Mein kleiner J | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Auch dieses Jahr habe ich meinem Sohn zum Geburtstag wieder einen Brief geschrieben.

Mein kleiner J,

jetzt bist du schon 4 Jahre alt in den Klamotten eines Fünfjährigen – ernsthaft du wächst zu schnell! Gefühlt war erst gestern dein dritter Geburtstag. Seitdem ist viel passiert. Mittlerweile können wir ganze Gespräche miteinander führen. Du hast so viele Fragen: ab wann ist ein Hochhaus ein Hochhaus, was essen Maulwürfe, wie kann etwas leichter als Luft sein? – und ich liebe es alle deinen Fragen zu beantworten, selbst wenn du sie morgens um 7 Uhr direkt nach dem Aufwachen stellst.

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die konsumhasen | Der Dienstag dichtet


Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

die konsumhasen
da hüpfen sie wieder in scharen. gold, lila,
sitzend, stehend, glitzernd, knusprig, weiß,
dunkel. anscheiend nicht afd-konform. aber
ja, die hasen sind wieder da. süß sind sie.
ein bisschen sinnlos, weil so richtig haben
sie nichts mit ostern zu tun. aber das, was
feste definiert, schreiben schließlich nicht
mehr traditionen sondern unternehmen vor.

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Blockiert | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Blockiert

Eigentlich wollte ich diesmal einen längeren vielleicht ein wenig kontroverseren Text schreiben, aber ich bin blockiert. Die Hälfte habe ich geschrieben und plötzlich wusste ich nicht mehr, worauf ich genau hinauswollte. Passiert mir gerade oft, vielleicht auch weil ich in letzter Zeit so viel geschrieben habe. Mein Kopf ist einfach ein bisschen leergeschrieben. Deswegen dachte ich, ich sammele mal Orte oder Momente, die mir Inspiration bringen. 

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lebensweißnichtheiten | Der Dienstag dichtet


Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

lebensweißnichtheiten

zwischen improvisation und
gespielter ahnung. die vita ein
flickenteppich. der tag ein
sammelsurium aus versuchen.
manchmal klappt es. aber frag
mich nicht um rat. ich bin nur
experte für lebensweißnichtheiten.

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Der etwas andere Reisebericht | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Der etwas andere Reisebericht

Da euch sicher nicht interessiert, was ich alles in Paris gesehen und gegessen habe, dachte ich, ich schreibe eine unterhaltsamere Version eines Reiseberichts. Mal sehen, ob mir das gelingt.

Dinge, die mich in Paris überrascht haben:

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steinalt | Der Dienstag dichtet


Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Ich bin gerade in Paris und lass es da krachen. Eure Dienstagsgedichte lese ich am Donnerstag, wenn ich nicht mehr mit Baguette- und Crêpe-Essen beschäftigt bin. Ich winke euch vom obersten Teil des Eifelturms zu.

steinalt

und dann bin ich plötzlich aufgerundet.
habe wieder etwas hinter mir gelassen.
einen vibe, eine definition, ein teil meines
selbst. über nacht ist die haut schlaffer
und die wehwehen lauter geworden. mit
lachweinenden augen schmiere ich etwas
antifaltencreme in die neue null und
schreibe steinalt in meine vita.

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Ich packe meinen Koffer und nehme mit | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Ich packe meinen Koffer und nehme mit

Ich fahre Morgen nach Paris und da dachte ich, ich teile, was ich so alles einpacken werde.  

Ich packe meinen Koffer und nehme mit:

  • genug quietschebunte Socken, um die Füße auch nach mehreren tausenden Schritten bei Laune zu halten
  • Hosen, auf denen man die Flecken nicht sieht, wenn ich mit Essen kleckere oder irgendwo hochkraxele
  • lustige Pullover/Shirts, damit mich direkt jede*r als Touristin erkennt
  • Lieblingspyjama, damit das fremde Bett ein bisschen zum eigenen wird
  • zweites Paar Schuhe, weil ich in jeder Stadt, die ich besuche einmal in eine Pfütze springen muss
  • ein Buch, dass ich bestimmt nicht lesen werde
  • eine Tüte, in die gefundene Schätze kommen (es werden Steine sein, mein Kind ist ja dabei)
  • ein kaputter Regenschirm, den ich in einem Restaurant vergessen werde
  • kleine Musikbox, damit wir abends zusammensitzen und französische Musik hören können, weil wir eben in Frankreich sind
  • ein extra Staufach für Mitbringsel in meinem Kopf, weil ich all diese Momente und Erinnerungen mit nach Hause nahmen will

gealterte liebe | Der Dienstag dichtet


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gealterte liebe

mit der zeit bekommt sie ein bisschen
alltagspatina. die schmetterlinge brauchen
eine pause, das verliebte lächelgesicht
etwas entspannung und der verträumte
blick fokussiert sich auf das normale leben.
anderes rückt in den vordergrund, lässt
die liebeschwüre der einkaufsliste weichen.
aber sie sind noch da. haben sich fest
verwoben in das wir. stehen zwischen
milch und äpfeln. kneifen kichernd in
eine sich anbietende pobacke.

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Stay positive | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Stay positive

Ich habe keine Ahnung, warum ich immer eher auf die positive als die negative Seite schaue. Ich weiß nicht mal, ob ich das schon immer so mache. Eigentlich ist das ein wenig lustig, weil ich immer wieder depressive Phasen in meinem Leben hatte, aber meine Positivität hat das nie gemindert.

Best Case

Zum einen gehe ich immer davon aus, dass immer der bessere bis beste Fall eintrifft. Mein Kind verletzt sich: Ich gehe davon aus, dass alles in Ordnung ist und auch wenn er jetzt Schmerzen hat, es besser wird und er vollständig heilt. Ich denke nicht darüber nach, was alles sein könnte, weil ich es schlichtweg nicht weiß. Wenn es etwas Schlimmeres ist, kann ich mich immer noch damit auseinandersetzen. Ich hatte nie das Gefühl, dass Menschen, die über den Worst Case nachdenken, besser vorbereitet sind als ich. Ich hatte auch null Angst vor der Geburt, weil ich nie daran dachte, dass etwas schieflaufen kann. Mir war klar, dass es passieren kann, aber ich bin einfach davon ausgegangen, dass alles gut läuft und wenn nicht, dass ich und mein Kind die Situation mit Hilfe meines Mannes und den Ärzt*innen/Hebammen überstehen werden.

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frühlingswecker | Der Dienstag dichtet


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frühlingswecker

langsam brechen farbwellen durch das grau
der letzten kälte. aus frühjahrsquellen sprudeln
vogelzwitschern, bienensummen, kinderlachen,
flügelschlagen, libellensurren, wurzelstrecken
und das erste unter mänteln hervorlugende
sommerkleiderflattern. ein hauch krokusse
weht darunter davor. der duft von warmer
nasser erde, bärlauch und das versprechen
von osterfeuer verfangen sich in der luft. eine
entblößte wade wird von der sonne sanft
gestreichelt und der wind weht wärme in
blasse haut. vom baum fällt das letzte blatt
des vergangenen jahres, weicht dem neuen
erwachensraum. nun ist es zeit aufzustehen,
auch wenn mancheiner selbst die tosende
farbpracht verschläft.

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