* * * | Der Dienstag dichtet

Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Notiz an solche, die Screenreader nutzen: nach „ich schenke euch“ kommen nur noch Sternzeichen kein Text mehr

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freiheit! rufen sie und pflücken echauffiert
alle sterne vom himmel. die hat man früher
auch nicht gebraucht. als die erde noch eine
scheibe sein durfte, sagen sie und klopfen sich
selbst auf die schulter. forschende, wissende,
reisende, kunstschaffende, feuerwehrpersonen,
menschen zucken mit den schultern. früher war
es dafür aber auch dunkel. hier ich schenke euch
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20 Kommentare zu „* * * | Der Dienstag dichtet

      1. Ach, so habe ich das gar nicht gesehen. Ich hatte es so verstanden, dass viele uns einfach die Sterne vom Himmel pflücken, obwohl wir gar nicht danach verlangt haben.
        Aber das mit den Gendersternchen ist natürlich ein Punkt. Und ehrlich gesagt, sehe ich das in letzter Zeit zunehmend anders. Worte haben solche Gewalt und Macht auch für Einschränkungen, dass man sagen muss: wer eine freie Welt will, der muss auch alles beim richtigen Namen nennen dürfen und nicht die alten Denkweisen (Frauen gehören an den Herd und haben kein eigenes leben zu gestalten) weiter hochhalten. Wir sind noch so verklebt in uraltem Denken und Rieten und müssen einfach zulassen, dass dies auch über die Sprache aufgebrochen wird.

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      2. Genau. Vor allem weil sich Sprache sowieso wandelt. Man kann sie mit Regeln gar nicht einfangen. Auch wenn es im Denken immer mal wieder Rückschritt aus Angst gibt, am Ende kann man Wandel nicht aufhalten.

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