ich sende sterne | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel

Natürlich gibt es heute ein weihnachtliches Gedicht. Ich hätte gerne ein festliches Elfchen oder so geschrieben, aber das hat sich falsch angefühlt. Also gibt es von mir wieder etwas verwirrend Zweideutiges mit guten Absichten.

Habt schöne Feiertage – egal wie, mit wem und unter welchem Namen!

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ich sende sterne

stille. leise rieseln nette worte aus
feiertagswolken. meine stimme
ist schwarz und weiß und golden.
glänzend. meine haut überzogen
von gepanzerter wolle. wandernd
seh ich rastlose, ratlose, weise und
solche, die nur lächeln wollen. hier.
jetzt. damals. und ich dazwischen.
ich kann nur schenken. worte aus
wolken. gewünschtes kommt aus
dem unisversum. ich sende sterne.

 

Oh du | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
und als Special ein Berlinerick vom Rene

Ich bin manchmal etwas wie der Grinch, wenn es um Weihnachten geht. Ich hasse Weihnachten aber nicht. Ich finde nur gewisse Aspekte ganz fürchterlich, vor allem die, die eigentlich gar nichts mit Weihanchten zu tun haben sollten.

oh du

vielzackige weihnachtssterne verglühen feuerrot
am horizont. blutentleert kriechen die onkelhaften
weihnachtsmänner über den pissgelben schnee.
alle jahre wieder. einmal. immer länger und immer
mehr. ich surfe. große konsumwellen rollen über
bescheinten strände. muschelglöckchen und viele
tote fische. ich gehe spazieren. sand knirscht unter
den giftgrünen moonboots. die socken sind  klebrig.
schokoladenfarben. vereinzelt rollt ein kinderlachen
heran. morgen wird es weggespült. alles schwindet.
wenn blinkende lichter am himmelszelt die luft zum
atmen rauben. ich schaue in dunkelheit. vielleicht
landet nicht alles in den fangnetzen. vielleicht finden
sich reingebliebene augen. es riecht nach keksen.

 

Felis silvestris | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
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Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel

Ich glaube, ich habe noch nie ein Gedicht über Katzen geschrieben. Dieses ist entstanden, als ich dank unruhiger Findelkatze nicht schlafen konnte. Der Findelkatze geht es btw. fantastisch. Das ungeeignete Frauchen (7 Monate alte Freigängerkatze mitten in der Stadt an 3!!! Hauptstraßen) ließ sich überzeugen ihn abzugeben und jetzt lebt er bei einem Freund auf dem Dorf.
Ps.: Das ist ein Akristichon.


Felis silvestris
Ein Sprung. Ein weicher Blick
Liegt zwischen uns und in der
Luft vibriert dein Atem. Deine
Niemandstiefen meeresschweren
Augen senken ihre Lider. Wie ein
Schiff bin ich gefangen. Ein Sog.
Ein Sirenengesang. Ich versinke im
Nichts. Meine Füße schlafen ein.

letzte nacht | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
und eventuell ein Neuzugang (wird ergänzt)

letzte nacht

damit nichts, was ungesagt bleiben muss
seine präsenz verrät. meine nacht ist wie
die dunkelste höhle. tropfen formen krater
in die oberfläche. meine füße tanzen auf
ihren rändern. swing und blues. schweiß
und blut. meine gedanken wippen im takt.
ein mondlächeln wird zu einer grimasse.
splash. impact. drop. ich atme die tränen
meiner alienpoesie und doch sind meine
worte unehrlich. nur das langsame ticken
der unzeit verrät gedachtes. während die
daunen der bettdecke vor wut beben. und
die schaumstoffperlen im kissen in unruhe
hin und her rollen. mein herz wird langsam.
im licht wird seine kruste sanft. vergessen
lässt dunkles wachen weichen. manchmal
ist die nacht ehrlicher als der tag.

die ratte | Der Dienstag dichtet

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Werner Kastens
neu dabei: Findevogel
und ein Spontangedicht findet ihr von Resi Stenz in den Kommentaren. 🙂

Heute ist so ein richtiger Kacktag. Davon abgesehen, dass ich vergessen habe den Beitrag vorzubereiten, habe ich mein Handy vergessen und dann lief an der Arbeit alles schief. Hier also ein eventuell etwas durch meine Stimmung gefärbtes Gedicht. 😉 Jetzt ist aber alles wieder ok. Hab was Schnurrendes auf dem Schoß.

 

die ratte

ich habe mir meine tränen durch die
nase hochgezogen. mit den sauren
gummibärchen verschluckt. es tropft.
dennoch. trotzdem. und. eine ratte
verschwindet in der wand. ich höre
trippeln im flur. es nagt an mir. in mir.
ich spüre die haarige präsenz, fühle
barthaarascheln. mein tag verläuft
normal. immer weiter. mein herz ist
feucht und die ratte läuft über den
küchentisch. aus den augen. ohne
geruch spüre ich bald ihren kadaver

Erkältungsblues | Der Dienstag dichtet

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Werner Kastens

und diesmal auch mit Rene.

So richtig zum Schreiben, bin ich dank Kranksein nicht gekommen, aber ich habe das beste aus einer schlaflosen Nacht gemacht und ein Elfchen geschrieben. Wird langsam zu meiner Lieblingsgedichtform.

Erkältungsblues
ein Temporascheln,
Nasehochziehen und Befreihungshusten
aus der Bettenburg ertönt
HATSCHI

Jeder kennt so ein Buch | Der Dienstag dichtet

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Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens

Ob das schon als Quatschgedicht zählt? Naja, inspired by Dietmar Dath – Die Abschaffung der Arten.

 

Jeder kennt so ein Buch

große wörter strömen aus meinen
fingern meine speiseröhre hinab.
ich verdaue sechshundert fünfzig
vier. einige silben schmecken nach
tomaten. andere wir schmecken wie
zinnoberrot. eine lange szene liegt
erschöpft an der hinteren darmwand
und schnauft schwer. ich lasse sie
ruhen und pule mir ein paar seiten
weiter die letzten kommata aus den
backenzähnen. als der letzte punkt
sich seinen weg sucht, fühle ich mich
voll. gefüllt. überverfüllt. pfuh. morgen
werde ich aufs fahrrad steigen und
mir die überschüssigen satzeichen
und kapriolen abtrainieren müssen.

genug | Der Dienstag dichtet

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Werner Kastens

Diesmal etwas aus aktuellem Anlass.

 

genug

in Schublade
es geht nur rein
geht nur ein
einer geht
nur

bei Laune
unter einer schwelle
schwellen an
schwelend
unter

auf Hut
einer schnappt ein
schnappt nach luft
schnappt
zu

gegen Rede
der wind braust
braut sich zusammen
einer braust
auf

nur Miteinander
es ist zeit genug
es ist genug
es reicht
mir

Zwölfchen | Der Dienstag dichtet

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Werner Kastens

Letztes Mal gabs ein Elfchen und diesmal logischerweise ein Zwölfchen.

 

Zwölfchen

Papierworte
tanzen Wahrheiten
unüberdacht unverdacht ungeachtet
ich fühlschreibe und schreibfühle
Gedankenehrlichkeiten

Maschinenworte
tanzen Perfektion
gedacht bedacht achtend
ich denkschreibe und schreibdenke
Bedeutungswahrheiten

Waldherz | Der Dienstag dichtet

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Werner Kastens

und von Writing Chills ein Gruselgedicht.

Nachdem ich doch recht negative/düstere Gedichte in letzter Zeit geschrieben habe, mal etwas Positives. Ein Elfchen.

Waldherz
geblätterte Schläge
rot braun gelb
meine urbanen Sorgen schlafen
Windatmen