Abschiedsleben | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum
Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über
etwas, das mich gerade bewegt.

Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.

Mit von der Partie sind bisher

Stachelbeermond

Mutigerleben

Wortgeflumselkritzelkram

Schaut doch auch bei ihnen vorbei!

Abschiedsleben

Auf hellblauen Feldern steht sie in

eibem Meer voller Gesichter. Ihre

Schiffe kennen nicht bekannt, nur

endlos. Weit und ungewisd. Sie trägt

ein Auf Wiedersehen als Abzeichen auf

der Mütze. Das war ehrlicher als ein

Bis Bald und netter als ein Nimmermehr.

Ihr rückblickendes Taschentuch weht

im salzigen Abschiedswinken. Den Anker

musste sie schon gestern abgeben.

Ein leeres Haus | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkram
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Dieses Gedichte hatte ich eigentlich letzte Woche geschrieben, war dann aber nicht zufrieden, weil es schon sehr abstrakt ist. Bin immer noch nicht zufrieden, aber wann ist man das schon?

 

Ein leeres Haus

Kleine unabwendbare Funken folgen ihr
durch die Nacht. Die Schnecke rennt
davon. Der Magen grummelt, der Kopf
ist schwer. Fühler so groß wie Apfelsinen. Sie
stolpert über graue Bordsteine. Ring.
Ein bunter Vogel fährt vorbei, singt,
trällert, lebt. Sie zieht den Kopf ein, ganz
klein, ganz ein. In ihrem kleinen Haus

ist es leer

und voll zugleich. Sie sehnt sich nach
Einsamkeit, aber der Hall des eigenen
Kopfes ist zu laut.

Tief unten | Der Dienstag dichtet

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Stachelbeermond
Mutigerleben
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Heute ein kurzes Gedicht, an dem ich länger geschrieben habe, als an den letzten drei zuvor.

Tief unten

Bei der teuersten Tiefbohrung
des Jahrhunderts verschliss
er den letzten ehrlichen
Diamanten

nur um dann
in das Loch seine
steinernen Lippen zu werfen, die
mit dem Erdkern kollidierend
eufonisch Scheiße brüllten

Wieder hier | Der Dienstag dichtet

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Das ist wieder etwas Persönliches und eine Fortsetzung zu letzter Woche. Ich glaube, ich könnte es gar nicht außerhalb eines Gedichtes formulieren.

Wieder hier

Wir haben keine Punchline nur einen
wabernden Nebel, der Grau in
Grau unsere Kanten definiert. Mein
Fleisch hat vor Jahren den
Wald verlassen. Nur. Mein Atem heult
wenn er nadelige Profile sieht. Oder
getupftes Weiß auf braunem Untergrund.

Heute bin ich zurückgekehrt.

Ich habe rote Tünche mitgenommen, um
alles nachzumalen. Eckige Bäume, runde
Steine, gewundene Pfade. Ich will in
die Höhlen rufen und wispere doch
nur zaghaft in die Winde: Ich bin

wieder hier.

Unnahbar| Der Dienstag dichtet

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Dieser Dienstag ist etwas mehr persönlich als sonst.

Unnahbar

Als er nach Tagen keimend
seinen Kopf aus dem
Pflaster steckte, fühlte er
sich baumgroß und frei

Scheitern und Hybris ließen
ihn wachsen und verhärten
bis er sein Abbild in den
Fenstern der Geschäfte sah

Aus der Amaryllis wurde
eine Statue, bronzen
kalt, erhaben über
jede urteilende Nemesis

Manchmal steht ein
kleines Mädchen mit dem
Herz in der Hand vor seinem
Sockel und bewundert ihn

Der Drache | Der Dienstag dichtet

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Inspiriert vom Amazon Prime Day.

Der Drache

Erhaben sitzt er auf
seinem Berg aus Hab und
Gut, aus Gier und
Eitelkeiten

Sein Atem rasselt und
Wind lässt seine grünen
schimmernden Schuppen
klangvoll singen

Wenn sie ihn in hundert
Jahren finden, sind seine
Schuppen grau

und
sein Gold glitzert in
der Abendsonne

Tonverliebt | Der Dienstag dichtet

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Ich habe versucht meine Emotionen bei Konzerten in Worte zu fassen. Es ist mir fast gelungen, aber ich werde wohl noch daran feilen. Hier also eine erste Version:

 

Tonverliebt

Meine Hände schweben sonoren
Farben und kolorierten
Tönen folgend durch
die enthauptete Nacht

Meine Füße kreisen wie
Gedankenwirbel Stürme in
die Zeit und Gegenwind
in meine Uhr

Mein Herz schmiegt sich
an meine Ohren

 

 

Berlinericks | Der Dienstag dichtet

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Ich war in Berlin und da dachte ich, ich bediene mich einer besonderen Form des Limericks: dem Berlinerick, erfunden von René (auf seinem Blog gibt es mehr: *klick*).

 

3 Berlinericks

1.
Der letzte Besuch war voll Regen,
deshalb begann ich den Wunsch zu hegen,
es noch einmal zu versuchen
und das schöne Berlin zu besuchen.
Diesmal bitte mit Sonne zugegen!

 

2.
Der erste Berliner Abend war
überschattet von einer Mückenschar.
Der zweite Tag war zu heiß,
mir rann nur so der Schweiß.
Ich verbrannte mich sogar.

3.
Am dritten Tag folgte die Heimreise,
bei 40 Grad, keine Klimaanlage, dummerweise.
Mit Berlin hab ich wohl kein Glück
dennoch komme ich zurück.
„Aller guten Dinge sind Drei“ sagt die Weise

Sprachbilder | Der Dienstag dichtet

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Stachelbeermond
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Diesmal gibt es ein altes Gedicht, das ich ausgekramt und überarbeitet habe. Die Wörter habe ich nicht verändert, nur den Rhythmus.

 

Sprachbilder

kreisen deine
Lippen ein, umfliegen deine
Stimmcollagen

farbig, buntvereint

schwirren
4-Takt-Blumen durch
belebte Fantasien und

mein Herz springt
Beatnovellen, färbt die
Welt im Ton dazu

Kein und Aber| Der Dienstag dichtet

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Wer diese Woche bei mir tiefen Sinn sucht, sucht falsch. 😉 Ich hatte Lust mit Sprache zu jonglieren und ein wenig Spaß zu haben.

Kein und Aber

Als Kein und Aber aus
dem Paradies vertrieben
wurden, schrie niemand

Die Schlange war‘s!

dabei lauerte bereits
eine evaeske Figur verführerisch
gekleidet am Rand der
Pforte und winkte mit

reißerischen Ausnahmen