„Einer ist kein Paar“ | Writing Friday Special

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Heute mein Text zu dem Writing Friday Winter Special von Elizzy. Bis zum 24ten wird jeden Tag von einem anderen Blogger ein Text veröffentlicht. Vor mir war die Corly mit ihrer Adventskalendergeschichte dran und nach mir wird sich Lisa von lisaszeilenliebe kreativ austoben. Eine Übersicht findet ihr auf Elizzys Seite.

 

Einer ist kein Paar

Paul hasste die Weihnachtszeit, denn es gab immer diesen einen Tag, an dem er nichts als Einsamkeit spürte. Dieser Tag war heute.

Es hatte den Morgen geschneit. Während der Schnee am Anfang noch weiß und glitzernd die Gehwege, Straßen und Gärten bedeckt hatte, lag jetzt überall beiger Matsch. Alles sah so deprimierend aus. Die Bäume waren kahl, die Kälte war fassbar und der matschige braune bis gelbe Schnee unterstrich die Trostlosigkeit.

Paul war traurig. Noch mehr als der misslungene Schneetag betrübte ihn der Abend. Es war bereits eine Weile dunkel und die Kälte kroch an ihm hinauf und in ihn hinein. So saß er hier im Dunkeln auf der Veranda und beobachtete die Menschen in der Nachbarschaft.Weiterlesen »

„Der Schneemann“ | Writing Friday KW48

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegeben Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Wieder etwas Kürzeres. So richtig wollte mich die Muse nicht küssen. Schreiben entspannt mich zwar, aber gestresst springt der Funke nie so über wie, wenn ich Ruhe habe.

Thema: Ein Schneemann erzählt aus seinem Leben.

Es ist mal wieder so weit: Winter, Schnee, lästige kleine Bratzen, noch mehr Schnee, Schneemänner
und gottbewahre Schneefrauen.

Früher war Schneemann sein toll. Jedes Jahr wurde ich zum Leben erweckt und jedes Jahr bekam ich
eine ähnliche Form. Drei Schneebälle, nach oben hin kleiner werdend. Kohlen für Augen, Mund und Knöpfe. Eine Möhre als Nase und wenn es ein gutes Jahr war einen Besen und einen Hut. Mal war ich kleiner, mal größer. Einmal fast 2,50 Meter. Da stand ich in voller Pracht mitten auf einem
Marktplatz. Das waren schöne Tage.

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„Außerhalb der Jahreszeit“ | Writing Friday – KW47

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegeben Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Diesmal etwas dystopisch. Meine Woche war echt bescheiden, da dachte ich, so ein kleines Weltuntergangsszenario kann auch nicht schaden. 😉

Thema: Erzähle wie die Welt aussehen würde, wenn es überall nur noch eine Jahreszeit geben würde.

Wir haben keinen Namen dafür, aber früher hat man dazu Jahreszeit gesagt und es war das Natürlichste der Welt. Wetter gibt es immer noch, doch das wird durch einen Computer gesteuert.
Ab und an muss es regnen, damit die Pflanzen, die auf freien Flächen gepflanzt wurden, überleben.

Ihre Fortpflanzung ist genetisch bestimmt und so getimed, dass es keinen übermäßigen Pollenflug
oder zu viel Laub gibt. Früher bestimmte das die Natur, heute spielen wir Menschen Gott.
Spielen. Denn wenn wir wie Gott wären, müssten wir nicht unter Kuppeln, sondern könnten unter
freiem Himmel leben. Mit Jahreszeiten und Wetter, dass einfach passiert.

Ich weiß nicht einmal, ob es das „Draußen“ gibt. Man sagt uns, der Planet sei tot gewesen und
regeneriere sich. Man darf aber erst mit 35 Jahren hinausblicken. Warum sagt niemand. Vielleicht gibt es auch draußen keine Jahreszeiten mehr.

Ich wüsste gerne wie es sich früher angefühlt hat. Ich wünsche mir echten Schnee, echte Sonne, Wälder voller Laub und Wiesen voller Frühlingsblumen. Ich würde gerne Spazierengehen und plötzlich von einem Gewitter überrascht werden. Man sagt der Frühling sei am unberechenbarsten gewesen. April April er macht was er will. Unser April macht, was die Computer sagen.

Ich bin im April geboren. An dem Tag hat es zwischen 2 und 3 Uhr nachts geregnet, kurz bevor ich geboren wurde. Es regnet jede Nacht zwischen 2 und 3 Uhr und wenn die Luftfeuchtigkeit angepasst werden muss nochmals zwischen 10 und 11 Uhr, aber nur nach vorheriger Ankündigung. Ich geh dann raus und tanze im Regen. Im T-Shirt. Wenn ich reinkomme ist mir warm. Unser Regen hat die Temperatur unserer Luft. Ich habe bisher nur einmal gefroren, als ich sehr krank war.

Wie es sich wohl anfühlt, wenn die Nase rot vor Kälte wird und die Finger blau? Ich sehe das immer
auf alten Fotos und Gemälden, aber so richtig vorstellen kann ich mir das nicht. Einmal habe ich mich
vor den Kühlschrank gestellt, ganz nah, aber der Kühlschrankalarm ging los und meine Mutter zwang mich, ihn zu schließen. Wir müssen sparsam sein mit der Energie. In der Schule wird uns immer gesagt, dass wir unsere Umgebung nicht als selbstverständlich hinnehmen sollen. Wir seien ein Teil davon. Alles was wir nehmen, muss wieder ersetzt werden. Unsere Vorväter und -mütter haben das nicht getan, deswegen gibt es Tiere nur noch in den Tierkuppeln.

Wenn ich groß bin, will ich in so einer Kuppel arbeiten. In einer mit Eis. Vielleicht kann ich mich um Pinguine und Eisbären kümmern. Dann ist es zwar immer kalt, aber besser als immer lauwarm.

„Aufruf zur Revolte“ | Writing Friday – KW46

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegeben Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Da ich kaum Zeit habe, diesmal etwas Kürzeres.

Thema: Du bist eine kleine Schneeflocke, plötzlich wird beschlossen, dass es keinen Winter mehr geben wird. Erzähle wie du dich fühlst.

Aufruf zur Revolte!

Liebe Mitflocken und -flockinnen,

wie ihr alle mitbekommen habt, haben das oberste Flockenheer und die Kaltwetterbrigade beschlossen, dass es keinen Winter mehr geben soll, bis die Menschen aufhören unseren Planeten zu zerstören.

Ich halte das für eine schlechte Idee und will euch zum Protest aufrufen!

Wir Schneeflocken können nichts für die Dummheit der Menschen. Warum sollte uns verwehrt sein, auf die Erde zu fliegen und anschließend wieder hinauszusteigen?
Wir Schneeflocken fallen vom Himmel und zaubern einen weißen Teppich über die Landschaft. Das ist unsere Pflicht, aber vor allem auch unsere Freude.Weiterlesen »

„Der Multiple Choice Wunsch“ | Writing Friday – KW45

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegeben Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Ich bin wieder fit und hatte Lust etwas Humorvolles zu schreiben. Deswegen habe ich das Thema etwas freier interpretiert.

Thema: Wenn du zwischen den Fähigkeiten „Fliegen“, „Durch die Zeit reisen“, „Gedanken lesen“ und „Zaubertränke herstellen“ wählen könntest, welche würdest du haben wollen und was würdest du damit anstellen?

„Weil du mich gerettet hast, gewähre ich dir einen Wunsch.“ Die Fee sah mich genervt an. „Da Menschen aber ganz furchtbar im formulieren ihrer Wünsche sind und es deswegen schon sehr viele Missverständnisse gab – das mit Jonas und dem Wal tut mir bis heute wirklich leid, aber er hat nicht gesagt, auf einem Schiff übers Meer reisen – hast du nun einen Multiple Choice Wunsch.“

„Was?“ Ich war verwirrt, vor allem darüber, dass es überhaupt so etwas wie Feen gab. Dabei wollte ich im Park nur mit meinem Hund spazieren gehen.

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„Henriette“| Writing Friday KW44

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegeben Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Die Geschichte habe ich gestern Abend noch schnell geschrieben. Da ich heute nicht längere Zeit sitzen kann (krank sein ist super), kriegt ihr sie jetzt einfach unüberarbeitet und unkorrigiert.
Hoffe mir geht es das Wochenende besser, damit ich die anderen Beiträge lesen kann.

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz „Henriette war eine ganz einfache Fee. Was jedoch niemand wusste war…“ beginnt.

Henriette war eine ganz einfache Fee. Was jedoch niemand wusste war, dass sie lieber eine Elfe sein wollte. Nun dachten die meisten Menschen, dass Feen und Elfen dasselbe sind, aber dem war nicht so.

Vor der Globalisierung lebten Elfen und Feen vollständig getrennt voneinander, ohne voneinander zu wissen. Elfen kamen aus den nördlichen Ländern und Feen aus den südlichen. Elfen kämpften, erlebten Abenteuer und Feen halfen den Menschen. Es gab gute und böse Feen, aber keine über die man wirklich viel zu sagen hätte. Es gab, die die Prinzessinnen halfen, die, die nachts Dinge für hart arbeitende Leute erledigten und die, die für gute Ernte sorgten. Alles im Hintergrund. Jede Fee hatte ihre Aufgabe und die erledigte sie nach bestem Wissen und Gewissen.Weiterlesen »

„Paranoia“ | Writing Friday KW43

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegeben Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Ich habe einfach Mal drauf los geschrieben und dann festgestellt, dass mein Hauptcharakter mir sehr sehr ähnlich ist. Bis auf das Geschlecht könnte ich das sein.

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz „Er sah nach hinten und ihm lief ein kalter Schauer über den Rücken, denn…“ beginnt.

Er sah nach hinten und ihm lief ein kalter Schauer über den Rücken. Ein Schatten kroch hinter ihm über die Wand und bestätigte seine Befürchtungen. Bereits den ganzen Abend hatte er seltsame Geräusche vom Dachboden gehört. Wieso um Himmels Willen war er nur hier hochgegangen? Er hätte zumindest bis zum Morgen warten können. Aber nein, er musste sich beweisen, dass er keine Angst hatte, dass jahrelanges Horrorfilme schauen keinen Einfluss auf ihn hatten. Und nun stand er hier und traute sich nicht zu bewegen.

Was sollte er tun? Einfach losrennen und hoffen, dass es nicht schneller war? Diverse Momente aus Horrorfilmen huschten durch sein Gehirn. Er sah die Fratze von „The Grudge“ hinter ihm auftauchen, einen Schatten ohne Körper wie in „Paranormal Activity“ und diese doofe Nonne, aus diesem doofen Film, den er eben erst im Kino gesehen hatte. Auf seinem Fernseher unten lief übrigens „Es“. Das half gerade auch nicht.Weiterlesen »