finger, augen, ohren, musik | Der Dienstag dichtet

Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Ich spiele derzeit wegen Zeitmangel kein Klavier. Will aber wieder starten wenn das Kind etwas größer ist. Manchmal setze ich mich dann aber doch davor und spiele und dann merke ich wie magisch das Ganze eigentlich ist.

finger, augen, ohren, musik

meine finger fahren über kleine rillen
und lange kalte flächen. manchmal
stoßen sie an kanten, berühren sich
gegenseitig. drücken, loslassen, mal
sanft, mal schnell. meine augen lesen
kleine punkte mit langen strichen, die
über linien tanzen. hoch und nieder,
übereinander, nebeneinander, erhöht,
tiefer, verschoben. meine ohren hören
eine fremde sprache. töne werden nicht
zu worten, sondern gefühlen. ohne, dass
ich nachdenke, wandert das gesehene
in meine finger und das gespielte in meine
ohren. als wäre kein gehirn dazwischen.
als würde ich nur noch aus fingern, augen
und ohren bestehen. und musik.

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2 Kommentare zu „finger, augen, ohren, musik | Der Dienstag dichtet

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