
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Homöopathie ist nicht harmlos
Homöopathie erhält mittlerweile mehr Gegenwind als früher, aber derzeit habe ich das Gefühl, dass es die Übereinkunft gibt, dass es ja zumindest nicht schadet, aber das sehe ich anders. Homöopathie richtet Schaden an und ich finde, es wird zu wenig darüber gesprochen.
Kosten
Fangen wir bei dem kleineren Schaden an. Homöopathie ist verdammt überteuert. Nicht nur die Besuche bei den Praktizierenden (129 bis 280 Euro pro Sitzung), sondern auch die Mittelchen. Dafür, dass sie, wenn schon keine Wirkung festgestellt werden kann (darüber streite ich nicht, siehe unten Quellen), eine Placebo-Wirkung haben, dafür sind sie einfach zu teuer.
10 Euro für Zucker ist zu viel!
Das ist vor allem eine Ausbeutung von Menschen, die meist eh schon weniger haben. Menschen die chronisch krank sind, haben oftmals nicht viel Geld und legen ihre Hoffnung selbstverständlich in alles, was Linderung verspricht. Wenn es nicht schadet, vielleicht hilft es dann. Ich kann den Gedankengang absolut nachvollziehen. Den Menschen dann aber das Geld aus der Tasche zu ziehen, empfinde ich als moralisch absolut verwerflich.
Nichtbehandlung tötet
Es habe keine Studie dazu gefunden, wie viele Menschen eine ärztliche Behandlung herauszögen oder verweigern, um es erstmal mit was „Natürlichem“ sprich Homöopathie zu probieren. Es gibt genug Artikel, um zumindest an der Oberfläche zu kratzen. Da haben wir den Siebenjährigen, der an einer Mittelohrentzündung gestorben ist, weil er nur Homöopathie bekommen hat oder der Frau, die an Gebärmutterkrebs gestorben ist, der bei der Erstdiagnose als vollständig heilbar eingestuft worden war. Die Frau hatte Angst vor der OP und hat sich lieber mit Homöopathie behandeln lassen. Auf Geo gibt es dazu einen guten Artikel, den ich unten verlinke.
Homöopathie wirkt für einige Schwerkranke wie ein besserer Ausweg. Es verspricht Hilfe ohne so gruselige Sachen wie OPs, Chemotherapie oder andere Medikamente, die miese Nebenwirkungen haben. Homöopathie ist nicht invasiv und hat keine Nebenwirkungen, ja, aber mit dem Placebo-Effekt kann man keinen Krebs und keine Mittelohrentzündung heilen.
Homöopathie ist nicht harmlos
Wir müssen endlich darüber reden, dass die Akzeptanz und das Belächeln dafür sorgt, dass Menschen leiden, sterben und ausgenommen werden. Auch wenn das nur ein kleiner Teil der Gesellschaft ist, jedes Leben zählt und auch wenn Homöopathie eine starke Lobby und eine milliardenschwäre Wirtschaft ist, wir sollten sie nicht einfach so akzeptieren.
QUELLEN
Warum Homöopathie lebensgefährlich sein kann (GEO): KLICK
Artikel über Studien zur Homöopathie: https://www.helmholtz.de/newsroom/artikel/wirkt-homoeopathie-wirklich/

Also bitte, man kann doch nicht die kleinen Kügelchen verteufeln! Die sind sicher irgendwann einmal beinahe fast irgendwie in der Nähe einer Substanz gewesen, die auch wirklich geholfen hätte. Nur haben sie dann beschlossen besser rein und lediglich homöopathisch berührt zu bleiben, dafür aber unschuldig klein und weiß wie winzige Feen, die zaubern können 😁😎
Als die ältere Tochter noch ein Baby war, hatten wir eine Kinderärztin, die stets nur homöopathisches Zeug „verschrieben“ hat. Vermutlich erkannte sie, dass wir als völlig ahnungslose (stets leicht panische) Eltern noch nicht begriffen hatten, dass kleine Kinder erst einmal jeden Keim aufschnappen. Beim 2. Kind waren wir deutlich entspannter und kamen – oh Wunder! – auch ohne Globuli gut über die Runden 😊
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Ich habe mir extra eine Hebamme und Kinderarzt ausgesucht, die gegen Homöopathie sind, um gar nicht erst in Versuchung zu kommen. Das Miese ist ja, dass wenn man emotional wird, so Logikargumente nicht immer greifen. Ich bin da ja auch nicht vor gefeit. Daher finde ich das auch so gefährlich.
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Also mein Hirn war beim ersten Kind völliger Matsch. Da bekommt man ja auch so viele „Ratschläge“ von überall und die Hormone kicken die Rationalität völlig in den Allerwertesten – rückblickend betrachtet 😄
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Ja, ganz deiner Meinung. Ich schweige auch meistens aus Höflichkeit, wenn jemand von Homöopathie schwärmt und denke „vielleicht hilft dir der Placebo.Effekt, der ja tatsächlich nachgewiesen ist“ Aber eigentlich ist das eine falsche Reaktion …
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Ich sag ja nix gegen den ein oder anderen Versuch aber grundsätzlich vertraue ich meine Gesundheit diesen Mittelchen nicht an.
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