Katzenelfchen | Der Dienstag dichtet

Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Wir haben jemand Neues in der Liste (seit letzter Woche, ich habe es da nur verpeilt). Willkommen Zielstrebig bei den Dienstagsdichtern. 😇

Katzenelfchen

1.
mittagsschlafwecker
neugierige schnuppernase
stubbst und schnurrt
an ohr, wange, kinn
schnurhaargekitzel

2.
leisetreter
schleicht langsam
durch dunkle zimmer
hat schabernack im sinn
RUMMMS

3.
abendroutine
spitze pfötchen
drehen kleine kreise
mit schwung im schoß
schnurrambiente

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kotzelfchen | Der Dienstag dichtet

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Das Kind hat zum ersten Mal einen Magen-Darm-Virus angeschleppt. Ich lese eure Gedichte Morgen.

kotzelfchen

magenkluckern
leichtes stechen
wird zu unbehagen
gebete an dir keramikgötter
rotavirenparty

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oll | Gedankenkritzelei

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oll

wenn wir ausgedient haben, hängen
wir einfach so rum. oll, unbrauchbar,
nutzlos. da, um da zu sein. wenn wir
ausgedient haben, chillen wir einfach
so rum. vielleicht können wir ja etwas
festhalten. anderes olles zum beispiel.

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rasen | Der Dienstag dichtet

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rasen

rasen, der
grün, riecht im sommer gut.
lasse mich fallen, kitzeln,
schlummere ein. zwischen
den zehen. eine blume.

rasen, das
rot, rennend. durch meinen
kopf. vor und zurück, ohne
sinn und ziel. zwischen den
windungen. eine bombe.

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ein wimpernschlag | Der Dienstag dichtet meets lyrimo

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Es ist endlich wieder lyrimo und diesen Dienstag nehme ich die Aufgabe mal mit. Alles zum lyrimo könnt ihr hier lesem: Klick!

ein wimpernschlag

vorbei. ein schmetterling, ein
wimpernschlag. stunden in
millisekunden. tage in wenigen
momenten. 50, 60, 90, fast 100
zentimeter. du wächst, erwächst,
über dich hinaus. ich will dich
fangen, bremsen, stoppen und
schaue doch nur zu.

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der wahre horror | Der Dienstag dichtet

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HAPPY HALLOWEEN!

der wahre horror

den blick nicht abwenden. ich halte mein
kinn gerade. meine linke hand wandert
richtung augen. einen spalt lasse ich. ein
schrei. ich zucke zusammen. adrenalin
schwappt wie ein tsunami über mein
gehirn. meine beine zur flucht bereit. die
rechte hand krallt sich in die kuscheldecke.
entspannung. nur kurz. die musik wird
lauter. ein monster, ein geist, hexe, cthulhu,
aliens. etwas lauert, wartet, greift gleich an.
blut spritzt, gut dosiert, ein paar gedärme.
ich schüttele mich. eine umarmung, jeder
stirbt und alles ist offen. die hexe fliegt auf
ihrem besen davon, das monster im schrank
geht schlafen und der geist macht einen
wohlverdienten spazierflug. nur der wahre
horror läuft noch. unbemerkt auf einem
anderen kanal. die täglichen nachrichten.

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während wir das goldene bewundern | Der Dienstag dichtet

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während wir das goldene bewundern

während wir das goldene bewundern.
sie leben in großen räumen mit riesigen
fußabdrücken. sie klauen geld, träume,
luft, zukunft. während wir das goldlose
beneiden. sie leben in kleinen räumen
auf mäusepfoten. sie kriegen geld,
essensreste, entglitzerte kleidung. in
einer idealen welt würden neid und
missgunst bei den reichen wachsen und
nicht bei den armen.

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und manchmal fällt die kälte vonbäumen | Der Dienstag dichtet


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und manchmal fällt die kälte von
bäumen

und manchmal fällt die kälte von
bäumen. blau ist sie, milchig, weiß.
ich drehe sie um, finde kaminfeuer.
orange, gelb, rot. und decken. bunt,
flauschig. lustige prints mit avocados
und faultieren. nun ist er da. kälte auf
pickliger blasser haut und hitze auf
rot leuchtenden wangen.

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honigwörter | Der Dienstag dichtet

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honigwörter

honigwörter, schokosätze und ein paar
silben gurkensaure realität. als topping
gibt es floskelstreusel. bunt. mit ein wenig
glitzer. dann wird umgerührt. wieder und
wieder. bis das was oben ist unten liegt und
nur noch das wahr ist, was wahr sein darf.
blub. wenn eine kleine luftblase von unten
nach oben steigt, trifft sie auf mit marmelade
verklebte ohren. ich möchte ein sauberes glas
reichen. möchte, dass alle das menü lesen
müssen. möchte die buttercremelügen nehmen
und in den ausguss schütten. aber ich bin nur
ein löffel, eine kleine gabel, ein zahnstocher.
ich reiche das küchentuch. wenn sie sich den
mund abwischen, ist es rot. fein säuberlich wird
es zusammengefaltet in die wahlurne gesteckt.

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