Der Weihnachtsmann | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Nach einem ganzen Monat ohne Writing Friday habe ich nun endlich wieder Zeit. Eigentlich hatte ich schon eine Weihnachtshorrorgeschichte geschrieben, aber zum Nikolaus wollte ich das dann doch nicht posten. Daher hier etwas mit mehr Weihnachtsgeist. ;)

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Der Weihnachtsmann war verschwunden, wer würde Weihnachten jetzt…” beginnt.

Der Weihnachtsmann war verschwunden. Wer würde Weihnachten jetzt auf dem Marktplatz sitzen und sich die Wünsche der Kinder anhören? Kim hielt verzweifelt den Zettel von Jens, dem Weihnachtsmann, in der Hand. Auf ihm stand nur: „Die Kinder werden immer unverschämter. Ich hab die Schnauze voll. Gez. der Nicht-Weihnachtsmann Jens“

Kim wurde erst heiß dann kalt. Es war zehn Uhr. In einer Stunde würde der Weihnachtsmarkt den Weihnachtsmann erwarten, um die Kinder zu bespaßen. Wie sollte sie in einer Stunde einen Ersatz finden? „Scheiße“ brüllte sie und trat vor den Schlitten. Die Glöckchen an ihrem Elfenkostüm bimmelten. Sie konnte die enttäuschten Kindergesichter vor sich sehen. Abwesend fütterte die beiden Rentiere, die heute Blitzen und Rudolph und normalerweise Karla und Bernd hießen.

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Angst | Writing Friday

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Ich beantworte die folgende Frage mit einer Horrorgeschichte. Horrorskala – 4 1/2 von 5.

Thema: Wovor fürchtest du dich am meisten? Erzähle uns davon.

Das Konzert war fantastisch gewesen. Gute Musik, nette Leute. Einfach mal gehen lassen. 2 Uhr. Ich schloss die Haustür auf und hatte sofort ein ungutes Gefühl. Der Flur fühlte sich kälter als die Außentemperatur an und die Luft roch irgendwie modrig. Als ich zur Tür hineinging, fiel mir auf, dass im untersten Stockwerk die Wohnungstüren offen standen. Vorsichtig ging ich in die linke Wohnung und rief nach meinen Nachbarn. Keine Antwort.

Überall lagen Möbel, Fetzen aus der Kunstsammlung, auf die meine Nachbarn so stolz waren und Geschirr. Auch hier roch es nach Keller. Im Wohnbereich fand ich niemanden. Immer noch rufend betrat ich das, was ich als Schlafzimmer ausmachte. Die Vorhänge waren zugezogen und ich erkannte nur Schemen.  Auf dem Bett lag ein Haufen. Nervös machte ich die Taschenlampe an meinem Handy an und hielt den Lichtkegel auf den Haufen.Weiterlesen »

Hildrun und ihr Besen | Writing Friday

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Mir ist einfach nichts zu den letzten Themen eingefallen, aber eben hatte ich noch eine Blitzidee. Mal wieder was ungruseliges.

Thema: Schreibe aus der Sicht eines Hexenbesens.

Als die Hexe Hildrun morgens ihre Vorhänge aufzog, musste sie feststellen, dass ihr Besen weg war. An seiner Stelle lag stattdessen ein zerknüllter Zettel auf dem Boden. Etwas ratlos entfaltete Hildrun das Stück Papier und begann die kraklige Schrift zu entziffern:

„Liebe Hildrun,

ich bin nun bereits seit 106 Jahren dein Besen und habe meinen Dienst immer zuverlässig verrichtet. Mit dir über die Wälder und Felder zu fliegen war meine ganze Freude, aber es tut mir leid dir sagen zu müssen:

Wir sind zu alt geworden.

In den letzten 5 Jahren hatten wir sage und schreibe 170 Unfälle. Wir sind mit Bäumen, Häusern, Felsformationen und Menschen kollidiert und haben Bruchlandungen in Flüssen, Sümpfen und einem Pferdetrog hingelegt. Nicht nur, dass deine Magie nicht mehr reicht, um mich zu navigieren, du bist auch wirklich kurzsichtig geworden.Weiterlesen »

Blutmond | Writing Friday

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Wieder etwas aus dem Genre Horror. Diesmal würde ich einen Gruselfaktor 3,5 von 5 vergeben.

Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter ein: erdrosselt, vergraben, blutig, Schrei, Blutmond

Jana atmete die frische Waldluft ein. Vor einer Stunde war die Sonne untergegangen und der Vollmond strahlte durch die Äste. Blutmond. Janas liebster Esbat. Heute würde sie ihn alleine verbringen, wie es in ihrem Coven Tradition war. Sie war vor vier Tagen 18 geworden, dass hieß, sie musste der Göttin alleine gegenübertreten. Eine Stunde nach Mitternacht würde sie sich dem Fest der anderen anschließen. Dann war sie ein vollwertiges Mitglied.

Jana gruselte sich ein wenig, so alleine im Wald. Es war frisch und sie zog die Jacke enger an sich. Langsam lief sie auf dem Weg, der sie zur der Lichtung bringen sollte. Sie war den Weg zehn Mal abgegangen, um sich in der Nacht nicht zu verlaufen. Plötzlich hörte sie ein lautes Krachen neben sich und ihr entfuhr ein Schrei. Ein Uhu flog dicht über ihren Kopf und Jana musste Lachen. Der dachte sich auch, dass sie sie nicht mehr alle hatte.  Sie beruhigte sich wieder. Warum sollte außer ihr jemand in dem Wald sein? Nachts ging hier niemand spazieren und Vergewaltiger warteten nicht in Wäldern sondern Diskos.Weiterlesen »

Luke | Writing Friday

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Zum Auftakt des Halloween-Monats ein bisschen was aus dem Genre Horror.

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Er wischte sich das Blut von den Händen und…” beginnt.

Er wischte sich das Blut von den Händen und entsorgte den Lappen im Kamin. Das Feuer knisterte, als das Polyester auf den Holzscheiten zerfloss. Eine wohlige Wärme machte sich in der kleinen Waldhütte breit. Luke fühlte sich erfüllt. Es lag eine Decke der Zufriedenheit über ihm, wie er sie nur selten spürte. Er hoffte, dieses Gefühl für immer bei sich behalten zu können, die Decke enger an sich zu ziehen, doch er wusste, dass dieses Gefühl verschwinden würde. Vielleicht nicht Morgen, aber in den nächsten Tagen würde er unruhig werden.Weiterlesen »

Die Elfenpiratin | Writing Friday

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Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Sie war tatsächlich zu einer Elfe geworden und das obwohl….” beginnt.

Sie war tatsächlich zu einer Elfe geworden und das obwohl sie ihrem Papa hundert Mal gesagt hatte, dass sie lieber ein Pirat werden wollte. Ulli sah frustriert an sich herunter. Der rosa Tüllrock glitzerte im Licht und die hellblauen Schühchen sahen aus, als hätte sich ein Schlumpf darauf übergeben – zumindest hatte ihr großer Bruder das behauptet, als er sie vor ein paar Minuten auslachte.

Fette Tränen kullerten Ullis Wangen hinunter. Sauer schleuderte sie den Zauberstab mit den glitzernden Perlen in den Mülleimer. Dann stürmte sie auf ihr Zimmer. Sie würde es nie wieder verlassen und Karneval würde sie auch nicht feiern. Basta!Weiterlesen »

Beauty Perfect | Writing Friday

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Mir war da etwas albern zumute…

Thema: Schreibe aus der Sicht von Dornröschen, die über 100 Jahre lang geschlafen hat und im Jahr 2019 wieder erwacht.

„Du gütiger Gott.“

„Das heißt ‚Oh Shit‘. Das i schön lang ziehen.“

„Oh shiiiiit.“ Dornröschen sah Paul an und der nickte. Sie grinste. „Jo Mann.“

Als sie vor zwei Monaten aus ihrem elendig langen Schlaf erweckt wurde, hatte sie sich nicht träumen lassen, dass ihr diese neue Welt so gut gefallen würde. Alles hatte sie noch nicht raus, aber immerhin bewegte sie sich durch die Stadt ohne groß aufzufallen. Oder zumindest nicht unangenehm aufzufallen. Es war ein wenig schwer sich durch Berlin zu bewegen, ohne erkannt zu werden.

Das lag vor allem auch an dem Prinzen, der sie wachgeküsst hatte – Prince Perfect. Denn schließlich war Berlin sein Königreich und sie dank der Hochzeit letzte Woche seine Königin. Dornröschen geriet ins Schwärmen. Hach, ich Kleid war so wundervoll gewesen und die Zeremonie mit der tollen Musik. Nun ja, toll war relativ – ein wenig eigenartig für Dornröschens Ohren, die sonst nur Kammermusik gewöhnt war, aber heute war das wohl so. Das einzig nervige an der Hochzeit waren die ständigen Wiederholungen gewesen. Gleich 4 Mal hatten sie die Ringe getauscht, 7 Mal musste sie den Kirchgang hinuntergehen und 3 Mal ihren neuen Gatten küssen. Aber was beschwerte sie sich? Wundervoll war es dennoch gewesen.Weiterlesen »

Die Ansprache | Writing Friday

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Ich tue mich mit den letzten beiden Themen diesen Monat etwas schwer, daher habe ich zumindest dieses etwas abgewandelt.

Thema: Erkläre deinem SuB wieso du keine Zeit für ihn hast.

„Liebe ungelesene Bücher…“

Emilie kletterte auf den kleinen Hocker, den ihre Mutter nutzte, um das obere Regalbrett zu erreichen.

„Bitte Ruhe.“

Frustriert schlug Emilie mit einem Plastiklöffel gegen ihre kleine Tasse. Leider nicht zu dem gewünschten Effekt – bei Erwachsenen klang das irgendwie lauter – aber man schenkte ihr trotzdem nun volle Aufmerksamkeit.

„Nochmal. Liebe ungelesene Bücher….“ Emilie nahm Haltung an und bemühte sich der Situation angemessen, etwas tiefer zu sprechen.Weiterlesen »

KunstLeben | Writing Friday

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Irgendwie komme ich derzeit nur dazu etwas zu schreiben, wenn ich eien Aufgabe habe. Habe ein Sommer-Inspirationsloch.
Ps.: Der Titel ist Mist. Fällt jemandem was besseres ein?

Thema: Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter ein: Malkasten, Sonnenblumen, hungrig, Orange, Unglück

Mira war 13 Jahre alt als sie herausfand, dass Dinge, die sie zeichnete, wahr wurden. Das erste Objekt, was sie zum Leben erweckte, war ein Strauß Blumen. Am Wochenende war Muttertag und Mira wollte ihrer Mutter unbedingt ihre Lieblingsblumen schenken – Sonnenblumen. Leider war ihre Familie arm und ihr spärliches Taschengeld reichte nicht einmal für eine einzelne Sonnenblume.

Mira hatte den Freitag Malunterricht und zeichnete den Strauß, den sie ihrer Mutter schenken wollte. In großem Detail malte sie den Strauß, wie er am Sonntag auf dem Küchentisch stand und wünschte sich, dass es wahr werden würde. Wenigstens das Bild wollte sie ihrer Mutter schenken. Am Sonntagmorgen dann, sie machte gerade Frühstück, stand der Strauß plötzlich vor ihr. Niemand hatte ihn gekauft. Es blieb ein Rätsel.

Das nächste Mal im Malunterricht sollten sie eine Orange zeichnen. Mira war hungrig, also zeichnete sie eine Orange, wie sie sich in ihrem Schulranzen befand. Sie experimentiere viel mit den Farben herum, um das saftige Leuchten der Frucht einzufangen. Als der Unterricht vorbei war und ihre Sachen verstaute, fand sie in ihrem Ranzen eine Orange. Mira staunte nicht schlecht.Weiterlesen »

Areca | Writing Friday

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Heute mal wieder etwas mit Twist. Damit ich nicht spoilere, steht das Thema, dass ich bearbeitet habe, am Ende der Geschichte.

Areca

Es war nachts und ich atmete tief ein. Der Vollmond ließ den kleinen Hinterhof in eigenartigem Licht erstrahlen. Die Büsche raschelten im sanften Wind und ließen ihre Schatten wie Puppen tanzen. Mir schauerte es ein wenig und ich fror, als ich mich langsam aufrichtete.

Ich lag in einem großen Haufen Erde neben dem Kompost. Es roch nach faulenden Bananen und Moos. Vorsichtig versuchte ich mich zu bewegen, aber ich steckte etwas in dem Boden fest. Gottseidank hatte es die Nacht geregnet und der Boden war locker, sodass ich mit einem kurzen Ruck, alles von mir befreien konnte. Freiheit. Ich streckte meine Arme aus und ließ sie von dem Wind umspielen. So lebendig hatte ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. Um genau zu sein, war ich es auch lange nicht gewesen.

Ich erinnerte mich nur wenig an die traurigen Gesichter, als man mich hierherbrachte, erinnere mich wie schwach ich mich fühlte. Dann endet meine Erinnerung und beginnt mit der heutigen Nacht. Ich fühlte mich eigenartig stark, als könnte ich Bäume ausreißen. Vorsichtig hob ich meinen Torso, meine Arme hinterließen dabei Spuren in dem Dreck.Weiterlesen »