Eigentlich heiße ich Katharina, aber jeder nennt mich Katha. Ich spreche mit Katzen, schaue halbnackten Menschen beim Ringen zu und verkleide mich zu Halloween. Außerdem schreibe ich gerne Krams und doodle so vor mich hin. Hier findet ihr, was ich so kritzele.
Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für Februar beinhaltet die Worte „Eiswind, grundlos, wallen“.
Kältepause
Lisa war gestresst vom Wetter. Eigentlich grundlos, denn es war Ende Februar und der Frühling war zum Greifen nah. Doch durch das düstere Wetter fühlte es sich an, als würde der Winter noch ewig gehen. Nachts war es bitterkalt und wenn sie sich morgens auf den Weg zur Arbeit machte, fuhr ein Eiswind unter ihren Wintermantel und verwandelte sie in einen Eiszapfen. Außerdem wurde es einfach nicht hell. Ewig graue Wolken verhingen den Himmel. Wenn sie doch wenigstens Schnee bringen würden. Schnee machte alles besser. Er war hell, glitzerte und brachte mit seiner weißen Samtigkeit Kindheitserinnerung mit sich.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
15 Grad sind perfekt, um unsere Demokratie zu retten!
Dass sich der Nationalsozialismus eine Hintertür offen gelassen hat, haben wir mittlerweile wohl alle gemerkt. Erst hat er Rassismus und Intoleranz hinein geschickt, aber bald wird er selbst folgen und die wenigsten von uns wollen das wirklich, nicht einmal aus Trotz. Diese Wahlen werden historisch. Nicht, weil sie alles umwerfen werden, ich glaube nicht mal, dass sich danach etwas radikal ändert, aber sie kann etwas verschieben, was nur schwer rückgängig zu machen ist. Sie legitimiert den Nationalsozialismus erneut. Was ich eigentlich damit sagen will:
Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
am see
klirrend liegt die kälte auf dem see. verschleiert eisig seine spiegelung. gebrochen. nur in schwarzen löchern ruhen die wolken. sonnenumrandet.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Einmal mit Profis
Meine Gedankenkritzeleien sind ganz schön politisch geworden, aber vor dieser Wahl ist es schwer, sich über anderes Gedanken zu machen. Politik ist allgegenwärtig, ob die Misere in der USA mit Trump oder dem, was hier in Deutschland so abgeht. Jeden Tag sehen wir, wie Politiker*innen irgendeinen Bullshit erzählen und sich benehmen, wie unter aller Sau. Ich habe es schon beim Gedichtedienstag gefragt, ist das noch Bundestag oder schon Kindergarten?
Dabei sind mir zwei Szenen besonders im Kopf. Einmal Friedrich Merz, wie er im Bundestag sitzt und kichernd, feixend und mit dem Finger zeigend, einer der Reden der Linken „zuhört“ und dann Alice Weidel, wie sie in der Interviewrunde mit den Augen rollt. Es sind nicht die einzigen beiden Politiker*innen, die sich danebenbenehmen, eigentlich beobachtet man das sowohl im Bundestag als auch im Fernsehen sehr oft.
Sind Politiker*innen zu emotional?
Es ist doch toll, dass unsere gewählten Vertreter*innen so leidenschaftlich dabei sind ihre Standpunkte zu vertreten, oder? Ja, das könnte man einwerfen. Man könnte sagen, dass sie so sehr hinter ihren Themen stehen, dass sie zu diesen unangebrachten Emotionsausbrüchen getrieben werden, aber ganz ehrlich, dann haben sie in der Politik nichts verloren.
Einmal mit Profis
Ich will, dass die Menschen, die dieses Land leiten, ihre eigenen Gefühle hinter die stellen, die sie vertreten. Ich will, dass sie sich die Argumente der Gegenpartei anhören und ernstnehmen, denn vielleicht ist da eine Sichtweise dabei, die man selbst noch nicht auf dem Schirm hatte und wenn nicht, dann zeigt man wenigstens, dass man die Kolleg*innen ernst nimmt. Ich will, dass gemeinsam und geordnet darüber diskutiert wird, was am besten für die Menschen im Land ist. Ich will, dass sich Politiker*innen gegenseitig mit Respekt behandeln, denn sie sind Vorbilder für die politische Debatte, auch im Privaten. Ich will, dass sich die Politiker*innen professionell verhalten, denn das erwarten wir von denen, die unsere Häuser bauen auch. Schließlich soll uns nicht eines Tages das Haus über dem Kopf zusammenbrechen.
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kindergarten oder bundestag
feixen, lachen. hey, schau dir doch den an. die da. wie lächerlich. ein kleinkindkichern und eine menge augenrollen. mancheiner erhebt sich und stampft bockig aus dem raum. andere kritzeln lustige sachen auf ihre blöcke und zeigen sie unter lachen dem sitznachbarn. und der zuschauende fragt sich, ist das schon kindergarten oder noch bundestag?
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VORSICHT WOKE!
Ich finde das Wort „woke“ irgendwie befremdlich bzw. seine Verwendung im deutschsprachigen Raum. Auch, dass es zu Worten wie „Wokeism“ umgewandelt wird. Der Ursprung ist wohl aus dem African American English und populär geworden ist er im Zuge der Rassismusdebatte nach der Erschießung des 18-jährigen Afroamerikaners Michael Brown 2014 in den USA. „Stay woke“ wurde/wird benutzt, um vor Polizeiübergriffen zu warnen. Am Ende sollte es einfach ein Aufruf sein, sensibler gegenüber Rassismus und Benachteiligung zu sein.
Irgendwann haben dann Konservative/Rechte etc. dieses „woke“ genommen und mit einer negativen Konnotation versehen. „Go woke, go broke“ wurde geboren und der Mythos, dass, wenn man sensibel agiert und Menschen integriert, dass dadurch unsere Wirtschaft oder gleich unsere ganze Gesellschaft untergeht.
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hoffnungserinnerung
dann ist da plötzlich ein kleiner schimmer. lila ist er, ein bisschen grün, pink und gelb. eine feine linie am horizont. sie besteht aus leisen stimmen, lauten rufen, auf dem gefühl von gemeinsamkeit, von wir-schaffen-das. du bist nicht alleine, sagen sie und zeichnen zarte streifen in den himmel. heute nehme ich ein blatt papier und male sie nach. für tage, an denen wolken am himmel sind und alles trist und grau wirkt. eine hoffnungserinnerung.
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Ist Hass einfacher als Angst?
Beim Gedichtedienstag habe ich geschrieben, dass ich mich in Anbetracht des ganzen Hasses wortlos fühle, hier noch ein paar Gedanken dazu:
Ich erinnere mich noch genau daran, wie wir in der Schule das dritte Reich durchgenommen haben und ich mir dachte „Warum haben die das nicht einfach gestoppt? Das kann doch niemand gewollt haben“, aber ich dachte nie, dass das nochmal passieren kann, nur, das tut es gerade und keiner will es wahrhaben.
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Die Angebetete am Fenster
Joris zog sich den Umhang fester um die Schultern und sah sich verhuscht um. Es war kühl geworden, aber das hielt ihn nicht ab, sie heute zu sehen. Normalerweise tauchte sie immer um diese Uhrzeit am Fenster auf. Es war ihr Ritual nach dem Abendessen. Nur heute ließ sie auf sich warten, doch noch gab er die Hoffnung nicht auf, sie heute noch zu sehen.
Er wusste, dass es falsch war, sie so anzubeten, aber konnte nichts gegen sein Verlangen tun. Ihre Schönheit hatte ihn in seinen Bann geschlagen und bisher hatte er nichts Verbotenes getan. Letzte Woche, nachdem auf der Arbeit alles schiefgelaufen war, hatte er kurz überlegt, sie zu entführen, damit sie ihn trösten konnte, aber er hatte keinen Platz in seiner kleinen Wohnung, sie zu verstecken. Außerdem würden seine Nachbarn bei den dünnen Wänden schnell etwas merken.
Als sie endlich vor dem Fenster auftauchte, schlug sein Herz schneller. Ihre strahlendblauen Augen, wie sie in ihrem braunen Gesicht funkelten, raubten ihm den Atem. Er zückte sein Handy und schoss ein paar Fotos. Als sie sich zu putzen begann, machte er ein Video. Ihr Fell sah so seidig aus, da war es kein Wunder, dass es besonderer Fellpflege benötigte. Sie hatte die klassische Fellzeichnung einer Balinesenkatze, aber relativ langes Fell. Es sah so weich aus, dass er am liebsten seine Nase in ihm vergraben würde. Plötzlich tauchte der Typ, der bei ihr wohnte, hinter ihr auf und streichelte sie sanft an ihrem zarten Köpfchen. Sie reckte es seiner Hand entgegen. Loris wurde wütend, nahm ein kleines Steinchen und warf es Richtung Haus. Leider traf es die Fensterscheibe. Der Typ sah raus und Joris ergriff schnell die Flucht. „Bis Morgen meine Schönheit“ rief er leise.
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wie beschreibt man hass
wenn ich versuche, den hass, der derzeit allgegenwärtig zu sein scheint, in worte zu fassen, scheitere ich kläglich. ich schreibe von unüberwindbaren bergen, kahlen wüsten, von tiefem schlamm, aber kein bild scheint ihn zu fassen. vielleicht, weil ich den hass nicht verstehe. warum hasst man menschen, die eine andere hautfarbe, augenfarbe, religion haben? warum hasst man menschen, die lieben, wen sie wollen, die leben, wie sie fühlen? warum hasst man worte, die dazu da sind, um zu verbinden? wenn ich versuche, den hass in worte zu fassen, scheitere ich kläglich, weil ich den hass unerträglich finde. und ich hoffe, dass der hass nur so laut ist, weil denen ohne hass auch die worte fehlen.