Der Kranich | abc.etüden 38+39

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 38+39 beinhaltet die Worte „Roman“, „variabel“ und „entlassen“, gesponsort von Alice.

Ich wollte mich vor meinem Urlaub noch einmal kreativ austoben. Hier also etwas eher abgedrehtes.

Der Kranich

Egon saß an seinem Schreibtisch und spielte mit der Schere. Sie war größer als eine Bastelschere aber kleiner als die Schneiderschere, mit der er sonst hantierte. Vor Jahren hatte er sie zum Geburtstag geschenkt bekommen und sie zu seiner Sammlung an Scheren gelegt. Benutzt hatte er sie nie.

Ihre Oberfläche fühlte sich fast elektrisch an und Egon fühlte sich inspiriert etwas Neues zu kreieren. Die letzte Kollektion hatte er gestern in Produktion gegeben, bis zur nächsten blieb ihm noch Zeit. Eigentlich liebte er es die freie Zeit für seine unbändige Kreativität zu nutzen, die er in den einheitlichen Kollektionen seiner Uniformen nicht ausleben konnte, allerdings war ihm die letzten Jahre immer etwas dazwischen gekommen. Jetzt hatte sich so viel Kreativität in ihm angesammelt, dass sie nahezu aus ihm heraussprudelte.Weiterlesen »

Acrylic Pouring | Bildhaftes

Wie unschwer erkennbar habe ich ein Hochzeitsgeschenk gebastelt. Das Thema war Reise und ich dachte ich kreiere eine abstrakte Erdoberfläche. Das Bild habe ich mit einer Acrylic Pouring-Technik gemacht, sprich Acrylgießen. Was ne Sauerei! Nicht nur meine halbe Atelierecke war voller Farbe, sondern auch meine Haare. Nuja, Spitzen waren eh wieder dran.

Mein Fazit: Sieht hübsch aus, ist mir zuviel Sauerei und vor allem zuviel Farbverschwendung. Ich werde das sicher hier und da noch anwenden, aber so ganz eher nicht.

„Allein/einsam“ | Extraetüden

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*Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Diesen Monat gibt es eine Extraetüde, d.h. man muss 5 Worte in 500 Wörter unterbringen. Aus folgenden 6 Wörtern kann gewählt werden: „Nieselregen“, „weich“, „irren“, „beißen“, „verdorben“ und „Café“.*

Ich habe Gestern einen Text über Einsamkeit gelesen, das hat mich inspiriert. Eigentlich sollte es eine Geschichte werden, aber ich konnte mich nicht für einen Protagonisten entscheiden. Jetzt gibt es acht Positionen.

Der schmale Grat zwischen allein und einsam

Vor, zurück, vor, zurück, vor und hops. Sie landet im weichen Gras und rollt sich zur Seite. Die Schaukel schwingt noch eine Weile nach. Vor, zurück, vor, zurück. Ruhe.

Der Kaffee dreht sich im Kreis und zieht langsam den Michschaum hinter sich her. Sein Löffel berührt den Tassenrand. Kling. Das Café ist voll. Er beginnt zu lesen.

Sein Zimmer ist gefüllt mit allem, was er liebt. Ein Film flimmert im TV. Er bemüht sich seinen Atem zu beruhigen. Aus und ein und aus und ein und aus. Er sitzt hier, die Anderen sind draußen.

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