Tannenbaum.jpg | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Es gab schon einige gute Geschichten zu dem Thema also habe ich etwas anderes probiert. Und ich habe die technische Richtigkeit der künstlerischen Freiheit geopfert. Außerdem ist der Nutzer ein DAU.

Thema: Dein Tannenbaum möchte nicht entsorgt werden, berichte von seiner Flucht.

Tag 1 – Weihnachten ist vorbei, das heißt ich Tannenbaum habe als Hintergrundbild ausgesorgt und werde erst wieder nächstes Jahr eingesetzt. Wenn überhaupt. Vielleicht will der Nutzer nächstes Jahr ein anderes Bild von einem Tannenbaum nehmen. Ich habe keine Lust einfach so ungesehen in einem Unterordner oder noch schlimmer im Papierkorb zu versauern. Ich brauche einen Plan.

Tag 2 – Habe mich mit meinem Kumpel Hintergrund verschworen. Er hat dem Nutzer die Rechte entzog, das Hintergrundbild zu ändern.

Tag 3 – Der Nutzer ist auf die Idee gekommen, mich manuell zu löschen. Ich war aber schlau genug mich in einen Unterordner zu kopieren und den Pfad anzupassen. Habe mich vorsichtshalber fünfzig Mal kopiert.

Tag 4 – Firefox hat mich gewarnt. Der Nutzer will mich suchen und dann löschen. Habe mich jetzt in qrt6zf.jpg umbenannt.Weiterlesen »

Bildgestöber | Writing Friday

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Ich hatte mal wieder Lust auf etwas Experimentelleres.

Thema:  Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein: Geschenk, Pinguin, Tintenfass, ruhig, zart

Ich tauche die Feder in das Tintenfass und führe sie vorsichtig auf das weiße Papier. Ruhig führe ich sie über die raue Oberfläche. An manchen Stellen bleibe ich hängen. Dickere Linien treffen auf zart geschwungene Bögen. Aus den Formen erwächst ein Schneegestöber an Formen und ich fühle wie kalte Flocken auf mich hinabrieseln. Die Schneekristalle verschwinden, sobald sie auf Oberflächen treffen. Auf dem Papier hinterlassen sie keine Spuren, doch auf meiner Haut bleibt ein feiner Staub.

Es ist kalt, aber ich friere nicht. Konzentriert male ich weiter. Mein Kopf ist frei. Das was aus ihm erwächst kommt von einem anderen Ort. Meine Fantasie fühlt sich wie ein Geschenk an. Ein Eisbär brüllt in der Ferne und ich höre das ungeschickte Watscheln eines Pinguins. Ein Platschen. Im Wasser ist er soviel eleganter, als alle Lebewesen an Land. Das Eis singt und kracht.Weiterlesen »

worte | Writing Friday

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Heute dichtet mal der Writing Friday. Ich will dieses Jahr endlich mein Buch beenden. Das Gedicht erklärt mein Ziel und Plan erwas abstrakt.

Thema: Erzähle von einem Vorsatz für 2020. Wieso willst du dieses Ziel erreichen?  Wie sieht dein Plan aus?

 

worte
meine worte fließen beflügelt aus
gewundenen pfaden. ich schwebe
in der zwischenwelt. unterwelt. mein
herz formt sandengel. der hartkörnige
boden wird verwischt durch weiche
wellen. ich muss beide abschnitte
begehen. schritt. schlurfen. kriechen.
rennen. ich stürme zögerlich in eine
ungewissheit. unperfektheit begegnet
einem urteil. muschelworte zittern.
perlen tanzen. dieses jahr wird ihrs.

Lieblings-WF | Writing Friday

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Thema: Welches Schreibthema hat dir am meisten Spass gemacht? Verlinke uns nochmals deine liebste Geschichte beim Writing Friday von 2019.

Meine Lieblingsgeschichte ist „Die letzte Ruhe“, aus dem einfachen Grund, weil sie mich selbst am meisten bewegt hat. das Thema war „Anna betritt eine alte Villa am Ende der Stadt, sie wird sie jedoch nie wieder verlassen. Erzähle was passiert ist.“ und hier ist die Geschichte:

Die letzte Ruhe

Anna lief langsam den Weg entlang. Der Park, der die Villa umgab war wunderschön. Die Besitzer der Villa hatten zwar den Rasen, direkt vor dem Haus gemäht, aber der hintere Teil, der die Bäume umgab, wuchs frei. Ach, und die Bäume. Birken, Eichen, eine Kastanie, etliche Haselnusssträucher. Als ein Wind von Osten kam, roch Anna den Flieder. Wundervoller lila Flieder.

Sie hatte jahrelang in der Stadt gelebt, zwischen den Autosabgasen, den Essensgerüchen, dem Lärm und Schmutz. Harter Asphalt zum Laufen, kaum Grünflächen. Selbst im Park roch es nach Auto und der Straßenlärm war auch dort zu hören. Es war natürlich nicht alles schlecht. Ihre Wohnung war wunderschön. Im dritten Stock eines Hochhauses, mit Balkon, sodass Anna direkt auf der Höhe der Baumkronen, die Vögel beobachten konnte.

Die letzte Zeit waren ihr nur die Stufen so schwer gefallen. Daher war sie froh, als ihre beste Freundin Hilde beschloss mit ihr aufs Land in diese wundervolle Villa zu ziehen. Anna war zwar zu alt, um das volle Potential der Umgebung auszuschöpfen, aber der Anblick erfreute ihre müden Augen.Weiterlesen »

Da draußen | Writing Friday

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Thema: Du wachst auf in einer Schneekugel – wie sieht deine Welt darin aus?

Kälte umschließt mich wie eine Decke. Ich beobachte, wie mein Atem in die Höhe steigt. Schneeflocken landen auf meiner Nase. Kein Lüftchen weht und doch tanzen die Flöckchen wie im Sturm. Sie sehen so perfekt aus. Man könnte meinen sie seien gleich, doch betrachtet man sie näher, ist jede ein wenig anders.

Langsam wandere ich durch die Landschaft. Die großen Tannen stehen neben den kleinen Fichten. Ihr Grün ist benetzt von flockigem Weiß. Auch in den Ritzen der Rinde finde ich kleine weiße Kristalle. Ich rieche an einer Kiefer. Ihr Harz riecht fast süßlich und gleichzeitig herb. Würde ich es probieren, würde ich nur Bitterkeit schmecken.

Ein Pfad schlängelt sich durch den Wald zu einem kleinen Plateau hinauf. Ich spüre die Kraft in meinen Beinen, wie meine Füße Halt auf der glatten Oberfläche suchen. Ich gehe bewusst und rutsche keinen Zentimeter. Die Grasbüschel am Wegesrand wirken wie eingefroren. Ob die Halme brechen, wenn ich sie anfasse? Ich will die Vollkommenheit nicht zerstören. Die Fußstapfen, die ich hinterlasse, sind bald Vergangenheit.Weiterlesen »

Eine Weihnachtshorrorgeschichte | Writing Friday

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Thema: Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter ein: Karussell, Zimtschnecken, bitterkalt, große Augen, Liebe

Ich hatte mal wieder Lust eine kleine Horrorgeschichte zu schreiben und dachte mit, wenn nicht zu Weihnachten wann dann. Auf einer Gruselskala bis 5 hat die Geschichte vielleicht eine 3,5. Außer ihr habt Angst vor Hunden, dann solltet ihr die Geschichte besser nicht lesen.

Eine Weihnachtshorrorgeschichte

Ein lauter Knall ertönte, gefolgt von einem metallischen Scheppern.  Max richtete sich stöhnend auf. Ihm war bitterkalt. Über sich erkannte er den Kopf eines Einhornes und an seinem Fuß stand ein rotes Auto. Ein Karussell? Seine Umgebung war halbdunkel. Ein paar Lichterketten blitzten hier und da, ansonsten herrschte Dunkelheit. Max stützte sich am Auto ab und zog sich mit Hilfe des Einhorns hoch. Sein Kopf begann zu Pochen und er fasste sich an die schmerzende Stelle. Kaltes Blut.

Verwirrt sah Max sich um. Neben dem Karussell standen einige Holzhütten und direkt vor ihm erhob sich eine riesige Tanne mit allerlei Kugeln. Der Weihnachtsmarkt. Max erinnerte sich. Er war mit ein paar Kollegen Glühweintrinken gegangen. An zwei bis drei Glühwein konnte er sich erinnern, aber danach hatte er einen Filmriss. Entweder er hatte sich bis zu Ohnmacht betrunken oder etwas anderes war hier im Gange.

Ein lautes Knurren schreckte Max aus seinen Gedanken. Er hasste Hunde, seitdem ihn ein Schäferhund als Kind gebissen hatte. Steif vor Angst starrte er auf den Weihnachtsbaum. Dann bellte etwas hinter ihm. Ohne sich umzusehen, spurtete er an den Holzhütten vorbei. Das Tier folgte ihm, doch Max konnte ihn durch einen Sprung in den Süßigkeitenwagen abhängen. Schnell schloss er die Klappe des Ladens. Sein Atem rasselte und sein Kopf pochte wild. Er kühlte sich die Stirn mit seinen eiskalten Händen.Weiterlesen »

Der Weihnachtsmann | Writing Friday

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Nach einem ganzen Monat ohne Writing Friday habe ich nun endlich wieder Zeit. Eigentlich hatte ich schon eine Weihnachtshorrorgeschichte geschrieben, aber zum Nikolaus wollte ich das dann doch nicht posten. Daher hier etwas mit mehr Weihnachtsgeist. ;)

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Der Weihnachtsmann war verschwunden, wer würde Weihnachten jetzt…” beginnt.

Der Weihnachtsmann war verschwunden. Wer würde Weihnachten jetzt auf dem Marktplatz sitzen und sich die Wünsche der Kinder anhören? Kim hielt verzweifelt den Zettel von Jens, dem Weihnachtsmann, in der Hand. Auf ihm stand nur: „Die Kinder werden immer unverschämter. Ich hab die Schnauze voll. Gez. der Nicht-Weihnachtsmann Jens“

Kim wurde erst heiß dann kalt. Es war zehn Uhr. In einer Stunde würde der Weihnachtsmarkt den Weihnachtsmann erwarten, um die Kinder zu bespaßen. Wie sollte sie in einer Stunde einen Ersatz finden? „Scheiße“ brüllte sie und trat vor den Schlitten. Die Glöckchen an ihrem Elfenkostüm bimmelten. Sie konnte die enttäuschten Kindergesichter vor sich sehen. Abwesend fütterte die beiden Rentiere, die heute Blitzen und Rudolph und normalerweise Karla und Bernd hießen.

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Angst | Writing Friday

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Ich beantworte die folgende Frage mit einer Horrorgeschichte. Horrorskala – 4 1/2 von 5.

Thema: Wovor fürchtest du dich am meisten? Erzähle uns davon.

Das Konzert war fantastisch gewesen. Gute Musik, nette Leute. Einfach mal gehen lassen. 2 Uhr. Ich schloss die Haustür auf und hatte sofort ein ungutes Gefühl. Der Flur fühlte sich kälter als die Außentemperatur an und die Luft roch irgendwie modrig. Als ich zur Tür hineinging, fiel mir auf, dass im untersten Stockwerk die Wohnungstüren offen standen. Vorsichtig ging ich in die linke Wohnung und rief nach meinen Nachbarn. Keine Antwort.

Überall lagen Möbel, Fetzen aus der Kunstsammlung, auf die meine Nachbarn so stolz waren und Geschirr. Auch hier roch es nach Keller. Im Wohnbereich fand ich niemanden. Immer noch rufend betrat ich das, was ich als Schlafzimmer ausmachte. Die Vorhänge waren zugezogen und ich erkannte nur Schemen.  Auf dem Bett lag ein Haufen. Nervös machte ich die Taschenlampe an meinem Handy an und hielt den Lichtkegel auf den Haufen.Weiterlesen »

Hildrun und ihr Besen | Writing Friday

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Mir ist einfach nichts zu den letzten Themen eingefallen, aber eben hatte ich noch eine Blitzidee. Mal wieder was ungruseliges.

Thema: Schreibe aus der Sicht eines Hexenbesens.

Als die Hexe Hildrun morgens ihre Vorhänge aufzog, musste sie feststellen, dass ihr Besen weg war. An seiner Stelle lag stattdessen ein zerknüllter Zettel auf dem Boden. Etwas ratlos entfaltete Hildrun das Stück Papier und begann die kraklige Schrift zu entziffern:

„Liebe Hildrun,

ich bin nun bereits seit 106 Jahren dein Besen und habe meinen Dienst immer zuverlässig verrichtet. Mit dir über die Wälder und Felder zu fliegen war meine ganze Freude, aber es tut mir leid dir sagen zu müssen:

Wir sind zu alt geworden.

In den letzten 5 Jahren hatten wir sage und schreibe 170 Unfälle. Wir sind mit Bäumen, Häusern, Felsformationen und Menschen kollidiert und haben Bruchlandungen in Flüssen, Sümpfen und einem Pferdetrog hingelegt. Nicht nur, dass deine Magie nicht mehr reicht, um mich zu navigieren, du bist auch wirklich kurzsichtig geworden.Weiterlesen »

Blutmond | Writing Friday

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Wieder etwas aus dem Genre Horror. Diesmal würde ich einen Gruselfaktor 3,5 von 5 vergeben.

Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter ein: erdrosselt, vergraben, blutig, Schrei, Blutmond

Jana atmete die frische Waldluft ein. Vor einer Stunde war die Sonne untergegangen und der Vollmond strahlte durch die Äste. Blutmond. Janas liebster Esbat. Heute würde sie ihn alleine verbringen, wie es in ihrem Coven Tradition war. Sie war vor vier Tagen 18 geworden, dass hieß, sie musste der Göttin alleine gegenübertreten. Eine Stunde nach Mitternacht würde sie sich dem Fest der anderen anschließen. Dann war sie ein vollwertiges Mitglied.

Jana gruselte sich ein wenig, so alleine im Wald. Es war frisch und sie zog die Jacke enger an sich. Langsam lief sie auf dem Weg, der sie zur der Lichtung bringen sollte. Sie war den Weg zehn Mal abgegangen, um sich in der Nacht nicht zu verlaufen. Plötzlich hörte sie ein lautes Krachen neben sich und ihr entfuhr ein Schrei. Ein Uhu flog dicht über ihren Kopf und Jana musste Lachen. Der dachte sich auch, dass sie sie nicht mehr alle hatte.  Sie beruhigte sich wieder. Warum sollte außer ihr jemand in dem Wald sein? Nachts ging hier niemand spazieren und Vergewaltiger warteten nicht in Wäldern sondern Diskos.Weiterlesen »