Franky und Dracu | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Ich habe die Szene ein wenig wie ein Theaterstück geschrieben, weil ich es mal probieren wollte. Ist allerdings inhaltlich ein wenig in eine andere Richtung gegangen als erwartet.
Thema: Graf Dracula kriegt Besuch von Frankenstein, berichte davon. Welche Pläne schmieden sie? Worüber diskutieren Sie?

Franky und Dracu

Graf Dracula, auch Dracu genannt (nur von Freunden, Fremde werden bei Verwendung gebissen)
Frankenstein, auch Franky genannt (würde ihn auch nicht stören, wenn man ihn Monster nennt)

Ein Hinterhof. Es dämmert. Die Straßenlaterne flackert.

Franky: Wir könnten ihnen nachts heimlich die Kehlen aufschlitzen.

Dracu: Das ist nicht so mein Stil. Ich nutze lieber meine scharfen Zähne.

Franky rollt mit den Augen.

Franky: Dann auch das. Wir müssen nur ungesehen ins Haus kommen.

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Das Schokoweihnachtsmannmassaker | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Normalerweise hasse ich so lange Komposita, aber hier muss das einfach mal sein. Falls jemand den Eindruck hat, ich finde die Weihnachtssüßigkeiten in den Supermärkte super nervig, könnte da was Wahres dran sein.

Thema: Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter ein: Blut, Mordpläne, Spinnweben, schaurig, Schock

Das Schokoweihnachtsmannmassaker

Katja schlich durch die Gänge, wie jemand der Mordpläne schmiedete. Sie sah sich verstohlen um, dann griff sie in das Regal mit den Schokoweihnachtsmännern und ließ ihre Beute unter den anderen Einkäufen verschwinden. Es war Oktober, viel zu früh für den Kram, aber ihr inneres Kind wollte das Knacken hören, wenn sie in die Schokolade biss und die diebische Freude fühlen, wenn sie die Alufolie immer weiter hinunterzog. Peinlich war es ihr trotzdem. Beim Bezahlen legte sie den Schokoweihnachtsmann unter das Klopapier und sinnierte die Wartezeit darüber, ob eine Großpackung Klopapier zu kaufen heutzutage nicht verwerflicher war, als einen Schokoweihnachtsmann im Oktober.

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Der Killer | Writing Friday

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Oktober ist der offizielle „fiese Twists Monat“. Wollte es nur gesagt haben. (Stellt euch an dieser Stelle ein böses Lachen vor.)

Thema: Jo ist frisch in ein neues Haus gezogen. Was sie nicht weiß: In diesem Haus lebte einmal ein Serienmörder. Beim Einzug wird ihr aber schnell klar, hier stimmt etwas nicht. Als sie dann zum ersten Mal den Keller betritt.

Der Killer

„Es gibt keine Monster. Es gibt keine Monster.“ Jo atmete bewusst ruhig als sie die Treppe in den Keller hinabstieg. Eigentlich hatte sie sich geschworen das unheimliche Kellergewölbe ihres neuen Hauses nur zu betreten, wenn ihre Freundin dabei war, aber die war nicht da und das Wasser wurde nicht warm. Wo stand der Boiler? Im Keller. Wer musste duschen, nachdem er den Flur und sich erfolgreich angemalt hatte? Sie – Jo, erwachsen, hatte immer noch Angst vor Kellern.

Schnell schaltete sie alle Lichter im Keller an, dann machte sie sich nervös auf die Suche nach dem Boiler. Ein dubioser Wandschrank unter der Treppe, erregte ihre Aufmerksamkeit. Ob das Mistding da drinnen war? Sie holte tief Luft, dann riss sie die Tür auf. Ihr Herz setzte einige Schläge aus, als ihr etwas vor die Füße fiel. Knochen! Jo schrie, dann rannte sie die Treppe hoch und schlug die Tür zu. Gänsehaut lief ihr in Strömen über den Rücken. Als es nun auch noch an der Tür schellte, dachte sie ihr Herz würde aussetzen.

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Das Geheimnis | Writing Friday

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Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit „Er zog genüsslich das Messer aus ihrer Brust, wischte es ab und …“ beginnt.

Das Geheimnis

Er zog genüsslich das Messer aus ihrer Brust, wischte es ab und legte es beiseite. Dann fuhr er vorsichtig mit seinen Fingern in ihr Leib. Behutsam nahm er das kleine Herz in die Hand. Es war ein eigenartiges Gefühl, so als würde er das Leben an sich in der Hand halten. Für einen kurzen Moment glaubte er, es würde noch schlagen, doch den Gedanken schüttelte er ab. Seine Fantasie ging mit ihm durch. Sie war schon lange tot und von der Gefriertruhe selbst im Inneren eisig kalt. Nun löste er auch die Lunge langsam von der Wirbelsäule ab, um schließlich auch Niere und die restlichen Organe zu entfernen. Ordentlich legte er sie auf einem extra präparierten Tablett ab. Um sie würde er sich im Anschluss kümmern. Zum Schluss entfernte er Darmausgang und Darm. Aus irgendeinem Grund musste er an Zombiefilme denken. Er beschloss den Darm gleich zu entsorgen und stopfte ihn in einen schwarzen Sack. Aus den Augen, aus dem Sinn, dachte er sich.

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Lara strickt | Writing Friday

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Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz „Von Natur aus war Lara eigentlich nicht so, doch…“ beginnt.

Lara strickt

Von Natur aus war Lara eigentlich nicht so, doch gerade verspürte sie den ungeheuren Drang alles über den Haufen zu werfen. Das Leben hatte ihr die letzten Jahre übel mitgespielt und nun hatte sie keine Lust mehr nach den Regeln zu spielen. Erst war ihr Mann gestorben, dann ihre Tochter weggezogen und nun war auch noch ihr Hund Herbert verstorben. Nachdem die Trauer über seinen Tod nachließ, begann sie wütend zu werden. Sie hatte eine unbändige Wut auf das Leben und diese sogenannte Gerechtigkeit. Sie war immer nett gewesen, hatte hart gearbeitet und nun war sie alleine. Sie würde bei diesen unfairen Regeln nicht mehr mitspielen. Sollte das Leben doch sehen, was es davon hatte.

Es war Montagmorgen als Lara einen Picknickkorb packte und auf eine Wiese am Stadtrand ging. Dort setzte sie sich auf eine Picknickdecke, schenkte sich warmen Holundertee ein, aß ein paar Scones und strickte aus Gras einen Pullover. Es dauerte eine Weile bis sie den Dreh raushatte, aber schon am Abend hatte sie einen wundervollen grünen Pullover, der nach frischgemähtem Gras roch.

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Der Herbst | Writing Friday

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Ich war mal wieder experimentierfreudig. Ganz rund finde ich den Text nicht, aber zu Tode überarbeiten wollte ich ihn auch nicht.

Thema: Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein: Laub, kühl, gesund, Beeren, Vorfreude

Der Herbst
Zwischen Äpfeln, Beeren, heruntergefallenem Laub und Haselnüssen ist er Zuhause. Tagsüber lässt er die letzten Früchte des Sommers reifen, schüttelt die Faulen und Gärenden ab. Oftmals holt er seinen Farbtopf und beginnt die Blätter zu bemalen. Seine Lieblingsfarbe ist Orange, aber auch Rot und Braun befinden sich in seinem Repertoire. Selbst das grüne Gras bedeckt er mit den bemalten Blättern. Wenn sein Tagwerk vollbracht ist, leuchten seine Wangen gesund in einem Apfelrot.
Nachts schläft er und sein kalter Bruder sendet die ersten kühlen Winde. Erst wenn seine sonnige Schwester die letzte Wärme herüberhaucht, erwacht er und beginnt von Neuem. Wenn ihre Kraft nicht mehr ausreicht, wacht er nicht mehr auf und träumt vom nächsten Jahr. Von Blätterhaufen, Kinderlachen und Kürbissen. Er liebt seine Aufgaben so sehr, dass er vor lauter Vorfreude ab und an im April erwacht und seine blühende Schwester ärgert. Doch diese frühen Monate sind nicht sein Zuhause. Es ist zu grün und duftet zu sehr. Nein, seine Heimat liegt viel später im Jahr, hinter Sonnenbädern und Schwimmbadbesuchen, wenn sich verregnete und sonnige Tage abwechseln, wenn die Natur sich zurückzieht, um im nächsten Jahr mit neuer Kraft zu erwachen.

Der Herbsttee | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Eine Kräuterhexe mixt einen besonderen Tee, für wen ist dieser und welche magische Wirkung hat er? Verpacke das Ganze in eine kleine Geschichte.

Der Herbsttee

Karpo, die Hexe des Herbstes, lächelte. In elf Tagen war es wieder soweit: Herbstanfang. Langsam musste sie mit den Vorbereitungen beginnen. Ein neues Rezept musste her. Elegant zückte sie ihre Krähenfeder und tunkte sie in die schwarze Tinte. Sie hielt einige Momente inne und atmete durch, dann begann sie zu schreiben:

  • Getrocknete Äpfel als Symbol für die Erntezeit
  • Hagebutten zum Ausgleichen der Süße
  • Eine Prise Pfeffer, damit einem warm wird
  • Herbstlaub, rot, gelb, viel orange, ein bisschen braun als Zeichen der Vergänglichkeit
  • Kürbisse für das Halloween-Gefühl
  • Kamille gegen das Süßigkeitenbauchweh
  • Eine Prise alter klarer Wind der schon vom Winter erzählt
  • Zu frühe Dominosteine zum Abrunden
  • Die letzten Tomaten und
  • Spätblüher, um vom vergangenen Sommer zu erzählen

Karpo unterbrach ihre Liste. Etwas fehlte. „Sag mal Ostara, was sagte ich im Frühjahr darf ich auf keinen Fall vergessen?“

Ostara grinste. „Schwesterchen, seit wann mache ich denn deinen Job?“ Dann gab sie ihr einen Samen in die Hand.

„Seitdem ich dir im Frühjahr immer Kaffee einschenke, weil du da immer so müde bist. Vielleicht sollte ich Herbstschläfrigkeit erfinden, so als Ausgleich.“ Sie zwinkerte ihrer Schwestern zu, dann fuhr sie fort:

  • Ostaras Samen als Erinnerung daran, dass alles was stirbt, irgendwann zu neuem Leben erwacht.

Karpo nickte zufrieden. Das würde der beste Herbsttee sein, den sie je zusammengezaubert hatte. Nachdem dieses Jahr schon so voller Hindernisse war, würde ihnen sicher ein wundervoller Herbst bevorstehn.

dieser eine baum | Writing Friday

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Ich habe die Aufgabe etwas freier interpretiert und den uralten Baum als Sinnbild für die gesamte Erde genommen.

Thema: Der uralte Baum im Park soll gefällt werden, wie verhinderst du das?

dieser eine baum

ich werde meine seele, mein glück,
zukunft, mein herz und heim an diesen
einen baum binden. mein darm wird
als  strick dienen. unverdaut sieht man
meine ganze leidenschaft durch die
wände hindurchschimmern. meinen
willen halten die nieren fest. mark und
bein wachen über die wurzeln. ich will
mein leben opfern, mich alleine in den
sturm stellen. erzählt meine stimme in
in form eines plakats. dieser eine baum,
auf dem wir alle leben wird gefällt. ich
sitze hier auf der couch und werfe meine
organe hinterher. als wäre schon winter.

Trix | Writing Friday

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Dass ich Katzen mag, ist jetzt irgendwie kein Geheimnis, daher habe diese Aufgabe genutzt um meinen Blick auf Katzen zu zeigen. Trix steht für alle Katzen, die mich jemals besessen haben.

Thema: Berichte von Trix, einer dreibeinigen roten Katze mit einem verblüffenden Talent.

Trix

Ihr rotes Fell glänzt im Sonnenlicht. Durch den Schatten der Bäume sieht es so aus, als hätte es ein Eigenleben. Ihr Bäuchlein hebt und senkt sich beim Ein- und Ausatmen und verstärkt diesen Effekt. Ein Meer aus weichem Fell. Ich will mit meinem Gesicht eintauchen, traue mich aber nicht sie zu wecken. Ihre Augen sind fest geschlossen und ihr kleines Näschen, das sonst keck pink leuchtet, ist blassrosa. Sie sieht friedlich aus und ich frage mich, was sie träumt. Vielleicht stellt sie sich vor, wie ein Leben mit vier Beinen wäre, aber wahrscheinlich ist es zu menschlich gedacht. Ich habe sie gefunden, da hatte sie bereits nur drei Beine. Vielleicht vermisst sie das eine nicht einmal. Wahrscheinlich verhält sich das auch mit dem Draußensein so. Katzen leben im Moment. Weiterlesen „Trix | Writing Friday“

Emma | Writing Friday

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Mir fiel partout nichts zu dem Thema ein, also gibt es eine etwas melodramatische Kürzestgeschichte.

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz „Emma war verblüfft über die Weiten des Meeres. Sie hätte nie gedacht…“

Emma war verblüfft über die Weiten des Meeres. Sie hätte nie gedacht, dass sie hier enden würde. Begonnen hatte alles am Strand. Gerade spielte ihre Freundin Luise mit ihr, als eine riesige Welle herankam und sie mit sich riss. Luise wurde von ihrem Vater gerettet, aber Emma trieb aufs Meer hinaus. Sie hörte noch lange Zeit Luises Rufe und ihr Weinen.

Das war vor einer gefühlten Ewigkeit gewesen. Mittlerweile sah sie kein Land mehr, in keine Richtung. Sie vermisste schon jetzt die Berge und Wälder, und den Strand. Wohin sie wohl getrieben wurde? Vielleicht zu diesem mysteriösen Bermuda-Dreieck? Weiterlesen „Emma | Writing Friday“