Eigentlich heiße ich Katharina, aber jeder nennt mich Katha. Ich spreche mit Katzen, schaue halbnackten Menschen beim Ringen zu und verkleide mich zu Halloween. Außerdem schreibe ich gerne Krams und doodle so vor mich hin. Hier findet ihr, was ich so kritzele.
Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
honigwörter
honigwörter, schokosätze und ein paar silben gurkensaure realität. als topping gibt es floskelstreusel. bunt. mit ein wenig glitzer. dann wird umgerührt. wieder und wieder. bis das was oben ist unten liegt und nur noch das wahr ist, was wahr sein darf. blub. wenn eine kleine luftblase von unten nach oben steigt, trifft sie auf mit marmelade verklebte ohren. ich möchte ein sauberes glas reichen. möchte, dass alle das menü lesen müssen. möchte die buttercremelügen nehmen und in den ausguss schütten. aber ich bin nur ein löffel, eine kleine gabel, ein zahnstocher. ich reiche das küchentuch. wenn sie sich den mund abwischen, ist es rot. fein säuberlich wird es zusammengefaltet in die wahlurne gesteckt.
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autobahnpanorama
autobahnpanorama das kilometerrattern unter kleinen füßen zwischen kinderstaunen und elternlachen reiseberichte
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Ich mag Herbst. Merkt man?
der erste kürbis lacht
in meiner linken hand halte ich nebel. langsam wandert er meinen arm hinauf. tropft träge auf knie, dann fuß. auf winzig kleinen tropfen. ich laufe bis die sonne meine lippen mit wärme benetzt. etwas laub verfängt sich in meinen haaren. und der erste kürbis lacht.
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langsam geht dem sommer die luft aus
langsam geht dem sommer die luft aus. müde schleppt er sich über die ziellinie. allen eisopfern, schweißperlen und zwischenzehensandkörnern zum trotz, knabbert der herbst die blätter an. nachts knipst er das licht früher aus, atmet er kalte luft durch halb geöffnete fenster. tasgüber schubbst er die sonne immer ein stückchen weiter fort. was bleibt ist das kinderlachen. statt durch sandburgen hallt es nun durch blätterhaufen.
Ich wollte schon ewig mein Buch ANDERNORTS vertonen, hatte aber nie den Elan dazu. Vor ein paar Wochen hatte ich dann die Idee einfach einen Podcast daraus zu machen. Allerdings nicht nur mit Geschichten aus dem Buch und vor allem nicht nur meine eigenen.
Heute dreht sich alles um die Angst vor der Zukunft.
Das ist kein wissenschaftlicher Artikel, sondern eine Gedankenkritzelei. Es gibt selten Quellen und nirgendwo den Anspruch auf Richtigkeit. Ich bemühe mich aber, keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Meine Traumhochzeit oder so
Ich habe nie von einer Hochzeit geträumt, wollte nie ein weißes Kleid anziehen und ehrlich gesagt, graut es mich vor jeder Hochzeitseinladung. Natürlich war nicht jede Hochzeit, auf der ich war furchtbar, aber viele wirkten stressig auf mich. Nach monatelanger Vorbereitung lief nichts, wie es sollte, die zukünftig Verheirateten hatten sich zahllose Male gestritten, die Verwandtschaft nervte und am eigentlichen Abend war das Paar irgendwas zwischen gestresst und froh, dass der Tag endlich da ist. Die besten Hochzeiten, auf denen ich war, fanden in Hinterhöfen mit einer Handvoll Leute statt und die Braut hatte das Kleid auf Amazon bestellt oder von Oma bekommen.
Soviel zum Akt an sich. Mir bedeutet heiraten auch so nicht viel. Ich bin nicht christlich aufgewachsen und nicht sonderlich romantisch veranlagt. Für mich war es ein viel wichtigerer Schritt mit meinem, jetzt, Mann zu beschließen ein Kind in diese Welt zu bringen. Ehen kann man auflösen, ein Kind bindet einen aneinander, solange es lebt. Ich habe mich nicht nur für ein Kind, sondern auch für ein Leben mit meinem Mann entschieden. Heiraten hat für auf der einen Seite für mich eher praktische Vorteile, wie Sicherheit, ein gemeinsamer Name und es macht einiges einfacher, wie wenn einer von uns krank wird. Aber auch wenn ich Heiraten nicht wichtig finde, finde ich es ein schönes Symbol. Ja, das Kind verbindet uns, aber jetzt tut das auch der Titel „Ehepaar“. Klingt halt irgendwie cool zu sagen, dass das „mein Mann“ ist und nicht nur „mein Freund“. So ganz rational lässt sich das wohl nicht erklären.
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Für meinen Ehemann. 😇❤️
mein herz gestern. in meiner obersten schublade liegt ein zettel wie eine zielfahne. im seidenen wind wehend, nach dir rufend. das flattern klingt wie flügelschlagen. gitterstäbe aus fett, haut, knochen und vier weiße wänden. in mir ist ein spiegel käfig. er bricht alleweil in hellen nächten mir dir in meinem herzen liegt eine ziellose fahne wie ein zettel. falten, knitter. die aussehen wie lebenslinien. wege, straßen, die geschichten erzählen, weiterführen. manchmal reden wir darüber. aber mir fehlen die worte. in der schublade spricht ein schild. vakant. mein herz schreibt frei. von gärten am wald. füßen im sand. leise singt der wind carolus rex.
Dies ist ein Text zu der Impulswerkstatt von Myriade. Ziel ist es etwas Kreatives zu vorgeschlagenen Bildern oder zu einer Schreibaufgabe zu erstellen. Hier könnt ihr alles darüber lesen: *KLICK* Die aktuellen Bilder und Mosaikstücken zur aktuellen Impulswerkstatt findet ihr hier: *KLICK*
Mosaikbaustein: Er träumte von einem Seegrundstück.
Das Seegrundstück
Henry liebte Gewässer, aber nicht jedes gleichermaßen. Das Meer war ihm zu unruhig und salzig, außerdem fand er Möwen ganz scheußlich, zu laut und aufdringlich. Flüsse waren Henry zu schnell und unsicher. Kleinere Bäche waren in Ordnung, aber irgendwie auch langweilig und führten zu wenig Wasser. Henry wollte viel ruhiges Wasser, deswegen liebte er Seen. Dort wo er lebte gab es viele von ihnen, daher verbrachte er bereits als Kind viel Zeit an Ufern und in Booten auf der Mitte von Seen. Leider lagen die meisten Seen eine gute Stunde Busfahrt entfernt und so investierte er sein Taschengeld in die langen Busfahrten. Zumindest solange er noch zu jung war, um bei seinen Eltern auszuziehen. Sobald er alt genug war und Geld besaß würde er sich etwas erfüllen, an das er jedes Mal dachte, wenn er an einem See saß: Er träumte von einem Seegrundstück. Damit meinte er aber kein Grundstück am See, sondern eines im See. Einen Ort, an dem er Fische beim Schwimmen und Pflanzen beim Treiben in der Strömung zusehen konnte.
Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 36-39 beinhaltet die Worte „Vorbote, abgrundtief, ersetzen“, gesponsert von Christiane selbst.
Die fünf Apokalyptischen Reiter
Die Naturkatastrophen, die sich mittlerweile tagtäglich auf der ganzen Welt ereigneten, waren nur Vorboten gewesen, von dem, was nun folgte. Niemand hatte gewusst, wie lange das mit uns Menschen auf diesem Planeten noch gut gehen würde, aber dass das Ende so nahe war, das hatten wir alle nicht erwartet und auch nicht, dass es tatsächlich die Apokalyptischen Reiter sein würden, die das Ende einleiten.
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vorfreude, die
wenn kleine wilde zitronenfalter sich flatternd die beine hinauf bewegen. einer sich verirrt und die füße kitzelt. wenn auf den fingerspitzen funken tanzen. von daumen zum zeigefinger. ein großer sprung auf den ringfinger. wenn die körpermitte sich wie eine kirmes anfühlt. das riesenrad kreist endlos, die achterbahn rast durch die steilste kurve. maiskörner poppen. die zuckerwatte dreht durch. nur noch ein paar tage warten.