rotz | Der Dienstag dichtet

Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

rotz

frei heraus. weg von der leber. aus
der hüfte. den kopf lüften. einfach
fließen lassen. manchmal läufts.
manchmal nicht. heute kleben die
worte in meinen gehirnwindungen,
wie honig. alles ist zäh und träge.
schmerzt ein bisschen. ich ziehe
mir kreativität aus der nase, aber
es ist nur rotz. läuft. nicht.

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Voller Worte

über deine füße | Der Dienstag dichtet

Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Urlaubsgrüße! 😎

über deine füße

über deine füße. es rollen sanfte
wellen seegrasgetränkt an den
strand. du quietscht vor vergnügen
während kleine kiesel rückwärts
kullern. lachst beim anblick einer
möwe und als sich zu dem sand
grissinikrümel mischen. deine hände
und füße werden langsam kalt und
mein herz ist warm.

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Katha liest #3 Old but Gold | Kritzelnews

Ich wollte schon ewig mein Buch ANDERNORTS vertonen, hatte aber nie den Elan dazu. Vor ein paar Wochen hatte ich dann die Idee einfach einen Podcast daraus zu machen. Allerdings nicht nur mit Geschichten aus dem Buch und vor allem nicht nur meine eigenen.

In der dritten Folge von „Katha liest“ geht es um „coole“ Renter*innen.

1. Elisabeth strickt (aus ANDERNORTS)

2. Miss Marple erzählt eine Geschichte von Agatha Christie

3. Opa Fritz mit den Gummischuhen + Neugier von Werner Kastens

Link zu Werners Blog: Klick

Direkt zum Opa Fritz: Klick

Für mehr Geschichten schaut auf meinem Blog katharinakanzan.com vorbei!

morgen | Der Dienstag dichtet

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morgen

und manchmal hast du bereits deine
taschen gepackt und dann kommt dir
was dazwischen. deine nase niest, der
zug ist schon abgefahren, deine katze
hinkt, der hund kotzt, das wetter ist
scheiße oder die kacke am dampfen.
du regst dich auf. mit, alleine, über. du
doomscrollst, twitterst deine wut oder
postest regenbilder. und manchmal
hast du bereits deine taschen gepackt
und fährst einfach einen tag später.
morgen ist nicht immer schlechter,
solange es ein morgen gibt.

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Cancel Culture – Talk Culture | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Artikel, sondern eine Gedankenkritzelei. Es gibt selten Quellen und nirgendwo den Anspruch auf Richtigkeit. Ich bemühe mich aber, keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Cancel Culture – Talk Culture

Hasst noch jemand dieses Wort? Für mich steht es für alles, was bei Social Media falsch läuft. Zum einen wird jede Kritik, jeder Versuch etwas zu ändern, direkt als Cancel Culture abgetan und gleichzeitig gibt es Empörungswellen, die am Leben erhalten werden, um zu unterhalten. Wie soll man eine echte Kritik von einer Empörungswelle unterscheiden, wenn mit so viel unterschiedlichem Maß gemessen wird?

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was dann? | Der Dienstag dichtet

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was dann?

und wenn du an etwas glaubst, dass
es nicht gibt? einhörner galoppieren
über lila felder, ein drache bewacht
dein bankkonto und nazis wollen nur
dein bestes. und wenn du an etwas
glaubst, dass wahr wird und sich dann
als falsch herausstellt? das einhorn kackt
auf deinen teuren wohnzimmerteppich,
der drache fackelt deine aktienpapiere
ab und nazis unterdrücken das ganze
land. ja, was dann?

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Gespräche mit Rüdiger – Von der Zukunft | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Diesmal mit dem Etüdensommerpausenintermezzo. Ziel ist es mindestens 7 aus 12 Wörtern (siehe Bild) in einem Text unterzubringen und er muss Kommunikation zwischen mindestens zwei Arten (Mensch, Tier, Pflanze, Wesenheiten) beinhalten.

Gespräche mit Rüdiger – Von der Zukunft

Ich strecke die Füße im Sand aus und genieße das Kitzeln zwischen den Zehen. Heute ist kein besonders geeignetes Wetter, um an den Strand zu gehen, aber dafür bin ich alleine. Eine kühle Böe erfasst mich und ich ziehe meine Häkeljacke enger um meine Schultern. Gerade will ich die Augen schließen, um das Meeresrauschen zu genießen, da höre ich ein Räuspern hinter mir.

„Für dich hast du Snacks eingepackt und für mich?“, fragt Rüdiger und stiefelte auf mein Badehandtuch, auf dem er mit seinen Pfoten großzügig Sand verteilt.

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Nach den Sternen greifen | Impulswerkstatt

Zettel und Federhalter. Über dem Federhalter steht Impulswerkstatt

Dies ist ein Text zu der Impulswerkstatt von Myriade. Ziel ist es etwas Kreatives zu vorgeschlagenen Bildern oder zu einer Schreibaufgabe zu erstellen. Hier könnt ihr alles darüber lesen: *KLICK*
Die aktuellen Bilder und Mosaikstücken zur aktuellen Impulswerkstatt findet ihr hier: *KLICK*

Meine Geschichte wurde von Bild 1 inspiriert.

Nach den Sternen greifen

Pietro lag am Strand. Sand klebte an seinem Shirt und seiner Hose, seine Beine waren benetzt und in seinen nassen Haaren hingen Klumpen. Es war kurz vor Mitternacht und immer noch so heiß, dass er keine Lust hatte sich zu rühren. Den Tag über hatte er Besuchende der Strandbar bedient, in der er in den Semesterferien arbeitete. Die meisten Gäste waren nett, aber die Arbeit war öde und er freute sich jeden Abend darauf, endlich eine Runde zu schwimmen und sich an den Strand legen zu können. So auch heute. Nur, dass heute ein besonderer Tag war. Er konnte nicht ausmachen warum, aber bereits heute Morgen hatte er bemerkt, dass heute etwas anders war. Es war nur ein Gefühl, keine Situation, kein Ding, an dem er es festmachen konnte und nun lag er hier, wie jeden Abend nach Schichtende und dachte darüber nach, was dieses „anders“ war.

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* * * | Der Dienstag dichtet

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Notiz an solche, die Screenreader nutzen: nach „ich schenke euch“ kommen nur noch Sternzeichen kein Text mehr

* * *

freiheit! rufen sie und pflücken echauffiert
alle sterne vom himmel. die hat man früher
auch nicht gebraucht. als die erde noch eine
scheibe sein durfte, sagen sie und klopfen sich
selbst auf die schulter. forschende, wissende,
reisende, kunstschaffende, feuerwehrpersonen,
menschen zucken mit den schultern. früher war
es dafür aber auch dunkel. hier ich schenke euch
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

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Voller Worte

das nennt sich sommer | Der Dienstag dichtet

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das nennt sich sommer

heute schmilzt die haut auf dunklen
plastiküberzügen. wir greifen nach
erfrischend warmer cola, während
sich der metallene strohhalm tief in
die finger brennt. mit hochrotem kopf
schnappen wir nach fritierter luft.
eine fliege, medium rare, flattert im
sturzflug herab. als es abend wird
kehrt ruhe ein. gut knusprig legen
wir uns in die sauna. ja, das ist sommer.

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