„Von der Wand“ | AnthoAlice – Beobachtungen

Schimmel

*Dies ist ein Beitrag zu der Blogparade „AnthoAlice“ von Alice. Zum Thema Beobachtungen kann man allen möglichen kreativen outlet bis zum 15.04. beitragen.*

Ich habe mich für ein Gedicht entschieden. Da ich das Thema Beobachtungen schon immer faszinierend fand und auch dazu geforscht habe, wollte ich meine Sache besonders gut machen. Habe jetzt ganze 23 Tage an dem Gedicht gesessen. Iregndwann habe ich es nur verschlimmbessert, deshalb hier die dritte Version.

 

Von der Wand

Über Jahre hinweg
war er groß wie
eine Faust geworden

Genährt von nasser
Aussprache und
eifrigem Tun

Er hatte Mitleid
mit den gestressten
Alltagsgebundenen

Sie verschwendeten Zeit
um Gefühle woanders
zu kaufen

Er selbst wuchs und
beobachte, lernte,
streckte seine Fühler aus

Wenn er groß
war, würde er von
der Wand herabsteigen

Er würde Gefühle an
Momente verschwenden und
Zeit kaufen

„Ein Weihnachtsgedicht“

Wiehnachtsgedicht.jpg

Ich habe die Inspiration zu meinem Text „Einer ist kein Paar“ wieder gefunden. Habe ich vor Ewigkeiten geschrieben. Ist eventuell nicht das positivste Weihnachtsgedicht aller Zeiten, aber auch nicht 100% ernst gemeint.

Zur Weihnachtszeit wirkt die
Einsamkeit viel klarer, viel
kälter.

Die Tage werden
kürzer und die Straßen
immer leerer.

Nur die farbigen Bäume, unter
denen Menschen ihren Besitz
bunkern, leuchten in
die Dunkelheit.

Sogar die Schuhe scheinen
vermehrt zu vereinsamen.

Vor allem in der
Weihnachtsanfangszeit
liegen sie einzeln vor
den bekranzten Türen.

„Polity“ zum *I love to write day*

ds

Endlich mal ein unsinnger Feiertag mit dem ich etwas anfangen kann: der *I love to write day*. Hier mal mein 5 Minuten-Erguss, nachdem ich davon erfahren und festgestellt habe, dass ich eigentlich keine Zeit habe etwas zu schreiben.
Ps.: Ich sollte vorm Schreiben keine Zeitung lesen.

Staatliche Türen schwingen
unentschlossen in dem
zerbrochenem System.
Eine Ruine fiel ins
Schloss, als ich das
Moosparkett verließ,
zerfiel die bröckelnde
Fassade ihres politischen
Efeus, während ihre
Nuance noch flüsterte.

 

EDIT: So natürlich heißt es „I love to write day“ nicht „I love writing day“. 😉

Berechnend

matheIch habe mal wieder in meinem „Geschriebenes“-Ordner gekramt und ein altes Gedicht entdeckt. Es ist ungefähr 10 Jahre alt. Ich habe bei Vielen vergessen, dass ich es verfasst habe.

Berechnend

Wenn ich einen
Strich ziehe, wenn
ich uns subtrahiere,
zähle, kalkuliere, sind
wir doch keine
Summe mehr.

Es ist als
würden unsere
Vektoren in
andere Richtungen
zeigen, unsere
Variablen keinen
Namen finden.

Und doch gehöre
ich zu dir, wie
das x zum
y und hoffe
darauf, dass
unsere parallelen
Geraden windschief
sind und unsere
Binome sich
wieder verformeln.

„Lyrische Zeitreise“ | Writing Friday – KW29

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegeben Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf  Elizzy’s Seite

Ich hatte keine Lust einen Essay zu schreiben, also habe ich ein Gedicht draus gemacht. Ist jetzt kein Meisterwerk und die Reime sind nach dem Motto ‚reim dich oder ich fress dich‘, aber ich hatte viel Spaß dabei.

Thema: Du hast die Möglichkeit für einen Tag ins Weltall zu fliegen oder 300 Jahre in die Zukunft zu reisen. Welche Wahl triffst du? + Erzähle wieso du dich so entschieden hast.

Wenn ich mich entscheiden müsste, ins Weltall oder 300 Jahre in die Zukunft zu reisen, würde ich die Zeitreise wählen.

Warum?
(Es gibt zu wenig Reime auf Planet und Vakuum)

Ich will wissen, ob wir Tiere weiterhin essen
oder ob wir unsere Moral an den Schwächsten messen.Weiterlesen »