herbstlaubmeer | Der Dienstag dichtet



Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

herbstlaubmeer

über mir rauscht es, unter mir
raschelt es. ich grabe meine nase
tief in die herbstwaldluft ein. atme
orangetöne, rotnuancen und das
sich langsam verflüchtigende grün.
am rande modert es. riecht nach
vergänglichkeit, nach herannahender
kälte und dunkelheit. nur wenn ich
die augen schließe. offen ertrinken
meine sinne im herbstlaubmeer.


Lest auch bei:

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Nachtwandlerin
Gedankenweberei
Erinnerungswerkstatt
Lebensbetrunken
Dein Poet
Geschichte/n mit Gott
Suses Buchtraum
Wortmann
Traumspruch
Lyrik trifft Poesie
Voller Worte
Zielstrebig
Puzzleblume
wolkenleer
Querfühlerin
L wie

8 Kommentare zu „herbstlaubmeer | Der Dienstag dichtet

  1. Der Geruch von nassem Laub, von nasser Erde, das Gerassel der Blätter und die Farben sind wie eine Droge, finde ich. Sie öffnen die Sinne, verwöhnen uns und flüstern uns Lieder ins Ohr.

    Ich liebe den Herbst, so wie Du es auch wohl tust.

    Gefällt 1 Person

Hinterlasse einen Kommentar