Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Donnerstag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Neuer Aktionstag: Der „Sei nett Tag zu allen“-Tag
Es gibt einen „Internationalen Tag der Jogginghose“, einen „Tag der Blockflöte“ und einen „Hobbit-Tag“. Auf den ersten Blick sind das sinnfreie Aktionstage, aber Leute erfreuen sich daran und ich dachte mir, da Menschen anscheinend Aktions-/Feier-/Gedenktage lieben, warum nicht einen weiteren erfinden, der allen Freude bereitet:
Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
ein flüstern
ist in mir. ein kleiner sturm wandert, wabert, weht über meine kopfhaut. haare stellen sich auf, umschlingen einander. follikel zittern. eine böe bahnt sich ihren weg. nur ein flüstern, ein leiser gedanke. vielleicht auch eine große idee.
Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 23-27 beinhaltet die Worte „Putzlappen, elegant, schlafen“, gesponsert von Christiane.
Fancy Friday Cleaner
Als es sechs Uhr abends war ließ sich Paul auf seine Couch fallen. Freitag. Bis Montag durfte er die Wohnung nicht mehr verlassen. Nur noch Leute mit für die Gesellschaft relevanten Jobs durften raus. Er war Steuerberater. Das war zwar irgendwie schon relevant, aber nicht unbedingt am Wochenende. Er sah auf sein Handy und klickte auf die To-Do-Listen-App. Eigentlich musste er nur putzen und die Lebensmittel für die nächste Woche bestellen. Sollte er es gleich hinter sich bringen oder war es zu deprimierend an einem Freitagabend zu putzen? Immerhin war es aktiver als das, was er letzte Woche getan hatte: Er war aus Langeweile schlafen gegangen.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Donnerstag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Selfcare
Ich bin derzeit etwas gestresst, weil a) vieles schiefgeht, wie Kind hatte Unfall (wieder alles einigermaßen ok), Auto kaputt, Steuerberater hat Mist gebaut etc. und b) vieles ansteht, wie Sommerfest, Wechsel in Kindergarten, mein Gedichtband etc.. Meine To-Do-Listen sind voll, mein Kopf auch. Also dachte ich, wie ich mir zwischendurch eine Pause gönnen kann, damit mal ein bisschen frische Luft in meinen Kopf kommt und beim Überlegen ist immer wieder das Wort „selfcare“ aufgetaucht. Aber was ist das eigentlich? Es wird in Artikeln, Hollywood-Filmen und in Social Media damit um sich geworfen, aber so wirklich definiert wird der Begriff von niemanden. Selfcare ist ein Konglumerat an Handlungen, wie Baden, Gesichtsmaske, Fingernägel anmalen…eigentlich weniger „Care“ und mehr „Optimisierung“. Aber das will ich ja gar nicht. Und dann gibt es noch sowas wie Meditation, Yoga, Mindset ändern oder soziale Beziehungen pflegen. Das ist für mich auch eher etwas, das ich auf meine To-Do-Liste packe, und nicht etwas, das meinen Kopf leert. Selfcare hat gefühlt einfach zu viele Vorschriften.
Eigentlich will ich mich auch nicht „pflegen“, ich will den Kopf leeren. Hier also mal meine persönliche Kopf-leer-Care:
Katze kraulen und die Nase in ihr weiches Fell drücken
mit den Magnetbausteinen meines Sohnes Gebilde bauen und wieder einreißen
eine Runde Spazierengehen und dabei random Musik hören
One Piece lesen, weil das nicht Teil meiner Lesechallenge ist
etwas malen, dass ich niemanden zeige
Klavierspielen, mit Kopfhörern
random YouTube-Videos sehen, z.B. von Naturaufnahmen oder schönen Orten
aus dem Fenster schauen (ich wohne im vierten Stock auf einem Berg)
virtuelle Galerien anschauen
mir Geschichten ausdenken und sie nicht aufschreiben
Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
Wenn es einfach zu viel ist….
schieflage
schief hängt er, quer über der schulter. aus dem unteren ohr suppen zähflüssig die gedanken. ins linke fliegen schmetterlinge. leichtfüßige aufgaben, optimistische ziele, ein paar aufmunternde mantras, von leuten, deren kopf nicht schief hängt. ich nehme einen eimer und sammele den unrat. vielleicht kann ich daraus motoröl herstellen oder damit das andere ohr einfach zukleistern.
Dies ist ein Text zu der Impulswerkstatt von Myriade. Ziel ist es etwas Kreatives zu vorgeschlagenen Bildern oder zu einer Schreibaufgabe zu erstellen. Hier könnt ihr alles darüber lesen: *KLICK* Die aktuellen Bilder und Mosaikstücken zur aktuellen Impulswerkstatt findet ihr hier: *KLICK*
hölzern eingefroren in lebendem material, weil leben zu viel maserung hat. zu viele schnitte müssen gesetzt werden, zu viel geht verloren. ich möchte meinen holzkopf deinem nähern. meine unbewegtheit auf dich zubewegen. werden mir splitter den weg versperren. werden sie in mein gehölz schneiden. dann müsste ich zugeben, dass meine darrdichte geringer ist, als ich behaupte. dass unter der rinde fleisch verborgen ist, das bluten kann. wenn ich meine starre löse, setzt es vielleicht aus versehen mein herz frei.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Donnerstag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Beobachtungen diese Woche:
Freiheit und Begrenzheit
Wodurch einige ihr Freiheit gefährdet sehen:
Fahrradhelme
Verbot andere zu verletzen
wenn andere Gendersprache benutzen
Menschen, die im falschen Körper geboren wurden
Solaranlagen
Jungen in pinker Kleidung oder mit Nagellack
Wodurch einige ihre Freiheit nicht gefährdet sehen:
Verbote bestimmte Wörter zu benutzen
die Klimakatastrophe
wenn Religion nicht ausgelebt werden kann
wenn Frauen nachts nicht ohne Angst auf die Straße gehen können
wenn Frauen nicht über ihren eigenen Körper bestimmen können
Ich bin nicht so gut darin, Erfolge zu feiern, aber eine Veröffentlichung ist ein Erfolg und in der neuen zugetextet gibt es gleich 5 Gedichte von mir. Abgesehen davon übrigens ein großartiges Magazin, wenn ihr Lust auf viele verschiedene Positionen und Schreibstile habt.
Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
Heute einfach mal 3 Dreizeiler, die man zusammen oder getrennt lesen kann.
3 x 3
wenn eine einzelne träne meine augenränder streift länder entfernt, verschwindet leben
wenn mich ein sanfter wind in eine richtung drängt länder entfernt, pustet jemand kerzen aus
wenn mir ein angenehmer schauer über den rücken läuft länder entfernt, ensteht leben
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Donnerstag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Das Gute am schlechten Wetter
Wie letzte Woche geschrieben ist Jammern eigentlich was Positives, aber, wenn man damit durch ist, muss man sich trotzdem mit den Problemen auseinandersetzen – oder die Perspektive wechseln. Gerade jammern alle über das regnerische und kühle Wetter. Die Rede ist vom Herbst-Sommer und dem nie endenden Frühling, aber ist das so schlecht?
Gründe, warum schlechtes Wetter gut ist:
die Grundwasserspiegel steigen durch den Regen
kein Sonnenbrand dank abwesender Sonne und damit weniger Hautkrebswahrscheinlichkeit
weniger Wäsche waschen, weil man weniger schwitzt und damit weniger Wasserverbrauch
weniger Duschen, weil s.o.
die Freibäder sind ruhig
die Tierparks sind leer
man steht nicht stundenlang für ein Eis an
ohne in Schweiß auszubrechen abends heißen Tee trinken
man kann Sport zu jeder Tageszeit machen und nicht erst spät nachts oder früh morgens
mehr Schlaf, weil man nicht die ganze Zeit in Biergärten rumhängen muss
keine angeschmolzene Schokolade
man kann ohne schlechtes Gewissen zu Hause bleiben, weil das Argument „schlechtes Wetter“ immer zieht