wie es war | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte

und Ein Blog von einem Freund

wie es war

an einem montagfrühmorgen im
langen februargrau verfärbt sich
das froschgrün gelbkaroblau und
hüpft davon. quakend. bleibt mein
malkasten farbenfroh. nur anders.
verkehrtherum. ich drehe mich im
kreis. links. senkrecht. quer. kreuz
waagerecht. rechts. ich strauchle.

das flamingopink wirkt als würde
das schwarz bluten. zinnoberrot.
meine zeit dreht sich, meine welt
steht kopf. läuft. an mir vorbei. das
orange aufmerksam ins blaue. es
spannt die segel. holt den anker
ein. mit einem taschentuch stehe
ich neben einem unentschlossenen
gelb und winke. geh doch. geh. ich
betrachte das ruhige farbenmeer.
warum kann nicht alles bleiben
wie es war?

16 Kommentare zu „wie es war | Der Dienstag dichtet

  1. Liebe Kathi,
    in Deiner Dir eigenen Art hast Du mal wieder alles auf den Kopf gestellt und beobachtest unser Leben aus einer hohen Vogelwarte, die weit über Allem steht: und von da aus verschwimmt und vermengt sich alles, verläuft ineinander: die Felder in den ihnen eigenen Farben; die Blumenwiesen wie Farbtupfer dazwischen; das blaue, manchmal schäumende Meer; die farbigen Autokolonnen und die bunt gekleideten Menschen und allerlei Tiere, die hin und her huschen, sich vermengen, verquirlen, wieder auseinanderlaufen, andere Positionen einnehmen: alles gleichzeitig in Ruhe und in Bewegung, alles gleichzeitig mal hier und mal dort.

    Sehr inspirierend!

    Gefällt 3 Personen

  2. Liebe Katharina,

    dein Gedicht war mir Inspiration.

    Das helle Türkis
    lacht leise und tritt
    nebens Petrol
    denn dort fühlt sich’s wohl
    während rosa und hellblau
    ganz als müsst es so sein
    sich umarmen
    weil sie sind nicht allein
    das Lila nur das steht am Rand
    blickt traurig-belämmert
    zu Boden
    nie taten die Menschen es loben!

    Herzlich
    Judith

    Gefällt 1 Person

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