles darüber lesen: *KLICK* Die aktuellen Bilder und Mosaikstücken zur aktuellen Impulswerkstatt findet ihr hier: *KLICK*
Mich hat diesmal das Zitat inspiriert und das Mosaikstück „Wolken“ hat das passende Bild geliefert und dann hatte ich einfach Freude am Experimentieren.
Das Zitat: (Ingeborg Bachmann – „die gestundete Zeit“)
„Es kommen härtere Tage. Die auf Widerruf gestundete Zeit wird sichtbar am Horizont“
Und plötzlich ziehen am Horizont Wolken auf
Und plötzlich ziehen am Horizont Wolken auf.
Kleine Schäfchenwolken, verwehte Wolken, solche, die man kaum sieht, weil sie beinahe durchsichtig sind.
Hübsch sehen sie aus, gar nicht bedrohlich, auch wenn sie das Blau durchbrechen, das die letzten Tage bestimmt hat.
Langsam kommen sie näher, ziehen größere Wolken mit sich.
Wolken, die zwei Ebenen besitzen, die kleine Türmchen bauen, sich weiter über den Himmelverwehen lassen, als würden sie von den vorhereilenden Wolken gezogen werden.
Ein wenig Unbehagen macht sich breit. Werden sie das wundervolle Blau verdecken?
Noch unauffällig linsen die tiefen Wolken über den Horizont, vereinen sich mit den anderen aus den Ebenen darüber, planen, schmieden.
Das Blau hat nun viele Löcher und Risse.
Wolke auf Wolke.
Wie ein Stapelturm.
Es riecht nach Regen.
Nimbostratus.
Das Blau lugt durch die letzten Löcher, wie der neugierige Nachbar durch die Hecke.
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Momente vs Smartphone – Follow up
Ich schlachte meinen Urlaub kreativ ganz schön aus, aber hier geht es ja um Themen, die mich bewegen und mein Sommerurlaub war toll und wirkt noch nach. Ich hatte vor dem Urlaub einen Apell (an mich selbst am meisten) geschrieben, Momente zu genießen und nicht nur zu fotografieren.
Ist mir das gelungen?
Ich würde sagen zu 80% und gleichzeitig habe ich einen lustigen Effekt bemerkt: Wenn ich mit Familie zusammen war und ganz vertieft in den Moment, habe ich das Fotografieren ganz vergessen. Wenn ich unterwegs war, habe ich eher mal zum Smartphone gegriffen, um ein Bild zu machen. Beispielsweise habe ich einige Fotos vom Strand gemacht und da teilweise sogar den Moment aus den Augen verloren, beim Lego-Zusammenbau bei den Schwiegereltern mit Kind habe ich das total vergessen, obwohl ich dem, der uns das Lego geschenkt hat, Fotos schicken wollte. Ups. Ich habe auch Fotos im Restaurant vom Essen gemacht (ukrainisch: Yummy) aber sowas wie vom Abendbrottisch (auch da wollte ich ursprünglich ein Foto machen wegen dem kredenzten Fisch) nicht.
Jetzt wäre das Argument, dass es keine besonderen Momente sind vielleicht valide, aber irgendwie auch nicht. Es gab durchaus Besonderes bei der Familie, aber es war irgrendwie eingebettet ein Zuhausegefühl. Ich war eingekuschelt in den Moment, das Smartphone lag irgendwo und ich habe schlichtweg nicht daran gedacht. Vielleicht ist es auch ein Effekt, dass man sich in ungewohnten Situationen hinter dem Smartphone versteckt. Man ist Tourist, schafft erst mal Abstand zwischen sich und dem Neuen. Zumindest habe ich das Gefühl, dass ich das ab und zu mache. Klar, will ich auch Momente festhalten, aber es ist schon auffällig, in welchen Momenten ich eher daran denke und in welchen weniger. Smartphones distanzieren uns von der Welt. Ist jetzt auch nichts Neues, aber sicherlich ist es nie verkehrt, sich das ins Gedächtnis zu rufen.
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nach dem urlaub
langsam kriecht der kalte atem des alltags über meinen rücken. trist wirkt er, ein wenig grauer, ein wenig fad. die zeit läuft zäh. und trotzdem schleicht sich der gedanke ein: zuhause ist es doch am schönsten.
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Erste Male
Wir feiern bei Kindern erste Male wie den ersten Zahn, das erste Lächeln und den ersten Schritt, aber es gibt so viele erste Mal mit Kindern, warum nicht auch mal die feiern, die nicht so offensichtlich sind? Im Urlaub (sind immernoch unterwegs) ist ganz viel Neues passiert. Hier eine kleine erste Male-Liste:
erste Mal mit der Achterbahn gefahren
erste Zecke (gleich 3)
erste Mal Go-Kart gefahren
erster Bremsenbiss
erster Besuch einer Burg
erster Kontakt mit Brennnesseln
erste Steinburg am Strand
erstes Mal Kanalreinigung beobachtet
erstes Mal durch eine Röhrenrutsche gerutscht (Angst besiegt!)
erste Mal mit einer Kinderseilbahn gefahren
erstes Matjesbrötchen (vorher nur andere Lachs oder Backfisch) gegessen
Und bei Erwachsenen feiern wir erste Mal erst Recht zu wenig, obwohl sie immer seltener werden. Also meine ersten Male in diesem Urlaub: