
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Die Geschichten in meinem Kopf
Manchmal, wenn ich irgendwo stehe und über eine Geschichte nachdenke, sie in meinem Kopf abspielen lassen, frage ich mich, was andere gerade so denken und ich kann es mir schlichtweg nicht vorstellen. Wie hat man nicht ständig Geschichten im Kopf?
Mein Kopf
Wenn mein Kopf nicht beschäftigt ist, greift er sofort nach Geschichten. Meist habe ich gerade eine einzelne dominant in meinem Kopf, die ich durchspiele, immer wieder oder manchmal auch nur meine Lieblingsmomente. Manchmal bin ich so investiert, dass ich die Geschichte nur schwer weglegen kann, aber leider muss man das ab und an, um nicht den Anker zur Realität zu verlieren. Geschichten helfen mir beim Einschlafen, sie trösten mich und lenken mich von Langeweile ab. Geschichten geben meinem Leben einen Sinn, nicht den einzigen Sinn, aber sie sind Teil des Sinngefüges.
Andere Köpfe
Ich mag auch Geschichten, die andere in ihrem Kopf hatten. Es ist ein bisschen wie Voyeurismus, weil ich mir vorstelle, dass die Geschichte bei dem oder der Autor*in auch im Kopf gewohnt und sie oder ihn durch den Alltag begleitet hat. Oft lasse ich mich inspirieren und nehme Teile der Geschichte und schreibe sie in meinem Kopf um, erweitere sie, oder ich nehme nur Aspekte und pflanze sie in eine eigenständige Geschichte. Geschichten inspirieren mich zu mehr Geschichten.
Viele Köpfe
Weil andere Geschichten so eine große Inspirationsquelle sind, schreibe ich meine Geschichten auch auf, denn mein größter Wunsch ist, dass auch meine Geschichten jemanden inspirieren. Ein wenig gruselig finde ich es schon, dass das, was so lange Zeit in meinem Kopf gewohnt hat, plötzlich in einen anderen Kopf einzieht, aber auch schön, so Verbindungen zu jemanden zu schaffen. Vielleicht wächst in dem Kopf der anderen Person daraus eine neue Geschichte und vielleicht zieht diese Geschichte, dann wieder bei jemand anderem ein, wie ein Geschichtennetzwerk. Ich finde die Vorstellung schön, auch wenn sie vielleicht ein wenig verrückt ist.
„Authors. We write to pretend we’re not crazy for talking to ourselves.“ – Richie Norton

Vor vielen, vielen Jahren hatten wir mal so ein ähnliches Projekt gemacht. Jemand schreibt ein paar Zeilen bis max. eine halbe Seite. Der Nächste muss das weiterführen ohne zusätzliche Infos des Vorgängers. Ich glaube, wir waren mals zu fünft. War schräg aber gut. 😆
Ich weiß nur nicht mehr, wo ich das „hingespeichert“ habe.
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So war das damals.
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Sowas kenne ich auch, aber einfach nur mit Papier, nicht online.
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Papier… cool. So richtig per Post hin und her schicken. Oder eher im Freundeskreis?
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Im Freundeskreis. War noch zur Schulzeit. 😅
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Ah ok.
Hätte ja sein können.
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