Die Masken | Telling Pictures meets Horror

Horrorstories

Dies ist ein Text zu der Aktion „Telling Pictures“ von Caymon. Ziel ist es bis zum 31.06. eine Geschichte zu einem der vorgegebenen Bilder zu schreiben. Ich habe mich entschieden eine Horrorgeschichte aus der Aufgabe zu machen und zu folgendem Bild geschrieben *klick*. Viel Spaß beim Gruseln. 😉

Die Masken

Martina zog den nächsten Papierfetzen durch den Kleister, dann nahm sie den getränkten Schnipsel und klebte ihn auf die Form. Langsam und gekonnt glättete sie die Oberfläche. Noch ein bis zwei Papierfetzen auf die Wange, dann hatte die Maske ihre richtige Form. Zum Abschluss pinselte sie vorsichtig etwas Kleister über alle Enden, dann war auch diese Maske fertig.

Die sechzigste. Was hatte sie sich nur bei diesem Kunstprojekt gedacht? Hätte sie nicht wie ihre Atelierkollegin einfach etwas aus Kunststoff formen können? Nein, es mussten wieder diese Masken sein, die sich durch ihren künstlerischen Werdegang zog, wie sie die Papierschnipsel durch den Kleister.

Martina erschrak als sie ein leises Lachen hinter sich hörte und drehte sich schnell um, doch dort war nichts. Sie atmeten tief durch. Anscheinend war sie überarbeitet und dreht langsam durch.  Kein Wunder, es war 2 Uhr nachts und sie arbeitete bereits seit dreizehn Stunden. Die Masken, die sie eben gefertigt hatte, würden die letzten sein. Sie musste sie noch bemalen, dann hatte sie genug, um ihre Installationen anzufertigen. Aber nun musste sie sie erst einmal trocknen lassen.Weiterlesen »

Verbrannte Erde | AnthoAlice Utopie

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Dies ist ein Beitrag zu der Blogparade „AnthoAlice“  von Alice. Zum Thema Utopia kann man allen möglichen kreativen outlet bis zum 15.06. beitragen.

Irgendwie hatte ich erst keine Eingebung zu dem Thema. Gestern Abend dann kamen die Worte quasi zu mir. Da ich gleich wegfahre, gibts ein komplett unüberarbeitetes Gedicht von mir.

Die gläsernen Segel waren
gespannt und die moderne
Arche Noah machte sich auf
den Weg in eine freie und
glorreiche Zukunft

als sie merkten, dass
es Zuhause am schönsten
ist, war es bereits zu

spät

verbrannte Erde hatten bereits
die Generationen vor
ihnen befohlen

„Man lebt zweimal“ | AnthoAlice Erinnerungen

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*Dies ist ein Beitrag zu der Blogparade „AnthoAlice“  von Alice. Zum Thema Erinnerungen kann man allen möglichen kreativen outlet bis zum 15.05. beitragen.*

Ich habe vor einiger Zeit auf einem Friedhof ein Grab gesehen, dass wild bepflanzt und dessen Grabstiin mit Graffitti vollgesprüht war. Da ich die wahre Geschichte so bedrückend fand, habe ich beschlossen, eine schönere Geschichte darüber schreiben.
Das verwendete Zitat ist von Honoré de Balzac.

Man lebt zweimal

„Ich bin müde“ sagt er und ging für immer schlafen. Zurück blieben seine Frau Maria, zwei erwachsene Kinder und ein noch junges Kindeskind. Außerdem ein Hund, zwei Katzen, ein altes Haus mit gepflegtem Garten und die Erinnerung an jemand, der jetzt nur als Hülle langsam zu verfallen begann.

„Man lebt zweimal: das erste Mal in der Wirklichkeit, das zweite Mal in der Erinnerung.“ stand auf seinem Grabstein. Das fand seine jüngste Tochter so treffend. Maria war es egal, sie hätte auch ein „RIP“ oder ein „In Erinnerung“ hingenommen. Der Stein, auf dem der Spruch stand, war grau und glänzte etwas rötlich in der Sonne. Das fiel Maria nach dem 357ten Besuch auf, bis dahin hatte die ganze Welt sowieso grau gewirkt.Weiterlesen »

„Von der Wand“ | AnthoAlice – Beobachtungen

Schimmel

*Dies ist ein Beitrag zu der Blogparade „AnthoAlice“ von Alice. Zum Thema Beobachtungen kann man allen möglichen kreativen outlet bis zum 15.04. beitragen.*

Ich habe mich für ein Gedicht entschieden. Da ich das Thema Beobachtungen schon immer faszinierend fand und auch dazu geforscht habe, wollte ich meine Sache besonders gut machen. Habe jetzt ganze 23 Tage an dem Gedicht gesessen. Iregndwann habe ich es nur verschlimmbessert, deshalb hier die dritte Version.

 

Von der Wand

Über Jahre hinweg
war er groß wie
eine Faust geworden

Genährt von nasser
Aussprache und
eifrigem Tun

Er hatte Mitleid
mit den gestressten
Alltagsgebundenen

Sie verschwendeten Zeit
um Gefühle woanders
zu kaufen

Er selbst wuchs und
beobachte, lernte,
streckte seine Fühler aus

Wenn er groß
war, würde er von
der Wand herabsteigen

Er würde Gefühle an
Momente verschwenden und
Zeit kaufen

„iSchaf“ | Annies Schreibaufgabe KW4

schreibaufgabe-pinterest-4

Dies ist mein Text zu Annies Schreibaktion. Jede Woche veröffentlich sie Themen und auf ihrer Seite könnt ihr nachlesen, was gerade Thema ist.
Das Thema von dieser Woche steht im Bild. Ich habe statt über meine Reise direkt zu erzählen, jemand anderes von mir sprechen lassen.

iSchaf

Liebste Katharina,

es ist nun etwas über 10 Jahre her, da hast du diesen riesigen Karton geöffnet, in dem als kleiner Spaß nur ein Apfel und Ei lagen, und darunter ich. Versteckt.

Seitdem sind wir durch kalt, nass, warm, trocken und allem dazwischen gegangen. Gemeinsam haben wir die Welt besucht. Von New York bis Amsterdam, von der Ostsee, der Nordsee bis zum Atlantik. Ich lag mit dir im Bett, auf der Couch, in der Badewanne. Wir sind gemeinsam Bus gefahren, Zug, sind im Flugzeug geflogen. Ich habe dein Studium erlebt, deine Weiterbildung, deine Arbeit.Weiterlesen »

„Gegenteiltag“ | Annies Schreibaufgabe KW3

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Dies ist mein erster Text zu Annies Schreibaktion. Jede Woche veröffentlich sie Themen und auf ihrer Seite könnt ihr nachlesen, was gerade Thema ist.
Das Thema von dieser Woche steht im Bild. Ich habe es etwas freier ausgelegt, da ich mir dieses Jahr keine Vorsätze gemacht habe. Nachdem ich den Text geschrieben habe, würde ich so einen Gegenteiltag wirklich gerne einmal ausprobieren. Dann zieht aber wahrscheinlich neben meinen Katzen auch mein Freund aus.

Gegenteiltag

Kennt ihr noch die Folge von „Spongebob“, in der Gegenteiltag ist? Wenn er „Danke“ meinte, sagte er „Bitte“, die Hose trug verkehrt herum und Gary bellte statt zu miauen. Ich wollte das mal probieren, schließlich ist auch sonst die letzte Woche alles schief gelaufen.

Ich beschloss: Sonntag = Gegenteiltag.

Als ich morgens aufwachte, nur um eine Runde weiterzuschlafen, tauschte ich schon mal Kopfkissen und Decke aus. Der Vorteil: Nach rund 30 Minuten, war ich so durchgefroren, dass ich freiwillig aufstand. An einem Sonntag! Vor 12 Uhr!

Ich habe mir dann erst einmal Milch mit Kaffee gemacht, und Brötchen auf meinen Käse geschmiert. Letzteres war etwas komplizierter, als es sich anhört. Ich habe dann auch gleich sauber gemacht, würde ich sonst nie tun.Weiterlesen »