Eigentlich heiße ich Katharina, aber jeder nennt mich Katha. Ich spreche mit Katzen, schaue halbnackten Menschen beim Ringen zu und verkleide mich zu Halloween. Außerdem schreibe ich gerne Krams und doodle so vor mich hin. Hier findet ihr, was ich so kritzele.
Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
der zweifel
zart knabbert er am ohrläppchen, arbeitet sich langsam bis zum innenohr durch. aber vielleicht. denkst du nicht? ich weiß ja nicht. schau mal bei anderen. aber dieser kleine fehler. raunt er. behutsam arbeitet er sich von kleinhirn zum großhirn. tanzt ein wenig auf meinem kopf, dann auf meiner nasenspitze herum. um dann, ganz hungrig von getaner arbeit, mir einmal herzhaft in den hintern zu beißen.
Anlässlich des Releases meines Gedichtbandes möchte ich mal wieder eine Folge „Katha liest“ produzieren und Gedichte vorlesen. Da es langweilig wäre, nur meine eigenen vozulesen, suche sich dafür Gedichte.
Habt ihr welche geschrieben? Her damit!
Entweder hier drunter oder gerne auch per E-Mail an katharinakanzan@gmx.de
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wenn wilde töne
wenn wilde töne meine ohren umschwirren. bässe meine synapsen zum schwingen bringen. der raum bebt und stimmengewirr wie ein sturm durch den wald fegt. bin ich zwischen allen und ganz bei mir.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
CHAOS!
Ich finde Selfpublishing ja echt toll, weil man soviele Freiheiten hat, aber es ist echt eine Menge Arbeit UND soviel Raum für Error und Chaos. Damit ich nicht verzweifle, hier eine kleine Übersicht dessen, was bei der Veröffentlichung von Autobiopsie schon schiefgelaufen ist:
Chaos bei tredition: Der Probedruck musste neu gedruckt werden und hat sich um 10 Tage verzögert. Dann war der DHL-Mensch zu faul zu klingeln und ich konnte es erst am nächsten Tag in der Filiale einammeln. Die Exemplare die ich bestellt habe, haben bisher schon 8 Tage Verzögerung. Wann kommen sie? Tipps können abgegeben werden. Und bei Amazon ist das Buch nicht am Veröffentlichungsdatum erschienen, am nächsten Tag dann erstmal als „nicht lieferbar“.
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wenn ein kleines bäuchlein schmerzt
wenn ein kleines bäuchlein schmerzt, bleibt erst einmal die welt stehen. der Tag besteht aus nähe, streicheln, wärme. wenn ein kleines näschen läuft, ein leises husten erklingt, die wangen rot, das köpflein heiß, dann kreisen viele sorgenpartikel in großen köpfen und liebe strömt aus offenen armen.
Endlich! War ein langer Weg mit einige Unebenheiten…und es kommen sicher noch Sachen dazu, die schieflaufen, zB sind die Exemplare, die ich bestellt habe, noch nicht da, ebenso wie die Postkarten. Trotzdem freue ich mich. Es ist einfach so krass, dass ich zum zweiten Mal ein Buch in der Hand halte, dass ich gemacht habe (mit Hilfe natürlich).
Nun aber zum Buch:
AUTOBIOPSIE ist ein Gedichtband mit 100 Gedichten, die persönlich, politisch bis lustig sind. Alle Gedichte bedienen sich bei ihrer Bildsprache am Körper, daher der Titel. Auch die Kapitel sind in Körperteile/-organe eingeteilt. Jedes Kapitel wird durch eine Zeichnung eingeleitet. Einen kleinen Blick ins Buch bekommt ihr bei tredition:
Dort könnt ihr das Buch auch kaufen, ebenso bei Amazon oder bei mir über meinen Kritzelshop. In meinem Shop bekommt ihr noch Goodies dazu und eine Widmung, wenn ihr das möchtet.
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langsam rieselt
langsam rieselt die weihnachtsdeko in fenster, gärten, auf tische, auslagen und die regale der supermärkte. schicht um schicht stapeln sich glitzer, bling und kitsch. ein herzhaft lachendes plastikrentier, ein aufblasbarer schneemann, ein glitzernder leuchtender weihnachtsmann. immer voller werden die fenster, bis die nacht zum tag wird. bis der weihnachtsdekoberg so hoch ist, dass er zusammenbricht und die weihnachtszeit mit einer schicht leuchtdioden, batterien und bunten plastikpartikeln begräbt. stehen bleiben nur ein paar rentiere. sie sind aus holz, haben ein paar macken und statt glitzer kleben erinnerungen an ihren hufen.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Donnerstag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Einmal mit Profis
Als Kind dachte ich, Erwachsene sind Profis und wissen immer genau, was sie tun. Natürlich unterlaufen Fehler, aber generell dachte ich, dass Erwachsene, von dem, was sie tun, Ahnung haben. Jetzt bin ich Erwachsen und stelle immer wieder fest, dass das eher so eine 50/50-Sache ist.
Alleine schon, der Gedanke, dass es „meine Eltern ja wissen müssen“, bringt mich im Nachhinein zum Lachen. Als ich meinen Sohn in den Armen hielt, dachte ich nur „hoffentlich mache ich den nicht aus Versehen kaputt“. Bei der „Erziehung“ hinterfrage ich mich auch jeden Tag. Sicher bin ich mir bei einigen Grundnahmen wie „Geschlechtsteile bekommen keine Kosenamen“ und „verantwortungsvollen Umgang mit Zuckern und Medien“, aber bei den meisten Sachen improvisiere ich. Gibt ja auch keine Ausbildung dafür und Elternratgeber sind definitiv keine Ausbildungsunterlagen.
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weltmüde
manchmal bin ich weltmüde. dann ziehe ich meine realitätsvorhänge zu und mache es mir in meiner eigenen welt gemütlich. hier gibt es keine ungerechtigkeit, keine kriege, keine sterbenden kinder, keine misshandelte tiere, keine schlechte nachrichten. ich kuschele mich neben meine liebsten, die mit fell und die ohne. denke nur zwischen meinem job und meiner freizeit. nachts träume ich von einer welt, die nicht über meine hinausgeht. manchmal bin ich weltmüde und wenn ich ganz ehrlich bin, verstehe ich nicht warum ich immer wieder zurückkehre.
Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 45-48 beinhaltet die Worte „Ehrenamt, enthusiastisch, lesen“.
Die Lesepatin
Kleine aufgeregt Augen folgen ihr, während sie sich setzt und das Buch in die Hand nimmt. Sie zittert ein bisschen. Der Grüffelo. Nervös beginnt sie zu lesen. Die Maus ist auf dem Weg und wehrt die Tiere des Waldes ab. Sie ist mutig und frech und sehr schlau. Die Lesepatin spricht etwas piepsiger, wenn die Maus etwas sagt und rauer, wenn sie mit den anderen Tieren spricht. Den Grüffelo lässt sie brummen. Als der Grüffelo schließlich Reißaus nimmt, klatschen die kleinen Hände enthusiastisch. Aufgeregt erzählen die Kinder, wen sie besonders gruselig fanden und was sie an der Maus besonders mögen. Ein Junge, mit blonden Löckchen sagt, dass er vor nichts Angst hat, auch nicht vor dem Grüffelo. Ein anderer Junge sagt, dass Angst wichtig ist. Nur, weil die Maus Angst hatte, konnte sie so mutig sein. Die Lesepatin lächelt. Was die Kinder nicht wissen, ist, dass sie die Maus ist und sich das Ehrenamt wie der Grüffelo anfühlt und dass es ihr viel bedeutet, dass die Kinder nicht ihre Angst sehen, aber ihren Mut, ihre kleine Höhle zu verlassen, die manchmal ihr Gefängnis ist.