Guilty Pleasure ohne Guilt | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Guilty Pleasure ohne Guilt

Immernoch Stress, immernoch ist mein Hirn ein wenig out of order, aber ich habe zumindest wieder ein paar Ruhepunkte und dachte ich schreibe darüber. Sofort fiel mir das Wort Guilty Pleasure ein und dann habe ich angefangen diesen kleinen Rant über die Bezeichnung zu schreiben.

Warum ich „Guilty Pleasure“ nicht mag

Übersetzt heißt das etwa „schuldiges Vergnügen“. Vergnügen ist klar, aber woher kommt eigentlich diese Schuld? Laut diverser Definitionen, schämt man sich für dieses Vergnügen, weil es gesellschaftlich nicht als anspruchsvoll oder erstrebenswert angesehen wird. Klassischstes Guilty Pleasure ist Trash TV. Wenn man sich allerdings ansieht, wie viele sowas schauen, verstehe ich das „guilty“ noch weniger. Die Gesellschaft schaut das ja anscheinend.

Wer ist die beurteilende Gesellschaft?

Ich glaube, das ist irgendein Konstrukt, dass nur in unseren Köpfen lebt. Statt Thrash TV soll „man“ wohl lieber anspruchsvolle Filme sehen, wobei wohl der Großteil der Filme nicht unbedingt anspruchsvoll ist. Einen hirnlosen Actionfilm (ich liebe die btw) zu sehen, scheint akzeptierter zu sein als Thrash TV, dabei würde ich beiden Seherlebnissen unterstellen, dass sie nicht bilden. Sollen sie aber auch gar nicht. Unterhaltung soll unterhalten und einen vom Alltag ablenken. Warum sollte eine Gesellschaft das verurteilen?

Vergnügen ohne Schuld

Statt also von Guilty Pleasure zu sprechen und unsere Freizeitaktivitäten unter Gesichtspunkten zu bewerten, die sowieso niemand gerecht werden kann, sollten wir sie einfach als Vergnügen bezeichnen. Denn es ist ja nichts Anderes. Statt zu bewerten, sollten wir lieber genießen. Es geht nicht um Bildung, sondern um Entspannung, Ablenkung, Hirnlüften und gute Gefühle.

Ein Kommentar zu „Guilty Pleasure ohne Guilt | Gedankenkritzelei

  1. Damals bei den „5 Besten“ hab es auch mal eine Frage nach diesem Guilty Pleasure. Da musste ich auch erstmal googlen. 🙂

    Das Wichtigste ist, dass man für sich selbst das Beste annimmt und wenn dazu gehört, dass man Trash TV, Popcorn Filme oder sonst etwas schaut oder liest, dann ist das eben so. Wem es nicht passt, der soll gehen und fertig. Ich gestalte mein „Vergnügen“ für mich selbst und nicht für Schichten oder Gruppierungen oder Einzelne.

    Ich mach mir nicht mal für 5 Pfennige Gedanken darüber, ob irgendetwas ein „Guilty Pleasure“ wäre. Das mir etwas gefällt, ist das Einzige, was wirklich zählt. Für die Anderen: Da hinten ist die Tür und tschüss. 😉 🙂

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