Bunt | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für Mai beinhaltet die Worte „Kompromiss, cool, abziehen“.

Von meinem bunt-liebenden Kind inspiriert, dessen Lieblingsfarbkombination in der Mützenfarbe Niederschlag findet.

Bunt

Nachdem Julian die Mütze abgezogen hatte, fühlte er sich besser. Grau. Auch wenn er sich über Geschenke von seiner Oma freute, sie neigte dazu, ihm Farbloses zu schenken und er liebte bunt. Ihm war es egal, ob seine Kleidung modern, stylisch oder cool war, er wollte aussehen wie eine Frühlingswiese im Sonnenschein. Aber was machte er mit dieser grauen Mütze? Die Form war super. Es war ein leichter Beanie, dünn genug, dass er sie auch an warmen Bad-Hair-Days anziehen konnte. Außerdem besaß die Mütze eine Art Hubbel am Ende, sodass es, wenn er sie anhatte, fast so aussah als würde er Öhrchen darunter verstecken. Nur diese Farbe ging so gar nicht.

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Das „süße Köter“-Problem | Impulswerkstatt

Zettel und Federhalter. Über dem Federhalter steht Impulswerkstatt

Dies ist ein Text zu der Impulswerkstatt von Myriade. Ziel ist es etwas Kreatives zu vorgeschlagenen Bildern oder zu einer Schreibaufgabe zu erstellen. Hier könnt ihr alles darüber lesen: *KLICK*
Die aktuellen Bilder und Mosaikstücken zur aktuellen Impulswerkstatt findet ihr hier: *KLICK*

Eine Geschichte zum Literaturzitat von Arthur Schnitzler: „Jedes Wort hat fließende Grenzen. Diese Tatsache zu ästhetischer Wirkung auszunützen ist das Geheimnis des Stils.“

Das „süße Köter“-Problem

 „So ein süßer Köter“, sagte Georg und streichelte den Hund von Frau Kilian, seiner Nachbarin.

„Bitte was?“, fragte diese mit Empörung in der Stimme.

„Ein süßer Köter sagte ich“, widerholte Georg und zwinkerte ihr zu.

Die ältere Dame sah Georg verwirrt an, dann wünschte sie ihm einen schönen Abend und verschwand in ihrem Haus. Nachdenklich ging Georg zur Einfahrt seines Hauses, als ihm seine Frau aus dem Küchenfenster zurief: „Sag mal, kannst du Koko suchen? Der soll reinkommen, es soll heute regnen.“

Georg nickte. „Klar rufe ich unseren schönen Flohfänger.“

Karin zog eine Augenbraue hoch. „Dein neustes Sprachexperiment?“

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Sehen wir „mausgerutscht“ Vorfälle zu eindimensional? | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Sehen wir „mausgerutscht“ Vorfälle zu eindimensional?

Ich schreibe gerade an einem Text über Kunst, bin aber immer noch blockiert. Die Frage, was Kunst eigentlich ist, ist nicht einfach zu beantworten, auch, wenn ich für mich schon eine Antwort gefunden habe, ich habe Probleme, das zu vermitteln. Zwischenzeitlich war ich soweit, einfach eine komplizierte Überschrift zu wählen und dann nur „alles“ zu schreiben. Hätte immerhin einen Schmunzelfaktor. Nun gut, der Text ist aber nicht fertig, nicht einmal annähernd, also dachte ich, ich schreibe über die Unmöglichkeit, seine Gedanken genau so zu formulieren, dass sie genau das meinen, was man sagen will.

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Misslungenes Frühstück | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für April beinhaltet die Worte „Ameisen, unmenschlich, quellen “.

Misslungenes Frühstück

Langsam goss Martina Wasser zu dem bröseligen Pulver und beobachtete, wie das Gemisch kleine Blubberbläschen formte. Einige Stellen wurden bereits schleimig, andere hielten noch an ihrer trockenen Form fest. Wenn eine Blase platzte, flohen daraus hellbraune Teilchen, die wie Ameisen aussahen und stürzten sich in das Wassergemisch. Sie sah nochmal auf die Zubereitungsanleitung auf der Rückseite der Verpackung, fand jedoch nichts dazu, ob sie das Gemisch rühren sollte oder nicht, also ließ sie es.

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Dinge, die ich lieber machen würde, als krank zu sein | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Dinge, die ich lieber machen würde, als krank zu sein

Ich bin mal wieder krank und etwas frustriert, daher hier eine Liste an Dingen, die ich lieber machen würde, als schon wieder krank zu sein:

  • die Toiletten nach einer Uni-Party reinigen – nie in meinem Leben habe ich dreckigere Toiletten gesehen. Die hätten da auch Eimer hinstellen können statt Kloschüsseln.
  • einen schwarz-weiß Liebesfilm sehen – nicht nur, mag ich Liebesfilme nicht besonders, mich regt es immer furchtbar auf, wie Frauen dargestellt werden. Mir fällt das wahnsinnig schwer, Filme im Kontext ihrer Zeit zu sehen.
  • Schlager hören – gibt es eine furchtbarere Musikrichtung? Vor allem diese Sauflieder machen mich kirre.
  • Schwarzen Kaffee trinken – ich bin Bitterschmecker. Mir wird richtig schlecht von schwarzem Kaffee, daher trinke ich schwach mit der Hälfte Milch
  • kalt duschen – ich liebe heiß Duschen, am besten so heiß, dass ich hinterher wie eine Himbeere aussehe
  • Pickelausdrückvideos gucken – gibt ja Menschen, die dabei Befriedigung empfinden, ich finde das schon bei mir selbst ekelig.
  • jemandem beim Puzzlen zuschauen, ohne helfen zu dürfen – Geduld ist nicht meine Stärke und das würde mich definitiv auf die Palme bringen. Geht nur, wenn das mein Kind ist, weil dann die Mama.exe meine Ungeduld überschreibt.
  • fehlerhaften Code korrigieren – hat mich im Informatik-Studium überlegen lassen, ob ich es nicht abbreche
  • in einem Raum voller Babykatzen sitzen, aber sie nicht anfassen zu dürfen – dafür braucht es keine Erklärung, oder?

So, das war alles an Kreativität, die ich heute zu bieten haben. Ich verkrümele mich wieder auf die Couch und jammere ein bisschen vor mich hin.

Mein kleiner J | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Auch dieses Jahr habe ich meinem Sohn zum Geburtstag wieder einen Brief geschrieben.

Mein kleiner J,

jetzt bist du schon 4 Jahre alt in den Klamotten eines Fünfjährigen – ernsthaft du wächst zu schnell! Gefühlt war erst gestern dein dritter Geburtstag. Seitdem ist viel passiert. Mittlerweile können wir ganze Gespräche miteinander führen. Du hast so viele Fragen: ab wann ist ein Hochhaus ein Hochhaus, was essen Maulwürfe, wie kann etwas leichter als Luft sein? – und ich liebe es alle deinen Fragen zu beantworten, selbst wenn du sie morgens um 7 Uhr direkt nach dem Aufwachen stellst.

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Blockiert | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Blockiert

Eigentlich wollte ich diesmal einen längeren vielleicht ein wenig kontroverseren Text schreiben, aber ich bin blockiert. Die Hälfte habe ich geschrieben und plötzlich wusste ich nicht mehr, worauf ich genau hinauswollte. Passiert mir gerade oft, vielleicht auch weil ich in letzter Zeit so viel geschrieben habe. Mein Kopf ist einfach ein bisschen leergeschrieben. Deswegen dachte ich, ich sammele mal Orte oder Momente, die mir Inspiration bringen. 

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Der etwas andere Reisebericht | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Der etwas andere Reisebericht

Da euch sicher nicht interessiert, was ich alles in Paris gesehen und gegessen habe, dachte ich, ich schreibe eine unterhaltsamere Version eines Reiseberichts. Mal sehen, ob mir das gelingt.

Dinge, die mich in Paris überrascht haben:

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Ich packe meinen Koffer und nehme mit | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Ich packe meinen Koffer und nehme mit

Ich fahre Morgen nach Paris und da dachte ich, ich teile, was ich so alles einpacken werde.  

Ich packe meinen Koffer und nehme mit:

  • genug quietschebunte Socken, um die Füße auch nach mehreren tausenden Schritten bei Laune zu halten
  • Hosen, auf denen man die Flecken nicht sieht, wenn ich mit Essen kleckere oder irgendwo hochkraxele
  • lustige Pullover/Shirts, damit mich direkt jede*r als Touristin erkennt
  • Lieblingspyjama, damit das fremde Bett ein bisschen zum eigenen wird
  • zweites Paar Schuhe, weil ich in jeder Stadt, die ich besuche einmal in eine Pfütze springen muss
  • ein Buch, dass ich bestimmt nicht lesen werde
  • eine Tüte, in die gefundene Schätze kommen (es werden Steine sein, mein Kind ist ja dabei)
  • ein kaputter Regenschirm, den ich in einem Restaurant vergessen werde
  • kleine Musikbox, damit wir abends zusammensitzen und französische Musik hören können, weil wir eben in Frankreich sind
  • ein extra Staufach für Mitbringsel in meinem Kopf, weil ich all diese Momente und Erinnerungen mit nach Hause nahmen will

Stay positive | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Stay positive

Ich habe keine Ahnung, warum ich immer eher auf die positive als die negative Seite schaue. Ich weiß nicht mal, ob ich das schon immer so mache. Eigentlich ist das ein wenig lustig, weil ich immer wieder depressive Phasen in meinem Leben hatte, aber meine Positivität hat das nie gemindert.

Best Case

Zum einen gehe ich immer davon aus, dass immer der bessere bis beste Fall eintrifft. Mein Kind verletzt sich: Ich gehe davon aus, dass alles in Ordnung ist und auch wenn er jetzt Schmerzen hat, es besser wird und er vollständig heilt. Ich denke nicht darüber nach, was alles sein könnte, weil ich es schlichtweg nicht weiß. Wenn es etwas Schlimmeres ist, kann ich mich immer noch damit auseinandersetzen. Ich hatte nie das Gefühl, dass Menschen, die über den Worst Case nachdenken, besser vorbereitet sind als ich. Ich hatte auch null Angst vor der Geburt, weil ich nie daran dachte, dass etwas schieflaufen kann. Mir war klar, dass es passieren kann, aber ich bin einfach davon ausgegangen, dass alles gut läuft und wenn nicht, dass ich und mein Kind die Situation mit Hilfe meines Mannes und den Ärzt*innen/Hebammen überstehen werden.

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