Google-Gedichte | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.

Mit von der Partie sind
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkram
Schaut doch bei auch bei ihnen vorbei!

Man hört soviel Negatives über Datenspeicherung/missbrauch etc., da dachte ich, irgendjemand muss ja positiv bleiben und habe ein paar Google-Gedichte (Erfinder ist wohl Bov Bjerg, auf die Idee hat mich Stachelbeermond gebracht) geschrieben. 😉 Dabei habe ich einige Wörter in Google eingegeben und dann die ersten Ergebnisse (teils mit Zeilenumbruch) als Gedicht genommen. Teilweise sehr skurril, aber ein paar schöne Gedichte sind dem entsprungen.

an einem großen
an einem großen stillen see
an einem großen runden
tisch sitzen männer und frauen
glauben an einen großen gott
steile wiese an einem großen berg

wenn es regnet
wenn es regnet und die sonne scheint
wenn es regnet und die sonne lacht
ist ein regenbogen schnell gemacht
wenn es sternschnuppen regnet und
wünsche vom himmel fallen
wenn es konfetti regnet und
krapfen schneit
und wenn es regnet weiß ich
dass du manchmal weinst

or it has
or it has been cancelled
and it has been
and it has been approved
or they has
and it has gone

Their sea | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Mit von der Partie sind
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkram
Schaut doch bei auch bei ihnen vorbei!

Derzeit beschäftige ich mich mit einer gewissen Gruppe Menschen auf Social Media und habe meine Abneigung in Kreativität umgewandelt. Außerdem hatte ich Lust mit Sprache und Darstellung zu experimentieren, daher auf Englisch und inszeniert.

qrf

Was man montags über Politik sagt | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Mit von der Partie sind
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkram
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Gerade dreht sich alles um Politik, deshalb gibt es diese Woche ein paar Gedanken dazu. Habe mal ein altes Gedicht von etwa 2007 ausgegraben und umgeschrieben.

Was man montags über Politik sagt

Erstens:
Wenn Reden Silber ist
und Schweigen Gold, dann
ist Lügen Diamant und auch wenn
Lügen auf kurzen Beinen gehen,
haben sie dennoch lange Laufzeiten.

Zweitens:
Während die Ufer leer wirken,
schwimmen die großen Enten mittig.
Einige schleichen derweil geschickt
durch die herbstfarbenen Büsche,
andere sind gleich auf Tauchgang.

Drittens:
Die Schwarzen und Roten sind
einander nicht grün und
die Braunen streichen sich blau.
Kein Wunder, dass es nach Obst duftet,
überall hat man heute weiche Birnen.

Seelentröster | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Mit von der Partie sind
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkram
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Mein Gedicht die Woche ist sehr intuitiv entstanden und ich habe kaum was überarbeitet, weil ich die Spontanität nicht zerstören wollte.

Seelentröster

Ich renne mit dem
Herz durch die
Wand während ich meinen
Kopf bei dir ausschütte

Wir liegen zusammen
auf einem Tisch und neben
uns der krumme Kerzenhalter, das
Tischservice mit den Kanten und
Ecken, ein paar Krümel hängen auf
halb acht, die verwobene Tischdecke, ein
Löffel, psychologisch verbogen, die
Karaffe mit dem langen Hals, zwei
Set Gläser, alle unterschiedlich, passend
zu dem keramischen Pappteller deiner
Oma, die heute meine ist,
ein verbrannter Topflappen
und die Reste einer
mittsommernachtlichen
Speise

Wenn das Fieber vorbei
ist, wurden nur fremde Gedanken
gesprochen und nicht die
feigen

Handicap | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum mehr Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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EDIT: Judith ist nun auch dabei. Ihr schönes Gedicht findet ihr hier.

Mein Gedicht diese Woche ist wieder ein Satz, diesmal eine Spur abstrakter. Eigentlich kann es für viele Themen stehen. Erst dachte ich über Politik nach,d ann Gesellschaft im allgemeinen. Es ist also mehr ein Gefühl als eine klare Aussage.

Handicap

Während Unbekannte auf
den Straßen über Abgötter
und Parallelwelten reden

spielt ein Pantomime
Flöte und ein Unsehender
tanzt dazu kreuzüber
im Zweisatz

Cyanotypie| Der Dienstag dichtet

Da ich kaum mehr Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Mein Gedicht diese Woche ist eher ein Satz und eine Spielerei.

 

Cyanotypie

Als sie in der Reifezeit noch
nicht wusste, wer
sie war, nahm sie das erstbeste
Idol und legte es in diese
eisensalzene Lösung

nur um dann festzustellen, dass
sie negativ blieb

„Von der Wand“ | AnthoAlice – Beobachtungen

Schimmel

*Dies ist ein Beitrag zu der Blogparade „AnthoAlice“ von Alice. Zum Thema Beobachtungen kann man allen möglichen kreativen outlet bis zum 15.04. beitragen.*

Ich habe mich für ein Gedicht entschieden. Da ich das Thema Beobachtungen schon immer faszinierend fand und auch dazu geforscht habe, wollte ich meine Sache besonders gut machen. Habe jetzt ganze 23 Tage an dem Gedicht gesessen. Iregndwann habe ich es nur verschlimmbessert, deshalb hier die dritte Version.

 

Von der Wand

Über Jahre hinweg
war er groß wie
eine Faust geworden

Genährt von nasser
Aussprache und
eifrigem Tun

Er hatte Mitleid
mit den gestressten
Alltagsgebundenen

Sie verschwendeten Zeit
um Gefühle woanders
zu kaufen

Er selbst wuchs und
beobachte, lernte,
streckte seine Fühler aus

Wenn er groß
war, würde er von
der Wand herabsteigen

Er würde Gefühle an
Momente verschwenden und
Zeit kaufen

„Ein Weihnachtsgedicht“

Wiehnachtsgedicht.jpg

Ich habe die Inspiration zu meinem Text „Einer ist kein Paar“ wieder gefunden. Habe ich vor Ewigkeiten geschrieben. Ist eventuell nicht das positivste Weihnachtsgedicht aller Zeiten, aber auch nicht 100% ernst gemeint.

Zur Weihnachtszeit wirkt die
Einsamkeit viel klarer, viel
kälter.

Die Tage werden
kürzer und die Straßen
immer leerer.

Nur die farbigen Bäume, unter
denen Menschen ihren Besitz
bunkern, leuchten in
die Dunkelheit.

Sogar die Schuhe scheinen
vermehrt zu vereinsamen.

Vor allem in der
Weihnachtsanfangszeit
liegen sie einzeln vor
den bekranzten Türen.

„Polity“ zum *I love to write day*

ds

Endlich mal ein unsinnger Feiertag mit dem ich etwas anfangen kann: der *I love to write day*. Hier mal mein 5 Minuten-Erguss, nachdem ich davon erfahren und festgestellt habe, dass ich eigentlich keine Zeit habe etwas zu schreiben.
Ps.: Ich sollte vorm Schreiben keine Zeitung lesen.

Staatliche Türen schwingen
unentschlossen in dem
zerbrochenem System.
Eine Ruine fiel ins
Schloss, als ich das
Moosparkett verließ,
zerfiel die bröckelnde
Fassade ihres politischen
Efeus, während ihre
Nuance noch flüsterte.

 

EDIT: So natürlich heißt es „I love to write day“ nicht „I love writing day“. 😉