Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Guilty Pleasure ohne Guilt
Immernoch Stress, immernoch ist mein Hirn ein wenig out of order, aber ich habe zumindest wieder ein paar Ruhepunkte und dachte ich schreibe darüber. Sofort fiel mir das Wort Guilty Pleasure ein und dann habe ich angefangen diesen kleinen Rant über die Bezeichnung zu schreiben.
Warum ich „Guilty Pleasure“ nicht mag
Übersetzt heißt das etwa „schuldiges Vergnügen“. Vergnügen ist klar, aber woher kommt eigentlich diese Schuld? Laut diverser Definitionen, schämt man sich für dieses Vergnügen, weil es gesellschaftlich nicht als anspruchsvoll oder erstrebenswert angesehen wird. Klassischstes Guilty Pleasure ist Trash TV. Wenn man sich allerdings ansieht, wie viele sowas schauen, verstehe ich das „guilty“ noch weniger. Die Gesellschaft schaut das ja anscheinend.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Lange her, dass ich eine Gedankenkritzelei habe ausfallen lassen, aber mit Fieber hatte ich weder Gedanken noch Kritzeleien. So richtig in Stimmung meinen Gedanken freien Lauf zu lassen, bin ich noch nicht, das liegt aber an der Arbeit und daran, dass eine Woche krank echt beschissen ist, wenn man sowieso schon unter Zeitdruck steht. Trotzdem, ich liebe meine Gedankenkritzelei, weil sie mich, zumindest ab und an, aus meiner Komfortzone herausbekommen und mir helfen, Inspirationen zu sammeln. Da ich gerade wirklich gestresst und am Limit bin, dachte ich schreibe eine Liste, mit Dingen, die die Gedanken ohne großen Zeitaufwand entspannen und hoffe, dass ich irgendwas davon mache. Wenn nicht, vielleicht hilft sie ja euch.
Braindumping-Liste
beim Laufen Schritte zählen und z.B. 3 Schritte einatmen und 3 Schritte ausatmen
Tee oder Kaffee an einem Ort ohne Ablenkung trinken
random Stift nehmen und ohne Ziel drauflosmalen und die Zeichnung hinterher zerstören
Gedanken aufschreiben ohne nachzudenken und Blatt hinterher zerstören
Burpees oder andere kurze körperliche Übungen
Tiere in Wolken sehen
Lied einer Musikrichtung hören, die man sonst nicht hört und sich drauf konzentrieren
Stift oder ähnliches balancieren
an Gewürzen riechen
etwas vollkommen Albernes visualisieren, z.B. rosa Elefanten mit Flügeln
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Was an Schnee toll ist
Nach der ersten Freude über Schnee hat sich wohl allgemein die Schneeunmut eingeschlichen und ich höre überall, dass es zu glatt, zu kalt, zu sehr Winter ist. Wir haben in Deutschland mittlerweile so selten Schnee, dass ich das Gefühl habe, für den Schnee mal in die Bresche springen zu müssen. Hier also eine kleine Auflistung…
Was an Schnee toll ist:
Es ist viel heller, wenn es dunkel ist
Man sieht den Müll auf den Straßen nicht mehr
Schneebälle werfen ist sehr befreiend, vor allem wenn der Schneeball jemanden trifft, auf den man wütend ist
Bergab ist man schneller unterwegs, wenn man statt Füßen den Popo benutzt
Heiße Schokolade schmeckt besser
Der orangefarbene Himmel am frühen Abend
Tierspuren im Schnee
Man hat eine gute Ausrede fürs Zuspätkommen
Schneemänner lauern an jeder Ecke
Spielende Kinder im Schnee
Spielende Hunde im Schnee
Schneehassende Katzen mit einer Pfote im Schnee und dann schnell wieder drinnen
Eisbrocken zertreten ist sehr kathartisch
Schlittenfahren, Schneeengel, Schneetunnelbau
Hundeköttel sind gefroren und man kann bedenkenlos über Rasen gehen
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Alte und neue Vorsätze (2026)
Erstmal wünsche ich euch allen einen guten Start ins neue Jahr! Ich habe mal meine Vorsatz-Liste aus 2025 vorgekramt und lasse Revue passieren:
„öfter ohne Anlass Komplimente verteilen oder Leuten sagen, was für tolle Arbeit sie leisten„ Habe ich ganz gut umgesetzt, vor allem dank meinem Kind. Es ist so spannend zu sehen, wie anders er sich gibt, wenn ich ihn lobe und wie er selbst begonnen hat Lob zu verteilen. Trotzdem möchte ich besser werden und das auf Kollegen, meinen Mann und auch das Internet ausweiten
„Postkarten an Unbekannte schicken und ihnen erzählen, wieviel Positives es auf der Welt gibt“ Keine. Bisschen traurig, aber irgendwie hatte ich nicht die Kapazitäten. Dafür habe ich meine guten News jeden Tag gepostet und auf Patreon jetzt schon den 50sten Newspost rausgehauen.
mal ernsthaft mit jemandem von den Zeugen Jehovas sprechen Hat sich wieder nicht ergeben. Die sind irgendwie faul und kommen nicht in den 4ten Stock. Ich gebe es auf.
„Hallo“ in den gängigsten Sprachen zusammen mit dem Kind lernen, wenn das gut läuft auch „Schön dich kennenzulernen“ Wir sind jetzt bei 6 Sprachen, aber wir basteln gerade ein Plakat, auf dem wir das festhalten wollen, damit wir daran denken. Außerdem ist es einfacher das visuell zu haben.
„Menschen nette Notizen hinterlassen, zB meinem Mann, Nachbarn, Kollegen, Freunden…“ Ein paar Mal. Am Ende hat sich das nicht so recht ergeben, aber man kann es auch nicht erzwingen.
„wenn ich das Gefühl habe, nichts zu können, anderen Kunstschaffenden Komplimente über Social Media machen“ Ja und es hat auch mir geholfen. Ich will es auch weiterhin machen.
Fazit und neue Pläne
Nicht alle Vorsätze waren umsetzbar oder sinnvoll, aber ich habe auch nichts unter Zwang probiert. An sich bin ich zufrieden, weil ich jetzt auch nciht unbedingt ambitioniert war. Ich werde wieder einige für 2026 übernehmen und neue aufnehmen.
öfter ohne Anlass Komplimente verteilen oder Leuten sagen, was für tolle Arbeit sie leisten
„Hallo“ in den gängigsten Sprachen zusammen mit dem Kind lernen, wenn das gut läuft auch „Schön dich kennenzulernen“
die Erfolge anderer mehr feiern, auch um zu lernen meine eigenen Erfolge zu feiern
mehr Dinge lokal und von Kunstschaffenden kaufen und weniger über Amazon
statt „Wie geht es dir?“ öfter genau nachfragen und hinhören
weniger mit Trollen mehr mit denen reden, die wegen der Trolle übersehen werden
neue Patreon-Accounts finden, die kaum Follower haben
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Zuerst einmal: Ich wünsche euch schöne Feiertage, egal wie ihr sie verbringt! Nun zu meinen gekritzelten Gedanken…
Vielleicht bin ich ja doch der Grinch
Die erste Zeit meines Erwachsenenalters habe ich damit verbracht, Weihnachten zu hassen, vor allem weil ich mich einsam gefühlt habe. Ich habe dann Anti-Weihnachten, eine Party für Weihnachtsgenervte ins Leben gerufen und das hat zumindest etwas geholfen. Weihnachtlich gestimmt war ich trotzdem nie. Jetzt mit Mann und Kind ist das wieder etwas ganz anderes. Allein bin ich nicht und mit Kind muss man halt auch klassisch feiern. Ich mag unser Weihnachten, aber ich habe kein Weihnachtsgefühl. Bin ich vielleicht doch der Grinch?
Was ich nicht so mag
Ich hasse jetzt per se nichts an Weihnachten, aber es gibt viele Dinge, die ich weniger gut finde. Weihnachtsmärkte finde ich zu voll, Weihnachtsdeko zu kitschig und Weihnachtslieder nuja, sie sind halt da und mein Kind hört sie. Außerdem finde ich die Weihnachtsbaum-Tradition mit echten Bäumen in Zeiten des Klimawandels ebenso fraglich wie den Überkonsum. Und dann ist da noch die Einsamkeit. Ich fühle sie nicht mehr, aber ich muss oft an die Menschen denken, die dieses aufdringliche unausweichliche Gefühl an Weihnachten kennen.
Was ich liebe
Beleuchtung. Die Engelchen, Kugeln und Weihnachtsgnome können gerne abziehen, aber Lichterketten sind das beste an Weihnachten. Es ist so dunkel und es ist so schön, wenn warmes Licht die Wohnungen, Häuser und Straßen erhält. Nur schade, dass viele sie bereits im Januar verschwinden lassen.
In Stimmung sein
Was mir auf jeden Fall fehlt, ist das „in Weihnachtsstimmung sein“. Ich erinnere mich an die Aufregung als Kind, aber nicht so sehr an das festliche Gefühl. Irgendso ein Gefühl war da, aber es ist mehr ein Schatten. Jetzt kann ich mir nicht so recht etwas darunter vorstellen, was das für ein Gefühl sein soll.
Manchmal denke ich, ich hätte kein Problem damit, wenn Weihnachten ausfallen würde, solange nur die Lichter bleiben, dann erinnere ich mich aber an die kleinen Sachen, die ich vermissen würde, wie Adventskalender, Weihnachtsfeiern, leuchtende Kinderaugen und Plätzchen. Vielleicht bin ich doch nicht der Grinch, aber ganz grün bin ich mit Weihnachten trotzdem nicht.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Ein Appell an Kinderbuchautor*innen
Ich habe auf X mal wieder in ein Wespennest gestochen, mit einem Post über meinen Sohn. Er war frustriert darüber, dass in seinem neuen Büchereibuch, niemand so aussieht, wie seine Freunde, weil dort alle Kinder rosa Hautfarbe hatten. Ihm war das irgendwie wichtig, ohne dass wir je darüber geredet haben und ich habe mich darüber gefreut, dass es ihm wichtig ist. Nun ja, hat auf jeden Fall eine braune Welle losgetreten, deswegen dachte ich, ich rühre mal etwas im Sumpf und weite das Thema aus.
Besser spät als nie. 😓 Die liebe Christiane hat wieder den Adventüden/Adventskalender ins Leben gerufen und ich durfte auch mitmachen.
Peter saß in seinem Wohnzimmer und musterte die Engelfigur mit Posaune kritisch, die seine Mutter ihm zum Einzug geschenkt hatte. Es störte ihn nicht, dass sie regenbogenfarben war und glitzerte, sondern der Fakt, dass es Weihnachtsdeko war. Eigentlich wollte er erst mal eine Weile Abstand zu Weihnachten bekommen, denn in seinem Elternhaus sah es zur […]
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Kannerschöpfung
Ich bin erschöpft, so allgemein, allumfassend, aber es ist Freitag und ich will meine Routine nicht aufgeben, also hier ein kleiner Rant über das Wort Burn Out:
Burn Out
Burn Out klingt immer ein bisschen so, als hätte man nicht genug Holz und deswegen kriegt man das Feuer nicht weiter zum Laufen. Es erfasst zwar den Fakt, dass man zu erschöpft ist, aber irgendwie schiebt es wieder die Schuld auf die Einzelperson. Das machen wir bei psychischen Erkrankungen/Zuständen ja sowieso. Such dir Hilfe. Mache dies, mache das. Der Fakt, dass die Person sich keine Hilfe sucht, sollte aber nie als Unvermögen gedeutet worden. Meist gibt es keine Hilfe oder es kann keine erfragt werden.
Kann
Kann ist ein mächtiges Wort. Ich kann das nicht. Trotzdem neigen andere zu, dann Tipps zu geben, aber manchmal ist kann einfach das Ende des Satzes. Danach gibt es keine Leistung mehr, einfach nur so ein Trudeln ohne kann. Davor manchmal auch nicht, weil das Wort kann einfach schon zu viel können voraussetzt und es zu sagen erst recht.
Vielleicht sollten wir Burn Out einfach Kannerschöpfung nennen.
Ps.: Ich deaktiviere die Kommentare nicht, aber ich wäre sehr verbunden, wenn ihr keine Tipps gebt. Gerne aber, ob ihr das Wort passend findet oder andere Wörter für Burn Out besser oder ebenso passen findet.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Das Boykott-Dilemma
Sachen nicht zu machen, die schädlich sind ist logisch. Leute nicht zu unterstützen, die etwas tun, was einem gegen den Strich geht, ist auch logisch. Boykott scheint daher in vielen Fällen der richtige Weg zu sein, aber ist es immer der effektivste? Und wie sieht es aus, wenn aus dem Boykott ein Zwang wird?
Müller Boykott
Anscheinend gibt es genug Menschen, die es beschissen finden, dass „Müller-Milch“ die AFD unterstützt und der Konzern klagt über Einbußen. Yay auf den ersten Blick. Hoffen wir, dass es auch etwas bewirkt und der Konzern nicht einfach nur nach Außen „unpolitischer“ wird. Also, erstmal ein gutes Beispiel. Boykott wirkt. Und Müller ist nicht das einzige Beispiel, dass Boykott funktionieren kann.
JK who shall not be named
Die Autorin von Harry Potter geht aktiv gegen trans Personen vor, nicht nur verbal, sondern sie nutzt auch ihr Vermögen für Transfeindlichkeit. Dumme Nuss, boykottiere ich, ist da eine legitime Reaktion. Aber in der Kunst tut man sich schwer, Werk und Macher*in zu trennen. JK unterstützen will wohl niemand, aber viele sind mit Harry Potter aufgewachsen und das „Universum“ ist mittlerweile größer als die Erfinderin. Ich verstehe Boykott, aber ich verstehe auch, dass Menschen emotional mit dem Werk verbunden sind.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Die Geschichten in meinem Kopf
Manchmal, wenn ich irgendwo stehe und über eine Geschichte nachdenke, sie in meinem Kopf abspielen lassen, frage ich mich, was andere gerade so denken und ich kann es mir schlichtweg nicht vorstellen. Wie hat man nicht ständig Geschichten im Kopf?
Mein Kopf
Wenn mein Kopf nicht beschäftigt ist, greift er sofort nach Geschichten. Meist habe ich gerade eine einzelne dominant in meinem Kopf, die ich durchspiele, immer wieder oder manchmal auch nur meine Lieblingsmomente. Manchmal bin ich so investiert, dass ich die Geschichte nur schwer weglegen kann, aber leider muss man das ab und an, um nicht den Anker zur Realität zu verlieren. Geschichten helfen mir beim Einschlafen, sie trösten mich und lenken mich von Langeweile ab. Geschichten geben meinem Leben einen Sinn, nicht den einzigen Sinn, aber sie sind Teil des Sinngefüges.
Andere Köpfe
Ich mag auch Geschichten, die andere in ihrem Kopf hatten. Es ist ein bisschen wie Voyeurismus, weil ich mir vorstelle, dass die Geschichte bei dem oder der Autor*in auch im Kopf gewohnt und sie oder ihn durch den Alltag begleitet hat. Oft lasse ich mich inspirieren und nehme Teile der Geschichte und schreibe sie in meinem Kopf um, erweitere sie, oder ich nehme nur Aspekte und pflanze sie in eine eigenständige Geschichte. Geschichten inspirieren mich zu mehr Geschichten.
Viele Köpfe
Weil andere Geschichten so eine große Inspirationsquelle sind, schreibe ich meine Geschichten auch auf, denn mein größter Wunsch ist, dass auch meine Geschichten jemanden inspirieren. Ein wenig gruselig finde ich es schon, dass das, was so lange Zeit in meinem Kopf gewohnt hat, plötzlich in einen anderen Kopf einzieht, aber auch schön, so Verbindungen zu jemanden zu schaffen. Vielleicht wächst in dem Kopf der anderen Person daraus eine neue Geschichte und vielleicht zieht diese Geschichte, dann wieder bei jemand anderem ein, wie ein Geschichtennetzwerk. Ich finde die Vorstellung schön, auch wenn sie vielleicht ein wenig verrückt ist.
„Authors. We write to pretend we’re not crazy for talking to ourselves.“ – Richie Norton