„Ein Weihnachtsgedicht“

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Ich habe die Inspiration zu meinem Text „Einer ist kein Paar“ wieder gefunden. Habe ich vor Ewigkeiten geschrieben. Ist eventuell nicht das positivste Weihnachtsgedicht aller Zeiten, aber auch nicht 100% ernst gemeint.

Zur Weihnachtszeit wirkt die
Einsamkeit viel klarer, viel
kälter.

Die Tage werden
kürzer und die Straßen
immer leerer.

Nur die farbigen Bäume, unter
denen Menschen ihren Besitz
bunkern, leuchten in
die Dunkelheit.

Sogar die Schuhe scheinen
vermehrt zu vereinsamen.

Vor allem in der
Weihnachtsanfangszeit
liegen sie einzeln vor
den bekranzten Türen.

„Polity“ zum *I love to write day*

ds

Endlich mal ein unsinnger Feiertag mit dem ich etwas anfangen kann: der *I love to write day*. Hier mal mein 5 Minuten-Erguss, nachdem ich davon erfahren und festgestellt habe, dass ich eigentlich keine Zeit habe etwas zu schreiben.
Ps.: Ich sollte vorm Schreiben keine Zeitung lesen.

Staatliche Türen schwingen
unentschlossen in dem
zerbrochenem System.
Eine Ruine fiel ins
Schloss, als ich das
Moosparkett verließ,
zerfiel die bröckelnde
Fassade ihres politischen
Efeus, während ihre
Nuance noch flüsterte.

 

EDIT: So natürlich heißt es „I love to write day“ nicht „I love writing day“. 😉

Collagen – Eine Hassliebe

Pappe schneide ich meistens falsch zu oder mit der Schere mich. Meine FIMO-Kreationen enden bei mir sehr oft an der Zimmerwand und meine Origami-Versuche zusammengeknüllt im Mülleimer. Aber Collagen – die stelle ich gerne her – meistens.

Collagen

Im Prinzip besteht die Technik der Collage daraus, aus unterschiedlichen Einzelteilen etwas ganzheitliches Neues zu schaffen und das dann irgendwo aufzukleben. Genau genommen handelt es sich um künstlerisches Plagiieren auf sehr hohem Niveau. Schließlich verwendet man die Erzeugnisse anderer und fügt sie für seine eigenen Zwecke zusammen. In der Kunst nennt man das Collage, in der Wissenschaft manchmal Doktorarbeit.

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Im Tutorial-Dschungel

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Bremsen reparieren, Haare schneiden, PC zusammenbauen, Haute Cuisine – wer motiviert ist oder kein Geld hat, macht es selbst. Was früher das Fachbuch war, ist heute das Internet und oftmals YouTube-Videos. Das hat so seine Vor- und Nachteile und definitiv auch Gefahren.

Als während einer Weiterbildung die Bremsen meines Fahrrads plötzlich begannen auf der einen Seite zu schleifen, war ich auf dem Höhepunkt des Kein-Geld-Habens. Also beschloss ich, das selbst in die Hand zu nehmen. Schließlich ist so ein Fahrrad weniger kompliziert als ein PC und an denen bastle ich schon seit der Pubertät rum. Erstmal habe ich es mit Foren probiert, aber die schiere Menge an Information und Widersprüchen ließ mich bereits nach wenigen Minuten verzweifeln. Dazu kamen etliche Fachbegriffe und sehr umständlich beschriebene Anweisungen ohne Bilder.

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Auf der Suche nach dem Puk

Am Freitag habe ich mein zweites Eishockey-Spiel besucht – Derby Kasseler Huskies vs Frankfurter Löwen. Über mein erstes Spiel habe ich einen Text geschrieben.

Huskies

Nach 18 Jahren in Kassel habe ich es endlich zu einem Huskys Spiel geschafft. Gewappnet mit dicker Kleidung, geliehenem Fanschal und zuvor angeeignetem Wikipedia-Wissen habe ich mich auf den Weg gemacht, unbekanntes Eis zu erforschen.

Als Kasseler nicht bei einem Huskies -Spiel gewesen zu sein, ist kein Verbrechen, verstößt aber gegen meinen Anspruch etwas lokalpatriotisch zu sein. Die zentralen Museen und Sehenswürdigkeiten kenne ich, die documenta habe ich jedes Mal besucht und vor drei Jahren war ich auf meinem ersten KSV-Spiel. Nun also ein Huskies-Spiel und dazu noch zum Auftakt der Saison. Weiterlesen „Auf der Suche nach dem Puk“