Nach den Sternen greifen | Impulswerkstatt

Zettel und Federhalter. Über dem Federhalter steht Impulswerkstatt

Dies ist ein Text zu der Impulswerkstatt von Myriade. Ziel ist es etwas Kreatives zu vorgeschlagenen Bildern oder zu einer Schreibaufgabe zu erstellen. Hier könnt ihr alles darüber lesen: *KLICK*
Die aktuellen Bilder und Mosaikstücken zur aktuellen Impulswerkstatt findet ihr hier: *KLICK*

Meine Geschichte wurde von Bild 1 inspiriert.

Nach den Sternen greifen

Pietro lag am Strand. Sand klebte an seinem Shirt und seiner Hose, seine Beine waren benetzt und in seinen nassen Haaren hingen Klumpen. Es war kurz vor Mitternacht und immer noch so heiß, dass er keine Lust hatte sich zu rühren. Den Tag über hatte er Besuchende der Strandbar bedient, in der er in den Semesterferien arbeitete. Die meisten Gäste waren nett, aber die Arbeit war öde und er freute sich jeden Abend darauf, endlich eine Runde zu schwimmen und sich an den Strand legen zu können. So auch heute. Nur, dass heute ein besonderer Tag war. Er konnte nicht ausmachen warum, aber bereits heute Morgen hatte er bemerkt, dass heute etwas anders war. Es war nur ein Gefühl, keine Situation, kein Ding, an dem er es festmachen konnte und nun lag er hier, wie jeden Abend nach Schichtende und dachte darüber nach, was dieses „anders“ war.

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* * * | Der Dienstag dichtet

Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Notiz an solche, die Screenreader nutzen: nach „ich schenke euch“ kommen nur noch Sternzeichen kein Text mehr

* * *

freiheit! rufen sie und pflücken echauffiert
alle sterne vom himmel. die hat man früher
auch nicht gebraucht. als die erde noch eine
scheibe sein durfte, sagen sie und klopfen sich
selbst auf die schulter. forschende, wissende,
reisende, kunstschaffende, feuerwehrpersonen,
menschen zucken mit den schultern. früher war
es dafür aber auch dunkel. hier ich schenke euch
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

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das nennt sich sommer | Der Dienstag dichtet

Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

das nennt sich sommer

heute schmilzt die haut auf dunklen
plastiküberzügen. wir greifen nach
erfrischend warmer cola, während
sich der metallene strohhalm tief in
die finger brennt. mit hochrotem kopf
schnappen wir nach fritierter luft.
eine fliege, medium rare, flattert im
sturzflug herab. als es abend wird
kehrt ruhe ein. gut knusprig legen
wir uns in die sauna. ja, das ist sommer.

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zahnaua-elfchen | Der Dienstag dichtet

Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Habe Morgen Mittag einen Termin, bis dahin nehme ich es mir heraus wehleidig zu sein. .

zahnaua-elfchen

indenkopfziehschmerzen
mein verspannungskiefer
möchte einen hammer
meine zähne etwas mitleid
kühlkissengrüße

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manchmal wünschte ich | Der Dienstag dichtet

Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

manchmal wünschte ich

manchmal wünschte ich, wir würden
weniger über uboote reden, über
heizungen, sprachverwicklungen und
menschen, die die zeit zurückdrehen
wollen. wir würden uns an den händen
nehmen und uns wie ein netz über meere
spannen. wir würden uns umarmen und
gegenseitig wärmen. wir würden andere
sprechen lassen, wie es ihnen passt und
niemanden mit sprachspeeren verletzten.
wir würden nicht falschen versprechen
und angst folgen, sondern einer zukunft,
in der wir alle platz finden.

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Katha liest #2 Eigenartig? Einzigartig! | Kritzelnews

Ich wollte schon ewig mein Buch ANDERNORTS vertonen, hatte aber nie den Elan dazu. Vor ein paar Wochen hatte ich dann die Idee einfach einen Podcast daraus zu machen. Allerdings nicht nur mit Geschichten aus dem Buch und vor allem nicht nur meine eigenen.

Wir nennen einige Menschen eigenartig, seltsam, weird, komisch. Aber sind sie das wirklich? Sind sie nicht eher einzigartig? In der zweiten Folge „Eigenartig? Einzigartig“ drehen sich alle Geschichten um eigenartige und einzigartige Charaktere.

1. Edmund (aus ANDERNORTS)

2. Wie Fräulein Honigohr ein Buch liest von Tanja

3. Späte Rache von Arthur Conan Doyle (Auszug Kapitel 1 und Kapitel 2)

4. Die Schneiderin

Link zu Tanjas Blog: https://stachelbeermond.com/ und hier geht es direkt zu Fräulein Honigohr-Geschichten https://stachelbeermond.com/fraeulein-honigohr/

Lara auf Reise IV | Writing Friday

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einer Schreibaufgabe eine fortlaufende Geschichte veröffentlicht. Das aktuelle Thema und die Aufgaben, sowie eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Letzte Aufgabe: Lara muss wegen eines familiären Notfalls zurück nach Deutschland. Entscheide ob Jonas mit ihr reist und wie es für die beiden weitergeht.

Hier einmal die ganze Geschichte. Wenn ihr alle Teile davor schon gelesen habt, scrollt einfach bis zum Trennzeichen. Der 19. und 20. Juni sind die letzten beiden Einträge.

08. Juni, sonnig, Melbourne Australien

Die Stadt ist einfach großartig. Heute sind meine Zimmernachbarin Clarissa und ich surfen gegangen. Für mich war es das erste Mal und es hat eine lange Zeit gedauert bis ich den Dreh raushatte. Dementsprechend fertig war ich dann abends. Während Clarissa noch mit dem englischen Surf-Trupp feiern gegangen ist, habe ich beschlossen, mich auszuruhen. Hat ja keinen Sinn, wenn ich mich gleich in der ersten Woche meine Weltreise komplett verausgabe, außerdem mag ich die Unterkunft, in der wir übernachten. Nebenan ist eine Art Hostel für Leute, die Work-and-Travel machen. Ich bin ganz froh, nicht dort gelandet zu sein. Hier ist es schön ruhig. Außer mir und Clarissa gibt es noch zwei weitere Gäste: einen Fotografen, der sehr introvertiert zu sein scheint und eine Frau, die wegen einer Convention hier ist. Ich habe sie nur kurz bei der Anreise gesehen. Die Besitzer der Unterkunft leben auch hier und sind sehr nett. Ich schätze, dass sie über siebzig sind, auf jeden Fall haben sie erzählt, dass sie ihr Haus schon seit dreißig Jahren als Unterkunft zur Verfügung stellen. Das Haus ist alt und sieht so aus, als hätte es schon eine Menge Geschichten erlebt. Ich glaube, bevor ich schlafen gehe, werde ich es nochmal erkundigen.

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Pecunia non olet | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 23-26 beinhaltet die Worte „Örtlichkeit, sausen, unkonventionell“, gesponsert von mir.

Pecunia non olet

Frau Lokus saß wie immer auf ihrem kleinen Hocker. Er sah ziemlich schäbig aus. Seine Sitzfläche war mit rissigem und ausgeblichenem Leder überzogen und seine Beine waren über die Jahre krumm geworden. Der Chef von Frau Lokus, Herr Priem, hatte ihr mehrfach angeboten, ihn zu ersetzen, aber sie meinte, er sei perfekt eingesessen. Irgendwann hatte er aufgegeben. Natürlich konnte er ihr auch einfach einen neuen Stuhl vorsetzen, schließlich war er ihr Chef, aber ihre Beziehung war eher unkonventionell. Herr Priem hatte Respekt vor Frau Lokus und auch ein wenig Angst. Immer wenn, er etwas vorschlagen wollte, mit dem sie nicht einverstanden war, merkte er, wie es in seinen Ohren zu sausen begann und er entschied sich schnell dazu, Frau Lokus Willen nachzugeben. Eigentlich war es ihm auch egal, denn Frau Lokus war zuverlässig und bekam so viel Trinkgeld wie alle anderen Toilettenservicekräfte zusammen. Da ihm achtzig Prozent davon zustanden, beschwerte er sich nicht, auch wenn das hieß, die Personalpläne und das Interieur der Toilette Frau Lokus Willen anzupassen.

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keinen tag mehr | Der Dienstag dichtet

Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

keinen tag mehr

aber wir sind doch nicht alle
so. und eigentlich hat so jemand
auch ein bisschen selbst schuld.
sowas zieht man nicht einfach so
an. wo soll man da denn hinsehen?
man ist ja nur mensch. sagen sie.
seit jahrhunderten. hören wir zu.
seit jahrhunderten und keinen
tag mehr.

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Lara auf Reise | Writing Friday

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einer Schreibaufgabe eine fortlaufende Geschichte veröffentlicht. Das aktuelle Thema und die Aufgaben, sowie eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Was bisher geschah: Lara ist auf Weltreise. In ihrer ersten Station in Melbourne lernt sie Clarissa kennen. Die Pension in der sie unterkommen, ist etwas unheimlich. Die Besitzer sind merkwürdig und Lara fühlt sich beobachtet. Bei einer Kneipenrunde lernt Clarissa jemanden kennen, der ihnen einen kostenlosen Flug nach Thailand und eine Unterkunft anbietet. In Thailand verschwindet Clarissa mit dem Typen und Lara fliegt aus der Pension, weil sie nachts angeblich zu laut war. Sie kommt bei anderen Reisenden unter. In ihrer Tasche findet sie ein Briefmarkenbuch, das anscheinend Clarissa gehört und mit spanischen Sätzen und eigenartigen Zeilen bekritzelt ist…

15. Juni, sonnig, Koh Chang

Ups, ich wollte gestern noch schreiben, aber dann ist soviel passiert. Ich habe Jonas kennengelernt. Er kommt ursprünglich aus Berlin und ist schon seit einem Jahr unterwegs. Er ist wirklich faszinierend. Ich habe ihn gestern früh kennengelernt, als ich aus Dankbarkeit Kaffee für alle kaufen wollte. Er hat mir geholfen die riesige Bestellung zum Gästehaus zu bringen, als er gesehen hat, dass ich struggle. Auf jeden Fall waren wir den Tag dann unzertrennlich. Er hat mir so viele coole Strände und gezeigt und mir sogar eine neue Unterkunft besorgt. Es ist schon nach Mitternacht. Ich erzähle Morgen mehr. Ach ja, dieses eigenartige Gefühl beobachtet zu werden ist plötzlich weg. Wurde durch einen Anflug von Verliebtheit verdrängt.

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