Bunt | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für Mai beinhaltet die Worte „Kompromiss, cool, abziehen“.

Von meinem bunt-liebenden Kind inspiriert, dessen Lieblingsfarbkombination in der Mützenfarbe Niederschlag findet.

Bunt

Nachdem Julian die Mütze abgezogen hatte, fühlte er sich besser. Grau. Auch wenn er sich über Geschenke von seiner Oma freute, sie neigte dazu, ihm Farbloses zu schenken und er liebte bunt. Ihm war es egal, ob seine Kleidung modern, stylisch oder cool war, er wollte aussehen wie eine Frühlingswiese im Sonnenschein. Aber was machte er mit dieser grauen Mütze? Die Form war super. Es war ein leichter Beanie, dünn genug, dass er sie auch an warmen Bad-Hair-Days anziehen konnte. Außerdem besaß die Mütze eine Art Hubbel am Ende, sodass es, wenn er sie anhatte, fast so aussah als würde er Öhrchen darunter verstecken. Nur diese Farbe ging so gar nicht.

Weiterlesen „Bunt | abc.etüden“

abendliche reise | Der Dienstag dichtet


Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

abendliche reise

tanzen über meine hände. ich atme
buchstaben ein und worte aus. lasse
meine augen durch welten flattern,
meine gedanken in ideen anderer
baden. zur schlafenszeit ist schluss.
die augen zu, der kopf ruht. nur ein
wanderndes lesezeichen erzählt
noch von der abendlichen reise.

Weiterlesen „abendliche reise | Der Dienstag dichtet“

Die 5 Sinne des Mama-Seins | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Die fünf Sinne des Mama-Seins

Mama-Sein schmeckt nach…
kaltem Kaffee
Frühstücksdosen-Resten
angebissenen Keksen
heimlicher Schokolade
sonneneingecremter Haut mit einem Hauch Apfelmus

Weiterlesen „Die 5 Sinne des Mama-Seins | Gedankenkritzelei“

Das „süße Köter“-Problem | Impulswerkstatt

Zettel und Federhalter. Über dem Federhalter steht Impulswerkstatt

Dies ist ein Text zu der Impulswerkstatt von Myriade. Ziel ist es etwas Kreatives zu vorgeschlagenen Bildern oder zu einer Schreibaufgabe zu erstellen. Hier könnt ihr alles darüber lesen: *KLICK*
Die aktuellen Bilder und Mosaikstücken zur aktuellen Impulswerkstatt findet ihr hier: *KLICK*

Eine Geschichte zum Literaturzitat von Arthur Schnitzler: „Jedes Wort hat fließende Grenzen. Diese Tatsache zu ästhetischer Wirkung auszunützen ist das Geheimnis des Stils.“

Das „süße Köter“-Problem

 „So ein süßer Köter“, sagte Georg und streichelte den Hund von Frau Kilian, seiner Nachbarin.

„Bitte was?“, fragte diese mit Empörung in der Stimme.

„Ein süßer Köter sagte ich“, widerholte Georg und zwinkerte ihr zu.

Die ältere Dame sah Georg verwirrt an, dann wünschte sie ihm einen schönen Abend und verschwand in ihrem Haus. Nachdenklich ging Georg zur Einfahrt seines Hauses, als ihm seine Frau aus dem Küchenfenster zurief: „Sag mal, kannst du Koko suchen? Der soll reinkommen, es soll heute regnen.“

Georg nickte. „Klar rufe ich unseren schönen Flohfänger.“

Karin zog eine Augenbraue hoch. „Dein neustes Sprachexperiment?“

Weiterlesen „Das „süße Köter“-Problem | Impulswerkstatt“

wutwindungen | Der Dienstag dichtet


Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

wutwindungen

ein bisschen wut wütet wie ein tsunami
durch meinen bauch. schiebt niere, milz
und leber beiseite, verheddert sich in
darmwindungen. dann ist es plötzlich still.
die wut ebbt ab, ruht neben dem täglichen
durchlauf aus scheiße. geweckt wird sie
erst wieder, wenn die zu verdauenden
stückchen zu groß werden.

Lest auch bei:

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Nachtwandlerin
Gedankenweberei
Erinnerungswerkstatt
Lebensbetrunken
Dein Poet
Geschichte/n mit Gott
Suses Buchtraum
Wortmann
Traumspruch
Lyrik trifft Poesie
Voller Worte
Zielstrebig
Puzzleblume
wolkenleer
Querfühlerin
L wie

Sehen wir „mausgerutscht“ Vorfälle zu eindimensional? | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Sehen wir „mausgerutscht“ Vorfälle zu eindimensional?

Ich schreibe gerade an einem Text über Kunst, bin aber immer noch blockiert. Die Frage, was Kunst eigentlich ist, ist nicht einfach zu beantworten, auch, wenn ich für mich schon eine Antwort gefunden habe, ich habe Probleme, das zu vermitteln. Zwischenzeitlich war ich soweit, einfach eine komplizierte Überschrift zu wählen und dann nur „alles“ zu schreiben. Hätte immerhin einen Schmunzelfaktor. Nun gut, der Text ist aber nicht fertig, nicht einmal annähernd, also dachte ich, ich schreibe über die Unmöglichkeit, seine Gedanken genau so zu formulieren, dass sie genau das meinen, was man sagen will.

Weiterlesen „Sehen wir „mausgerutscht“ Vorfälle zu eindimensional? | Gedankenkritzelei“

Misslungenes Frühstück | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für April beinhaltet die Worte „Ameisen, unmenschlich, quellen “.

Misslungenes Frühstück

Langsam goss Martina Wasser zu dem bröseligen Pulver und beobachtete, wie das Gemisch kleine Blubberbläschen formte. Einige Stellen wurden bereits schleimig, andere hielten noch an ihrer trockenen Form fest. Wenn eine Blase platzte, flohen daraus hellbraune Teilchen, die wie Ameisen aussahen und stürzten sich in das Wassergemisch. Sie sah nochmal auf die Zubereitungsanleitung auf der Rückseite der Verpackung, fand jedoch nichts dazu, ob sie das Gemisch rühren sollte oder nicht, also ließ sie es.

Weiterlesen „Misslungenes Frühstück | abc.etüden“

wie sich schreiben derzeit anfühlt | Der Dienstag dichtet


Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

wie sich schreiben derzeit anfühlt

vibrieren in meinen windungen,
kreisen in manischen pirouetten.
fließen durch poren, nerven, venen.
ich lausche dem wahnsinn, fange
ihn ein und banne ihn auf weiße
seiten. unsichtbar. parallel findet
das leben statt. ich bin ein teil.
irgendwie. aber nie ganz.

Weiterlesen „wie sich schreiben derzeit anfühlt | Der Dienstag dichtet“

Dinge, die ich lieber machen würde, als krank zu sein | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Dinge, die ich lieber machen würde, als krank zu sein

Ich bin mal wieder krank und etwas frustriert, daher hier eine Liste an Dingen, die ich lieber machen würde, als schon wieder krank zu sein:

  • die Toiletten nach einer Uni-Party reinigen – nie in meinem Leben habe ich dreckigere Toiletten gesehen. Die hätten da auch Eimer hinstellen können statt Kloschüsseln.
  • einen schwarz-weiß Liebesfilm sehen – nicht nur, mag ich Liebesfilme nicht besonders, mich regt es immer furchtbar auf, wie Frauen dargestellt werden. Mir fällt das wahnsinnig schwer, Filme im Kontext ihrer Zeit zu sehen.
  • Schlager hören – gibt es eine furchtbarere Musikrichtung? Vor allem diese Sauflieder machen mich kirre.
  • Schwarzen Kaffee trinken – ich bin Bitterschmecker. Mir wird richtig schlecht von schwarzem Kaffee, daher trinke ich schwach mit der Hälfte Milch
  • kalt duschen – ich liebe heiß Duschen, am besten so heiß, dass ich hinterher wie eine Himbeere aussehe
  • Pickelausdrückvideos gucken – gibt ja Menschen, die dabei Befriedigung empfinden, ich finde das schon bei mir selbst ekelig.
  • jemandem beim Puzzlen zuschauen, ohne helfen zu dürfen – Geduld ist nicht meine Stärke und das würde mich definitiv auf die Palme bringen. Geht nur, wenn das mein Kind ist, weil dann die Mama.exe meine Ungeduld überschreibt.
  • fehlerhaften Code korrigieren – hat mich im Informatik-Studium überlegen lassen, ob ich es nicht abbreche
  • in einem Raum voller Babykatzen sitzen, aber sie nicht anfassen zu dürfen – dafür braucht es keine Erklärung, oder?

So, das war alles an Kreativität, die ich heute zu bieten haben. Ich verkrümele mich wieder auf die Couch und jammere ein bisschen vor mich hin.